Druckschrift 
1 (1823)
Entstehung
Seite
126
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Demohncrachtct hatte man in Syrien es dahin gebracht, sie a„Geschütz zu spannen, und sie thaten auf solche Weise sehr wese»!«liehe Dienste.

Napoleon, den die Einwohner EgyptcnS nur den Sultan Ksbir(Vater deS Feuers) nannten, hatte sich dort recht beliebt gemacht.Es war ihm gelungen, eine besondere hohe Achtung von seinerPerson einzuflößen. Wo er sich zeigte, stand jedermann sogleichauf, eine Höflichkeit, die mau nur ihm erwies. Die Rücksichten,welche er jederzeit für die Schecks hatte, die Geschicklichkeit, womiter sie für sich zu gewinnen wußte, hatten ihn zum wahren Be«Herrscher von Egypten gemacht und ihm mehrmals das Leben ge-rettet. -Ohne ihre Mitchcilungen wäre er ein Opfer des heiligenKampfes geworden, wie Kleber. Dieser, im Gegcnthcil, entferntesich die Schecks, ließ eine» derselben mit dem Stock schlagen undkam ums Leben.

Bertrand war einer von den Richtern, welche den Mörder zumTode verdammten, was er uns einst bei der Tafel erzählte. DerKaiser sagte hierauf: „Wenn die Libellisten, welche behaupten, daßich Kleber habe umbringcn lassen, es wüßten, so würden sie Sieden Mörder oder den Mitschuldigen nennen und sagen, daßIhr Titel als Großmarschall und Ihr Aufemhalt zu St. Helenadie Belohnung und zugleich die Strafe darfür wären."

Napoleon sprach gern mit den Bewohnern des Landes undzeigte ihnen oft Züge der Gerechtigkeit, welche sie in Staunensetzten. Als er nach Syrien zurückkehrte, kam ihm ein arabischerStamm entgegen, thcilS um ihn aus ehrenvolle Weise zu empfan-gen, thcils mit ihm über die Prciße des Transports zu unterhan-deln. „Der Anführer war krank und hatte seinen Sohn an seinerStelle geschickt, der von dem Alter und der Größe Ihres SohneSwar, sagte der Kaiser. Er saß auf seinem Dromedar, ritt dichtneben dem Obcrgcneral einher und sprach recht geschwätzig undzutraulich mit ihm. — Sultan Ksbir, sagte er, jetzt da Sie wie-der nach Cairo kommen, möchte ich Ihnen wohl einen guten Rathgeben. — Recht wohl! Sprich, mein Freund, ich werde ihn be-folgen, wenn er gut ist. — Wissen Sie, was ich thäte, wenn ichan Ihrer Stelle wäre? Bei meiner Ankunft zu Cairo ließ ichmir den reichsten Sklaveühändler zur Stelle kommen und wähltemir zwanzig der schönsten Weiber aus; dann ließ ich den reichstenIuwclcnhandlcr kommen und mir einen guten Theil seiner Waarevon ihm geben, und so machte ichs mit allen andern; denn waSHilsts denn, daß man regiert, oder der stärkste ist, wenn man nichtdadurch Schätze an sich bringen kann! — Aber, mein Freund!wenn cs nun aber doch schöner wäre, sic Andern zu lassen? —