die Könige, und vielleicht beide zugleich, werden mich vermissen!und mein Andenken wird durch das mir widerfahroe Unrechc hin«reichend gerächt werden; das ist gewiß.
An merk. Wenn einige Stellen dieses Gesprächs größereDeutlichkeit oder Beweis erfordern, so wird man beides in demnachfolgenden Briefe finden, der so wohl in Hinsicht auf die Zeit,in der er geschrieben wurde, als durch seinen Inhalt von gleichgroßen: Werthe ist. Napoleon hat in demselben seine BewegungS«gründe und die Absicht, die er bei dem Kriege gegen Rußlandhalte, in dem Augenblicke auseinander gesetzt, als er denselben zuunternehmen im Begriff stand. Der gemeine Haufe war allerdingsweit davon entfernt, ihn dabei zu begreifen und ihm Gerechtigkeit wie«Verfahren zu lassen; aber es darf nicht unbemerkt bleiben, daß die«ser Krieg, nach der Meinung von Staatsmännern, welche weiterzu sehen vermochten, und hier wirklich weiter sahen, sehr Volks-thümlich war. Der Moment war ihnen unangenehm, aber sie hat«ten seine großen Absichten dabei wohl erfaßt.
Instruktion für Herrn. wornach derselbe bei seiner Mis-
sion nach Polen sich richten soll. ( 18 . April 1812 .)
„Mein Herr! Der Kaiser, welcher Ihre Ergebenheit und IhreFähigkeiten kennt, giebt Ihnen einen ausgezeichneten Beweis seinesbesonder» Vertrauens, indem er Sie mit einer Mission von demgrößten politischen Interesse beauftragt. Es verlangt dieselbe Thä«tigkeic, Klugheit und Verschwiegenheit.
„Sie gehen nach Dresden. Der sichtliche Gegenstand IhrerReise ist, daß Sie Sr. Majestät dem Könige von Sachsen einenBrief überreichen, den Sie Morgen beim Lever aus den Händendes Kaisers erhalten werden. Sr. Kaiserliche Königliche Majestäthaben Ihnen bereits ihre Absichten zu erkennen gegeben, uns wer«den Ihnen morgen die letzten Instruktionen über diejenigen Er-öffnungen ertheiicu, welche Sie dem Könige von Sachsen zu ma-chen haben.
„ES ist der Wille des Kaisers, daß dieser Souverain mir allerder Ehrerbietung behandelt werde, welche der ganz besonder» Hoch-achtung angemessen ist, die Sr. Majestät für dessen Person hegen.Sie werden sich rheilS mit dem Könige selbst, theilS mir dessenMinistern ohne allen Rückhalt verständigen und Vertrauen in dieEröffnungen setzen, die Sie von dem Grafen von Sec«Pilsac (Senfcvon Pilsach) erhalten.
„Sachsen wird kein Opfer zu bringen haben, wofüres nicht entschädigt würde.
„Sachsen legt wenig Werih auf die Souveraineräc deS H,r;og«lhumS Warschau, wie solche dermalen besteht. Es sieht darinnen