Druckschrift 
10 (1824)
Entstehung
Seite
23
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Schandfleck für die Menschlichkeit der Engländer, ein Stachel zurEntflammung der Wukh in den Herzen der französischen Gefangenen,der immer stechen wird.

„Der Punkt, wegen der Kriegsgefangenen, Ist stets einer vondenen gewesen, wobei sich die gewohnte Unredlichkeit der englischenMinister mit jenen machiavellistischen Grundsätzen gezeigt hat, welchedie jetzige Schule so ganz charakcerisiren. Bei dem festen Entschlüsse,jede Auswechselung derselben zurückzuwcisen, und gleich wohl nichtdas Ansehen zu haben, daß solches ihre Absicht sey, vermehrtensie die Vorwände hierbei auf eine ganz unnatürliche Art. Anfangswar eS meine unerhörte Verletzung der CivilisationSgesetze, die ichmir gegen die Zurückgehaltenen erlaubte, welche ich wieKriegsgefangene behandeln wollte; ein Grundsatz, den sie, wiesie behaupteten, nie anerkennen dürften, wie man auch die Sachebetrachten mochte. Dann waren es die gegenseitigen Entweichungen.Einige der Zurückgehaltencn, welche ihr Ehrenwort gegeben hatten,und sich deshalb auf freiem Fuße befanden, hatten sich nämlichsorcgemachc, und wurden mit Jubel empfangen. Mehrere Franzo-sen machten es nun eben so, und ich tadelte ihre Rückkehr, giengselbst so weit, in Vorschlag zu bringen, daß man von beiden Sei-ten sich diejenigen zurückschicken möchte, welche ihre Zusage verletzthätten, aber man gab mir zur Antwort, daß Zurückgehalcenekeine Kriegsgefangene wären, und diese daher nichts gethanhätten, als von ihrem wohlbegründeten Rechte Gebrauch zu machen,und ihre Ketten abzuwerfen, eine Sache, die man nur gut heißenkönne. Sie wurden hierauf anzestellt, und nun veranlaßte ich dieMeinigen auch, sich sortzumachen, und stellte sie ebenfalls an. Jetztfüllten die Minister ihre öffentlichen Blätter mit den frechsten Be-schuldigungen an, und bezeichnecen mich dem ganzen Europa alseinen unmoralischen Menschen ohne Treue und Glauben:c.

„Als es endlich, aus irgend einer Ursache, ihnen gefällig war,über die Auswechselung zu unterhandeln, oder sie vielleicht einenEinfall gehabt hatten, den sie für geeignet hielten, mich dabethinters Licht zu führen, schickten sie einen Kommiffair. Die größernSchwierigkeiten schwanden jetzt, und die Liebe zur Humanität, sammtandern schönen Redensarten, wurde zu Grunde gelegt. Sie willig-ten ein, daß die Zurückgehaltencn in die Zahl der Kriegsgefangenenmit eingerechnet werden sollten, und gleichermaaßen auch die han-növcrsche Armee, die ich zu Gefangenen gemacht, und auf Ehren-wort frei gelassen hatte. Dieser letztere Punkt hatte bisher zu gro-ßem Widerspruche Veranlassung gegeben; man sagte, die Hanno-veraner wären keine Engländer. BiS hieher gieng alles recht gut.ES schien, als werde man bald zum Abschlüsse kommen; allein ich