rigkeiten zu bringen, rind befahl die Herstellung oder Verbesserungdes Nievendiep, wo nun in kurzer Zeit schon 25 Schiffe sicberüberwintern und an herrlichen -Üuais anlegen konnten. Dieserwichtige Punkt wurde unter den Schutz der milikairischen Der.theidigung des Helders, jenes Schlüssels von Holland, gestellt undder Kaiser hatte dessen Umfang dergestalt berechnet, daß NievendiepdaS Antwerpen des Zuidersee's werden sollte.
9.) Die Arbeiten an der Weser, Ems und Elbe. — SobaldNapoleon das Gebier von Bremen, Hamburg und Lübeck mit demReiche vereint hatte, zeigten sich auch, zugleich mit seiner Herr,schast, daselbst seine neuen Schöpfungen. Er ordnere Arbeiten an,um die Elbe für Linienschiffe zugänglich zu machen nnd beabsich.tigte den Bau eines See.ArsenalS zu Delfzpl an der Mündung derEms. Aber was ihn vorzugsweise beschäftigte, war eine Kanal.Verbindung, wodurch mit Hülfe der Ems, Weser und Elbe, Hol.land und das Baltische Meer vereint — und eine freie, sichere,durch eine bloße innere Schiffahrt bewerkstelligte, Eommunikation vonBordeaux und dem Mittelländischen Meere mit den NordischenMächten hervorgebracht werden sollte. So hätten wir recht bequemalle Seeprodukte für jeden unsrer Häfen erhalten und im Noch,falle unsre Flotillen des Kanals und Hollands gegen den Nordenvorrücken lassen können u. s. w.
So viele und beträchtliche Arbeiten wurden oft in einem Au«genblicke beschlossen und gleichzeitig schon zur Ausführung gebracht.Der schöpferische Wille Napoleons ordnete sie an; der MinisterDccres verfolgte dann den Gegenstand mit der größten Festigkeit;die Prosny, die Syanzin, die Cachin und andere fertigten diePläne und besorgten deren Ausführung. Glücklich die Namen derer,welche sich durch so herrliche Denkmale verewigt haben, sie wer«den nie untergehn!
Wenn man zu dem, waS wir erwähnt haben, noch andere, gleich,zeitig in allen Zweigen und in allen Theilen deS Reichsgebiets auö«geführte Wunder rechnet, und in Erwägung zieht, daß solche wäh.rend eines unaufhörlichen Krieges geschahen, ohne mehrere, vielleichtsagar weniger, Abgaben irgend einem der Länder, welche das ungeheureReich bildeten, aufzulegen, als jetzt nach einem langen Friedendarauf lasten, so wird man mit Recht darüber in Verwunderungund Erstaunen gerathcn. Aber dies ist der mächtige Einfluß einesfesten Willens, der mit Kraft gepaarten Einsicht, und mit Weisheitund Ernst verwalteter Finanzen! So viel ist gewiß, daß wennman, nach dem, was wir angeführt haben, noch an die Massenvon Befestigungswerken, die Menge Straßen, Brücken, Kanäleund Gebäude denkt, welche er entstehen lies, man bald die lieber»