von uns. 2n der That erfuhr ich auch, daß seine Gründe, seineLogik, seine Gutmüthigkeit alles mir forrgerissen hatten. Man ver-sicherte mich, der Admiral sei entrückt sortgegangen. Auch derKaiser mar sehr zufrieden. Er haßt den Admiral ganz und garnicht, vielmehr scheint er eine Schwache für ihn zu haben. „Siekönnen ein sehr geschickter Seemann scyn, soll er zu ihm gesagthaben, aber von unsrer Lage verstehen Sie doch nichts. Wir bit-ten Sie um nichts; wir können uns in der Verborgenheit vonnnsern Leiden und Entbehrungen nähren, unS selbst genug sepn,aber unsre Achtung verdient eS doch wohl, daß man sich Mühe„in sie gebe." Der Admiral berief sich auf seine Instruktionen.„Miß man denn aber nicht, erwiederte der Kaiser, welche unge-heuere Kluft zwischen dem Aufzcichncn der Instruktionen und ihrerAufführung befestigt ist? Aus der Ferne befiehlt sie jemand an,der sich selbst dann dagegen setzen würde, wenn er ihre Vollziehungmit ansehen müßte. Wer weiß denn übrigens nicht, setzte er nochhinzu, daß bei dem kleinsten Zweifel, der geringsten Unannchmiich-' keit, dem ersten Geschrei der Meinung, die Minister ihre Instruk»' tionen nicht mehr anerkennen, oder im heftigen Tadel sich ergehn,j daß man sie nicht besser verstanden habe u. s. w."i Der Admiral hat sich sehr gut benommen, und der Kaiser sich! nur über ihn zu erfreuen gehabt. Alle Härten sind gemildert wor-: den, man hat sich über alles einverstanden. So ist man denn auch^ darin übereingckommen, daß der Kaiser auf der Insel herumftrcifen' kann, daß der -Offizier, den die Instruktionen an dessen Person
i fesselten, nur von weitem eine Art Ausficht führe, welche der Äch»lang für den Kaiser nicht zu nahe treten könne, daß die Bcsn-- chenden bei dem Kaiser nicht mehr die Erlaubniß des Admirals»
welcher der Obcrausseher über Longwood war, sondern blos der dcSEroßmarschalls, der die Honneurs dort machte, bedurften.
Heute vermehrte sich unsre kleine Colonie durch einen Pohlen,
i den Capitain Piontkowsky. Er gehörte unter die, welche wir zu
! Portsmouth zurückgclasscn hatten. Seine Ergebenheit für den Kai-! ser, sein Schmerz von ihm getrennt zu seyn harten die Engländer
i gerührt, und er hatte ihnen die Erlaubniß entrissen, wieder zu
i ersten» zu kommen.
Sonntag, am 31. Deecmber.
! Der Untergouverneur, Oberst Skeltvn und dessen Frau, die sichi immer sehr zuvorkommend gegen uns gezeigt hatten, bezeugten dem
! Kaiser ihre Huldigungen und nachdem dieser sich eine gute Srun-
? de lang mit ihnen unterhalten, ließ er mich dem Oberst Skelconji dst Einladung übersetzen, mit ihm auszureitcn. Der Oberst nahmL. CaftS Tageb. a.Bd. ll