r65 Geschichte der Kreuzzüge. Buch IV. Kap. V.
Die bcyden Bischöffe, der Großmeister der Templer undBalian zogen auf dem Wege über Neapvlis, Rainald vonSidon wählte eine andere Straße; jene nahmen die erste-y.ApcuNachtherberge in Neapvlis, wo Balian zurück blieb, als»-.Aprttdie bcyden andern am folgenden Tage ihren Weg fortsetztenbis zur Burg Faba im Thale des Jordans.
Kaum waren sie dort angekommcn, als die furchtbareKunde erscholl, daß die Heiden einbrachen in das Land.Denn wahrend Saladin selbst mit einem Thcile seines Heersjenseit des Jordans bey Krak gelagert war, um die vonMekka und aus Arabien heimkehrenden muselmännischen Pil-ger und Kaufleutc gegen den Fürsten Rainald zu schützen,zog sein Sohn Males al-afdal mit sieben Tausend muthigcnund kühnen Reitern Hl aus, um das Land von Akka mitRaub und Mord zu verwüsten. Weil aber die Heiden, umdahin zu kommen, die Landschaft von Liberias durchziehenmußten, so hielten sie bey dem Grafen Raimund, mit wel-chem sie noch in Waffenstillstand und Freundschaft waren,um unschädlichen Durchzug an, wodurch der Graf in großeNoch kam. Denn er wollte weder die Freundschaft desSultans aufgcbcn, noch bey den Christen seinen Namendadurch schänden, daß er den Muselmännern behülflich wärezur Verwüstung des Christlichen Landes. Doch ihm gebraches nicht an schlauem Rath. Er gestattete den Heiden denDurchzug durch sei» Land nur unter der Bedingung, daßsic noch vor dem Sonnenuntergänge desselben Tages, anwelchem sie über den Jordan gingen, wieder zurückkehrten,auch kern Dorf oder Stadt, selbst kein Haus erbrechen oderbeschädigen, und nur das Land und was auf dem-
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