2^ Ehr.nüy.
i;o Geschichte der Kreuzzüge. Buch IV. Kap. II.
rung und dem Willen obzusiegen; darum geschah auchnichts mir Zweckmäßigkeit und nichts war wirksamDer große Thurm wurde gerade an dem Ort aufgestellt, wonicht nur die Annäherung desselben an die Stadt wegendes Bodens am schwierigsten war, sondern auch die ge-ringste Wirkung erwartet werden konnte,, wegen der Höheund Festigkeit der Mauer, welche an andern Orten vielniedriger und schwächer war. Daher wurde der ThurmHaid ganz unnütz, als auch die Belagerten innerhalb derMauer einen eben so hohen Thurm entgegenstclltcn; unddie Christen fügten der Stadt keinen andern Schaden zu,als daß sie zur Freude der Heiden eine nahe an derMauer stehende schöne Kirche, welche der Mutter Gottes
119°! „Xosrii veio (nun instare a-«riu-> ckl-dni^enc, timicke gellckogueewepernnt onucui mini-arareHui brauch , oraut er gui iuaurlae«r iicglixvuriac imxutareut." Ick.XX. 16. Nicetas klagt (S- I0Ü)biuer über den König Amalrich, vonLen, alles geschehen, um die raschenund zweckmäßigen Anstalten dcS An-dronicno zu hindern. ./Vielleicht, soläßt er den Andrvnicus im KriegS-rarhe der Griechischen Heerführer re-den, haben auch jetzt die Aegypter Zau-dermilicl erfunden, welche, wirksamerals die im Alrerrhum, nicht nurKummer und Traurigkeit stillen,gleich jenem, welches die Lacedämo-uterin (Helena) von der Gattin desLhonus empfing l sondern selbst krie-gerische Männer in feige umwan-deln. Einen solchen Becher scheinendie Aegypter dem Könige Amalrichgereicht zu haben, und er, nachdemer ihn bis zur Trunkenheit ausge-reerk, za einem langen Schlafe stch
hinqestreckt zu haben .... oder viel-leicht hat er, durch Silber bezaubert,seinen Sinn geändert, und hat mitEoid sich die Ohren verstopfen las-sen." Einen sehr unwahrscheinlichenGrund der Unthätigkeit der Kreuz-fahrer gibt Cinnamus an (S. iü8).„Zwischen dem Kaiser und den Pa-lästinern war verabredet worden, alssie den gemeinschaftlichen Krieg widerdie Aegypter unternahmen, daß, sallSdas Land erobert würde, die eineHälfte den Römern zufallen solle,die andere den Patästinern. AISnun die Römer zuerst nach Aegyptengekommen waren, so schob der Königin böslicher Absicht den Kampf auf,um das Land ohne Mühe an sich zubringen, wenn die Römer die Ge-fahren überstandcn hätte»." Dochweiter unren findet Cinnamus selbsteS unwahrscheinlich und meint, derKönig von Jerusalem sey von denTürken in Damictkc mit Geld erkauftworden, die Römer zu verrathcn.