Krönung des Königs Veit.
Graf sich entfernt hatte, setzte sichJoscelin in den Besitz vonAkka, die an Raimund als Unterpfand überlassene StadtBerytus wurde ihm durch bestochene Verräthcr geöffnet, undder schalkhafte Scncschall ermahnte durch Eilboten die Gräfinvon Joppe mit ihrem Gemahl und allen ihren Rittern undKnechten nach Jerusalem zu eilen, und nach vollendetemTegräbniß ihres Sohnes sich der Stadt und des Reichs zubemächtigen. Diesen Rath ließ die Gräfin nicht und«folgt«).
Kaum war der Leichnam des Knaben in der königlichen AugustGrabstätte am Calvarienberge beygesetzt, so verlangte dieGräfin von dem Patriarchen und den Großmeistern der bey-den Orden als nächste Erbin die Krone. Weder der Pa«triarch noch der Großmeister des Tempels machten Schwie-rigkeiten, der erstere aus Zuneigung für die Gräfin, devletztere aus Haß gegen den Grafen Raimund; nur der Groß-meister des Hospitals wollte den zwischen dem Könige Bal-duin dem vierten und dem Grafen Raimund errichteten undvon sämmtlichen Baronen des Reichs beschwornen Vertragaufrecht erhalten und behauptete, daß über den erledigtenThron kein andrer verfügen dürfe, als die in jenem Vertragsbestimmten vier hohen Fürsten. Die Gräfin und ihre An»Hänger sahen wohl ein, daß sie ohne seine Beystimmung nichtleicht zum Ziele gelangen konnten, indem es ihnen selbst nichtmöglich war, ohne den Willen des Großmeisters, anders alsmit großer Gewalt sich die königliche Krone zu verschaffen;denn einer der drcy Schlüssel des Schatzes, worin sie auft
S) Lornorst. "rlier. 1. c. Hugo Ist,-gon. S- Bepde Schriftsteller er-zählen dieses, so wie auch die Krö-nung de« Königs Veit und de-ren Folgen so gleichlautend, dagsie »ur aus -Liner Quelle geschöpft
haben können. Die Zeit dcrKrönungdcS Königs Veit gibt der EnglischeAnnalist SiadulfuS de Diceto (S.üzg)genauer an: „6»iäo lloiue« ivA-xcneis. . . consecrLNis cst rex lu-
ro-ollnroruis ia Lritznuo .