i;6 Geschichte der Kreujzüge. Buch IV. Kap. Hl.
3, C>>r. gewesen, nicht'nur seinen Getreuen geboten, alle Fellenund Burgen dem König Amalrich zu öffnen, sondern auchin seinem letzten Willen, welchen er damals aufgerichtet,den König Amalrich zum Erben aller seiner Länder und fah-renden Habe eingesetzt hatte, falls ihn Gott sollte in denF.ffeln der Heiden umkommen lassen. Zwar begünstigtenihn alle Prälaten und unter den weltlichen Fürsten derCouuctable Honfroy, Balduin von Nama und dessenBruder Balian, so wie auch Rainald von Sidon;auch war ihm das Volk gewogen- Doch wurde Raimundvertröstet bis zur Entscheidung einer allgemeinen Retchsvcr-sammlung, welche baldigst berufen werden sollte; und kamerst durch ein Verbrechen zum Ziel, welches, jedoch viel-leicht ohne sein Wissen, von seinen Freunden verübtwurde.
Sein heftigster Widersacher war nemlich der SeneschallMilo von Plancy, welcher, wohl wissend, wie sehr enbcyden Pullanen verhaßt war, zwar nicht öffentlich des Reichssich bemächtigte, sondern zum Schein die Gewalt in die Händedes Durgvogts Rcard von Jerusalem, eines Mannes vonniedriger Herkunft und geringer Einsicht, legte; unterdessenNamen aber regierte er selbst das Reich. Viele gaben ihmSchuld, daß er, sogar nach dem Throne trachtend, seineFreunde und Anhänger in Frankreich eiugeladcn habe, bal-digst übers Meer zu kommen und ihm in seinem Beginnenbeyzustehen, und daß diese Einladung zu überbringen, derHauptzweck der Sendung des Balian von Joppe, einesBruders von dem Vurgvogt Reard, gewesen sey. DennBalian war bald nach der Krönung nach dem Abendlandegesandt worden, angeblich, um an mehrere Fürsten Briefedes neuen Königs und Geschenke zu überreichen. Der Sc-neschall reitzte den Haß seiner Feinde noch mehr durch die