Druckschrift 
10 (1824)
Entstehung
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meine Pflichten redlich, nahm wahres Interesse an ihm, «nd hatteanch bald sein Glück gemacht. Sein Vater war Ludwigsritter, be-saß Eisenhammer im Burgund, und überhaupt ein bedeutendesVermögen."

Napoleon erzählte, daß, alS er im Jahr 1794 von der Armeevon Nizza nach Parts zurückgereiftt, und hierbei in die Nähe dcSSchlosses von dessen Vater gekommen wäre, er dort eingcsprochenhabe, und da er schon eine Art von Ruf gehabt, prachtvoll aus-genommen worden sey. Er, der Dacer, war, nach des Sohneseigener Versicherung, ein wahrer Geizhals, aber es lag ihn» amHerzen, seinen Gast, der so viel Güte für seinen Sohn gehabthatte, gut zu bewirlhen, und er that eS auf die verschwenderischeWeise der Geizigen. Er wollte das Geld zum Fenster hinauswer-fen. Es war im Juli oder August, und doch mußte auf seinenBefehl Feuer in allen Zimmern brennen, daß man hätte erstickenmögen, „Diesen Zug, so schloß Napoleon, hätte Molliere sichgewiß nicht entgehen lassen re."

Später sprach der Kaiser von den Sitten zu Paris, von dessenungeheurer Bevölkerung, von den unoermeidlicken Gräueln, die ineiner so großen Stadt Vorgehen, wo die natürliche Verdorbenheitund die Summen aller Laster in jedem Augenblicke durch Bedürftniß, Leidenschaft, so wie durch den Geist und den Leichtsinn desMenschen-Gewirres aufgereizt werden. Jede große Stadt, wieder-holte er oft, sey ein Babylon. Er cicirte dann einige Züge deraller schmuzigsten und ekelhaftesten Lüderlichkeit, und erwähnte, daßer als Kaiser sich das schändlichste Buck, was je die verworfenstePhantasie nur habe ersinnen können, zum Durchsetzen habe bringenlassen. Es sey ein Roman gewesen, der selbst zur Zeit deö Kon-vents die öffentliche Moralität in dem Grade empört hatte, daßman den Verfasser einsperren lassen. Er sey auch nie wieder auffreien Fnß gekommen, und werde, wie er glaube, noch am Lebenseyn. Sein Name ist mir entfallen, ich hörte zum ersten Malevon jenem Produkte.

Der Kaiser hatte, wie er sagte, versucht, so viel die Umständezuließen, manche Schandlichkeiten dieser Art zu unterdrücken, aberdoch nicht den Muth gehabt, bei andern auf das Einzelne einzuge-hrn. Er hatte unter andern das Hazardspiel untersagt, und selbstalle Spielhäuscr verbieten wollen; aber wenn dann die Sache recktgründlich vorgenommcn werden sollte, so fanden sich immer großeFragen dabei zu lösen. Ich erwähnte jetzt, daß gleichwohl die Po-lizei in einem der ersten Häuser der Vorstadt Saint Germain unSverboten habe, unter uns zu spielen; er konnte eine solche Beein-trächtigung nicht begreifen; ich versicherte ihm jedoch, daß Fouch,-