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10 (1824)
Entstehung
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dem großen Opfer schuldig sey, welches der Kaiser von OesterreichM Familienvater der Sache Europa's bringt. Wohl aber hätteich gewünscht, statt der Insel Elba eine anders ge-legene als den Ort, wohin Napoleon sich zurückziehensollte, annehmlich machen zu können. Aber es ist keinevorhanden, welche den nämlichen Grad von Sicherheit, die erdurchaus fordert, darböce, und gegen welche man nicht gleiche Ein-wendungen machen könnte, auch glaubte ich nicht, nähern Anlaß zuder Alternative geben zu dürfen, die nach Versicherung des Herrnvon Coulaincourt, in Gemäßheit seiner oftmaligen Aeußerungrn, indem Verlangen eines Asyls in England bestehen würde.

Noch in derselben Nacht hakten die Minister der Alliirten eineKonferenz mir dem Herrn von Coulaincourt und den Marschällen.Ich war dabei zugegen. Der Traktat wurde durchgegangen undmit Abänderungen angenommen; seitdem ist er unterzeichnet undratisicirc worden, so daß Buonaparte morgen oder übermorgen seineReise nach dem Süden antreten wird. Unterzeichnet: Castlereagh."

Ich glaubte diesen Brief hier miktheilen zu müssen, denn außerdaß er über den Traktat vom 11. April, dessen nähere Bedingun-gen ich zu St. Helena selbst noch nicht kannte, Licht verbreitet, sosind mir noch dabei zwei Dinge höchst merkwürdig. Ich erkläremir nun die Antwort des Kaisers, der, als ich ihn bei einer wich-tigen Gelegenheit daran erinnerte, er scheine vergessen zu haben, daßdie Engländer zu Fontainebleau seinen Titel anerkannt hätten, sichdarauf beschränkte, mir zu sagen, er habe es absichtlich gethan.Jetzt erfahre ich nun, daß Castlereagh sich dessen sorgfältig geweigerthatte, was aber übrigens der gewissenhaften Genauigkeit der Anfüh-rungen Napoleons keinen Eintrag thuc.

Der zweite Punkt, auf den ich nach meiner Unpartheilichkeitaufmerksam machen muß, ist, daß Lord Castlereagh von der Alter-native spricht, welche Napoleon angebocen habe, sich, wenn ihmdie Insel Elba nicht abgetreten würde, nach England zurückzuziehen.Nun wird man aber weiter unten (Montags den 18. November)finden, daß Napoleon im Gegentheilc dem Lord Castlereagh denVorwurf macht, daß dirser ihm habe insinuiren lassen, diese Parthievorzugsweise zu ergreifen. Das sind also zwei Angaben, die ein-ander schnurstracks widersprechen; die Unpartheilichkeit befiehlt mir,ich wiederhole es, beide mitzucheilen. Jeder mag nun nach seinerEinsicht oder seiner Neigung darüber urthcilen, wie es ihm beliebt.Ich habe ja den Kaiser so oft sagen hören, daß eine Stimme sogut wie die andere sey. Meine eigene Wahl fällt mir nicht schwer.Ich kalte die Worte Napoleons, Lord Castelrcagh mag sagenwas er will, für richtiger; denn die in diesem Tagcbuche erwähntes