Sonntag, am 9. Iulf-
Ich gehe mir dcm Kaiser, der ziemlich früh auf der InselAix ans Land steigt. Er besucht alle Festungswerke und frühstück»wieder am Bord.
Montag, am 10. Juli.
In der Nacht vom Sonntag zu Montag werde ich mit demHerzoge von Rssizo an den Commandant der englischen Kreuzerabgcschickt, um zu erfahren, ob man dort die SicherhcitSpässe er-halten habe, die die provisorische Regierung uns zur Uibersahrt i»die vereinigten Staaten versprochen hatte. Man antwortete mitNein, doch werde man sich unmittelbar an den commandirendenAdmiral wenden. Wir stellten die Idee auf, ob Napoleon nichtauf den Fregatten mit Parlamcntair-Flagge absegeln könne? Manantwortete, daß man sie feindlich behandeln werde. Nun sprachenwir von seiner Uibersahrt auf einem neutralen Schiffe. Man ant-wortete, daß jedes neutrale Schiff aufs strengste untersucht undvielleicht in einen englischen Hafen werde gebracht werden, dochgab mau unS unter den Fuß, uns nach England zu begeben undversicherte, daß wir dort nicht die mindeste üble Behandlung znbefürchten hüccen. Um 2 Uhr Nachmittags kamen wir wieder zurück.
Das englische Schiff, der Bellcrophon, an dessen Bord wirgewesen waren, folgte uns, und warf in der Rhede des BasqueSAnker, n uns mehr bei der Hand zu seyn. Die Schiffe beiderNarioucn blieben einander im Gesicht und sehr nahe.
Als wir auf dem Bellcrophon angekommen waren, hatte derenglische Capitain uns französisch angeredet. Ich beeilte michnicht, ihm zu entdecken, daß ich so übel und böse seine Spracheein wenig verstehen und sprechen könne. Einige gewechselte Aus-drücke zwischen ihm und den andern englischen Offizieren in Ge-genwart des Herzogs von Rovigo und meiner, hätten, wenn icheingeräumt, daß ich sie verstanden, der ganzen Unterhandlung scha-den können. Als man uns daher eine Zeit darauf fragte, ob wirenglisch verstünden, ließ ich den Herzog von Rovigo Nein antwor-ten. Unsre politische Lage war so, daß ich mir kein Bedenken ausdiesem kleinen Betrüge machen durfte, und nöthigtc uns dazu,auch spreche ich nur deshalb davon, um anzudeuten, wie sehr ichmich, da ich vierzehn Tage lang mit allen'diesen Personen zusam-men ösieb, in Obacht nehmen mußte, um das, was ich gleich an-sc>.» , oerborgen halte, nicht nachher zu verrathcn. In der Thatlas .ch auch wohl englisch, da ich aber seit länger als zwölf Iah-r... keme Uibung im Sprechen gehabt hatte, so ward es mir sehrschwer, von der Unterhaltung etwas zu verstehen.