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Cäsar über den Nnbicon ging und dessen Oberherrschaft die Folgedavon war, stand er an der Spitze einer Armee und ging einer andern,die ihm ein Stutzpunkt werden mußte, zu. Alexander, welcher von demFeuer seiner Jugend getrieben, in Asien landen ließ um den große»König zu bekriegen, war eines Königs Sohn, war selbst ein Königund betrat die Lansbahn des Ehrgeizes und dcS Ruhms an derSpitze der Heereömacht seines Reichs. Aber daß ein bloßer Pri-
vatmann, dessen Name drei Jahre früher jedermann unbekanntpaar, dem bis dahin noch nichts zu statten kam, alö einige Siege,sein Name und das Bewußtseyn seiner Geisteskräfte, den Gedan-ke» fassen könne, ganz allein sich des Schicksals von dreisig Mil-lionen Menschen anzunehmcn, ihren Niederlagen im Auslände,ihren Zwistigkeiten iui Innern Einhalt zu thun, so daß er bei denNachrichten von den Unruhe», die man ihm schildert, und bei demliiberblick alles dcS Unheils, das er noch in der Zukunft erkennt, gerührtausruft : „DieseSchwätzer bringen mit ihren schönen Reden FrankreichinS Verderben, cS ist Zeit, eS zu retten!" daß er nun seine Armee ver-laßt, hinflicgt über die Meere, auf die Gefahr seine Freiheit undscincn Ruhm zu verlieren, den Boden Frankreichs betritt, nach derHauptstadt eilt, dort in der That deS Steuerruders sich bemächtigt,eine von dem Uibermaas der Leidenschaften trunkene Nation imZaume hält, daß er dieselbe sogleich auf den wahren Pfad derVernunft und richtigen Grundsätze zurückbringt, sie von diesemAugenblicke an zu bisher unbekannter Macht und Größe erhebt,und daß alles dieses vollbracht wird, ohne daß es einen TropfenBluts kostet, ohne daß eine Thräne dabei fließt, daSkann man doch wohl eine der riesenhaftesten, der erhabensten Un-ternehmungen nennen, von denen die Welt jemals gehört hac; einWerk, das die ruhigere, von Leidenschaften freie Nachwelt mitStaunen und Bewunderung erfüllen wird — und gleichwohl ist esvon den Zeitgenossen mit dem Namen einer verzwciflungsvollenFlucht, einer schändlichen Desertion bezeichnet worden. Dennochblieb die Armee, welche er daselbst hinterließ, noch zwei Jahre imBesitz von Egypten und nach dcS Kaisers Meinung sollte sie niedort bezwungen werden. Der Eroßmarschall, welcher bis zu demletzten Augenblicke mit dort geblieben ist, thciltc diese Ansicht.
Kleber, der nach dem Abgänge des Obergcnerals nach Frank-reich, ihm im Commando folgte, war von schlechten Subjekten um-ringt und unterhandelte, von ihnen verleitet, wegen der Räumungvon Egypten. Aber als seine Vorschläge vom Feinde zurückgewiesenwurden und er sich hierdurch genöthigt sah, neuen Ruhm zu erwer-ben und seine Kräfte richtiger zu bcurtheilcn, änderte er ans einmalseine Meinung und wollte nun selbst Egypten behaupten. Dies