i74 Geschichte der Kreuzzüge. Buch IV. Kap.III.
2. ?s>r Besonders aber war es den Pnllanen sehr erfreulich, daßseine Begleitung so zahlreich war; denn außer den flaudri-scheu Rittern, welche mit ihm das Kreuz genommen, hattensich viele Französische ihm angeschlossen, so wie auch devEngländer Wilhelm von Mandaville und viele andere Engli-sche Herren; daher ihm auch der König Heinrich von Eng-land, als er mit ihm am Grabe des heil. Thomas zusammenkam, fünf hundert Pfund Silbers zu dieser heiligen Fahrtverlieh ^). Aber der Graf von Flandern entsprach gleichwohlnicht den Hoffnungen, welche seine Kreuzfahrt im heiligenLande erweckt hatte.
Die Noch des Reichs war höchst dringend zu der Zeit,da Philipp ankam. Denn der König war zu eben der Zeit,als das Reich des Markgrafen Wilhelm beraubt wurde, zuAskalon von seiner Krankheit so heftig überwältigt worden,daß er nur in einer Sänfte sich nach Jerusalem tragen lassenkonnte. Darum sandte der König nicht nur nach Ptole-mais einige Barone, um den Grafen mit den höchstenEhren zu empfangen und an den königlichen Hof zu geleiten;sondern sogleich nach seiner Ankunft in Jerusalem wurdevon einer Rathsversammlung, wozu der kranke König diegeistlichen und weltlichen Barone, so wie die Großmeisterder Orden berufen, einmüthig beschlossen, dem Grafen Phi-lipp die Verwaltung des Reichs ohne alle Beschränkung,alle Gewalt über Krieg und Frieden, so wie die Gerichtsbarkeitund die freye Verfügung über alle Einkünfte und Gefalle desReichs zu übertragen.
Die Barone des Reichs Jerusalem sahen aber bald,wie sehr mit der Ehrlichkeit und Reol-chkeit des MarkgrafenWilhelm die schlaue Verstecktheit und stets berechnende Ab-
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