rzL Geschichte der Kreuzzüge. Buch IV. Kap. H.
xinem starken Südwinde, durch ein brennendes mit Pech,Harz und trocknem Holze angefülltes Fahrzeug, welches siein der Nacht zwischen die Christliche Flotte durch den Windtreiben ließen, zehn Schiffe zu verbrennen; und die übri-gen rettete nur der König Amalrich durch die Schnelligkeitund Geistesgegenwart, womit er zweckmäßige MaßregelnanordneteZ» eben dieser Zeit verbreitete sich dieKunde von dem Anzuge eines Heers, welches Nureddin zurUnterstützung Saladins sende, und von drohenden Bewesgungen des Athabek gegen mehrere Gegenden des ReichsJerusalem, besonders gegen die Burg Karat an der Gränzevon Arabien. Der gewaltige Regen, welcher zu eben dieserZeit begann, und selbst alle Vvrräthe zerstörte, indemdagegen die Zelte der Vornehmen so wenig als die Hüttender Geringen Schutz gewährten '^), vollendete die Abnei-gung gegen die Fortsetzung der Belagerung, und die allge-meine Stimme forderte Frieden und Rückzug. Die Grie-chen verbrannten, blos auf das Gerücht von dem Abschlußdes Vertrags mit den Heiden, ihr Belagerungszeug '"),und allgemein war der Jubel, als nach der Mitte deszweytenMonats der Belagerung »ieHerolde den Frieden
ISZ) Dieser Verbrennung der Schiffeund der Bemühungen des KönigsAmalrich, wodurch die übrige Flottegerettet worden, erwähnt nur Wil-helm oon Tyrus XX. 17.
124) v-'ilft. -r/r. I. e.
»oz) Nach der Erzählung des Ni-cetas (S. roy) knüpfte ider KönizAmalrich die Unterhandlungen mitden Türken an ohne Wissen der Grie-chen , und verkündigte in eignerPerson de» Griechen den abgeschlosse-nen Frieden, oder vielmehr die Be-reitwilligkeit der Türken, die Stgdr
Damietts dem Kaiser zu übergeben, indemselben Augenblicke,als AndronicuSnach einem glücklichen Gefecht, das dieGrieche» ohne die Theilnahme der La-teiner bestanden, im Begriffe war,sich der belagerrcn Stadt zu bemäch-tigen. Worauf die griechischen Sol-daten stch nicht abbatten liegen, ihrBelagerungszeug zu verbrennen. OerTag, an welchen, dieses geschah, warder vierte deS Ehristmonars-iLü) Fünfzig Tage dauerte die Be-lagerung nach Abulseda (rom. HI.S> Lab) und Nicekaü (E- 107).