Aufenthalt zu Briars.
Vom 16. Oktober bis zum s. December 1815.
Montag, den 16. Oktober 1815.
9tach der Tafel ging der Kaiser mit dem Admiral undEroßmarschall ans Land. Ein eigenes gemeinsames Gefühl hattealle Offiziers und den größten Theil der Schiffoequipage auf dasoberste Stockwerk des Schiffs geführt. Es war jezt nicht mehrNeugierde, denn man kannte sich ja min seit drei Monaten, son»Lern der lebhafteste Antheil.
Ehe der Kaiser das Booc bestieg, lieö er den Capilain kom«men, welcher daS Schiff commandirte, nahm Abschied von ihmund trug ihm auf, in seinem Namen den Offiziers und der Equi-page zu danken.
Seine Worte machten einen riesen Eindruck auf aste, die sie«erstanden oder sich solche auslegen ließen.
Der übrige Theil des kaiserlichen GefolgS wurde um 8 Uhrausgeschifft und dabei von mehrern Offiziers begleitet. Alle Welt,die Bleibenden sowohl, als diejenigen, welche das Schiff verließen,schienen recht innig und herzlich für uns gestimmt zu seyn.
! Wir fanden den Kaiser In dem ihm bestimmten Salon. Balddarauf ging er hinauf nach seinem Zimmer und ließ uns dannzu sich rufen. Er war nicht viel besser logirt, als am Bord des> Schiffes; wir befanden uns in einer Art von Gasthof oder Hotel-garni.
Die Stadt St. Helena ist weiter nichts, als eine sehr kurzeStraße oder eine Reihe von Häusern, in einem engen Thale, das- Mischen zwei Bergspitzen eines ganz kahlen und unfruchtbaren FelqsenS liegt.
Dienstag» den 17. Oktober.
DeS Morgens um 6 Uhr ritten der Kaiser, der Großniar-schall und der Admiral aus, um Longwood (langer Wald) zu be-sehen, das Haus, das zu des rrstern Residenz bestimmt war undL.CasesTagc-, s.Bd. 1