Druckschrift 
12 (1824)
Entstehung
Seite
106
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Arbeiten zu helft», dem Kaiser gewiß sehr angenehm ftvn wür-de. Durch ihn hatte ich das Gewissen des heiligen Vaters ge-rührt, der nun desfalls das Nölhigc an die englrschen Ministergelangen ließ» welche Solches zeither verweigert, oder dabeiBedingungen gemacht hatten, auf die man nicht eingeh en konnte.Von Offcnbach schickte ich ferner zwei sehr hübsche Portralts nachLongwood ab, den jungen Napoleon, der in dem nämliche»Jahre nach der Natur gewählt war und mir vom König Jeromezugescndct wurde, so wie die Kaiserin Josephine, ein von Saingewähltes Bild, das die Königin Hortensia zum Opfer brachte undwelches auf einer kostbaren Theedose von Krpstal angebracht war.Diese Wahl des Krystals war eine zarte Vorsicht der Königin,die diese Art der Fassung vorgezogen hatte, um jede» Verdacht,einer geheimen Schrift dadurch zu entfernen. Das erstgedachteWild ist glücklich «»gekommen. Des Kaisers Kammerdiener hatmir seitdem gesagt, daß Napoleon, als er es gesehen, dasselbemit Leidenschaft erfaßt und geküßt habe. Ich, der es weiß, wiewenig der Kaiser seine Gefühle zur Schau trug, kann hierausauf die Größe seiner Freude schließen. Das Bild der KaiserinIosephine ist dagegen nie in Longwood angelangt doch hat essich sonderbar genug gefunden, daß der Eingangszoll, bei demEinbringen in England, dafür richtig bezahlt worden ist.

Gegen das Ende des Sommers schleppte mich Frau von LasCafes auf den Rath der Aerzte nach Schwalbach, wo mich alleWelt bemitleidete. Ich wurde, ohne daß cs mir etwas geholfenhatte, wieder fortgeschafft, aber jetzt wurden meine Kräfte durchein Ereigniß gestärkt, das mich aus Leutschlaud fortzugchen ver-anlaßte.

Ich ersah nämlich auf einm«l aus den Zeitungen, daß Frauvon Monthvlon nach Europa zurückgekehrt, gleich mir aus Eng-land vertrieben und nun in Ostende gelandet sei; ich konnte jetztdem Verlangen nach authentischen Nachrichten, die ich so langeschon entbehrte, nicht widerstehen und eilte ihr entgegen manmochte ihr nun den Aufenthalt im Lande verstatten, oder sie,wie mich auf die Landstraßen hinausgestoßen haben; in dem letz-ter» Falle konnte ich ihr nützlich seyn, denn ich hatte nun schonErfahrungen gemacht.

Ich reis'te, bei der Erinnerung, an die üble Behändlung,die ich vorher in den Niederlande» erlitten hatte, ganz im Ge-heim und fand die Frau Gräfin von Montholon zu Brüssel.