Druckschrift 
1 (1823)
Entstehung
Seite
109
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Hat -Napoleon, wie Hugo Eapat, seinen Oberhcrrn bekämpft?Hat er ihn in einen Thurm gesperrt bis zum Tode.

Hat Napoleon gehandelt wie die Fürsten des jetzt regierendenenglischen Hauses, die zweimal, in den Zähren 1742 und 1745 ,die Schaffotte mit Schlachcopsern bedeckten, Schlachtopfern, dienach der unconsequentcn Politik der jetzigen englischen Ministernach ihren eignen gegenwärtigen Grundsätzen, nur die Bezeichnung, als treue Uncerthanen verdienten, welche für ihren legitimen Fürsteni starben.

- Napoleons Weg zum höchsten Range ist ganz einfach, ganzl natürlich. Er ist einzig in der Geschichte. Die Umstande seinerErhebung selbst machen diese beispiellos. „Ich habe die Krone

nicht geraubt, sagte er eines Tages im Staatsrathe. Zch habe sieaus dem Schmutze gehoben. Das Volk hat sie aus mein Haupr^ gesetzt. Man ehre, was es that."

Und indem er sie so erhob, führte Napoleon Frankreich wie-der in die Gemeinschaft Europa's ein, endigte unsre Gräslichkeiten,weckte unsern Charakter. Er reinigte unS von allen Uibeln einerunglücklichen Krisis, und erhielt uns alles Eure, das sie besaß.„Ich bestieg den Thron jungfräulich rein von allen Verbrechenmeiner Lage, sagte er bei einer andern Gelegenheit. Giebt eS

viele Stifter von Dynastien, die eben so sprechen können

Zn keiner Epoche der Geschichte sah man Herrschergunst mitsolcher Billigkeit vertheilt, das Verdienst unpartheiischcr ausgesucht. und belohnt, den Staatsschatz nützlicher angewendet. Nie stieg

der Ruhm, der Glanz des Vaterlandes so hoch. „Zch wünsche,daß der Name eines Franzosen, so sagte er einmal im Staats-rathe zu unS, der schönste, der gewünschteste auf der Erde sei,daß jeder Franzose, wohin er auch in Europa reise, glaube undfühle, daß er zu Hause sey."

Schien die Freiheit manchmal einen Abbruch zu leiden, schiendie Obergewalt manchmal die Gränzen zu überschreiten, so geschahdies gewiß nur dann, wenn eS die Umstände nothwcndig undunvermeidlich machten. Zu spät leuchtet uns diese Wahrheit beiden Unglücksfällcn der Gegenwart ein. Wir lassen, da es nunnicht mehr Zeit ist, dem Muthe, der Urteilskraft, dem vorauöse«hcndcn Blicke, welche diese Anstrengungen und Maaßregeln ver-schrieben, Gerechtigkeit wiederfahren. So wahr ist dies, daß indieser Hinsicht Napoleons politischer Sturz seine moralische Herr-schaft um vieles vergrößert hat. Wer zweifelt noch jetzt, daß seinRuhm, der Glanz seines Charakters durch sein Unglück unendlichi gewonnen habe?!!

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