Bruder Wilhelms des Rothhaarigen, Königs von >England, Tankred, Herzog von Apulien, Bohe-mund, der tapfere Sohn des braven Guiskard,
Fürst von Tarento, Balduin von Burg u. A. KeinKönig war als Anführer der gesammelten Heer-schaarcn zugegen; aber unter den Fürsten und Ed-len ragte Gottfried, Herzog von Nieder-Lothringenund Brabant, den man nach seinem StammfchlosseGottfried von Bouillon nannte, und der mehrmalsin den Schlachtreihen Heinrichs IV. mitgefochtenhatte, durch jegliche Heldentugend hervor. Auf ihnfiel einstimmig die Wahl des Anführers. Begleitetvon seinen zwei Brüdern Eustach und Balduin bracher mit 90,000 Mann auf, nahm mit denselbenden Weg durch Ungarn und die Lander des grie-chischen Kaisers, wahrend andere Fürsten durch Ita-lien, und von da zu Wasser nach Constantinopel zogen. jBevor dies im Abendlande geschah, hatte umdie Mitte des elften Jahrhunderts eine Gesellschaftvon Kaufleuten aus Amalfi in Italien, welchen, dasie jährlich eine Reife nach Ägypten machten, reiche ^Waaren und künstliche aus Europa mitgebrachte Ar- ,beiten den Zutritt am Hofe des Khalifen *) öffne-ten, den Entschluß gefaßt, den europäischen Pil-grimen einen sichern Zufluchtsort in der heiligenStadt zu verschaffen, wo sie weder den schwärme-rischen Fanatismus der Mohammedaner, noch denbittern Haß der schismatischen Griechen befürchtendurften. Durch wiederholte kostbare Geschenke, welchesie sowohl dem Khalifen Mostaksi Billah (Mo-stasser Billach) als seinem ersten Minister darbrach- ^
ten, erlangten sie endlich die Eclaubniß, in Je- »
*) S. Anmerk. 1.