48 Geschichte der Kreuzzüge. Buch IV. Kap. I.
I. Cbr.I-S7-
Sctbr.
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herte^), so ward auf des Fürsten Rainald Rath die Belage-rung aufgehoben, und alle Fürsten begaben sich nach An-tiochien zu gemeinsamen Deralhungcn. Als dort nochimmer nicht nichr die Meinungen über eine andere Unter-nehmung sich vereinigt hatten, hörten die Fürsten,daß Nurcddin in seinem Lager bey Sarmin und Annab ineine gefährliche Krankheit gefallen und überall in seinerHerrschaft Verwirrung und Unfrieden, und unterseinen Soldaten Unordnung und Ungehorsam ausgebrochcnsey. Denn wirklich, obwohl Nureddin sich in einer Sänftenach derBurg von Aleppo tragen ließ hatte doch selbst indieser Stadt sich Unfrieden erhoben, weit sich das Gerüchtverbreitete, der Fürst sey gestorben. Als dem Einzuge desMirmiran, welcher, diesem Gerüchte trauend, nach der Ver-ordnung seines Bruders für den Fall des Todes von Nureddin,die Gewalt an sich nehmen wollte, der Befehlshaber derBurgsich widcrsctztc, erbrach das junge Volk von Aleppo mitGewalt die Thore und rief den Nasereddin zum Fürsten
ÜZ) Wie wir aus Abu Schamahwisse». „Nureddin eilte herbe» undwehrte den Franken, sich in den Be-siy der zerstörten Schlösser und Bur-gen zu seyen. Auch zog er auSEmessa, Cäsaren (Schaisar), Kafar-tab und Hama diejenigen, welchedem Verderben entgangen waren, ansich, und thcils von Einwohnern die-ser Burgen, theils von Turkomanensammelte sich zu ihm ein zahlreichesHeer. Mil diesem lagerte er sich denFranken in der Nähe von Antiochiengegenüber, und engte sie so ein, dasskeiner von ihnen hcrauskommcn konn-te, tun die Muselmänner zu beschä-digen." Durch Wilhelm von Thrus(xvill. 17.) erfahren wir nicht dieGründe, mit welchen der Fürst Nai-tUülid seinen Nach Iinlersiüvtr.
66) ,,Igse antem in Icotioa, gn-c-üluemhris okllcÜL in-g-uniinie, perManns sicietinm srrorum negne Ua-laxnam cielatrnc eit." Willi, ll'xr. 1.c. „Hernach wurde die Krankheitso heftig, dass Nureddin sich in einerSänfte nach Haleb tragen lieg."Abu Schamah. Aus eben diesemSchriftsteller erfahren wir die Zeitder Krankheit des Nureddin, nemlichim Ramadan zga (8 Qct. — g Nov.IIZ7). Abulfcda erwähnt dieser Krank-heit erst bcym I. gzg, wie verschiede-ne andere morgenländische Chroniken.Abu Schamah bemcrlt aber de» die-sem letzter» Jahre, das, in den,selbenNureddin zum zweyten Mal trankgewesen sc», lllld zwar zu Damas-cus.