riesenhafte Ideen für Antwerpen. Er würde das Ganze mit seinenjk Einzelnheiten und Unterstützungspunkten b!S an das Meer ausge»
st dehnt haben. Er hatte sich geäußert: er wolle, daß Antwerpen am
n Ende für sich allein eine Provinz, ein kleines Königreich werde.
» Die Sache lag ihm wie eine seiner wichtigsten Schöpfungen am
ff Herzen. Zu mehreren malen unternahm er Reisen dahin, um selbst
!- zu sehen und sich über die geringsten Kleinigkeiten zu besprechen,i Bei dieser Gelegenheit gerieth er mit einem Capicain oderi Obristlieutenant vom Genie, der auf eine bescheidne Weise ganz imVerborgnen das Seinige zu den Befestigungsarbeiten des Platzesh, beitrug, über einen das Metier betreffenden Gegenstand in Streit,st Einige Zeit nachher erhielt dieser -Offizier ganz unerwartet eine
^ Avancements-Ordre. Er war zum Adjutanten des Kaisers ernannt,
t mit dem Befehle, den Dienst in den Tuilerien sogleich anzutrcten.
!s Der arme Offizier glaubte zu träumen; er war überzeugt, man
^ müsse sich geirrt haben. Seine Lebensweise war so einfach und
> seine Bekanntschaft so beschränkt, daß, da er sich jetzt erinnerte,
j mich einmal zu Antwerpen gesehen zu haben, er seine Zuflucht zu
mir nahm und bei seiner Ankunft in Paris, mir seine gänzliche' llnkenntniß der Hsfsitcen und seine unbeschreibliche Verlegenheit bei
' Hofe zu erscheinen gestand. Aber es war nicht schwer ihn zu er-
muthigen. Sein Eintritt dort war sehr ehrenvoll und die besteEmpfehlung ihm schon vorangegangen. Dieser Offizier ist der Ge-neral Bernard, dessen große Talente hierdurch ans Licht kamen! und den, seit unsrer Katastrophe die Vereinigten Staaten gewonneni haben, wo ihm die Ober-Aufsichc über die militairischen Arbeiteni anvcrtraut worden ist.
s ' Napoleon gewöhnte uns übrigens an dergleichen Ueberraschun-
> gen. Wo er nur das Talent bemerkte, zog er es hervor, um am
j rechten Orte Gebrauch davon zu machen, ohne daß Nebendinge ihn
davon abhalten konnten. ES war dieß eine seiner großen charakte-ristischen Eigenheiten.
8.) Die Werke in Holland. — Kaum war Holland in Na-poleons Händen, alö sein schöpferischer Eifer sich schon über alleZweige von dessen politischer Oekonomie erstreckte. Er stellte so-! gleich die Arsenale der Maas, Rotterdam und Helvetsluys, wiederI her und erweiterte dieselben. Die Kriegsschiffe konnten Amsterdam
j nur mit vielem Aufwande an Geld, Zeit und Kraft erreichen. Sie
i mußten bis an die Ocffnung des Zuidersee's leer und abgetakeltauf sogenannten Schiffskamelen hergeschleppt werden. Das waren! Operationen, die zu der jetzt erforderlichen Schnelligkeit und dennunmehrigen großen Hülfsmitteln nicht mehr paßten. Der Kaiserbeschloß das Nord-Arsenal außerhalb dieser Hindernisse und Schwie-