na Geschichte der Kreuzzüge. Buch IV. Kap. H.
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auf dem Canal so nahe an die Stadt als möglich. Auchvon den in Syrien zurückgebliebenen Christen, als es kundwurde, baß der König die reiche Handelsstadt Alexandrienumlagere, kamen viele auf Schiffen herbey, um nicht ohneAntheil an der erwarteten Beute zu bleiben; selbst derErzbischoff Friedrich von Tyrus, der aber bald erkrankteund zurückzukehren gcnörhigt war. Von den Mastbäumender Schiffe und andern« Holzwerke wurde schnell ein großerBclagerungsrhurm erbaut, und eine große Zahl von Wurf-maschinen. Der Sultan Schaver kam selbst in das Lagerund ermunterte sowohl die Streitenden als die Werkmeisterder Maschinen durch freygebige Geschenke, und tröstete dieVerwundeten durch Belohnungen. Ohne Unterlaß wurdedie Stadt beschossen. Am ineisten schmerzte die Alexan-driner die von den Kreuzfahrern geübte meistens muthwilligeVerwüstung der schönen Gärten, welche ihre Stadt um-gaben. Saladin aber und seine Türken beschränkten sichauf bloße Vertheidigung der Mauern, und unternahmennur selten Ausfälle, weil ihre Zahl gering war und derDeystand der Einwohner, welche als Kaufleute weder denKrieg liebten, noch der Waffen sehr kundig waren, nichtzuverlässig. Zwar wurde Mangel aller Art in Alexandrienfühlbar, und Saladin hielt nur mit Mühe den Pöbel vonAlexandrien in Zaum, dessen Ungeduld je heftiger sich äußerte,je seltener und kostbarer die Lebensmittel wurden; aber auchder König Amalrich und seine Ritterschaft wurden der Bela-gerung müde, welche nicht so rasch zum Ziele führte, als sieerwartet hatten^); und beunruhigende Nachrichten ausSyrien, wo Nurebdin die feste Burg Monairerah bey
72) Die Belagerung dauerte nach nute: Wilhelm von TyruS gibt dieder Angabe deS Abulfeda drey Mo- Dauer nicht an.