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2 (1823)
Entstehung
Seite
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bemerkte, daß sie von jemand, der dort auf längere Zell zu wchu»gerechnet habe, und nicht von einem nur kurze Zeit verweilendenFremden herrühre, durchgehends betrachtet, von dem Ninheine recht höfliche Aufnahme erfahren, und unserer SeitS der Fmvom Hause viel Schönes gesagt hatten, machte der Kaiser An-stalt, Abschied zu nehmen. Aber cö wurde schon Nacht, undwir waren müde, nahmen eö daher an, daß man unS Pferde gnb,auf welchen wir unsre Hütte und unser Diner bald erreiche.Dieser kleine Ausflug und das lang unterlassene Reiten schiendem Kaiser sehr guc bekommen zu seyn.

Er wollte, daß ich, meines Widerwillens ungeachtet, auf denBall gehen sollte. Um halb 9 Uhr hatte er die Güte, zu be-merken, daß die Nacht sehr finster, der Weg schlecht, und eSalso Zeit sei, ihn zu verlassen. Er wolle es, sagte er, ging dmin sein Zimmer, wo ich sah, daß er sich ausklcidete, und sich zuBette legte. Er hieß mich nun noch einmal gehen, und ich thates, obschon höchst ungern, indem cS eine Gewohnheit unterbrach, 'die mir so lieb geworden war.

2ch ging zu Fuß nach der Stadt. Der Ball, den der Ad-miral gab, war recht glanzend. Lang vorher sprach man vonnichts, als von diesem Balle; es schien, als wollte der Admiralzu verstehen geben, daß er nur uns zu Ehren sei, und er liesuns feierlichst dazu einladen. War es nun schicklicher, die Ein-ladung anzunehmen, oder sie auszuschlagcn? Für das eine, wiefür das andere gab es Gründe. Politische Unglücksfalle verlangt»nicht die Haltung, die man bei einer Haustrauer zu bcobacktenhat. Es ist nichts Unschickliches darinnen, und kan» selbst vonNutzen seyn, das Zusammentreffen mit seinen Kerkermeistern nicht ^zu vermeiden, und wir konnten daher die eine Parthie eben sowohl,als die andere ergreifen. Man beschloß also, hinzugchen, aberwelche Rolle sollte man dort spielen, -— die stolze oder eine ;höflich gewandte? Das erstere schien bedenklich. 2n unserer Lage ,wird jeder verletzte Anspruch zu einer Beleidigung, das zweite war! ,daher angemessener. AlS Leuce von gutem Ton auch die geringsteHöflichkeit, die man erwarten kann, und an welche man gewöhntist, freundlich aufzunehmen, und sich das Ansehen zu geben, alSob man die unterlassene nicht vermißt habe, dünkte unS auf jedenFall das Beste. Zeh kam sehr spät auf den Ball, und habedenselben, in jeder Rücksicht zufrieden, auch bei guter Zeit wiederverlassen.

Dienstag, am 21. bis Mittwoch, am 22. November.

Bei den verschiedenen Fragen, die der Kaiser oftmals in Ve»