8
Geschichte der Kreuzzüge. Buch IV. Kap. I.
w CSr. kräftigem Alter gelangt, stets wachsam und gerüstet zumStreit, und zur Beschirmung der Lander, welche ihrerFürsten beraubt waren. Dadurch gewann er auch die Ach-tung Nureddins in eben dem Maste, als andere Kreuzes-fürsten dessen Verachtung. Ucbcrhaupt zeichnete Balduinnicht nur vor den entarteten Fürsten von Syrien, sondernvor allen Fürsten seiner Zeit sich ruhmvoll aus, und er warwürdig, ein Reich von größerm Umfange und besserer Ver-fassung zu regieren, als das Reich Jerusalem war. Mu-thig und unerschrocken war er in Schlachten und Gefahren,verständig und weise im Rath, gerecht, billig, und vonaller Habsucht fern, und, Fehltritte des jugendlichen Al-ters abgerechnet, keusch und züchtig, Feind der Trunken-heit und Unmaßigkcit; — dies sind die rühmlichsten der Lob-sprüche, womit ihn seine Zeitgenossen ehren. Er warnicht, wie sogst die Fürsten jener Zeit, nur zum Krieg undzu ritterlichen Uebungen erzogen, sondern auch sein Geistwar sorgfältig gebildet. Keiner im Reiche Jerusalem wardes Gewohnheitsrechts dieses Reiches so kundig als er;daher auch oft die ältcrn Fürsten in zweifelhaften Fällenihn befragten, und niemals unbefriedigt blieben 'H. Erlas und forschte besonders gern in alten Geschichten, undüber die Thaten der Könige und Fürsten der Vorzeit, undhörte mir großem Vergnügen die Reden und Belehrungengelehrter Männer. Der Geistlichkeit bewies er stets hoheAchtung, selbst in seiner Jugend ' Seine Unterhaltung
i2) eonluctnäinariL, tzuo
rcAeiitUiir Orientale» xie-
ritnn et consulti pectoris crneiitio-nyiu sniszrer.i.us.'* vVilli.l'Xr. XV), 2,
iZ) »»Hiroähiio in CL aetarc rarit6-nie 1'olct coniinxere, ctirnn in adv-Icleenua Ina erat Oeinn rinrcns et adeeele1i.a1iic-i5 inlininiones et eecls-^
liarum xraelLtos onriiiinodarn liz-
i)en5 reveier.tlsm. "