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joricät emschled. Eugen erhielt den Auftrag der offiziellen Eröff-nung, und der Minister der auswärtigen Angelegenheiten Vollmach-ten, um, daftrn sich Gelegenheit dazu darböte, noch an demselbenTage zu unterzeichnen. Dies geschah auch wirklich.
Rußland war verdrüßltch darüber, und sah sich für überlistetan. DicS war aber nicht der Fall. Noch war nichts Verpflich- jtendes zwischen beiden Mächten vorgefallen, und beider Händewaren ungebunden. Politisches Interesse hieß das Uibrige beiSeite zu setzen.
Zur Obcrhofmeisterin Marie Louisens bestimmte der Kaiser dieHerzogin von Montebello, den Grasen Beauharnais zum Oberhos-meistcr, und den Prinzen Aldobrandini zum Oberstallmeister. Nachden Unglücksfällen von 1814 entsprachen sie, sagte der Kaiser,der Ergebenheit nicht, welche die Kaiserin von ihnen erwarten 'durfte. Ihr Oberstallmeister verließ sie ohne Abschied, der Ober-hofmeister wollte sie nicht begleiten, und die Obcrhofmeisterin glaubte,ohnerachtet der außerordentlichen Zuneigung, welche die Kaiserin fürsie hegte, Ihrer Pflicht volle Genüge geleistet zu haben, alü sieihre Gebieterin bis Wien gebracht harte.
Die Wahl der Herzogin von Montebello ward damals allge-mein alS höchst glücklich gepriesen. Sie war jung, schön, vomtrefflichsten Ruf, und Wittwe eines Marschalls, welchen das Heerseinen Roland genannt hatte, und der vor Kurzem auf dem Belleder Ehre gestorben war. Die Armee freute sich dieser Wahl un-gemein, und sie gab neues Vertrauen demjenigen Theile der Nation,den diese Vermählung und die Zahl und Beschaffenheit der Kam«merhcrrn, welche die Kaiserin umgaben, in Schrecken setzte, weilman dies für einen Schritt zu dem ansah, was mehrere mit demNamen einer Contrerevolution belegten, oder sich wenigstens Mühegaben, andere zu diesen Ansichten zu bewegen. Der Kaiser
hatte vorzüglich die Unbekanntschaft, die er noch von Marie LouisenS Charakter hatte, und die Furcht bestimmt, sie mochte Ge-burtsvorurcheile mitbringen, die dann dem Hofe des Kaisers schädlichgeworden wären. Als er sie näher kannte, als er sah, daß sieganz in die Ideen des Tages eingehe, bedauerte der Kaiser, keineandere Wahl getroffen zu haben, und nicht lieber die Contcsse deBeauveau erlesen zu haben, die bei einem guten, sanften undfriedliche» Charakter, nur von den Familien-Rathscklägen ihrerzahlreichen Verwandten sich würde haben leiten lassen, so daßdadurch eine Art von heilsamer Mittheilungen, und eine großeAnzahl wohlcmpfohlner Subalternen eingeführt worden wäre. Siehätte auch noch viele Personen, die jetzt von einander entferntblieben, verknüpfen können, und alles dieses ohne die geringste