3
s, ihn MM nicht mehr Kttöschliesscnd besitzen würde. So viele Güterhac mir allerdings wohl, dar» ist wahr, allein meine Freude war! rcmioch mir einiger Trauer vermischt, denn was ich vom Kaiser^ jetzt crsuhr, war ohne Zweifel der Lohn meiner ihm zu Briarsi bewiesenen Anhänglichkeit; aber es kündigte mir zugleich das Endejener täglichen Gewohnheiten an, die ich nur unsrer gänzlichenEinsamkeit verdankte.
Nach dem Bade wollte sich der Kaiser nicht wieder anziehcn,und speißte deshalb auf seinem Zimmer. Ich mußte bei ihmbleiben, wir waren allein und das Gespräch lenkte sich auf einenGegenstand, dessen Resultat von großer Wichtigkeit seyn konnte.Er fragte mich um meine Meinung, und trug mir auf, ihmmorgenden Tages meine Gedanken vorzulegcn. — -— — —
Montag, am 11. bis Donnerstag, am 14. Deccmber.,
Endlich lag ein neuer Theil unsers Aufenthalts auf den un»glücklichen Felsen von St. Helena enthüllt vor uns. Man hatteuns in unsere künftigen Wohnungen eingewiesen, und unö dieGrenzen des gräßlichen Gefängnisses gezeigt.
Longwood war ursprünglich ein einfaches Pachtgut der Com»pagnie, das man dem Untergouverneur als ein Landhaus übeslaffenhalte. Es liegt in einer der höchsten Gegenden der 2usel. Derenglische Thermometer zeigt hier wenigstens 10 Grad Unterschiedgegen das Thal, wo wir ausgeschifft wurden. Es ist eine ziemlich, weite Fläche auf der Dstküste und nicht fern von dem Gestade.' Unaufhörliche, oft sehr heftige und stets von der nämlichen Gegendherkommende Winde kehren ohne Unterlaß die Flache des Landes,das von einem selten verschwindenden Nebel bedeckt tift DieSonne, welche nicht oft sich zeigt, hat nichts dcstowenigcr einenhöchst nachtheiligen Einfluß auf die Atmosphäre, sie greift die Leberan, wenn man sich nicht dagegen schützt*), und häufige Rcgen-! güsse hindern jeden Unterschied der Jahrszciten, dergleichen cs auf>' Longwood gar nicht giebt. Wind, Nebel und Feuchtigkeit bringeneine gemäßigte und eintönige Temperatur hervor, die übrigens viel-leicht mehr langweilig als ungesund ist. Der starken Regen un-geachtet giebt eS kein GraS, weil cs entweder der Wind zerstört,oder die Hitze wegsengt. Das- Wasser wird durch eine Wasser«lritung zugcführt, und ist so ungesund, daß der Untergouverneur,
Siche das Werk des Oe. ü'Meara. sllvlailon <1e« cvsuomeus ar-rivss Lc. llelbiie, elc, 1'arls 1819.