Druckschrift 
10 (1824)
Entstehung
Seite
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nen auf die Lifte unserer Marschälle, gteug dieselben nach der Reihedurch und erzählte dabcy eine Menge bereits bekannter, oder schonerwähnter Anekdoten. Bei dem Marschalle Hourdan hielt er sichlänger auf und schloß mit der Bemerkung:Das ift einer, den ichdock wirklich sehr übel behandelt habe. Es war nichts natürlicher,als daß ich glauben mußte, «r werde mir das sehr nackgetragenhaben. Aber im Gegentheil! ich habe zu meinem großen Vergnü-gen erfahren, daß er mir nach meinem Falle treu ergeben gebliebenift. Er hat dadurch eine Größe der Seele gezeigt, welche die Men>schen ehrt und auSzeicknet. Er ift übrigens ein wahrer Patriotund das erklärt Vieles."

Er gieng nun auf eine Menge anderer Gegenstände über undverweilte dann bei dem Kriege gegen Rußland.

Uibrigens, sagte er, nach Vielem was schon vorausgcgange»war, hätte dieser Krieg der populairfte in der neuern Zeit seyn sol-len. Er war von der gesunden Vernunft und wahrhaften 2mteressen vorgeschriebe», er sollte Ruhe und Sicherheit für Alle her-beisühren, sollte Frieden begründen und erhalten und war ganzeuropäisch und continental. Bei einem glücklichen Ausgange des-selben mußte sich ein Gleichgewicht bilden, mußten neue Verknüpft- ungen entstehen, durch welche die jetzigen Gefahren verschwundenund statt ihrer friedliche Zeiten hervorgegangen wären. Der Ehr-geitz hatte keinen Theil an den Absichten, welche ich hegte. Polenwollte ich wieder Herstellen, diesen Schlußstein der großen Wölbung,und es kam mir nichts darauf an, wer auf dem Throne diesesReiches, ob ein König von Preußen, ein Herzog von Destcrreich^,oder wer sonst darauf sitzen würde. 2ch selbst wollte nichts ge-winnen, als den Ruhm Gutes gestiftet zu haben, die Secgnungc»der Nachwelt wollte ich mir erwerben. Dar eS wohl zu glauben,daß ich eben hier unglücklich seyn, hierbei meinen Untergang findenwürde? Nie hatte ich etwas Besseres gethan, nie größeres Ver-dienst gehabt; aber, als ob die allgemeine Meinung auch ihre an-steckenden Krankheiten haben könnte, auf einmal erhob sich vonalle» Seiten das Geschrei gegen mich. Alle Welt war gegen michaufgebracht. Man nannte mich den Tnrannen der Könige, mich,der ick ihre Existenz wieder befestigt hatte, den Zerstörer der Vol-kesreckte, mich, der für das Volk so viel thac, so Vieles noch thunwollte und Völker und Könige, jene sonst so unversöhnlichenFeinde, vereinten und verschworen sich gegen mich und vergessenwaren alle früheren Handlungen meines Lebens! Mit dem Siege,hoffte ich, würden die Völker mir ihre Herzen wieder zuwcnden;aber ich erlangte ihn nicht und so erfolgte mein Fall. Das istder Menschen Sinn und meine Geschichte! Aber die Völker wie