Köllig Amalrich. 9Z
Ritter näherte sich ihm mit der Frage: „Wozu solche An-stalt? Fürchtet ihr, daß der Vertrag uns nicht heilig sey?"„Den würdet ihr nicht zu brechen wagen," antworteteSchirknh mit Ruhe, und setzte seinen Weg fort DerKönig Amalrich aber begab sich nnvcrwcilt nach Tripolis undAntiochien mit dem Grafen Dietrich von Flandern, der mittenunter diesen Unfällen mit einer zwar kleinen, aber auscrlesetnen Ritterschaft zum vierten Mal ins heilige Landals Pilger gekommen war, zu großer Erheiterung derdurch so harte Schickungen gebeugten Christen ^). DerKönig ordnete besonders mit großem Fleiße die Angelegen-heiten des Fürstcnthums Antiochien, und bemühte sich fürdie Befreyung der gefangenen Fürsten und Ritter. Aucherwirkte er ganz unerwartet in kurzer Zeit die Freylassung ")des Fürsten Vormund; worauf dieser nicht säumte, dieGeisel, zu lösen, welche er für das ihm auferlegte Löscgelddem Nureddin gestellt halte, und sich nach Constantinopclbegab zum Kaiser Manuel, dem Eemahle seiner SchwesterMaria, von welchem er mit großen Ehren empfangen undmit herrlichen Geschenken beehrt wurde. Des Grafen Rai-
zS) Di« Nachricht über den Vertraginir Schirkuh »nd dessen Abzug ausPelustum hat Marin (I. S. 114.115),wie es scheint, aus Ebn ül-Aihirmitgecheilt.
37) Lnjns tanl» I^etilia «nscexit»ävenlum omuis xoznUue ut
xorr immnsserornm soü- arciorrinsuram gratissimsm et xiacsons icme-üiiim vicleretur euscexisse." 'Willi.'0)-r. XIX. 10 .
38 ) Wilhelm von Tyrus (XIX. 11)nimmt zwei, Ursachen an, durchwelche Nureddin zu der schnellen Ent-lassung des Fürsten Vormund ver-mocht worden. Einmal habe er be-
sorgt, durch die Verwendung deSKaisers Manuel zu der unentgeltli-chen Freylassung deS Fürsten sich gc-nöthigt zu sehen, und um dieserVerwendung zuvorzukommen, nichtgesäumt, das angebvtcne Löscgeldauzunehmen; dann aber auch habeihn dazu seine geringe Meinung vonBoemund bewogen. Nureddin habebesorgt, dag, wenn er diesen wenigversprechenden jungen Fürsten längerln seiner Gefangenschaft behielte, dieAntiochier leicht darauf fallen könn-ten , sich einen tüchtiger» Fürsten zuwählen, welcher ihm dann mehr zuschaffen machen würde, als iener-
I. Ehr.
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