ir6 Geschichte der Kreuzzüge. Buch IV. Kap. 17.
I. Cl,r.rrüy.
Verheißung. Aber auf ihrem Thun schien kein Segen zuruhen; denn in der ersten Nacht, nachdem sie den Hafenverlassen, zerschmetterte schon ein heftiger Sturm ihr Sch-ff.Darum traten an ihre Stelle der Erzbischofs Frie-drich von Tyrus und der Bischoff Johann von Paneas.Aber auch die Bemühungen dieser neuen Gesandten warenwenig gesegnet. Der Bischoff von Paneas starb schon zuParis. Der Erzbischofs von Tyrus reiste zwey Jahre hin-durch von einem Hofe zum andern und fand nirgends Ge-hör; der Kaiser Friedrich Rüthbart war erschöpft vom langenKriege wider die Städte in Wälschiand und in heftigemStreite mit dem Haupte der Kirche; die Könige von Frank-reich »nd England waren wider einander im Kriege begrif-fen, Heinrich vonEngland selbst in Mißhelligkeiten mit derKirche durch Thomas Bequer, Erzbischofs von Canterbury,verwickelt; der König Wilhelm von Stellten und die Grafenvon Flandern, Troyes, Chartres und andere Fürsten, derenVorfahren so gern und willig für Christum wider die Heidengestritten hatten, ließen sich Die Noth des heiligen Landes nichtzu Herzen gehen Ohnehin trauten die Fürsten nicht
den Versprechungen der Pullanen, des schändlichen Ber-kachs gedenkend, welchen diese gegen die letzten Kreuzfahrergeübt hatten , am wenigsten der König Ludwig von Frank-reich, welcher selbst ihre tückischeTceulosigkeit erfahren halte.
Dieses Mißtrauen wurde leider vollkommen gerechtfertigtdurch das Benehmen der syrischen Christen ans der Heerfahrt,welche sie gemeinschaftlich mir den Griechen gegen Aegyprcnunternahmen. Wer hätte vermnthen mögen, daß die Chri-stenselbstin ihrer damaligen bedrängten und gefahrvollen Lage
-rvwi. ryi. xx. i§.