Druckschrift 
2 (1823)
Entstehung
Seite
121
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gefühlt. 3ch hatte den wahren Schatz der Philosophie darin ge«fmidcii, mich mit der großen Zahl derer um mich her zu verglei-chen, die noch weit unglücklicher waren, alS ich, mit den Greisen,den Frauen, denen, die ohne Erziehung und sonstige Talente nieeine fremde Sprache erlernten, sich auf keine Art ssrtzuhelfcnwußten. 3ch war jung, feurig, fühlte mich zu etwas fähig. Ichwar voll Hoffnung, ich leistete, was man wollte, selbst das', waö ichauch noch nicht wußte. Den Tag vorher lernte sich das, was man amfolgenden von mir verlangte. Mein historischer Atlas war eine glück-liche 2dee, die für mich zur Geldquelle ward. Und doch war erdamals eine bloße Skizze. Aber in London giebt alles Muth,verkauft sich alles. Und dann segnete der Himmel meine Bemü-hungen. Als ich im Ausfluß der Themse gelandet war, ging ichnur mit 7 Louisdor in der Tasche, ohne Bekanntschaft, ohneEmpfehlungen auf der fremden Küste, nach London. AlS ich eswieder verlies, fuhr ich mit der Post, besaß 2,500 Guineen, undhaue mir innige Freunde erworben, für die ich mein Leben hinge-geben hätte.

Aber ich, sagte der Kaiser, wenn ich ausgewandert wäre, waswürde mein Schicksal, was mein Loos gewesen scyn? Dann

musterte er vergebens verschiedene Richtungen, und blieb stets beimMilitair stehen. Nun, sagte er, bei alledem würde ich meinenWeg doch wohl gemacht haben. Das ist nicht ganz gewiß, Sire,antwortete ich, sie wären von der Menge erstickt worden. WennEie nach Coblenz oder unter jedes andere französische Corps ge-kommen wären, würde man sie nach der Rangliste angestellt haben.Da hätte Zhnen nichts dagegen geholfen, denn wir waren strengeBeobachter der Formen, u. s. w.

Darauf fragte mich der Kaiser, wie und wenn ich nach Frank-reich zurückgekommen wäre. Nach dem Frieden von Amiens durchdie Wohlthat Ihrer Amnestie. Doch hatte ich mich noch alöContrcbande in eine englische Familie eingeschlichen, um nur ehernach Paris zu kommen. So bald Ich da war, zeigte ich mich, umjene Familie nicht in Ungclegenheit zu setzen, bei der Polizei selbstan, und diese gab mir eine Karte, welche ich alle Wochen oderalle Monare visircn lassen sollte. 3cb that cs nicht, cS geschahmir aber auch nichts. Ich war entschlossen, mich vernünftig auf-zusühren, waö harte ich denn da zu befürchten, sagte ich zu mirselbst. Doch bemerkte ich eines Tages, daß es mir hätte theuerzu stehen kommen können. Dies war nämlich der lebhafteste Mo-ment der Crisis zwischen Georges und Pichegrü. Gewöhnlich brachteich meine Abende in vertrauter Gesellschaft zu Hause zu. Dennfast nie ging ich aus. Letzt aber entweder aus Zufall , oder weil