i;i
sie In seinem Namen anSgeübt habe, — ,nnd er erwiedrrte dann:„Das kann wohl seyn, aber Ich habe nichts davon gewußt, undSie können mir glauben, daß dies mit allem Detail der hohen,Mittlern und niedern Polizei so der Fall war." Er fragte michdann über das Spiel aus, wovon ich eben gesprochen halte, überdessen Natur, dessen Umfang rc.
Da ich nun immer von uns sprach, unterbrach er mich endlichund fragte: „Aber sind Sie denn selbst von der Parthie gewesen?Waren Sie denn je ein Spieler? — Ei wohl, Sire! unglücklicher»weise. Allerdings freilich nur in großen Zwischenräumen, aber sooft ich einen Anfall dieser Art hatte, trieb ich's, bis der Magenganz verdorben war. — Wie froh bin ich, daß ich das nicht frühergewußt habe. Sie hätten in meiner Meinung verloren — nieetwas bei mir gegolten. DaS ist ein Beweis, daß wir uns nochsehr wenig gekannt haben, und Ihr Berhälcniß noch niemand sehrauffällig war, sonst hatten mich bald gute Seelen davon unterrich»tet. Man kannte mein Vorurtheil gegen alle Spieler, ich konntekein Vertrauen zu ihnen haben. Ich halte schon keine Lust, näherzu untersuchen, ob ich Recht habe oder nicht, sondern rechnete lie»der gar nicht weiter auf sie."
Die Vorstadt Saint Germain gab Veranlassung, die ersten Fa»milien der Hauptstadt durchzugchen. Der Kaiser verweilte bei demNamen La Rochefoucault und mehrern Mitgliedern dieses Hauses —der Dame d'Honneur der Kaiserin Iosephine, ihrem Gcmahle, dener zum Ambassadeur in Wien und in Holland gemacht hatte, sei-nem Bruder, dem Gesetzgeber, ihrem Vater, Herrn von Lianeourt.den er sehr hochschätztc, und endlich bei dessen Tochter, die er an denFürsten Aldobrandini, Bruder des Prinzen Borghese vermählt hatte.Er wiederholte, daß er einen Augenblick die Idee gehabt habe, sieFerdinand Vll. zur Gemahlin zu geben. Dann nannte er nocheinen andern Herrn von La Rochefoucault, der zu Anfänge seinerRegierung im Gefängnisse gestorben sey, und fragte, was an ihmwäre? — Ich konnte cs ihm nicht sagen, da Ich weder die Personnoch die Verhältnisse kannte, wovon der Kaiser sprach.
„Er war, sagte er, der Urheber einer Verschwörung gegenmeine Person, von der ich noch nicht mit Ihnen gesprochen habe.Sie ist mir bis jetzt nie eingefallen.
„Dieser Herr von La Rochefoucault organisirte im Interesse deSKönigs, alS derselbe noch in Mitau war, zu Paris eine Verschwö-rung, deren erster Streich der Tod des Chefs der Regierung sehnsollte. Er endete im Gefängnisse nach einer Haft von vier oderfünf Jahren. Nachdem man die Fäden des ganzen Handels ent-deckt hatte, nahm ein Vertrautet der Polizei an der Verschwörung