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bezeichnet mehr alS viele andere Dinge die wahre Beschaffenheitdä Lage in welcher wir uns befanden und die Art und Weiseunserer Leiden.
Am 3cen frühstückte ich bei Madame Bertrand, mit der ich beimGouverneur zum Mictagsessen gehen sollte. Die Entfernung vonPlantation-House, ihrer Wohnung, sodert mit sechs Ochen eineKrise von anderthalb Stunde, denn Pferde würden hier gefährlichstyn. Man kommt durch oder neben fünf bis sechs Engpäßen vor-bei, die mit Abgründen von mehrern hundert Fuß Tiefe öegränztsind. Geht es sehr steil herab, so nimmt man vier Ochsen vomWagen weg, und legt sie, wenn eS bergan geht, wieder vor. Alswir Dreiviertel des Wegs zurückgelegt hatten, hielten wir an undbesuchten ein» alte gute Dame von 83 2ahren, die gegen die Kin-der der Madame Bertrand sehr gefällig gewesen war. Ihre Woh-nung war recht angenehm. Seit 16 Zähren war sie nicht darausgekommen, als man jedoch des Kaisers Ankunft erfuhr, hatte siesich doch nach der Stadt verfügt, indem sic gesagt, wenn cs ihrauch das Leben kosten sollte, würde sie doch glücklich seyn, wennsie dahin gelange, ihn zu sehen. Sie hatte dies Glück gehabt.
Plantation-House ist der bcftgelcgenstc »nd angenehmste -Orcder ganzen Insel. Schloß, Garten und Zubehör erinnern an dieWohnung von Familien in den Provinzen, die 26 bis 30000 Li«mS jährlicher Einkünfte haben. Dieser Punkt ist sehr gnc gehal-ten und geschmackvoll eingerichtet. Zn der Umzäunung von Plan«tation-House scstgchalten, könnte man glauben, sich in Europa zubefinden, «nd keine Ahnung von den Gegenden voll Verwüstungenhaben, auS denen der übrige- Theil der Znsel besteht.
Der -Oberste Wilks, der vor Ankunft des Admirals Gouverneurwar, ist ein sehr angenehmer Mann, vom besten Ton; auch dessenFrau ist recht liebenswürdig und seine Tochter ein reizendes Mäd-chen.
Die Gesellschaft, welche der Gouverneur geladen hatte, bestandungefähr aus dreisig Personen. Sitte, Unterhaltung, Form, alleswar dabei nach europäischem Gebrauch. Wir haben dort einigeStunden zugebrachc, die einzigen einer gänzlichen Vergessenheit «ndZerstreuung, welche ich, seit wir auS Frankreich sind, verlebt habe.Der Oberste Wilks bewies mir ungemein viel Theilnahme undWohlwollen. Wir sagten uns gegenseitig die schönsten Dinge mitdem Gefühl zweier Schriftsteller, die sich einander beurthcilcn kön-nen. Zeder hat dem andern sein Werk geschenkt. Er überhäufteHerrn Le Sage mit Lobsprüchcn und ich crwicdcrte sic von Grunddes Herzens, denn sein Werk enthält überaus viel Neues uns In-teressantes von Zndostan, wo er sich lauge Zeit in einem diplc-ma-