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2 (1832) Geschichte des Johanniter-Ordens
Entstehung
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rusalem unweit dem heiligen Grabe eine besondereHerberge für die abendländischen Christen und zumBehuse der Andachtsübungcn eine Capelle zu er-bauen. Die gottesdienstlichen Verrichtungen wurdenden Benedictincrn übertragen, und die Capelle zuEhren der h. Jungfrau, die lateinische Marienkirche(8. Uaria äella l,atina) zum Unterschiede von denKirchen der Griechen, wo man den Gottesdienstnicht nach den Gebrauchen der römischen oder la-teinischen Kirche verrichtete. Bald führte man un-weit derselben zwei andere Gebäude zu Herbergen(HIberAia) für die Pilgrime beiderlei Geschlechtsauf, in welchen Gesunde und Kranke verpflegt wer-den sollten. Jedes dieser Gebäude bekam in derFolge seine eigene Capelle, davon eins der h. Mag-dalena, das andere dem h. Johannes dem Täufergewidmet wurde, und hiervon nannte man sie späterJohanniter.

Viele abendländische Christen, von Liebe zurleidenden Menschheit und Religionseisec beseelt, faß-ten den Entschluß, ihrem Vaterlande auf immer zuentsagen, um sich in dieser heiligen Wohnung derununterbrochenen Pflege der Pilgrime und Krankenzu widmen.

Hier wurden die Wallfahrer des h. Grabes mitoffenen Armen ausgenommen, beherbergt, genährtund gepflegt, ja die Gastfreundlichkeit dieser Män-ner ging so weit, daß sie nach Aussage des berühm-ten Cardinals Jakob de Vitry, Bischofs von Fras-cati und St. Jean d'Acre, auf ihre eigenen Ti-sche Brot aus Kleien und Bohnenmehl gesetzt hat-ten, um den Kranken und Verwundeten das Feinereauszufparen.

Die menschenfreundliche Thätigkeit der hülfespen-