Druckschrift 
2 (1823)
Entstehung
Seite
61
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oben zusammcnströmcnden Gewässer, und durch Ihn ha! sich da-rben beschriebene Thal gebildet, indem dieses Wasser bisweilen micMer Gewalt nach dem Meere hinströmt. In diesem Augenblicke! Miebtc der Wasserfall über unserii Häuptern wie ein feiner Regens oder leichter Nebel; aber bei Ungewittern soll er in Strömen mitk fürchterlichem Gccöß sich durch das Thal nach dem Meere fort»

E Mlzen. Das Ganze war ein düsteres, einsames, melancholischesx Schauspiel, und dennoch so anziehend für unö, daß wir uns nur! schwer davon trennen konnten.

Heute, Sonntags, hatte der Kaiser unS inSgesammt zum' Mittagsessen eingcladen. Er bemerkte recht heiter, daß wir eine^ recht stattliche Tafel bildeten. Nach Tische fragte er, da allerdings§ der KrciS unserer Belustigungen nicht eben groß war, ob wirs diesen Abend in das Lustspiel, oder in die Dper, oder inS Trauer-H stiel gehen wollten, und da wir unS für das Lustspiel entschieden,A so laS er selbst einige Scenen aus dem Geizigen, und lies sich! ^nachher von andern ablösen. Der Kaiser war heiser, und hatted etwas Fieber. Er zog sich daher bei Zeiten zurück, und bat mich,i Ihn später noch zu besuchen, wenn er nicht schlafe. Ich begleitetel die Unsrigen mit meinem Sohne bei ihrer Rückkehr nach der Stadt.

" Als ich wieder kam, war der Kaiser zu Bett gegangen.

^ Montags, am 20 . November.

Der Kaiser lies mich, nachdem er mit einem der Herrn ge-t wihnlichermaaßen gearbeitet hatte, gegen 5 Uhr zu sich rufen.,! Er befand sich ganz allein. Die Herren waren mit meinem Sohne) nach der Sradt gegangen, wo der Admiral einen Ball gab. Wir^spazierten auf der Straße nach der Stadt bis zu dem Punkt, woff man die Rhede mic den Schiffen vor sich hat, und links ims Grunde des Thales eine niedliche kleine Wohnung wahrnimmt,z Der Kaiser betrachtete sie lange Zeit mit seinem Augenglase,^ somit dem, wie es schien, recht gut unterhaltenen Garten, wo^ man recht liebe kleine Kinder unter Aussicht der Mutter umher»i z lausen sah. Wir erfuhren, daß diese Wohnung dem Major Hob»s-n, einem Einheimischen auf der Insel, dem nämlichen also, derl mir das An nual« Register geliehen hatte, angchöre. Sie lagi ln der Tiefe der nämlichen Schlucht, die in der Nähe von BriarS^dei dem sonderbaren Wasserfall entstehet, von den, ich ausführlicherss bmitö oben gesprochen habe. Der Kaiser hatte Lust, hinunters s ru gehen, obschon es nahe an 6 Uhr war. Der Weg war sehrl steil; wir fanden ihn weit länger und beschwerlicher, als wir^geglaubt hatten, und kamen ganz achemloö an. Nachdem wir^ Einrichtung des sehr hübschen Hauses, bei der man wohl