König Amalrich.
85
kühne Hoffnung trug, einst in Aegypten für sich eine «nab,hängige Herrschaft zu gründen, was von den unkriegerischenEinwohnern des Landes und den zügellosen verwildertenScharen des Sultans nicht bedeutend erschwert werdenkonnte, sobald er die Truppen, welche Nureddin unter sei,nen Befehl gestellt, gewonnen hatte und es wagen durfte,her Ungnade seines Herrn zu trotzen.
Das Geschlecht, zu welchem Saladin gehörte, war von sehrniedriger Stufe bereits zu solcher Würde gestiegen, daß einsolcher Plan auch einem weniger kühnen Sinne nicht uncr,rcichbar scheinen konnte, zumal in einem MorgenländischenReiche, wo dem tapfcrn und glücklichen Krieger der Wegzum Thron so leicht sich öffnet.
Ejub 2°), der Vater Saladins, gehörte zu einer Hordeder Kurden, eines den Türken verwandten Volkes, wovonviele tapfere und kriegslustige Männer, nach dem Bcyspieleder Türken, aus ihren fernen Weideplätzen sich in die Pro,vinzen des Chalifats begeben hatten, um, wie die Gelegen,heit sich darböte, vom Schwerte zu leben. Ejub trat in dieDienste des Sultans von Bagdad, und Bihrus, Statt,Halter von Bagdad und dem Arabischen Irak, verlieh ihm dieStatthalterschaft der Stadt Takrit am Tigris, wo ihm imI. uz? sein Sohn Joseph, hernach als Herrscher Salahed,din genannt, geboren wurde ^). Dort fand er Gelegen,heit, dem Athabek Zcnki, der an dem Erbfolgekriege in demGeschlechts der Scldschucken nach dem Tode des SultansMahmnd thatigen Anthcil nahm, einen wichtigen Dienst zuleisten, indem er dem flüchtigen Athabek nach einer verlornen
Lo) O. i. Hiob. Der Vater derEtub bieg Schady, uud gehörte zudem Stamme Naoadiab. Ejub uudEchirluh wurdeu zu Dul» gobyren-Poimcä. I. o.
!ii) 2. d. Fl. LZ2. Woli-teä. S. 3.
Murin Uilt. äo StUrMi» 1°. l. S. yo-Der Name Salaheddin bedeutet be-kanntlich ,ida§ Hey LcS Glau.hcn§."