Druckschrift 
10 (1824)
Entstehung
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Er sprach Im Bette von seinen ersten Jahren zu Brienne« vondem Herzoge von .Orleans, von Frau von Monteffon, die er beidedort gesehen zu haben sich erinnerte; von der Familie von No>grnt und von Brienne, waS mir seinen frühem Jahren genau zu«sammenhängc ic. l

„Frau von Monteffon, erzählte Napoleon, fragte, als ick zurRegierung gelangt war, einst bei mir an, ob sie wohl den Tirel leiner Herzogin von Orleans annehmen dürfe, was ich sehr lache» >lieh fand." Der Kaiser glaubte nämlich, sie sey blos die Mailresse «deS Prinzen gewesen. Ich versicherte ihn, sie habe sich allerdings iund mit Zustimmung Ludwig XV. vermahlt, und, wie ich gewiß 1zu wissen glaubte, nach dem Tode ihres Gemahls bei allen Ver- !Handlungen den Namen der Wittwe von Orleans geführt. Der »Kaiser äußerte hierauf, daß ihm das ganz unbekannt gewesen wäre. !>„Aber was sollte wohl, fragte er, auch in diesem Falle der erste fKonsul sagen, was sollte er thun? — DaS war denn auch immer imeine Antwort an die, welche sich dafür interessircen, und mit mir ^wenig zufrieden waren. Sollte ich mich denn sogleich zu den Unre- Hgelmäßigkeiten und Lächerlichkeiten der alten Schule bekennen?-c." i

Dienstags am 29'. Oktober. !

Mein Sohn war krank, ich selbst nicht wohl, und meine -Schlaflosigkeit dauerte fort. Der Doktor besuchte uns. Er sagte,der Kaiser sey besser, habe jedoch großes Unrecht, daß er durch»aus keine Arznei nehmen wolle. ^

Erst uni 5 Uhr wurde ich zum Kaiser gerufen. Ich fand ihn !im Fußbade, weil er noch sehr am Kopfe litt. Das Fußbad de»kam ihm jedoch recht gut. Er setzte sich auf sein Kanapee, nahmdie Memoiren von Noaillcs vor, las einige Bruchstücke über denHerzog von Vendome bei der Belagerung von Lille und einige an-dere, über den Herzog von Berwick ganz laut vor, und begleitetedas Gelesene mit seinen eignen, immer neuen, originellen und tref-fenden Bemerkungen. Ich bedaure sehr, daß ich nichts davon hieraufzeichnen kann; aber in dieser letzten Parchie meiner Hefte, wel-che noch nicht aufS Reine gebracht war, als man sie mir wegnahm,finde ich nun nichts als Andeutungen, die nach so langer Zeit mei-nem Gedächtnisse ganz fremd geworden sind.

Der Kaiser bemerkte aus seiner Kommode einiges Back- oderZuckerwerk, das man dort vielleicht vergessen hatte, und verlangte,daß Ich ihm ctwaS davon bringen mochte, gewabrte jedoch meineVerlegenheit und mein Zögern, alS ich nicht wußte, wie ich esihm aus anständige Weise präsentsten sollte. „Ach! mit der Hand,