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10 (1824)
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Der Kaiser fuhr dann fort, eben so sich über Gustav Adolphund Cond>- zu verbreiten; er sagte, bei ihnen sey die Wissenschaftgleichsam ein Instinkt gewesen, die Natur habe sie schon unterrichtetgeschaffen. Türen ne hingegen habe sich mühsam und durch großesStudium ausgebildet. Ich erlaubte mir die Bemerkung, daßTurenne, wie man wahrgenommen habe, keine Schüler gebildet,Cond« hingegen mehrere ausgezeichnete Zöglinge hinterlassen hätte.„Es ist dies eine Laune deS Schicksals, erwicderte der Kaiser, dasUmgekehrte von dem, was eigentlich geschehe» sollte. Aber eshängt nicht immer von dem Meister ab, gute Schüler zu ziehen,die Natur muß die Hand bieten, der Saamc den rechten Bodenfinden." Er sprach hierauf von Eugen, Marlborough, Ven-dSmerc., über Friedrich den Großen, von dem er gedachte,daß er vor Allen andern ein großer Taktiker gewesen sey, und dasGeheimniß besessen habe, wahre Maschinen aus seinen Soldaten zumachen. Bei dieser Gelegenheit sagte er: „Wie sehr weicken dieMenschen doch oftmals von dem ab. was sie Anfangs scheinen!Wissen sie wohl stets selbst, was sie sind? Das ist nun einer, derbei seinem ersten Auftreten vor seinem eignen Siege flieht, undwährend seines ganzen übrigen Lebens sich ganz ohne allen Zweifelals der unerschrockenste, unerschütterlichste, als der kälteste Menschzeigt re."

Nach dem Diner sprach der Kaiser, der noch ganz bei seinerTagesarbeic war, die er seit einiger Zeit mit einem wahren Dergnü-gen und innerer Zufriedenheit verfolgt, bis gegen ein Uhr Morgensauf eine höchst geistreiche, kräftige und lichtvolle Weise als einwahrer Meister seiner Kunst von einer Menge den Krieg angehenderGegenstände.

Er kam dabei wieder auf den Unterschied der alten und neuenArt, Krieg zu führen. „Die Erfindung des Schießpulvers, sagteer, hat alles verändert. Diese große Entdeckung war übrigens ganzzum Vortheile der Belagerer, obschon bisher die mehrsten Neuerndas Gegcntheil behauptet haben. Die Körperkraft der Alten, be-merkte er hicrnächst, stand im Verhältnisse mit ihren Angriffen undBertheidigungswaffen, dagegen die Waffen unsrer jetzigen Zeit ganzüber unsre Sphäre sind.

Wenn der Kaiftr seine Ideen über diese Gegenstände hinterlassensollte, so würden sie ganz vortrefflich seyn. Er hat diesen Abendseine Meinung über die mchresten milicairischcn Angelegenheiten ge-äußert, und sich dabei zu den höchsten Begriffen erhoben, so wiezu den geringsten Kleinigkeiten herabgclassen.

Er sagte, der Krieg bestehe aus zufälligen Dingen, und odsckonein Heerführer sich an allgemeine Grundsätze halten müsse, so dürfe