Las Case's Tagebuch über Napoleon's Leben. Eine treue Uibcrsetzung des Aleworisl äe ^8a^^rle-II6Iöu6. Zwölftes Bändchen, Mit einer Karte von der Insel St. Helene. Dresden, 1L2-4. in der Arnvldischen Buchhandlung. Summarischer Inhalt des zwölften Vandchenö. Seit» Aufenthalt in Frankfurt — Meine Bemühungen., »m die Lage i„ Langwood !» erleichtern; Briefe an Marie Louist, an die «nur« ten Monarchen — Mein Brief an Lord Bathurst — Trillion anS englische Parlament — Verhältnisse mit den verfch.cdnen Mitgliedern der Familie des Kaisers — MaaSregeln, um den Bedürfnissen in Longwood abznhelfe»; Cinjelnheiren u. s, w. — Meise ins Bad nach Baden — Aufenthalt in Manheim; -Lewe« güngSgrüude zu dieser Wahl — Congreß in Aachen; meine Be, Inühunge»; Einzelnhciren— Brief der Kaiserin Mutter u. s. w.; Note an die Souverains — Neue a»S Longwood erhaltene und an die SouverainS gerichtete offizielle Dokumente; neue Vemü, Hungen; Linzeinheiten u, s. w. — Stand der öffentlichen Meinung — Ankunft der Vrig MuSkito — Letzte Beunruhigung; der badensche M>nister weißt mich aus Manheim hinweg; Ein, zelnheiten u. s. w. — Rückzug nach Sffenbach. . . . , Von der Ankunft in Offenbach an bis zur Rückkehr nach Frankreich. — Aufenthalt in Sffenbach — Einzeluheiten — Ankunft der Frau von Moutholo» in Europa — Reise nach Brüssel — Aufenthalt in Lüttich, Chaudefoutaine, Sohan bei Span, Antwerpen , MaliueS — Napoleons Tod — Rückkehr nach Frank, reich — Ende. ..,04 Nachwort, . . . . ... Aufenthalt in Tcutschland. Von der Ankunft in Frankfurth an bis zu dem Aufenthalte in Offenbach. Zeitraum von iü Monaten. ^ach einer vierzehntägigcn Verfolgung, wovon es in civilisi» ten ändern im Frledcnszustande gewiß wenige Beispiele gicbt, kam endlich die Bande der Gefangenen in Frankfurth an. Ich wurde von einem Preußischen Offizier dahin gebracht, der, wie er sich höflicher Weise auSdrnckte. weniger mich zu bewachen, als mir eine gute Behandlung zu sichern beauftragt war. Ich durste jedoch mit niemand frei verkehren und es war ihm anbcfohlen mich nicht eher zu verlassen, als bis ein authentiiwer find definitiver Entschluß über mich gefaßt seyn würde. So wie ich nun den Fuß nach Frankfnrth gesetzt hatte, beeilte ich mich auch schon unserm Gesandten daselbst, eben so wie ich bcy dem in den Niederlanden gethan hatte, den folgenden Brief zuzusenden. „Mein Herr Graf! — Bei meiner Ankunft in dieser Stadt gebe ich mir die Ehre Ihren öffentlichen Character wider die strengen Maasrcgeln in Anspruch zu nehmen, die man seit langer Zeit gegen meine Person in Ausübung gebracht hat. „Ich bin verhaftet; man schleppt mich wider meinen Willen, unter Escorte und mit allen Zeichen der Gefangenschaft, von einem Orte zum andern. Es wird mir dabei ganz fein und klug gesagt, daß, weil ich so angekvmmen sei, man mich auch wieder so weiter schaffe. Niemand weiß jedoch etwas von irgend einem besondcrn Grunde oder einem bestimmten Befehle. Als ich durch die Niederlande kam, wendete ich mich deshalb an den französischen Gesandten zu Haag, aber meine Reise wurde in dem Grade beschleunigt, daß ich unmöglich eine Antwort erhalten konnte. Ich bin daher so frei Ihnen eine Abschrift jenes Briefes zu schicken, damit Ew. Ercellenz hierdurch mit allen Umständen meiner Ange« lcgenhcit genauer bekannt werden. „Heute, Herr Graf! ist der Einhundert und Drepßkgste Tag, wo ich mich auf der Reise befinde. Ich bin höchst angegriffen, er- L. Caseö Tagch. rrS. Vdchii. i müdct, krank und schwach. Mir ist als wäre ich von den Wellen bis hieher geworfen worden; ich muß umkommen, wenn ich nicht endlich den Hafen erreiche. Ich bitte dringend im Namen der Menschlichkeit und des Rechtes, daß man mich einen Augenblick zu Odem kommen lasse. Ich habe auf meiner gleise einen allgemein verbreiteten Jrrthum wahrgenommen. Alle diejenigen Personen, welche über meine Person verfügten, waren höchst ver- ^ wundert, wenn ich ihnen naher auseinander setzte, daß in Frankreich gegen mich weder ein Gesetz spreche, »och irgend ein besonderer Prozeß anhängig, auch nie etwas vorgefallcn sei, das ein Verfahren gegen mich veranlassen können. Ich bitte daher, Herr Graf! um die Gewogenheit, hier jedem Mißverständnisse, das ^ auf einen meinethalben zu fassenden Beschluß einwirken könnte, > durch Ihr Acuguiß zuvorzukommcn und. mir denjenigen natürlichen Schutz angcdcihen zu lassen, den ich von Ihrem öffentlichen Cha- ractcr erwarten kann. Ich habe die Ehre n. s. w- N. S. „Ich glaube Ew. Crcellenz noch sagen zu müssen, daß ich von den Umständen gedrungen, vor einigen Tagen, an Sr. Majestät den Kaiser von Oesterreich geschrieben und um ein Asyl in dessen Staaten für den Fall gebeten habe, daß meine Freiheit beschränkt würde. Aber ein fernes Land, dessen Sitten und Sprache ich nicht kenne, würde mir nur im Nothfalle convc- > uiren. Mir liegt sehr daran, mich so wenig als möglich von Frankreich zu entfernen, thcils um meine Familie wieder zu se- ! hen, theils um für meine häuslichen Angelegenheiten zu sorgen, ^ die ich seit Drei Jahren vernachlässigt habe. Brüssel ist der Ort, in welchem ich außer jenen Vorthcilen auch noch Gelegenheit zu Erziehung meiner Kinder finden und wo ich wegen der Sprache sehr gern wohnen würde. Ich habe Herrn de Latour du Pin ersucht, mir dieses auszuwirken und ich wage jetzt, auch Sie z» bitten, das Ihrige hiezu gütigst bcizutragen." Ich erhielt zu Frankfurth eben so wenig eine Antwort, als in Belgien. Sr. Ercellenz blieben jedoch nicht unthätig und man versicherte mir, daß dieselben sogleich den Senat der freien und sonocrainen Stadt veranlaßt habe, mich binnen 2, Stunden aus- zuliescrn. Glücklicherweise war dem Preußischen Offizier, der in dem Falle gewesen wäre, mich begleiten zu müssen, an dieser Fortsetzung der Reise nichts gelegen und er bewirkte daher durch seine Gesandtschaft, daß man mich nicht fortließ. Man stritt sich nun also über mich und ich war anfangs entschlossen, ruhig abzn- w arten, ivcr sich am Ende mit meiner Person belästigen würde — aber, einem weisen Nathe zu Folge, wendete ich mich endlich an den Oesterrcichischen Gesandten (Baron von Wcssemberg) m-d benachrichtigte ihn, daß ich seinen Herrn um ein «sol g. beten hätte und sehr glücklich seyn würde, wenn ich dessen Eutscheioung hier abwarten dürfte. Diese wenigen Worte waren bei ...neu, so edlen und rechtschaffenen Manne hinreichend, um das e.uüe meiner jetzigen Widerwärtigkeiten herbeiznfuhren. Er verwendete sch unmittelbar für mich, erklärte provisor i,a>, daß i„ mich unter dem Schutze seines Souverains befände und verlangte den ^uo für mich^ bis Nachrichten von seinem Hofe eingegangen ,eyn würden. Jetzt beruhigte sich Alles —. die roße brittische Welle, die von fern her immer me r und mehr anschwoll und so lange ,chon mein Daseyu bedrohte, zerstäubte endUm; der Senat de, freien Stadt duidete mich; der preußische Offizier nahm Ab,mied von mir; auf die schlechte Behandlung folgten Artigkeiten; der Fürst Hardenberg, bei dem ich mich über meine Verhaftung in oen Rhein-Provinzen b.tlagr batte, antwortete mir, daß er felbst darüber sehr unzufrieden sei, und von Wien aus wurde mir auf sehr wohlwoilenoe Weise das gebetene Asyl zngestanden. Ich war frei und hatte selbst die Aussicht, daß man nun meinen Frieden nicht weiter stören werde, denn eö wurde mir gesagt, die Antwort des Ministers der auswärtigen Angelegenheiten Herzogs von Richelieu, an welchen sich unser Gesandter in Frant'fnrth gewendet hatte, sei dahin ausgefallen, daß man mich nun ur Ruhe lasse» m.-te. Der Herr Herzog von Richelieu mochte hierin bei.der unabhängigen Lage, in der er sich befindet, von seinem natürliche» Ldelmmhe geleitet worden se»n, wohingegen der Herr Gesandte in Franksurth, der vormals dipl marischer Minister Napoleons bei dem Könige Jervme gewesen war, für nothwendig vielt. Beweise seiner treuen Ergebenheit zu liefern. Das war denn freilich an und sur sich recht schon; nur hatte ich wohl .„'echt, wenn rch es für ein Unglück hielt, daß es gerade auf meine Unkosten geschah. Meine ersten Sorgen gehörten, von dem Augenblicke an, w» ich frei handeln konnte, sogleich dem großen Amecke, weshalb ich Li. Helena verlassen und mich nach Europa begeben hatte. Obgleich ich von London vertrieben ar, auf das ich meine schönsten Hoffnungen gesetzt hatte, so schlug ich doch nun mit eben so großem Eifer den Weg ein, der mir noch übiig blieb. Ich schrieb sogleich an Marie Louise — denn dicß hielt ich für meine erste Pflicht — und schickte meinen Brief offen, unter Couvert des Oesterrcichischcn Staats-Kanzlers, Herrn Fürsten von Metternicl). Nächstdem wendete ich mich an die Drei großen Murten Sonveraine. Hier folgen diese Briese iusgesammc: Brief an Marie Louise vom Vorgebirge der guten Hoffnung — in Europa abgescndet. Gnädigste Frau! — Kaum habe ich St. Helena verlassen, so beeile ich mich auch schon mit pflichtschuldigem Eifer Ew. Majestät Nachrichten von Dero erhabenem Gemahle zu Füßen zu legen. Ich bin ihm plötzlich entrissen worden, hatte vorher keine Ahnung von diesem Ereignisse gehabt, ja! es war, als ob ich an seiner Seite vom Schlage gerührt würde. Daher bin ich denn auch nicht so glücklich, mit einem besonder» Aufträge oder einer sonstigen Sendung an Ew. Majestät beehrt zu sepn — und ich muß mithin, das was ich an Ew. Majestät gelangen zu lassen wage, aus seinen täglichen Gesprächen und Gewohnheiten entnehmen. Bei der gänzlichen Vergessenheit aller Welthandel verweilte der Kaiser am öftersten bei dem liebevollen Andenken an seine Familie. Es gehörte zu seinen Leiden, daß, vbschon er seinen Wunsch jenen Menschen, die ihn bewachen, offiziell ausgedrückt hatte, er dennoch keine Nachricht von denen erhielt, die ihm das Theuerste auf der Welt sind. Ew. Majestät werden diesen Schmerz in dem Briefe, womit er mich nach meiner Trennung ! von ihm beehrt hat, von seiner eignen Hand ausgedrückt finden. Ich nehme mir die Freiheit Ew. Majestät eine Abschrift davon bci- zulegen. Bei meiner Abreise war die Gesundheit des Kaisers sehr angegriffen. Er befand sich in jeder Rücksicht sehr übel. Cs mangelte ihm an einer Menge von Bedürfnissen und au jeder Art von Genuß. Glücklicherweise überwindet sein Geist Alles — Sein fester Charakter bleibt ruhig und beiter. Er sah sich in die Nothwendigkeit versetzt, jeden Monat einen Theil seines Silberwcrks verkaufen zu lassen, um die täglichen unvermeidlichen Ausgaben bestreiten zu können und es war soweit gekommen, daß er die kleine Summe annehmen mußte, über welche ein treuer Diener bei dem Scheiden von ihm, zu seinen Gunsten in England disponircn konnte. Mit der tiefsten Rührung meines Herzens, wage ich es, gnädigste Frau! als ein redlich gesinnter Diener, in der Hoffnung, daß Ew. Majestät cs gnädigst aufnehmcn werden, ein Opfer daS mir höchst kheuer ist, einige Haare, die ich von Dero Dnrchlauch, tigen Gemahl seit langer Zeit besitze, Ihnen zn Füßen zu legen. Ich wage hiernächst auch noch eine Zeichnung von Longwood, wie sie mein Sohn für seine Mutter gefertigt hat, hinzuzufügen. Ew. Majestät werden gewiß mit liebenden Augen diese ferne Einöde betrachten. C6 würde, gnädigste Frau, bei meiner Rückkunft nach Europa ganz unfehlbar mein Erstes scyn, mich Ew- Majestät zu Füßen zu werfen, hielte mich nicht eine fromme Pflicht in England zurück, wo ich jeden Augenblick meines uoch übrigens Lebens dem Bestreben widmen werde, auf legalem, nach den englische» Gesetzen zulässigem Wege, einige Tröstungen zn dem schrecklichen Felsen gelangen zu lassen, der ewig das Ziel meiner eifrigsten Sorgfalt seyn soll. Die englischen Minister können mir die Erfüllung dieses heiligen Berufs nicht wehre». Ich werde mit Innigkeit darum bitten und ihn redlich ausüben. Ich bin u. s. w> der Graf von Las Cafes. N. S. Nach meiner Ankunft in Europa, wo ich ans England vertrieben, auf dem Contincnt verhaftet und sehr krank in Frankfurth sestgehalten worden bin, empfange ich, gnädigste Frau, in diesem Augenblicke die Nachricht, daß mir die Zuflucht in die Staaten Höchst Dero Durchlauchtigsten Herrn Vaters gestattet ist. Ich benutze den ersten Augenblick meiner Freiheit, um Ew. Majestät diese Zeilen zu übersenden, die ich an den äußersten Grenzen Afrika's, Drei Tausend Stunden von hier entfernt, geschrieben habe und deren gnädige Aufnahme mir für viele meiner L.iden zum wahren Tröste gereichen wird. Brief an den Fürsten von Metternich, in welche» der vorstehende eingeschlossen wurde. Ich eile Ew. Durchlaucht meinen innigsten Dank für das mir in den Staaten Sr. Majestät des Kaisers vergönnte Asyl auszu- drückcn. Zu gleicher Zeit nehme ich mir die Freiheit einen Brief an Ihre Majestät die Kaiserin Marie Louise bciznlegcn und beschwöre Ew. Durchlaucht mir zu erlauben, daß ich, in dieser Beziehung, Dero öffentlichen Character vergessend, mich nur an den Menschen wende. Ich verstehe mich ungleich besser darauf, mir einen guten Rath zu erbitten, als eine Verhandlung abzuschließen. Nach einer so langen Abwesenheit von Europa, wäre es so leicht möglich, daß ich ohne meine Schuld und gewiß ohne es zu wollen, gegen ir- 6 gend eine Form verstieße. — Ich mochte mich aber bei dieser Angelegenheit gern ganz den Ergüssen meines Herzens überlassen. Alle diese meine innigsten Gefühle haben mich bewogen, den inli'genden Brief Ihrer Diskretion und Ihrer persönlichen Beurteilung zu übergeben. Sie drängen mich, Ihnen zu sagen, daß L,r La.ser Napoleon dort auf seinem Felsen, der Verfolgung einiger perlönlichen Feinde Preiß gegeben, von dem ganzen übrigen Europa veiiassen ist. Ich lebe jetzt einzig noch für die Hoffnung ihm einigen Trost zu verschaffen. Ich weiß durch einen täglichen Umgang von Amtzehn Monaten und - ich darf sagen durch seine gänzliche Huigebrng, durch die vertraulichsten Mitthcilungcn in einzelnen Momenten, was ihm hierbei das liebste sepn würde. Wer kennt ihn besser als ich? — Napol on fühlt und spricht über seine Geschichte, als ob er vor Dreihundert Jahren gelebt hätte. Nur in dem Gefühle für seine Familie gehört er noch der Gegenwart- Wie auch die politischen Ereignisse sich gestaltet haben — er zweifelt dennoch nicht an den Seinigen. Wie kann ich nun — auf welchem Wege darf ich — ohne Cvnvenienz und Vorschrift und höhere Absicbtcn, welche man habe» könnte, zu verletzen, di- recte Nachrichten von denen erlangen, die ihm am theuersten sind — von seiner Gemahlin und von seinem Sohne? — Ich muß Ew Durchlaucht nochmals sagen, daß hierbei sich der Mensch an den Mensche» -- ein Herz an das andre wendet. Wir haben während meines Aufenthalts in St. Helena mit dem 2este>reichischeu Commiffair keine Gemeinschaft gehabt und haben können Ew. Durchlaucht werden in einem öffentlichen Ak- tennucc — einer dem Gouverneur crtheilten Antwort, — die Worte gefunden haben, daß, wenn diese Commissarien Oesterreichs und Rußlands beauftragt wären, darauf zn sehen, daß mau Napoleon d ie Achtung und Behandlung wiederfahrcn lasse, die man ihm schuldig sei, hierin der Cbaracter ihrer beiderseitigen Herren zu erkennen sepn würde; da aber er, der Gouverneur, bereits erklärt habe, daß sie desfals weder ein Recht, noch Auftrag, noch Einfluß hätten, so müsse cr, nach dieser Erklärnng, ihre Aula s su n g verweigern. Zugleich gab aber Napoleon öffentlich zu erkennen, daß er sie sehr gern als bloße Particuliers bei sich anfnehmen werde. Demohnerachtet haben wir sie nicht wieder gesehen, entweder weil vielleicht ihre Instructionen dieß mit sich brachten, oder, was ich noch mehr glaube, weil der Gouverneur bei dieser Gelegenheit, dieselben einem Verbote untcrwcrsen wollte, dessen Beobachtung ihren Character verletzt haben wurde. Ew. Durchlaucht werden in der Abschrift eines Briefes, den ich Ihre Majestät der Kaiserin Marie Louise übersende, ersehen, mit welcher Härte mau in Betreff eines österreichischen Botanikers handelte und welchen Kummer der Kaiser Napoleon hierüber empfunden hat. Indem ich Ew. Durchlaucht den Ausdruck meiner wahrhaften Empfindung und die Versicherung meiner tiefsten Ehrfurcht wiederhole , bin ich u. s. w. Der Gras von Las Cafes. N- S. 2>r dem Falle, da mein Brief Ihre Majestät der Kaiserin nicht bchändigt werden sollte, so erbitte ich mir von Ew. Durchlaucht als eine besondere Gnade, daß Sie geruhen mochten, mir das kleine Päcktchcn mit Haaren, das demselben bcigefügt ist, zurückgeben zu lassen. Brief an Sr- Majestät den Kaiser von Rußlan d. Sire'. Ein frommes Gefühl — eine heilige Pflicht führt mich zu Ew. Kaiser!. Majestät Füßen. Ein treuer, redlicher Diener jenes königlichen Opfers des Unglücks wagt cs seine Stimme zu Höchst Dero, von allen Segnungen des Glücks umringten Throne zu erheben. Man hat mich plötzlich von Napoleons Seite, wo ick gleichsam vom Schlage getroffen wurde, hiuwcggeriffe»; seitdem irre ich wie in einer andern Welt umher und trage in meiner Seele das Bild der Leiden, deren Zeuge ich gewesen bin, der Leiden, die ich nun nicht mehr theilcn darf. Sire! Mein Herz giebt mir es ein,-daß ich zu Ihren Füßen eine Milderung meines Kummers, eine Hoffnung für mein Wünschen suchen soll. Nach Inhalt des Tractats den Ew. Kaiser!. Majestät mit Ihren hohen Allürtcn unter dem ^ten August >8iü abgeschlossen haben, ist Napoleon Ihr Gefangener, England aber der Besitz seiner Person, jede Sorge für ihn, jede seine Haft betreffende Maasregel überlassen. Sire! ich sage nichts gegen diesen Lractat und schweige selbst von der Art nd Weise, wie die englischen Minister den Antheil, der denselben bei dieser Verfügung von Ihnen anvertrant wurde, in Ausübung bringen. 3 Die Politik, jedes höhere Interesse, jeder Schaden und Nach- thcil, so schwer diese Dinge auch auf meiner Seele lasten, soll jetzt durchaus außer Betracht bleiben. Nur Sorgen für das Häusliche ei-fnllen in diesem Augenblicke meine ganze Seele. Ich bitte daher Ew. Majestät demüthig. — so wie ich bereits .Höchst Dero hohe Alliirte gebeten habe *), um gnädigste Protektion des Gesuchs, welches ich an die englische Negierung richte, daß selbiges mir nämlich gestatten möchte, nach Vorschrift und Gesetz, den berühmten Gefangenen, zu London einige moralische Genüsse und körperliche Erleichterungen ans solche Weise zu verschaffen, daß ich niemand dabei lästig werben will. Sire! was ich bitte ist eine unschuldige, natürliche, einfache Gunst, der wohl nichts entaegenstehen kann und ich habe in der Lbat einen gerechten Anspruch darauf Ew. Majestät darum anzu- gehcn, da sie Ihrem Herzen durchaus nicht fremd sepn kann. Als Ew. Majestät die Bewachung und die Hart des Gefangenen andern überließen, haben Höchst Dieselben doch gewiß das Recht nicht aufgcgcben, diejenige Achtung und Aufmerksamkeit zu sodern, welche man seiner geheiligten Person schuldig ist — ,,»d als Ew- Majestät auf jede politische Einmischung verzichteten, haben Sie doch nicht zugleich sich selbst ein Hinderuiß in den Weg legen wollen, zu solchen Tröstungen beizutragen, wie Ihr eigen- thümliches Gefühl sie billigen und' zu den Leidensmilderungcn, welche niä-t gegen den Hauptzweck streiten mochten. Es vergehet Sire! auf St. Helena kein Tag, da nicht in Ihrem Namen dort lastende Ketten in Bewegung gesetzt werden. Könnten Sie jemals wollen, daß man daselbst diesen Namen nur dazu ausspreche, um sich bei den gehässigsten, unerträglichsten Maaßregeln der Strenge, ans denselben zu ln rufen? Sire! derjenige, gegen welchen man diese Strenge übt, ist der nämliche, den Sic lange Zeit Bruder genannt haben. Ihr königliches Herz kann das nie vergessen, es kann dabei nicht gleichgültig bleiben. Ich berufe mich also, wegen einer so leicht zu bewilligenden Gunst, aus Ihr Mitgefühl, Ihre Erinnerung, Ihre eigne Würde. Ihr hochgesinnter Geist, Sire! hat sich zu sehr befreundet mit der öffentlichen Moral und bei jeder Gelegenheit zu großmüthig, zu zartfühlend erwiesen, als daß ich einen Augenblick an der Erfüllung meiner Bitte zweifeln könnte. ) Dergleichen Briefe waren, mit geringen, von individuellen Ver- Ilälrniffen, gebotenen Abänderungen, bereits an den Laster von Oesterreich und den Ksnig voll Preußen abgegangen. 9 Und — noch einmal — was ist denn eigentlich die Vergünstigung, wobei ich Ew. Majcft'r Protektion erbitte? — Nichts, als daß man mich da dulden möchte, wo ich am sichersten, am bequemsten, nach den Formen die hierüber festgesetzt w e r d e n k ön »ten und den Vorschriften, welche schon vorhanden sind, ans der Ferne die häuslichen Sorgen fortsetzen durste, die man mir nicht länger im Gefängnisse selbst auszuüben gegattet; das ist Alles. In jedem Falle, Sire! bitte und hoffe ich von Ew. Majestät die Bewilligung dieser Gnade. — Wie glücklich würde ich seyn, wenn Höchst Dieselben geruhen wollten, bis zu mir d b zu blicken und meiner Sorgfalt den Thcil Ihres moralischen und persönlichen Interesse anzuvertrauen, worauf Ew. Majestät, bei Eingehung jener wichtigen Verbindlichkeiten, doch gewiß nicht verzichtet haben werden. Und wer, Sire! würde besser hierzu geeignet sepn als ich, wer mit größerem Eifer Höchst Dero Befehle vollbringen? Ich habe mich selbst aus meinem Vaterlande verbannt, um ohne allen Zwang, ohne alles Hindcrniß den Rest meines Lebens dieser Pflicht zu weihen. Sire! ich beschwöre Sic, mich zu hören, meinen Bitten nachzugcben. Wem aber sollen Sie gewidmet sepn diese Sorgen? wer ist es, Sire! dem ich so tren und eifrig dienen möchte? — Cs ist der Mann, den Sie sonst Ihren Freund nannten! — Ach, Sire! Wie wuuderherrlich, wie rühmlich sind nicht schon die Thaten, welche die Geschichte von Ew. Majestät aufzählen kann. Lassen Sie nun noch die Handlungen einer noch seltnern Tugend hinzukommcn. Erfüllen Sie die Pflicht der Freundschaft, damit man einst vön Ihnen sagen möge: Bei den schrecklichsten Zusammentreffen politischer, sich widerstrebender Verhältnisse, wie es vorher noch nie vorhanden war, zeigte er der Welt etwas höheres, als die Kn».. zu siegen — die beachtende Erinnerung an eine ältere Freundschaft! — Wenn Sire! der Kaiser Napoleon auf seinem Felsen von Dingen, die ihn betrafen, wie von einer Sache sprach, die vor Jahrhunderten schon geschehen sei — und wie dereinst vielleicht die Geschichte davon sprechen wird — so sagte er oft: Ich habe mit dem Kaiser Alerander nur einen politischen Krieg geführt. Unfern persönlichen Gefühlen war er fremd; ich kann mir gar nicht denken, daß er selbst eine» 5)aß gegen mich hege. Ein Umstand, der Ihrer ganz würdig wäre, Sire! bestänre ihn noch in dieser Meinung. Ls drang nämlich ein Gerücht bis hinauf zu uuserm Felsen, daß Ew. Maiestät Commiffair aus der Insel St. Helena bei seiner Instruction, von Höchst Dcuenselbcn eigenhändig die Weisung erhalten habe, dem Kaiser Napoleon eben die Achtung, eben die Ehrfurcht zu beweise», wie Ihnen selbst. Wir haben ihm das gesag", Sire! wir wußten, daß cs ihm gefallen mußte — und da es so ganz im Cha- ractcr Ew. Majestät war, selbst fest daran geglaubt, ohne jedoch Gelegenheit zu finden, uns von der Wahrheit zu überzeugen, denn so lange ich noch dort gewesen bin, hat keine Cvmmunicatiou mit Ew. Majestät Commissair statt finden können. Höchst Dieselben werden ohne Dweisel wissen, daß Napoleon, als er von dem Gouverneur von St. Helena veranlaßt wurde, den Commissair Ew- Majestät und den des Kaisers von Oesterreich bei sich zu empfangen, antworten ließ, daß wenn diese Commissarieu von ihren Herren beaufrragtwären, Acht zu haben, daß man aufeiuen mitten im Ocean liegenden, von der ! ganzen übrigen Welt abgesonderten Insel die ihm ^ schuldigen Rücksichten nicht vergesse, er in einer solchen Maaßregel den Character ihrer beiden Fürsten erkennen würde; da aber der Gouverneur be- - reits erklärt habe, daß ihnen nicht einmal daS Rcch t e iner Ein rede bei dem, waS anf der 2 «sel vor- gehe, zukomme, so wären sic von diesem Augenblicke an, für ihn ohne Mission. Bei alle dem fügte er hinzu, würde es ihm höchst angenehm seyn, sie als Privatpersonen bei sich zu sehcn. Letzteres blieb jedoch ohne Wirkung, weil sic cs entweder gar nicht erfahren haben, oder es ihnen ihre Jnstructio- s nen nicht gestatteten, oder auch (was mir gar nicht unwahrscheinlich ist), weil der englische Gouverneur sie in einer Art von Abhängigkeit halten wollte, die mit ihrem öffentlichen Character unverträglich war. Sire! Wenn ich es bei dieser Gelegenheit gewagt habe, meine Stimme bis zu Ew. Majestät zu erheben, so habe ich den ! Muth dazu, ans der tiefen lebendigen und unerschütterlichen Er- ^ gebenhcit für denjenigen geschöpft, der mein Herr und Gebieter war — und dieses Gefühl wird bei Ew. Majestät mein Fürsprecher seyn. Ich bin u. s. w. der Graf von Las Cases. Mein Herz war noch voll von der üblen Behandlung die ich von dem englische» Ministerium erlitten hatte, und ich hielt es für Pflicht für eine Art von Verbindlichkeit gegen das Publikum, meine Beschwerden bei dem Lord Bathurst hierüber anzubringen. Jchtvates, in dem nachstehenden Briefe, der übrigens Zehn Monate ein Gcheimniß blieb und cs vielleicht auf immer geblieben seyn wurde, hätte nicht des Lords erster Untergebener, der Unter- staarssecretair, Herr Goulburn, mich, wie man weiter unten finden wird, durch fälschliche und übel angebrachte Acußcrnngen übev mich in dem Hause der Gemeinen, gcwisscrmaaßcn gcnvthigt, meinen Brief bekannt zn machen, was im übrigen dem Leser ein Unterpfand mehr, wegen der Aechthcit und der Genauigkeit der dann angeführten Umstände seyn muß. Brief des Grafen von Las Cafes an den Lord Bathur st. s Mvlord! — Wenn ich alle die willkührlichen und tyranni- ^ schon Handlungen, diese Verletzungen der Gesetze, diese Verach- > tung der Formen, diese Beleidigung aller Grundsätze ruhig ertra- § gen wollte, die ich seit einem Jahre, als so lange ich mich unter de» i Händen Ihrer 'Agenten befunden habe, von ihnen erdulden mußte, so konnte dieses Schweigen für ein Nachgeben angesehen werden, ! d>rs ein Vergehen an mir selbst, an Ihnen und an der ganzen menschlichen Gesellschaft seyn würde; — gegen mich, da ich große Vergütungen zu fvdcrn habe, gegen Sie, der vielleicht hierüber in Unwissenheit ist und sie doch gern gewähren möchte und gegen !, die ganze Menschheit, weil sie von jedem rechtlichen Manne er- ! warten muß, daß er sich den Mißbrauch der öffentlichen Gewalt ! dem Gesetze zu Ehren nnd zur Sichcrstellnng seiner Nachkommen nicht gefallen lasse. ! Mylord! Wenn ich so lange angcstanden habe, meine Be- ^ schwerden bei Ihnen anznbringen, so ist eS Ihre eigne Schuld — es ist die Schuld der Verfolgung, die ich auf Ihren Gestaden ge- snndcn habe und die Sic in den Nachbarländern veranlaßten. Es ! scheint als habe man eine neue Art der Bestrafung gefunden — ^ die Deportation auf die Landstraßen. — Ich bin todtkrank, wie I ein Missethäter mit dem Schub von Stadt zu Stadt gebracht worden, ohne daß man mir irgend eine Ursache zu diesem Ver- ! fahren angegeben, ohne daß man mir nur einen Augenblick Ruhe gelassen hat. Wie konnte ich da Ihnen schreiben? — Wenn ich mich aber nun in dieser mich betreffenden Angele- ! genheit an Ew. Herrlichkeit persönlich wende, so geschieht dieß um deswillen, weil die Handlungen, worüber ich mich zu beklage» habe, in Ihrem Departement und in Ihrem Namen begannen, ! in Ihrem Departement und in Ihrem Namen fortgesetzt wurde» 12 und wenn auch seitdem andere Hände auf mir lasteten, es doch Ew. Herrlichkeit gewesen sind, die mir dieses Leiden zugezvge» und die Behandlung veranlaßt haben, welche ich erdulden mußte. Mylord! Ich bin einer von der Zahl von Bier Personen, auf welche Ihre Befehle zu Plymouth, die große Menge derer beschränkten , die sich um das Glück und die Ehre bewarben, dem erhabnen Opfer der schrecklichen Gastfreundschaft des Bellerophon zu folgen. Nach allen meiucn Kräften strebte ich, mein frommes, heiliges Geschäft zu erfüllen; alle Fähigkeiten meines Herzens und meines Geistes waren der Linderung der härtesten Gefangenschaft, welche jemals statt gefunden hat, ge- weihct, als ich plötzlich von dem Gouverneur von St. Helena fortgcschafft wurde. Er war vielleicht dazu berechtigt. Ich hatte seine Vorschriften übertreten, bin jedoch deshalb keineswegs strafbar, denn ich machte ja am Ende nur von dem Rechte Gebrauch, das jeder Gefangene hat, seines Kerkermeisters Wachsamkeit zu täuschen. Der Gouverneur hatte in unserm Verhältnisse nichts dem Zartgefühle, dem Vertrauen oder der Ehre überlassen. Ich habe mich daher keinesweges über das Geschehene beklagt und cs hat mich nur in Beziehung auf denjenigen geschmerzt, von dem man mich trennte und den meine Verhaftung sehr unsanft berühren mußte. Man ergriff mich fast an seiner Seite, fast unter seinen Augen, weshalb er daun auch schrieb, wie Sie gelesen haben werden, daß, als er mich aus seinem Fenster mitten unter jene» Fcderbüschcn und Pferden, die um mich her schwärmten, gesehen habe, er an die Wilden der Lender des Süd-Meeres gedacht hätte, welche um die Unglücklichen herumtanzen, die sie fresse» wollen. .. Mylord! Ich hatte alle Ursache zu glauben, daß die Veranlassung zu meiner Verhaftung — die geheimen Schriften, die ich meinem Bedienten, auf sein eignes Bitten anvcrtraut hatte — nur die Folge einer Schlinge gewesen wäre, die man mir gelegt habe. Der Gouverneur selbst war mit mir einig, daß der Anschein meinen Verdacht rechtfertige, allein er gab mir sein Ehrenwort, daß er nichts von der Sache gewußt habe und ich glaubte ihm. Diese heimlichen Schriften waren übrigens anfangs bestimmt, durch seine Hände zu gehen; sic wären ihm zugeschickt worden, hätte er nicht kurz zuvor mir sagen lassen, daß, wenn ich forlführc, so zu schreiben, wie bisher, er sich bewogen finden würde, mich von dem zu entfernen, für den ich lebte- Das ist die vollkommenste Wahrheit und der Inhalt der Schriften an und für sich war so unbedeutend, daß seitdem gar nicht Rede davon gewesen ist, und dieselbe» bei dem Vorfälle, de» sie herbeiführten, g«r nicht in Frage gekommen sind *). Mylord! meine Gefangenschaft ans St. Helena war ganz freiwillig. Sie hatten in Ihren Reglements bestimme, daß sie, nach meinem Verlangen aufhören solle. Ich habe also Sir Hudson Lowe angcdeutet, daß ich von dem Augenblicke an, als ich von Longwovd getrennt war, mich der persönlichen Abhängigkeit von ihm entzogen und wieder unter den Schutz der allgemeinen Civil- Gesctze gestellt haben wollte — daß, wenn ich einen Fehler begangen hätte, man mich meinen Richtern znseuden solle und wenn man glaube, daß meine Papiere, die sie lange genug in den Händen gehabt hatten, um sie durchzuschen, den Ministern vorgclegt werden müßten, selbige, mit mir zugleich, ihnen zugeschickt werden möchten. Um ihm den Entschluß hierbei »och zu erleichtern, stellte ich den schrecklichen Zustand meiner Gesundheit und die drohende Gefahr in der sich mein Sohn befand, umständlich vor, und wie nothweudig cS sei, uns an die Quelle der ärztliche» Hülfe gelangen zu lassen; ich fügte noch hinzu, daß ich im voraus freiwillig und auf Treue und Glauben in alle — selbst illegale — Beschränkungen willigen wolle, welche Ew- .Herrlichkeit im Noth- salle bei meiner Ankunft in England mir aufzulcgcn für angemessen finden würden. Sir Hudson Lowe glaubte diese Parthie nicht ergreifen zu dürfen und schickte mich endlich, nach langen Zögern und nachdem er mich Fünf oder Sechs Wochen in einem abgesonderten Gefängnisse auf der Insel einsperren lassen, dem Buchstaben seiner Instruction gemäß, nach dem Vorgebirge der guten Hoffnung, was er ohne Zweifel eben so gut gleich in den ersten Lagen thun konnte und sollte. Zugleich behielt der Gouverneur nach seinem Belieben alle diejenigen meiner Papiere zurück, von denen er dieses für gut fand, ohne mir zu erlauben, daß ich dieselben durch Beidrückung meines Siegels verwahrte — oder. vielmehr, indem er solches nur mit dem lächerlichen Zusatz gestattete, daß ich nichts dagegen haben dürfte, wenn das Siegel in meiner *) Wenigstens verhält eS sich damit anders, alS ein Minister Im eng» lifchcn Parlamente, am 14. Mai 1814 verspiegelt, wollte. Er sagte nämlich, indem er die Verfolgungen deS LaS Cascj zu rechtfertigen suchte: man habe ihn ertappt, daß er eine europäische Correspondenz über England anknüpfen wolle. Aber eö ist dieß rin bloßes mündliches Anfuhren deS edlen LordS geblieben; er hak sich geweigert, die Beweiß > Documenie hierüber zn prodnciren. Hiernach kann denn nun ein jeder das Mbrige selbst Senken. — i4 — Abwesenheit erbrochen würbe sobald es ihm gefällig wäre, was denn nun freilich so viel hieß, als mir das Versiegeln zu verbieten. Mit Hülfe von Subtilitäten dieser Art könnte Sir Hudson Lowe vielleicht auch sagen, daß es nur von mir adgehangen Nabe, nach Longwvvd zurückzugehen. Es ist sehr wahr, daß er in dem Gedränge, worin er dura) meine Gründe und die schwierige Stellung mir gegenüber gerierh, mir anbot, dahin zurück;«kehren, weil er dadurch aus aller Verlegenheit kommen konnte. Allein, indem er mir dieses Anerbieten that, machte er es mir zugleich unmöglich, darauf einzugehen. „Sic haben mich beschimpft und entehrt, sagte ich ihm, indem Sie mich unter den Augen Napoleons selbst verhafteten. Ich kann diesem von nun an keinen Trost mehr gewähren, wohl aber müßte meine Gegenwart ihn nur an eine so kränkende Beleidigung erinnern; und so kann ich mithin nur auf sein ausdrückliches Verlangen mich wieder in Lvugwoob sehen lassen." Ich fragte an, ob mir erlaubt sei dessalls zu schreiben — ich habe auch wirklich geschrieben, um zu erfahren, was ich in Beziehung auf dieses sein Verlangen zu erwarten hätte; allein Sir Hudson Lowe wollte mir die Ausdrücke in denen dies geschehen sollte, vorschreiben, oder ihnen wenigstens Grenzen setze». — Das mußte ich verweigern. Seine Lage zwischen von einander gesonderten Gefangenen, die er nach Gefallen einzeln handeln ließ, wie cs ihm beliebte, war allerdings sehr vorlheilhaft Uibrigens willigte Sir Hudson Lowe, wenn ich auch zurückkehrte, deshalb Loch nicht in die Rückgabe meiner Papiere; am folgenden Tage konnte er seinen Autoritäts - Mißbrauch an mir oder jeden andern meiner unglücklichen Gefährten wiederholen; ich hatte den Kummer ihm dazu Thor und Thür geöffnet zn haben; durch meine Rückkehr hatte er dann schon ein Gewohnheitsrecht erlangt und es blieb mir also nichts übrig, als mit blutendem Herzen — abzu- rcisen. Dies wäre denn, wie ich glaube, die vollständige Angabe meiner Angelegenheiten von St. Helena. Der Beweist des Gesagten findet sich ganz ausführlich in meiner Corrcspondenz mit Sir Hudson Lowe, wovon Sie alle von mir sorgfältig geordneten Actenstücke auf der Themse weggcnommen und nun in Ihren Händen haben. Ich glaubte, Mylord! als ich auf dem Vorgebirge der guten Hoffnung ankam, meine Lage in so fern verbessert, daß ich unter dem Schutze Ihrer Gesetze zu seyu wähnte. Ich hatte nun jene ««glückliche Insel verlassen, wo die Wichtigkeit der Sache allen- i5 — falls zum Vorwände bei gewissen Unregelmäßigkeiten dienen konnte. Jetzt war ich Fünfhundert Stunden weit entfernt, in einer ruhigen Cvlonie, wo die völlige Ausübung Ihrer schönen, mit Recht gerühmten Gesetze statt sinder. Wie groß war mein Erstaunen! Was Sir Hudson Lowe in St- Helena nicht gewagt hatte, mich gefangen zu halten, darüber war Lord Somerset aus dem Cap ganz unbedenklich. Umsonst thar ich die nämlichen Bitten an ihn, umsonst machte ich ihm die nämlichen Vorstellungen und die nämlichen Anerbietungen, wie an Sir Hudson Lowe, damit er mich zu Ihnen nach Europa senden möchte. Er hielt mich fest — und Lies zwar aus Eigensinn, ans bloßer Willkühr, da Sir Hudson Lowe keincswcges sein Chef ist und ihm keine Befehle geben kann. Lord Charles Somerset war selbst ein Chef des höchsten Ranges, und genoß für seine eigene Person eine unbegrenzte Vollmacht; er konnte und sollte eine von summarischen Richters in meiner Sache seyn, aber er weigerte sich hartnäckig mich zu hören, wies jede Aufklärung von sich und beschränkte sich, meiner lanteu und dringenden Bitten ungeachtet, einzig darauf, bei meinen natürlichen Richtern in einer Entfernung von 5uuoStnndcn anzufragen, ob er mich ihnen zusendeu solle oder nicht? und sonach vollzog er gegen mich daS allerschrccklichste Urtheil, das je ein Tribunal gegen mich aussprechen konnte, nämlich eine Verbannung und Gefangenschaft von Sieben bis Acht Monaten, wobei ich 5uc>o Stunden weit von meiner Familie, von meinen Angelegenheiten, von meinem Vaterlande, von meinen Freunden, von allen meinen Lieben getrennt blieb. Nach dem Herligthume Ihrer Gesetze, nach den classischen Grundsätzen, die Sie, Mylord von Ihren Vätern ererbt habe», hat Charles Somerset sich des größten Verbrechens schuldig gemacht, eines Verbrechens, das, nach den Martern die ich ausgestanden habe, schlimmer als ein Todschlag ist. Ich klage ihn hiermit an und fodre mein Recht. Jeder Engländer, den, seine köstlichen Privilegien lieb sind, vereinigt seine Stimme mit der mei- uigen und fühlt die Größe der Qual, die ich ausgestanden habe. Vergebens möchte man sich darauf berufen wollen, das Cap sei nur eine Colonie, unter militairischer Gewalt und habe noch znm Theil holländische Gesetze. Wohin der englische Name reicht, da muß, Mylord, auch die Gerechtigkeit und der Schutz des englischen Gesetzes herrschen. Was an der Themse ein Verbrechen wäre, kann an keinem Punkte von Afrika, wo die englische Fahne weht, eine gleichgültige Handlung seym Ich war kein Kriegsgefangener, sondern mir ein Verhafteter in den Händen des Gerichts. Mich Acht Monate lang von meinen Nichrern entfernt zu halten, ist eine Rechtsverweigerung, die man bei Ihnen schauderhaft finden würde; mich ohne Urthcil und Recht zu strafen, ist eine Tyrannei, die nach Ihren Gesetzen höchst empörend ist. Und waS foderte ich denn von Lord Somerset? Die Freiheit? — Nein! er sollte mich nur als Gefangenen zu Ihnen senden — ich wollte meine Strafe leiden, wenn ich etwas verbrochen hatte. Cr hat, durch sei» Verfahren gegen mich mit dem gespielt, was nach den Grundsätzen der Vernunft das Heiligste — mit dem, was dem Herzen das süßeste, dem Menschen überhaupt das Lhencrste in der Weit ist. Und was konnte ihn denn wohl dazu bewegen — was kann ihn wohl hierbei entschuldigen ? Ich habe es durchaus nie von ihm erfahren können. Ich bitte Sie übrigens, Mylord, wohl zu bemerken, daß mich mein Unwille und mein Schmerz nicht in dem Grade Hinreißen, daß ich nicht die Privatrücksichten, welche Lord Somerset genommen hat, um mir meine Gefangenschaft zu erleichtern, von seinem öffentlichen Verfahren, wodurch er mich zu dieser Gefangenschaft s verdammte, wohl zu unterscheiden wüßte — vbschvn allerdings, die Heftigkeit meiner Reden und die Zudringlichkeit bei meinen Fodernngen gegen das Ende meines Aufenthalts ihn dergestalt gegen mich erbittert hatten, daß ich, aller meiner Bitten und meines bedeutenden Uibelbesiudens ungeachtet, doch auf dem Lande bleiben und den täglichen Zuspruch der Aerzte, so wie die Nähe der Arzneimittel allerdings entbehren mußte. Ais endlich nach dieser Siebenmonatlichen Gefangenschaft, Ihre Befehle, Mylord! angekommen seyn mochten, wurde mir angedeutet, daß ich nun für ein Schiff zu sorgen hätte, auf dem ich nach England abreisen könnte. Vergebens bat ich um irgend eine Gelegenheit, die, bei meiner und meines Sohnes Kränklichkeit, für angemessen zu halten wäre. Alle größere hierzu geeigneten Schiffe wurden mir aus dem oder jenem Grunde verweigert und es blieb mir hierzu, bei der mir freistehenden Wahl doch nichts übrig, als das einzige zum Absegeln bereit liegende und mir zudem von dem Gouverneur selbst bezeichnte Fahrzeug. Ich mußte mich auf dcmseiben als Gefangener und doch auf mcinc Kosten cinschiffen, was, im Vorbeigehen gesagt, sich wohl eigentlich wenig mit einander vertragen dürste; es war eine Brigg von Zweihundert und Dreißig Tonnen und Zwölf Mann Equipage, auf welcher wir also, aller ärztlichen Hülfe beraubt, allen Unbequemlichkeiten und Entbehrungen, so wie allen Uibeln, -7 die bei einem so kleinen Fahrzeuge ganz unvermeidlich sind, preiß- gegcben, eine Fahrt von beinahe Hundert Tagen überstehen mußten. Das ist denn, Mylord! die Geschichte meines Aufenthalts auf dem Vorgebirge der gute» Hoffnung. Das Nähere hiervon sammt den Beweisen steht in der, Ihrem Befehl zu Folge, anf der Themse weggenommcncn und nun in Ihrem Besitz befindlichen Correspondenz mit Lord Charles Somerset. Als ich hier an Ihren Ufern augelangt war, glaubte ich das Ende meiner Leiden erreicht zu haben. Ich hatte die Ehre gehabt, bei meiner Ankunft auf dem Cap, einen Brief an Sr. König!. Hoheit den Prinz-Regenten zu schreiben, worin ich mich seinem Königl Schutze empfahl, einen andern hatte ich zu gleichem Zwecke, an Ew. Herrlichkeit geschrieben und war in meinem Herzen fest überzeugt, daß ich meine Rückkehr diesen Briefen zu verdanken hätte. Schon träumte ich mich glücklich und versüßte meine Leiden mit der Hoffnung, daß ich nun bald meine Freunde zu London Wiedersehen, und dort meine häuslichen, seit Drei Jahren ganz vernachlässigten und zu Grunde gegangenen Angelegenheiten wieder ordnen wolle. Wie groß war aber mein Erstaunen, als ich bei meiner Ankunft auf der Temse, sogleich von den andern getrennt und abgesondert gehalten wurde, als man meine Papiere versiegelte, und wenige Stunden daraufeiner von Ihren Voten kam, sich mitten in der Nacht meiner Person bemächtigte, mir eine Deportation nach dem Contincnte ankündigte und mich nach Dover brachte, um sie sogleich zu vollziehen. Da jedoch hierbei ein Verzug von Drei Tagen nöthig wurde so suchte er auch davon Nutzen zu ziehen. Er überließ mir meine Papiere zu freiem Gebrauche, ließ mir alles geben, was ich zum Schreiben bedurfte, munterte mich dazu auf, so gut er nur konnte und erwartete nun den letzten Augenblick der Abreise, um, nach dem allersorgsältig- sten Durchsuchen, mir auch noch die letzte geschriebene Zeile weg- zunehuien Das ist eine Art von Fallstrick, Mylord, den ich mir der Niederträchtigkeit des Menschen zurechnen kann, der ihn gelegt hat. Schon anf St. Helena geschah etwas ähnliches. Nachdem mich Sir Hudson Lowe Fünf Wochen gefangen gehalten und mir Schreibmaterialien dabei erlaubt hatte, wollte er bei meiner Abreise nochmals meine Schriften durchsuchen. Aber es war hinrci- chcud, daß ich ihm zu verstehen gab, wie cs auf diese Weise ganz sonderbar ausfihen würde, daß er mir es so leicht gemacht habe, meine Gedanken nicderzuschreiben, die ich wohl sonst bei mir be- L. LastS Tagkb. in, Bd. 2 iS — halten haben würde. Jetzt leistete Sir Hudson Lowe augenblicklich Verzicht darauf; ich muß ihm die Gerechtigkeit wicderfahrcn lassen. Was mich am mcbresten befremdet, Mylord! und man mir kaum glauben wird, ist, daß Ihr Bote alle meine Papiere eingepackt und sie mir genommen hat, ohne ein Verzeichniß davon machen, und sonst die, nach dem i» der ganzen Welt bei dergleichen Dingen üblichen Verfahren, erfoderlichen Formalitäten beobachten zu wollen. In der Uiberzeugnng, daß diese Abweichung von den ersten Grundsätzen, nur in der Ignoranz dieses Subalternen und nicht in den Befehlen seines Ministers zu suchen sei, habe > ich in Ihrem Interesse, Mylord, dem Uibelstand abzuhelfen getrachtet und durch mein dringendes Verlangen, es endlich dahin gebracht, daß ich mein Siegel beidrückcn durste, so daß Sie nun noch in den Stand gesetzt sind, in Zeiten die Fehler Ihres Agenten wieder gut zu machen. Ich wünsche, daß Ew. Herrlichkeit dieses Verfahren gut heißen möge. Sie werden aus der Natur meiner Papiere ersehen, daß eS ganz darauf berechnet war. Ihnen eine Idee von meinem Character beizubringcn und meine Mäßigung zu beweisen. Ich habe mir sogleich die Ehre gegeben an Lord Sidniouth zu schreiben und ihm dabei bemcrklich zu machen, wie nvthwendig bei der Durchsicht meiner Papiere, meine Gegenwart sei, die, durch ein einziges erklärendes Wort, gewiß oft als ganz unbedeutend erscheinen würden, und bei meiner Abwesenheit vielleicht ganz unverständlich blieben. Lord Sidniouth hat mich aber keiner Antwort gewürdigt. Ihr Agent, Mylord, hat übrigens alle Federungen der Schicklichkeit und des Anstandes, welche sonst Particuliers von Ihrer Nation auszeichnen, gegen mir ganz aus den Augen gesetzt und seinen Auftrag mit mehr Bitterkeit begleitet, als man sich je vorstellen könnte. Er begann damit, durch die gröbsten Ausfälle gegen die Person, die ich mehr als jeden andern Mensche» in der Welt verehre, meine Empfindlichkeit zu reizen und ergoß sich dann in den niedrigsten Ausdrücken, die seine Sprache nur haben mag, blos weil ich mich nicht dazu hergeben wollte, mit ihm zu cvnversiren. Er hatte von Ihnen den Befehl, mich zu bewachen — durfte aber wohl nicht so kühn sepn, zu glauben. Sie hätten ihm dadurch die Macht geben wollen, mich zu einer gesellschaftlichen Unterhaltung mit ihm zu zwingen. ES hatte dieser Mensch noch einen Gefährten bei sich, über den ich mich nicht beklagen will, den» vbschvn er des erster» Unrecht theilte, so habe — — ick doch au ihm bisweilen eine Art von Rücksicht bemerkt und Überbein wurde er von jenem «»gehetzt und anfgereizt. Als mir 2br Bote, Mylord! mitten in der Nacht meine Deportation anzeigte, ließ er mir keine andere Wahl, als Calais oder Ostende. Kaum hatte ich meine Besinnung und gleichwohl mußte ich mich auf der Stelle entscheiden. Wenige Stunden nachher, als ich mir min die Sache überleg n konnte, fragte ich, ob es mir denn nickt erlaubt sei, nach Amerika, oder irgend einem andern Punkte des Continents zu gehen. Er verneinte solches, mit dem Hinzufügen, daß er bereits meine Wahl der Regierung gemeldet habe. Ich bestand ans meinem Verlangen — er erwiederte jedoch, daß alle meine Mühe vergeblich sevn würde. Sollte denn seine Versicherung wirklich wahr gewesen sepn? Mylord! ich kann cs nicht glauben — aber bei alle dem hat sie mein Loos bestimmt. Man hat mir den Befehl Sr- Könlgl. Hoheit des Prinz Regenten, Groß-Vrittanien sogleich zu verlassen, zwar gezeigt, aber es verweigert, mir denselben in die Hände zu geben. Ist diese Weigerung eine gewöhnliche Form? War cs eine Vorsicht, die man gebrauchte? — Sollte diese Kvnigl. Urkunde irgend eine Verantwortlichkeit nach sich ziehen — oder hat man etwa gefürchtet, ich möchte mir sie zur Ehre rechne»? Und in der That, könnte ick, denn wohl anders — da sie keine Beschuldigung irgend einer noch gebe ich meine Hoffnung nicht auf. Ich bitte anderweit, ^ werde nie aufhdren zu bitten. — Ich hatte übrigens, Mylord! cs mir als einen günstigen Neben- limstand, bei meinem Zutritte bei Ihnen, gedacht, daß ich im Stande scyn würde Ew- Herrlichkeit durch Enthüllung der Wahrheit einen Ihnen erwünschten Dienst leisten. Ich glaubte, daß Ihr Posten sowohl, als Ihre Denknngsweise Ihnen dies zum Gesetze machen müßte». Welche widersprechenden Ansichten würden nicht, bei dem Verfahren auf die Klagen welche von St. Helena cingcgangcn sind, bei der edlen Rechtsverwaltung Ihrer Jury vorgekommen scyn? Ich würde auf alle hieraus entstehende Fragen mit rechtlichem Sinne und ohne alle Leidenschaft geantwortet, würde Sie in aller Ruhe, wenn Sie es sonst gewollt hätten, von ! alle den Irrthümern überzeugt haben, in welche Sie, bei der Menge und Wichtigkeit Ihrer Geschäfte, in Beziehung auf unsere Angelegenheiten, verfalle» sind. In Drei verschiedenen Zeitungen (den Limes, Ncw-Times uud London Chronicle) habe ich Ihre Antwort auf des Lord Holland St. Helena betreffende Motion gelesen und ich kann Ihnen die Versicherung geben, daß fast jede Zeile eine Unrichtigkeit enthält. Der Himmel soll mich behüten, Mylord! daß ich je an Ihren rechtlichen Ansichten zweifeln sollte! Aber Sic sind durch Ihre Vürcaur schlecht unterrichtet. Ew. Herrlichkeit haben unter andern versichert, daß keiner der Verwandten Napoleons — fein Bruder Joseph ausgenommen — ihm geschrieben hätte, und ich — 25 — habe gleichwohl selbst ihm Drei oder Vier Briefe, die von Ihne» an Sir Hudson Lowe, für ihn eingegangcn waren, behändigt; nämlich einen von der Kaiserin Mutter, einen von der Prinzessin Borghese und einen von seinem Bruder Lucian. Die Sache ist an und für sich unerheblich, Mylord! aber eine solche materielle Unrichtigkeit muß Sie über andere Dinge zweifelhaft machen und meinen Versicherungen desto mehrGewicht geben- Alles was mich betrifft, ist zum Beispiel so entstellt, daß, wie mißtrauisch ich auch im übrigen gegen Sir Hudson Lowe scyn muß, ich doch völlig überzeugt bin, daß er sich selbst über die Unrichtigkeit der Schilderung laut äußern würde. Uibrigens, Mylord! bilden sich immer dei.der Lebhaftigkeit der Partheien und der Opposition, ganz unvermeidlich zwei verschiedene Wahrheiten. Die mcinige kann nicht eben die ihrige seyn. Das Publikum weiß das sehr wohl und hätte gern sein Urtheil auf offizielle Veweiß-Urkunden gegründet. Sie haben aber für nöthig gefunden, Mylord! ihm diese zu verweigern. Ist nicht eben dadurch dessen Meinung nun bestimmt worden. Nach dieser langen Auseinandersetzung will ich nun die Gegenstände meines Briefes kurz zusammenfassen: i) verlange ich Gerechtigkeit und gesetzliche Ahndung wegen deS Autoritäts-Mißbrauchs, des willkührlichcn und tyrannischen Verfahrens, wodurch Lord Charles Somerset mich so lange Zeit auf eine, die positiven Gesetze seines Landes verletzende Weise, meiner Freiheit beraubt hat; -) verlange ich Gerechtigkeit und gesetzliche Ahndung wegen der unregelmäßigen Form, womit man meine Papiere auf der Themse weggenommen und mich von ihnen getrennt hat, ohne, aller meiner Bitten ungeachtet, ein Znvcntarium darüber zu fertigen; 5) verlange ich Gerechtigkeit und gesetzliche Ahndung, daß man mich, mit Hintansetzung aller Grundsätze, als einen Gefangenen nach dem Continente abgeliefert und in Folge hierzu gegebene Veranlassung, oder ertheilter Instruction, gezwungen hat, als ein Miffethäter durch Belgien und die augrenzeuden Lande zu reisen; '' 4) »erlange ich die schleunige Durchsuchung und Rückgabe, der mir auf der Themse weggcnommenen Papiere, die Mehrzahl derselben war von Sir Hudson Lowe rcspectirt worden und andere sind mir bei der Besorgung meiner häuslichen Angelegenheiten ganz unentbehrlich. Ich brauche sie täglich, da sie — 2-t — meine Eigenthmnsrechte und mein Vermögen angehcn, ohne sie bi» ich von Allem entblößt; L) verlange ich die Rückgabe meiner Papiere von St- Helena, deren Jnventarium, das von Sir .Hudson Lowe recognoscirt und unterzeichnet ist, sich unter den mir auf der Themse weg- genoiiinielien Schriften befinden muß. Diese Papiere beschranken sich fast gänzlich auf ein einziges, den Zeitraum von Achtzehn Monaten in sich fassendes Manuscript, woriu ich Leg für Tag bis jetzt jedoch ohne alle Ordnung und auf ganz unvollendete Weise, die Gespräche, die Worte, vielleicht selbst die Gebehrden des Mannes eingetragen habe, der lange Zeit das Schicksal Europa's leitete. Dieses Manuscript, das schon seine Natur und der Gegenstand, den es in sich faßt, heiligt, war allen ein Geheimniß und sollte es auch bleiben- Sir Hudson Lowe har davon hinreichende Kenntniß genommen und sich überzeugt, daß es in politischer Beziehung unschädlich ist. Bei meiner Ankunft auf dem Eap, habe ich mir die Ehre gegeben durch die Minister an den Prinz-Regenten und an die Minister selbst zu schreiten, und diese kostbaren Materialien unter ihren Schutz zu stellen, ich federte solchen im Namen der Gerechtigkeit, im Namen der Geschichte. Sie sind nach den Willen des Gesetzes, mein unverletzbares Eigenthum, das Eigenthum meiner Kinder und der künftigen Zeit. 6) verlange ich vor allen andern, die Rückgabe des Briefes, womit der Kaiser Napoleon mich in meinem abgesonderten Gefängniße auf der Insel St. Helena beehrt hat. Er ist der Politik ganz fremd, der Gouverneur von St. Helena hat ihn gelesen, die Minister selbst haben, wenn sic anders cs gewollt denselben gelesen und es giebt wohl kein Gesetzbuch in der ganzen Welt, das, so stark auch die in einem solchen Briese vertrauensvoll mitgetheilten Ausdrücke seyn möchte» anbe- sehle, ihn demjenigen mit Gewalt wegzunchmen, dessen Ei- gcnthnm er geworden ist. Dieser thcnre und heilige Gegenstand ist die Belohnung für mein ganzes Leben, der Anspruch für meine Kinder, das Denkmal für meine Familie. Mylord, an Sie, den Natur und Uiberlegung zum Freunde des Schicklichen und Gemäßigten machten, an Sie wende sch mich zuerst mit der Aufzählung meiner Beschwerden, von Ihnen er- warte und flehe ich geräuschlos *) die Abhülfe. Sollten Ew. Herrlichkeit darauf nicht antworten zu müssen glauben, so werde ich mich genöthigt sehen, meine Klagen vor Ihre Gerichts-Tribunale zu bringen- Nach ihnen stünde mir noch das Tribunal der öffentlichen Meinung offen, und dann, und über alle andre, das erhabenen Tribunal dort oben, welches, indem es über Schlachtopser und Tyrannen gleiche Gewalt hat, in der Ewigkeit den unfehlbaren Triuinpf alles Rechts, und die endliche Bestrafung alles Unrechts, gewährt. Ich habe die Ehre, u. s. w." Auch erschien um dieselbe Zeit meine B ittschrist an das englische Parlament. Ich hatte sie aus den Wüsten des Tygerbergs bis nach London gelangen lassen, damit man dort zweckmäßigen Gebrauch davon mache. Ist sie nun entweder gar nicht dahin gekommen, oder fand man zu viele Hindernisse dabei, sie dem Hause vorzulegen, kurz, cs war kein Wort davon erwähnt worden. Meine Rückkehr brachte diesen Umstand wieder zur Sprache. Ein Mitglied des Hauses der Gemeinen erbot sich, von dem Eindrücke, den deren Veröffentlichung verursachte, betroffen, sic selbst vorzulegen, und man sendete mir deshalb aus England eine Schrift, auf die ich meinen Namen schreiben mußte. Diese Förmlichkeit reichte jedoch noch nicht hin, und da nun noch vielleicht andre Rüchsichten dazu kamen, so unterblieb die Vorlegung im Parlamente. Hier theile ich sie mit. Sie geht meinen Gegenstand zu nahe an, als daß man mir dieses einerseits nicht verzeihen sollte, andrerseits aber ist diese Schrift, gleich andern in diesen Bänden mitgetheilten verstümmelt, entstellt, und ans fremder Sprache wieder ins Französische übersetzt worden, daher mir sehr viel daran liegen muß, sie so wie sie war wiederherzu- stellen. Endlich würde man sie auch, wenn man sie hier nicht fände, für untergeschoben halten, welches ich doch gern vermeiden mochte. Bittschrift an das englische Parlament. „Ein einzelner Mann, ein schwacher Fremder, wagt es mitten unter Ihnen, Repräsentanten des englischen Volks, seine Stimme zu erheben, aber er ruft Sie auf im Namen der Mensch- Dieser Brief ward erst nach Verlauf einer ZahreS veröffentlicht, und überdies har man die Ursache zu dem letzter» schon weiter oben seiest», oder wird es noch weirer unten, hcit, der Gerechtigkeit, im Namen Ihres Ruhms. Sollte er vergebens spreche» ? Könnten Sie ihn nicht hören wollen? „Aus St. Helena geworfen, ans der Nähe des größten Denkmals menschlichen Schicksalswechsels das es je gab gerissen, fliehe ich zu 2bnen, um Ihnen dessen Lage, dessen Leiden zu schildern. „Von ihm plötzlich entfernt, ohne daß man dies voranssehen konnte, aller Gemeinschaft mit ihm beraubt, werden meine Worte und Gedanken nur mir angehörcn, keine andre Quelle haben, als mein Herz. Vielleicht würde sogar die erhabene Seele dessen, der ihr Gegenstand ist, über den Schritt zürnen, welchen ich in diesem Augenblicke unternehme, denkend, daß er hier auf Erden an niemand wegen seiner Leiden appeliren solle und könne, also» Gott allein. Vielleicht würde er mich fragen, wer mir die Sorge für die Wohlsarth seines Lebens übertragen habe? Sei's darum. Nur aus Liebe zu ihm ist diese Schwäche entstanden, ich fühle mich schon zu weit von seinem heldenstarkcn Einflüsse entfernt, mein Herz kann das Elend, dessen Zeuge es war, nicht mehr in sich verschließen, dieses öffnet sich einen Weg, cs entreißt mir die Stimme der Klage. „Sie haben den in die Wüsten des Ozeans verbannt, dessen großherziges Vcrtraun ihn bestimmte, frei und aus eigner Wahl unter Ihnen, unter dem Schutze Ihrer Gesetze, die er , für allmächtig hielt, zu leben. Ohnstreitig suchten Sie bei dieser Bestimmung nur das zu bezwecken, was Ihnen nützlich schien. Sie wachten nicht de» Anspruch, gerecht zu handeln. Außerdem könnte man Sie wohl fragen: Wer gab den Mann in Ihre Gewalt? Wer verlieh Ihnen ein Recht, ihn zu richten? Weshalb haben Sie ihn denn verurtheilt? Wen hörten Sie in seiner Ver- theidigung an? — Aber Sie sprachen ein Gesetz aus — es ist nun einmal da und ich achte es. Mich in Untersuchungen über den Grundsatz, der Sie leitete, selbst einzulasscn, bin ich nicht geeignet. Ich werde alles Murren zurückdrängen, mein Protest wird meinem Herzen nicht entschlüpfen. Sie sollen hier nur von Leiden hören, womit man Ihren Entschluß ohnstreitig gegen Ihre eigne Absicht vergesellschaftet hat. „Repräsentanten Groß-Brittaniens, Sie sagten, daß Sie sich blos der Person des Kaisers versichern und seine Festhaltung verbürgen wollten. Nachdem diese Absicht erfüllt, waren Sie dahin einverstanden, alles aufzubieten, was den Zustand, den Sie für das Werk, für die Pflicht der Politik hielten, erleichtern, mildern könne. Sv war wenigstens der Geist, wie der Buchstabe > Ihrer Gesetze, so lauteten die Ausdrücke Ihrer Verhandlungen, so wollte es der Wunsch der Nation, das Ehrgefühl derselben. 27 Aber ach! dem hohen Gefangenen kam auf seinem schrecklichen Felsen nur der strenge Theil Ihrer Absichten zu. Und auch dann noch Glück genug für ihn, wenn man diesen nicht überschritten hätte. Aber die Wolken, die seine Insel bedecken, sind nicht dichter und trüber als die moralischen und physischen Leiden, die man auf ihn häufte. Täglich traten unter dem falsche» Vorwände blos eingebildeten Verdachts neue Beschränkungen ein. Seine stolze Seele mußte jeden Tag neue Beleidigungen erdulden. Jede Leibesbewcgung ward ihm unmöglich gemacht, jeder Besuch, jede Unterhaltung ihm beinahe gänzlich untersagt. Und so vereinen sich Berandungen aller Art, Bedrängnisse jeder Gattung für ihn mit der Schädlichkeit eines zugleich feuchten und brennenden Klima's vnd dem langweiligen Einerlei eines Himmelstrichs ohne Farben und Jahreszeiten. Mit jedem Augenblicke verengt man auf die schauderhafteste Art den Kreis seines Lebens. Er ist dahin gebracht nur im Zimmer bleiben zu müssen, und man wird ihn so noch tödten! „Ist denn das alles Ihr Wille? Nein, gewiß nicht. Welche Beweggründe konnten ihn auch rechtfertigen? Die Furcht vor einer Einweichung? Aber man setze doch eine Commission von Kriegern, Seeleuten und fähigen Richtern in dieser Sache nieder, befrage ihre Kenntnisse, belehre sich durch ihre Ansichten, und überlasse diesen Gegenstand nicht mehr der Willkühr eines einzigen Mannes, der nur von seiner Furcht geleitet, sich jeden Tag bloS damit beschäftigt Schattenbilder zu bekämpfen, die ihm seine verschüchterte Phantasie vormalt, ohne daran zu denken, daß er alle diese Möglichkeiten nicht vernichten, und bis zur völligen Sicherheit nach seiner Weise nicht gelangen kann, als durch den Tod seines Bewachten- In Longwood hält man jedes Entkommen für unmöglich, und denkt gar nicht daran! Allerdings, setzte jeder eine solche Unternehmung gern auf Kosten seines Lebens durch. Der Tod wäre für eine so glorreiche That süß. Aber wie sollte man Offiziere tauschen, die stets ans ihrer Hut sind? Wie die Soldaten die das Ufer umringen? Wie steile Felsen herabklcttern? Wie sich gleichsam schwimmend in den weiten Ozean stürzen? Wie die erste Linie von Böten, eine zweite von Kriegsschiffen durchbrechen, wen» man von allen Höhen bestrichen wird, und jeden Augenblick und nach allen Richtungen auf gegebene Signale umringt werden kann ? Und auf welche Schiffe sollte man sich denn verlassen? Im Bereiche des Ufers eristiren keine. Auf welchen Fahrzeugen sollte man denn Zuflucht suchen? Es gicbt deren weder fern noch nah- Alle Segel, selbst die Ihrer eignen Nation werden, wenn sie sich der verfluchten Insel ohne dringende Grün-! de nahen, eine Beute Ihrer Krieger. „Ist denn nach so vielen Vorsichtsmaasregeln und bei allen diesen Umständen die ganze Insel nicht wenigstens ein Gefängniß, das sicher genug, wird cs auch noch nöthig, unaufhörlich Gefängnisse in Gefängnissen einzuzäunen und wenn nun auch, was doch unmöglich ist, so viele Schwierigkeiten endlich besiegt werden könnten, blieb denn nicht das unermeßliche Meer, fast das ganze Festland noch ein neues Gefängniß? „Was könnte also Menschen mit gesunden Sinnen veranlassen, so lächerliche Pläne zu fassen? Was könnte in Longwood zu so albernen Gedanken voll Verzweiflung führen? Auch hegt der Kaiser immer noch denselben Vorsatz, dieselben Wünsche, wie er sie damals aussprach, als er frei und auf Treu nnd Glauben mitten unter Sie kam: „Einen zurückgezogenen Ort und Ruhe unter dem Schutze Ihrer positiven Gesetze oder der amerikanischen." Dies ist es, was er wollte, dies was er noch will, dies was er stets begehrt. „Ist also die Insel St. Helena ihrer Natur nach nicht schon ein hinreichendes Gefängniß, gewährt sie den Vortheil nicht, Sicherheit mit Milde zu verbinden, so Heck man Sie in Ihrer Wahl, in Ihren Absichten hintergangen. Wozu uns denn dem elendesten Tode entgegen in ein Clima senden, das nicht das unsre ist? Wozu denn alle die großen Ausgaben deshalb? Wozn Ihre zahlreiche Garnison und deren Generalstab? Wozu Ihre Rüstungen zur See? Wozu die Fesseln die man deshalb dem Handel dieser unglücklichen Insel anlegt? Es gab in Ihren europäischen Besitzungen so viele Punkte, wo sie uns kostenfrei bewahren konnten und wir uns weniger unglücklich geglaubt haben würden. Wenn aber dagegen diese Insel durch ihre Lage und die oben angegebnen Vorsichtsmaasregeln an sich selbst alles darbot, was Weisheit und menschliche Klugheit nur für nöthig erachten konnten, so müssen ja eben so nolhwendig alle uns drückenden Zuthatcn eben so viele nutzlose Quälereien, tyrannische und grausame Handlungen seyn, welche man gegen Ihre Absicht verübt. Denn es konnte Ihr Wille doch nicht seyn Napoleon martern, ihn an Stecknadelstichen sterben zu lassen. Und doch ists nur zn wahr, daß er an Wunden umkömmt, die sich mit jedem Tage, jeder Stunde, jeder Minute erneuen. „Wollten Sie in ihm nichts als einen bloßen Gefangnen, nicht aber den Gegenstand des Ostrazismus der Könige, selbst einen König sehen, begehrten Sie blos ihm ein gewöhnliches Ge- sängniß anzuweisen, nicht aber einen Ort für ihn zu wählen, wo man das unregelmäßige Verfahren, indem man ihn verbannt, mildern konnte, wollten Sie ihm blos einem Kerkermeister, nicht aber einem Offizier höher» Grades anvertrancn, der durch feine Bekanntschaft mit den Verhältnissen und dem Weltleben das zu vereinen verstehe, was man der Sicherstellung des Gefangnen wie der Ehrfurcht und Achtung, die er gebietet schuldig sei, wollte man blos dem Hasse und der Rache, ja, allen engherzigen, gemeinen Leidenschaften sich hiugeben, wollte man endlich blos dem Klima den Tod des berühmten Feindes anheimgeben und die Natur mit einer That belästigen, die man selbst zu verüben nicht wagte, so habe ich weiter nichts zu sagen, habe schon zu viel gesagt. „Wollten Sie aber im Sinne Ihrer eignen Bill 2hre Handlung der Politik, wie Sie es denn auch wirklich thaten, mit allen Absichten einer großen, edlen, ehrwürdigen Nation zusammcn- stcllen, so darf ich fortfahren, denn Sie müssen daun auch alles das wollen, was die Umstande erlauben, müssen alles Uible untersagen, was nicht die dringendste Noth gebeut. Sie wollten so gewiß nicht, daß man dem Gefangnen jede Leibcsbewegung unmöglich mache, indem man ihm unnützerweisc Bedingungen oder Förmlichkeiten verschrieb, die diesen Genuß zur Marter umgewandelt hätten. „Sie wollten cs nicht, daß man ihm vorschreibe, was er sprechen, wie lang er cs thun solle, sie wollten es nicht, daß man seine frühere Umzäunung unter dem Vorwände, weil er sie in ihrer ganzen Ansdehnung nicht alle Tage benutzt habe, verenge. Sie wollten es nicht, daß man ihn zwinge, sich auf sein Animier zu beschränken, um sich nicht mitten unter Pallisaden und Verschanzungen zu befinden, womit man auf die lächerlichste Art seinen Garten umgab." „Aber alles dieses ist geschehen, eins ist täglich dem andern gefolgt, ob man es gleich für unnütz gehalten hat, und viele Ihrer Landsleute es verdammen und darüber seufzen. „Sie haben es nicht gewollt, daß er zum größten Nachtheile für seine Gesundheit und Bequemlichkeit in ein schlechtes, kleines, übeleingerichtctes Haus gebannt sei, während die erste Behörde große und schöne Gebäude in der Stadt und auf dem Lande besaß, die viel bequemer und angemessener gewesen wären, und die Sendung des berüchtigten Pallasts, oder um passender zu sprechen, der unermeßlichen Menge roher Baumaterialien unnöthig gemacht hätten, die jetzt am Ufer, ohne daß man Gebrauch davon gemacht hat, verfaulen, weil man fand, daß 7 bis 8 Jahre dazu erfodcrlich sepn würden, das projektirte Gebäude zu vollenden. Sie haben nicht gewollt, daß trotz der Summen die Sie dafür verwenden, die 3c> uothwendigsten Lebensbedürfnisse, alles was täglich nach Longwood geliefert wird, von der allerschlechtesten Beschaffenheit sei, va cS doch dessen viel Besseres giebt; sie haben nicht gewollt, daß man die Beleidigung gegen Napoleon so weit treibe, ihn zwingen zu wollen sich über das kleinste Detail seiner Ausgaben in Streitigkeiten einzulassen, daß man ihn auffodre, einen Uiberschuß zu zahlen, wozu er sich nicht im Stande befindet, oder daß in Ermanglung dessen man ihn mit Beschränkungen bedrohe, die ganz unmöglich sind und ihn zwingen in seinem Unwillen darüber anSzU- rufen: daß man ihn die Ruhe lassen solle, daß er nickts verlange, daß wenn er hungre, er sich mitten unter die Braven setzen werde, deren Zelte er von weitem erblicke und die den ältesten Soldaten Enropa's nicht zurückweisen würden; Sie haben nicht gewollt, daß Napoleon sich deshalb gezwungen gesehn, sein Silberzeug Stück für Stück verkaufen zu lassen, um nur für das zu sorgen, was jeden Monat fehle- nnd sich dahin gebracht gefunden, das annchmen zu müssen, was treue Diener glücklich genug waren zu seinen Füßen Niederlagen zu können- „O, Engländer I Kann man denn wirklich in euern Namen den Mann so behandeln, der Europa beherrschte, so viele Thronen vertheiite, so viele Könige schuf? Fürchtet ihr denn nicht den Ruf der Geschichte? Und wenn sie nun in ihre Annalen eingräbt : „Sie haben ihn betrogen, um sich seiner zu bemächtigen und dahin über sein Dascyn.Handel gepflogen." Duldet ihr es denn, daß man eure Gefühle, encrn Charactcr, eure Ehre ans eine solche Art blosstellt? Ist dies Eure Bill, sind dies Eure Absichten? Und welchen Bezug haben so unpassende Maasrcgcln auf die Sicherheit selbst? „Sic haben nicht gewollt, daß jene Behörde sich ein kindisches nnd grausames Geschäft daraus mache, von ihren. Worten, Anordnungen und Handlungen ohne Unterlaß das zu wiederholen, wobei es viel zarter gewesen wäre es nie zu erwähnen, und uns täglich darauf aufmerksam zu machen, daß wir uns über unsre Lage aufs sonderbarste täuschten, uns streng jede ungewöhnliche Achtungsbezeigung zu untersagen, und selbst, wie man uns sagte, den zu bestrafen, der aus Gewohnheit sich dergleichen entschlüpfen ließe, die Zeitschriften die zu uns gelangen könnten, auf diejenigen zu beschränken, die uns am unangenehmsten berühren möchten, uns mit Vergnügen Pasquille mitzutheilen, im Gegcntheile aber wohlwollend geschriebene Werke vorzuenthalten oder wegzunehmcn, und endlich uns die wörtliche Formel der Erklärungen vorzuschreiben, wodurch wir unsre Knechtschaft und das Glück crkansen für eine verehrte Person zu sorgen, indem man uns zwingt uns Benen- uuugcu zu bedienen, die gegen unsrer Gewohnheiten und Gesetze sind und so unsre eigne Hand gebraucht, um das erhabene Wesen , das wir umgeben, yerabzuwürdigen. Und doch mußten wir es thun, weil wir ans unsre allgemeine Weigerung bedroht wurden sämmtlich von unserer süßen Beschäftigung sortgeriffcn, auf ein Schiff geworfen und nach dem Vorgebirge der guten Hoffnung geschleppt zu werden. Welch einen Nutzen aber konnten nun diese grausamen und tyrannischen Maasregeln für die Sicherheit haben? „Kaum wird man es glauben,, daß, als Napoleon fragte, ob er an de» Prinz-Regenten schreiben könne, die B.hörde antwortete, daß man seinen Brief nur offen xassiren lassen, oder ihn im entgegengesetzten Falle offnen werde, um ihn zu lesen. Ein solches Verfahren mißbilligt die Vernunft, indem es gleich beleidigend für beide gekrönte Häupter ist. „Man sagte, St. Helena sei für uns deshalb auserwählt worden, damit wir dort eine gewisse Freiheit, gewisse Nachsicht genießen könnten. Wir können aber mit niemand sprechen, cs ist uns verboten an irgend jemand zu schreiben, und in allen unfern kleinen häuslichen Angelegenheiten sind wir aufs äußerste beschränkt. Gräben und Vcrschanzungen umgeben unsre Wohnungen, eine Behörde ohne Verantwortlichkeit beherrscht uns. Und man hätte doch St. Helena ausgesucht, um uns Nachsicht zu erzeigen? Welch Gefängniß in England könnte aber schlimmer seyn, als das unsre? Es eristirt gewiß jetzt keines, das nicht eine Wohlthat für uns wäre. Wir würden uns dann doch auf christlichem Grund und Boden befinden, würden europäische Luft athmen, eine höhere entgegenstehende Behörde würde uns gegen persönlichen Haß, gegen Aufregung des Moments, ja selbst gegen Mangel an Urtheil schützen. „Man Hut es den Offizieren Ihrer Nation zu verstehen gegeben, ja, man untersagt ihnen sogar, sich vor dem sehen zu lassen, dessen Wache sie ausmachen, man hat es den Engländern, welchen Ranges und welcher politischen Ansicht sie auch seyn mögen, verboten, sich uns zu nahen, sich mit uns zu unterhalten, ohne sich vorerst Förmlichkeiten unterwerfen zu müssen, die so gut wie ein Verbot selbst sind. Man fürchtet sich nämlich, wir möchten Ihnen die schlechte Behandlung schildern, womit man uns heimsucht. Eine Vorsichtsmaasregel die mit der Sicherheit gar nichts gemein hat, aber wohl beweißt, wie neidisch man darüber wache, daß wir nicht die Wahrheit zu ander» Ohren durchdringen lassen. Man hat uns aus darauf Bezug habenden Bemühungen ein Verbreche» gemacht, als ob es nicht vielmehr ein Verdienst um Sie wäre. ^2 wenn Sie alles und das besonders, was Ihre Ehre, Ihren Character so nahe angeht, erführe»? „Sie haben gewiß nicht gewollt, daß man die Tyrannei über unsre Gedanken und Gefühle bis dahin triebe, uns zu verstehen zu geben und zu sagen, daß wenn wir ferner wie bisher in den Briefen an unsre Verwandte oder Freunde uns freimüthig aussprächen, wir von Napoleon gerissen und aus der Insel geschafft werden würden. Dieser Umstand hat auch geradezu meine Verbannung herbeigeführt, in dem er mich veranlaßte dieselben Briefe heimlich fortzuschicken, die ich erst für den Gouverneur bestimmt hatte, die ich ihn ohne jene beunruhigende Mittheilung zugcschrckt haben würde, eine Mittheilung die tyrannisch und dies doch ohne Ursache war, weil ja die Briefe offen an die Minister geschickt wurden und im Falle der Noth mit Bemerkungen der Lokalbehör- dcn begleitet, dann aber auch von den Ministern, wenn sie unpassend waren zurückbehalten, oder selbst wenn sie strafbares enthielten, den Gerichten übergeben werden konnten, jedenfalls aber in jener Personen Augen das Verdienst hätten haben sollen, das sicherste Mittel zu seyn, die Wahrheit zu erfahren. „Gewiß war es wohl nicht Ihr Wille, daß die», welchen die Gunst bewilligt ward, bei Napoleon zu bleiben, sich, was die Strenge der Gesetze betrifft, innerhalb derselben, was ihre Wohlthaten aber angeht außer ihnen befänden. Und doch ist dieses uns geradezu angedeutet worden. Ihr Wille war es nicht, daß man meine geheimsten und heiligsten Papiere mir wcgnahm und ob ich sie schon summarisch durchzugehn verstattete, damit man ihre Beschaffenheit kennen lerne, mich doch davon trennte, ja mir nicht einmal »erstattete , mein Siegel darauf zu drücken- Ihr Wille war es nicht, daß man sich in Bezug auf das was das Heiligste und Lheuerste bei Ihnen ist, mit mir ein grausames Spiel erlaubte, daß man mich ohnerachtet meiner steten Beschwörungen entweder in Freiheit gesetzt, oder vor Gericht gezogen, ohnerachtet meiner steten Anerbietungen, mich im Voraus allen selbst willkührlichen VorsichrS- maasregcln zu unterwerfen, die man mir in England je auflegen könnte, doch als Gefangnen in St. Helena zurückbehielt; von da schickte man mich ans Vorgebirge der guten Hoffnung, um mich von dortaus wieder nach St. Helena hinwärts zu schleppen, indem man mich so als Gefangnen auf dem weiten Ozeane hcrumzog, in gebrechlichen Fahrzeugen, zum großen Nachtheile für die Gesundheit meines Sohnes, dessen Leben in Gefahr gcrieth, ja selbst des mei- nigen, dem man dadurch Kränklichkeiten zuzog, die mich bis ans Grab begleiten, wenn nicht noch vor der Zelt hinein stürzen werden. „Cs war nicht Zhr Wille, daß man mich nach meiner Ankunft auf dem Cap dort willkührlich, ohne Verhör, ohne Erörterung, ohne Untersuchung zurückbehiclt und mich in der Angst des Schmerzes, der Erwartung und Perzweifiung unter dem lächerlichen Vorwände verkümmern ließ, daß man 3o»c> Stunden davon meine natürlichen Richter, Minister befragen wolle, denen ausgcliefert zu werden, ich selbst so sehr bat, wen» es nun einmal nöthig war, zu ihnen gebracht zu werden. Und so vollzog man schon durch das einzelne Factum an mir ein Urtheil, das tausendmal schrecklicher war, als das, welches alle Richter über mich je gefällt haben würden, indem man mich nämlich mehrere Monate lang meiner Feiheit beraubte und mich während dieser ganzen beit als Gefangnen am Ende der Welt behielt, getrennt von meiner Familie, meinen Freunden, meinen Verhältnissen, allen meinen Gefühlen, peinlich die wenigen Lebens-Lage, die mir noch übrig blieben, in einer Wüstenei verzehrend. Unter der Herrschaft positiver Gesetze hätte man nicht mit der Freiheit, dem Leben, dem Glücke Einzelner so grausam spielen sollrn! „2, Britten! wenn solche Lhateu unbestraft bleiben sollten, wären Eure trefflichen Gesetze ja nur noch ein bloßer Name. Schrecken verbreitete sich vor Euch bis an die Enden der Welt, und weder Freiheit noch Gerechtigkeit wohnten noch unter Euch. „Dieses sind meine Beschwerden, die ich Ihnen vorlegeu mußte, und die nebst andern noch näher in dem angefügten Briefe*) enthalten sind, den ich bei meiner Abführung aus St. Helena der Behörde übergab, damit sie in sich gehen lerne. „Mehrere dieser Beschwerden verdienten wohl, daß wir sie gar nicht vor Ihre Augen treten ließen, aber ich habe mir dennoch Gewalt augethau, sie Ihnen auseinander zu setzen. Auch die kleinsten sind wichtig für Ihre Ehre. „Und was nur konnte solche Maasregeln veranlassen? Woher konnten diese immer heftigem Angriffe, diese ununterbrochene» Belästigungen entstehen? Wie wird man sie gerechtfertigt haben? Wir wissen es nicht- „Uibrigens bestreitet die Behörde auf St. Helena gar nicht die Gefahr, in welcher sich die Gesundheit des Gefangenen befindet, die wachsende Besorgniß für sein Leben, das wahrscheinliche und schnelle Ende eines solchen Zustandes. „Er hat's ja nicht anders gewollt;" so begnügt man sich kaltblütig zu bemerken: „eS *) Beschwerde» aus Longwood, an Sir Hudson Lowe gerlchrel, s, oben. L. TaseS Lageb. rr§, Vdchn. 3 34 ist mir seine Schuld!" Aber achtet man denn gehörig darauf? Liegt nicht in dem Bekenntnisse, daß Napoleon den Tod suche, zugleich das, daß man ihm das Leben unerträglich macht? „Warum auch, fährt man fort, mag er sich nur um deswillen seine gewöhnliche und ihm nothwendigc Leibesbcwegnng versagen, weil ihn dabei stets ein Offizier begleiten soll? Was liegt denn so anstößiges und peinliches in einer solchen Förmlichkeit? Warum denn nur es sich in de» Kopf setzen, daraus eine so wichtige Sache zu machen?" Wer mag aber sich das Siecht anmaßcn über die Gefühle des erhabenen Schlachtopsers zu richten? Napoleon entbehrt und schweigt, was will man mehr? Mbrigcns hat man cs hundertmal wiederholt, daß dieser Widerwille, weder aus der Farbe des Kleids noch aus der Verschiedenheit der Nationalität entspringe, sondern aus der Natur der Sache und ihren unausweichlichen Folgen selbst. Konnte eine solche Leibesbewegung vorthcil- haft seyn, wenn die Wohlthat, die dem Körper dadurch zu Theil wird, weit hinter den Leiden des Geistes das sic bewirkt, zurückstünde ? „Warum aber, fragt man nun noch, (denn für alle Geister und Gefühle giebt es nicht die gleiche Stufenleiter dabei) warum soll man denn so viele Rücksichten nehmen, so außerordentlich aufmerksam und sorglich se»u? Es ist ja doch weiter hier nichts, als ein allerdings angesehener Gefangner, aber was denn sonst noch? Was für Ansprüche hat er denn weiter?" „Was es sonst noch ist? Was er für Ansprüche hat? Ich will es darlegen. „Napoleon ist der mächtigste, der stauncnüwcrthestc Gegenstand der Geschichte. Er ist der Mann des Ruhms und der Wunder , er ist der Held der Jahrhunderte. Sein Name lebt in jedem Munde, seine Thaten beschäftigen jede Phantasie, seine Laufbahn ist ohne Gleichen. Als Cäsar den Gedanken faßte, sein Vaterland zu beherrschen, war Cäsar schon durch Geburt und Neich- thum der erste in dem Augenblicke, als Alexander es unternahm Asien zn unterjochen, war Alexander König und Sohn eines Königs, der seine Erfolge vorbereitet hatte. Aber Napoleon steht, anfschwingcnd sich aus der Menge, nm die Welt zn beherrschen, allein da, ohne andre Hülfsmittel, als sein Genie. Seine ersten Schritte auf dieser Laufbahn sind eben so viele Wunder. Er be- deckt sich schnell mit unsterblichen Lorbeeren und herrscht von dem ' Augenblicke an über alle Geister, wird der Abgott seiner Krieger, deren Ruhm er bis zu den Wolken erhebt, die Hoffnung seines Vaterlands, das in seinen Beängstigungen schon voremxfiirdet, ! daß er sein Retter seyn werde, und tauscht es nicht in dieser Erwartung. Als dessen sterbende Stimme ertönte, hält Napoleon inne in seiner geheimnißvollen Bestimmung, eilt herbei von den Usern des Nils, durchschwimmt auf Gefahr Freiheit und Ruhm zu verlieren das Meer und landet allein an der französischen Küste. Man bebt vorEntzücken ihn wieder zu sehn, Beifallsruf, Wonne der Nation, Triumpfe tragen ihn in die .Hauptstadt. Bei seinem Anblicke beugen sich die Factivnen, verschmelzen die Partheien. Er herrscht und die Revolution ist gefesselt. „Nur das Gewicht der Meinung, der Einfluß eines einzigen Menschen haben alles gethan. Kein Kampf war nöthig, kein Tropfen Blut floß. Und es sollte nicht das einzigem«! seyn, daß ein solches Wunder sein Leben erhebe. „Auf seine Stimme verschwanden die zertrümmernden Grundsätze, die Wunden schlossen sich, gereinigt ward das Befleckte. Noch einmal schien die Schöpfung aus dem Chaos hervvrzutretcn. „Alle Thorheiten der Revolution waren vorüber, nur große und schöne Wahrheiten blieben von ihr zurück. Napoleon kannte keine Parthei, kein Vorurtheil verunstaltete seine Regierung. Alle Meinungen, alle Sitten, alle Talente drängten sich um ihn; eine neue Ordnung der Dinge begann. „Die Nation athmet wieder ans und segnet ihn; die Völker bewundern ihn, die Könige achten ihn, und man ist wieder glücklich, wieder geehrt ein Franzose zu seyn. „Bald darauf hob man ihn auf den Thron. Er ward Kaiser. Jeder weiß das Uibrige. Man weiß es, mit welchem Glanze, mit welcher Macht er die Krone ehrte- Fürst durch die Wahl der Völker, geweiht durch das Oberhaupt der Religion, geheiligt durch die Hand des Siegs, besaß irgend je der Herrscher einer Dynastie so mächtige, edle, reine Ansprüche? Man frage die Geschichtet „Alle Fürsten vereinten sich mit ihm durch Bande des Bluts oder durch Vertrage. Alle Völker erkannten ihn an. Engländer, wenn Ihr allein eine Ausnahme davon machtet, so lag das lediglich in Eurer Politik- Sie war nur Sache der Form, vielleicht seid Ihr gerade diejenigen, die in Napoleon die heiligsten unbestreitbarsten Berechtigungen hätten finden sollen. Die andern Mächte gehorchten -vielleicht der Nothwendigkeit, aber Ihr, Ihr hattet dabei nur Euer« eignen Grundsätzen, Eurer Uiberzcugung, der Wahrheit nack- gegeben. Denn Eure Lehrsätze besagen cs laut, daß Napoleon, der zumal von einem großen Volke erwählt wurde, nothweudig im Grunde des Herzens Euch, trotz Eurer öffentlichen Ablehnungen als Fürst dastchn mußte. Geht nur in Euch selbst und fragt Euer SS Gewissen! . . - Nun hat aber Napoleon blos seinen Thron ve» loren, ein Unfall hat ihn ihm entrissen, ein glücklicher Erfolg würde ihn für immer darauf befestigt haben. Cr hat eilsmalhun- ! derttauscnd Mann gegen sich auftrcten sehen, und ihre Generale, ! ihre Fürsten erklärten öffentlich, daß sie es blos mit seiner Per- ! sen zu thun hätte»! — Cr unterlag! aber er verlor blos seine ^ Macht, alle seine geheiligtsten Eigenschaften blieben ihm und gebieten noch der Menschheit Ehrfurcht. Tausend Erinnerungen des Ruhms weiden ihn ewig bekrönen, das Unglück heiligt ihn, und bei einer solchen Lage der Dinge zögert der wahrhaft edle Mensch keinen Augenblick, ihn ehrwürdiger auf seinem Felsen, als an der ^ Spitze von 600,000 Mann und Gesetzgeber zu finden. „DaS sind seine Ansprüche. „Vergebens würden schwache Geister oder treulose Herzen sic wie gewöhnlich mit dem Vorwurfe belasten, daß sie die wirkende Ursache aller der Uibel, aller der Unruhen wären, deren Zeugen 1 wir gewesen sind ! Die Zeit der Schmähschriften ist vorüber, auch ! die Wahrheit muß wieder an die Reihe kommen. Schon erhellen sich die Nebel der Lüge vor der Sonne der Zukunft. Es wird eine Zeit kommen, wo man ihm volle Gerechtigkeit wiederfahrcn lassen ^ wird. Denn die Leidenschaften sterben mit den Zeitgenossen, aber die Thaten leben mit der Nachwelt fort, die keine Grenzen hat. Dort wird man sagen, daß die großen Handlungen, die großen Wohlthaten von ihm herrührtcn, die Uibel aber der Zeit und den Schicksalen angehörten. „Wer fängt nicht schon jetzt an cs eiuznsehcn, daß Napoleon I ohnerachtct seiner Allgewalt doch nie die Wahl über seine Bestimmung und Mittel hatte? Daß er stets bewaffnet zu seiner eignen Vertheidigung, nur durch immer neue Wunder seine Vernichtung noch verschob; daß man ihn in diesem fürchterlichen Kampfe dahin brachte, alles unterwerfen zu müsse», wenn er übrig bleiben und die große Sache der Nation retten wollte? Wer unter Euch, Engländer, mochte wohl besonders diese letztre Wahrheit läugnen können? Hat man nicht so vielem«! unter Euch einen Krieg ans Lebenslang erklärt, und trugen Eure geheimen Verbündeten n cht das auch im tiefen Herzen, was Eine Lage Euch laut zu sage» erlaubte? Rühmt Ihr Euch nicht noch in diesem Augenblicke ihn bekämpft zu haben, so lange er da war? Folglich war jedesmal, wenn er Euch den Frieden anbot, mochte nun dies Anerbieten aufrichtig seyn oder nicht, dies von wenigem Einflüsse auf Euch, denn Euer Vorsatz war schon gefaßt. WaS blieb ihm also noch für eine Parthie zu ergreifen übrig, und wel- ! chen Vorwurf könnt Ihr gegen ihn wagen, dessen Ihr Euch nicht selbst schuldig gemacht habt? Und wer hätte noch jetzt den Aberwitz den so oft gebrauchten Vorwurf seines Ehrgeizes zu wiederholen? War denn dieser bei ihm so etwas ganz neues, außerordentliches oder gar einziges vor andern? „Erstickte er in ihm das Gefühl, als er dem berühmten For sagte, daß nun Gesetze, Sitten und Blutsverbinduug ganz Europa so zu Einer Familie mache, daß cs keinen Krieg mehr darin geben könne, der kein Bürgerkrieg sey? „Widerstand er ihm nicht, als er uns alle seine vergeblichen Bestrebungen um den Bruch des Friedens von Amiens zu verhindern schilderte, und damit schloß, daß England, trotz aller jetzt daraus entspringenden Vortheile, doch für die Zukunft bei dessen Aufrechterhaltung gewonnen haben würde, daß dies der Fall mit ganz Europa gewesen sei und er selbst nur vielleicht seinen Namen, und seinen Ruhm dabei verloren haben wurde? , „War denn dieser Ehrgeiz so gemein und habsüchtig, als er in Chatillon es vorzog, lieber einen Thron zu verlieren, als ihn um den Preis des National - Ruhms und der Nationalnnabhangigkeit zu besitzen? „War er denn keiner Acndcrnng fähig, als man ihn sagen hörte? „Ick kam von der Insel Elba als ein ganz anderer Mensch zurück. Man hat das nicht für möglich gehalten und Unrecht gehabt. Ich thne nie etwas mit Widerwillen oder halb. Ich wäre nun ganz der Monarch der Constitution und des Friedens gewesen. " „War er unersättlich, als nach dem Siege, dessen er bei Waterloo gewiß zu seyn glaubte, sein erstes Wort an die Besiegten das Anerbieten des Pariser Traktats und eine aufrichtige und ernste Verbindung sepn sollte, die im Verschmelzen der Interessen beider Nationen die Herrschaft des Meeres England zugesichert und den Continent zur Ruhe genöthigt hatte? - „War er blind nno rücksichtslos, als er ansricf, wie er nach seinem Unglücke die nur zu sehr voransgesehenen politischen Folgen in Betracht zog und vor dem was wahrscheinlich kommen werde znrückschanderre? „selbst die Engländer werden es vielleicht noch eines Tags beweinen, daß sie bei Waterloo gesiegt haben! „Und wer könnte nun noch daran d-nken, mit irgend einem Erfolge auf diesen Ehrgeiz sich zu berufen? Gewiß nicht die Völker die von dem Benehmen derer, die ihn stürzten, ganz betroffen sind. Man wiederhole also solche unnütze Anführungen nicht länger. Sie konnten ein trefflicher Vorwand, würden aber nun - 5g - eine erbärmliche Rechtfertigung seyn. Man begnüge sich damit, Laß man gesiegt hat! . . . „Aber ich werde warm. Wohin riß mich die Macht der Wahrheit, die Gluth des Gefühls, der Drang des Herzens? — Ich komme auf meinen Gegenstand zurück. „Repräsentanten Großbrittaniens, ziehen Sic diesen Zustand in Betrachtung. Gerechtigkeit, Menschheit, Ihre Ehre, Ihr Ruhm federn es. St. Helena ist unerträglich; der Aufenthalt dort ist einem sichern und vorausbeschloßnen Tode gleich. Und dessen werden Sic sich doch in den Augen der Jahrhunderte nicht verantwortlich machen wollen! Napoleon war zwanzig Jahre lang Ihr fürchterlichster Feind, aber Sic werden sich dabei Hannibals und der römischen Schändlichkeit entsinnen — Sie werden die schönen Blätter Ihrer gegenwärtigen Geschichte nicht mit einem solchen Flecken beschmuzen. Verschonen Sie Ihre Staatsverwaltung mit der verhaßten, mit der schrecklichen Beschuldigung, Handel mit dem Blute Ihres Gefangnen getrieben zu haben. Die Geschichte bietet mehrere Beispiele davon dar, aber alle erfüllen uns mit Schrecken. Und welcher größere Character wäre diesem nicht noch Vorbehalten! denn leicht kann inan cs Voraussagen, daß Napoleon, wenn er nicht mehr seyn, wenn man glauben wird, daß die Missethat vollendet, der Manu aller Völker, nur noch als Echlachtopfer, nur noch als Märtyrer der Könige dastehn wird. So will es der unvermeidliche Gang der Verhältnisse und der menschlichen Geschichte. Befreien Sie unsre neuen Annalen von einer solchen Schande und ihren gewöhnlichen Folgen. „Retten Sie das Königsthron aus seiner eignen Verblendung. Retten Sie die heiligsten Interessen der großen Monarchen, in deren Namen man das Opfer schlachtet. Retten Sie die Majestät der Könige im ersten ihrer Attribute, im Geheiligtsten ihres Cha- raetcrs, in ihrer Unverletzbarkeit. Wenn die Könige selbst die Hand au die Repräsentanten Gottes auf Erden lege», welchen Zügel, welche Ehrfurcht glauben sie denn noch dem Verbrechen der Völker gegen über stellen zu können? Hier unten giebts keine Wohlfarth die nicht der Zeit und dem Schicksale unterworfen sei. Der Kreiß des Veränderlichen umgiebt alle Throne. Seine Sache ist die Sache aller jetzigen und künftigen Könige. . Ein Gesalbter des Herrn, den man herabwürdigt, erniedrigt, martert, hinrich- tct, kann und muß ein empörender, ein abscheucrregender Gegenstand für die Geschichte seyn, die Könige müssen zittern. — „Rufen Sie Napoleon in Ihre Mitte zurück; lassen Sic ihn Ruhe finden unter dem Schutz Ihrer Gesetze. Sic sollen sich seiner ganz - -9 - besonder» Ehrfurcht erfreuen. Rauben Sie denselben nicht ihren schönsten Triumsf. Was könnte Sie abhalten cs zu thnn? „Vielleicht Ihr früherer Beschluß? Allein Sie würden durch dessen Widerruf aller Welt bewiesen, daß sie damals nur durch bas Gesetz der Nothwendigkcit geleitet wurden. „Vielleicht Besorgnisse um die Ruhe im Innern des Landes? Aber es wäre ja unsinnig einem solchen Gedanken Raum zu geben — jeder Zweifel dabei ein Unrecht, eine Beleidigung für Ihre Institutionen, Ihre Sitten, Ihr ganzes Volk- „Vielleicht fürchten Sie für die Sicherheit Europas? — Aber gewisse Verhältnisse haben ja ihre Zeit und nur der gemeine Hause kann ihre Anwendung ausdehnen, kann sie noch Vorschüßen, wenn sie nicht mehr bestehen. Napoleon konnte in seiner Allmacht wohl das Schrecken Europas scyn. Jetzt da er ans sich selbst beschränkt ist, darf er nur noch ans dessen Bewunderung, auf dessen ruhige Betrachtung rechnen. Und offen gesprochen, was würde er jetzt, selbst wenn er noch mächtig wäre, wohl gegen Rußlands, Oesterreichs, Preußens, und Ihre eigne Sicherheit auszurichten vermögen ? „Wären es endlich vielleicht seine geheimen Absichten, die man zu scheuen hätte? — Aber Napoleon will nichts mehr als Ruhe. In seinen eigucu Augen, nach seiner eignen Rede, liegt zwischen seinem wundervollen Leben und der Gegenwart schon ein Zwischenraum von Jahrhunderte». Er glaubt nicht mehr dieser Welt anzu- gchören. Seine Lhaten sind vollbracht. Für eine Größe der Seele wie die seinige, hat die Macht keinen andern Werth, als daß sic zu Ruhm und !§hrc führe. Und welcher Sterbliche hat der Kränze mehr als er um sein Haupt gestochten? Hat das Maaß seines Ruhms nicht schon die Grenzen überschritten, die man für erreichbar halten konnte? Ist nicht selbst das Unglück ihm hierbei zu einer ergiebigen Quelle geworden? Läßt sich wohl etwas mit seiner Rückkehr von Elba vergleichen? Und welche schönere Lobrede kann es geben, als dieses Leidtragen einer großen Nation. Eine Menge von Menschen unter Ihnen hat unsre Provinzen besucht, hat das Inuere unserer Familienkreiße gesehen, kennt unsere Geheimnisse, kennt unsre wahren Gesinnungen- Ware das Vaterland ihm minder lieb als der Ruhm, was bliebe ihm noch mehr zu wünschen übrig, als was er zurückgelassen hat. Bei seinem vorgerückten Alter, seiner verlornen Gesundheit, seiner Verachtung der Unbeständigkeit des Glücks, vielleicht der Menschen selbst, seiner Ueber- sättigung in Beziehung auf alle die großen Dinge, welche man hicnicdcn verfolgt, verlangt er nichts mehr, als ein stilles Platz- — 4o —- che», ein glückliches, ruhiges Leben. Von Euch, ihr Engländer, verlangt er es, ihr seid es ihm schuldig, er kann es von euch erwarten , wegen der heroischen Großmuth, womit er euch den Vorzug vor allen seinen Feinden gab. Erfasset die Gelegenheit, waget, strebt darnach gerecht zu seyn. Ruft ihn zurück, ihr erreicht dadurch den einzigen Ruhm, der euch jetzt noch zu mangeln scheint. Die Bewunderer, die wahren Freunde eurer Freiheit und eurer Gesetze erwarten es, sie fodcrn euch dazu auf. Jbr habt diejenigen, welche so gern das Gute eurer schönen Verfassung rühmen in Verlegenheit gesetzt: „Wo ist denn, sagen ihre Gegner, mit rriumpsiireudem Sporte, wo ist'denn diese Großmuth, diese Hoheit der Gesinnungen, diese Uncrschücterlichkeit der Grundsätze- diese öffentliche Moralität, diese Kraft der öffentlichen Meinung, von welcher ihr sagtet, daß sie bei einem freien Volke in gewissem Betrachte stärker sei, als die Souverainetät selbst? „Wo sind denn die so sehr gerühmten Früchte dieses elastischen Bodens der liberalen Institutionen? Dieses Trugbild mit aller seiner gleisnerische» Pracht ist schnell verschwunden vor der Gefahr, die man wegen eines einzelnen Menschen besorgte — oder vielmehr vor dem Haste und der-Rache, womit man ihn verfolgte. Was hätte denn ^ wohl die absolute Gewalt, welche wir verfochten und die ihr so > sehr verschreit, schlimmeres beginnen können? Weniger würde sie vielleicht, aber ganz gewiß nicht mehr geihan haben. Gewiß hätte sie sich gegen ein edles und grvßmüthigcs Vertrauen ihres Feindes nicht unempfindlich gezeigt, oder doch, bei ihrem Beschlüße, wenn sie ihn »»» einmal für nützlich hielt, wenigstens mehr Kraft, Offenheit und Hoheit selbst in das Unrecht gelegt. Sie hätte sich gewiß nicht so sehr erniedrigt, dasselbe in den Augen der Völker zu bemänteln und ohne Grund die Nachbarstaaten mit in die Sache zu verflechten. Sie hätte gewiß vermieden, sich in das de- müthigcndc Dilemma zu verwickeln - Entweder cs war, als ihr eucrn unbilligen Verbannungs-Tractat abschlosset, das Schlachtopfer noch nicht in eurer Macht und daun habt ihr die Niederträchtigkeit begangen, ihm die Hand zu reichen, um es zu erfassen; oder, es befand sich bereits in eurer Gewalt, dann aber gabt ihr euren Ruhm, die Ehre eures Landes, die Heiligkeit, die Majestät eurer Gesetze fremden Bewerbungen in Kauf. „Engländerl eure Freunde müssen, um antworten zu können, sich au euch selbst wenden, und erwarten, was ihr sagen werbet. „Was mich selbst betrifft, so ist, einer zweijährigen traurigen Erfahrung ungeachtet, mein Vertrauen zu euren Grundsätzen doch noch so groß, daß ich immerfort auf eure Gerechtigkeit zähle. Ich i — 4i habe cs gewagt, zu euch zu reden und dabei nur mein Herz zn Raihc gezogen und zwar in der festen Anversicht, daß zu Vcr- theidigung dieser großen und edlen Sache sich würdige Talente aus eurer Mitte erheben werden. Was ihr aber auch beschließen möchtet, mein eignes Loos bleibt immer dasselbe. Wo auch der hingcopscrte scyn möge — so werde ich doch die wenigen Tage, welche ich noch zn leben habe, ihm zu Füßen legen *) und in diesem Tribute meiner Gesinnungen nur immer für mich allein zu sorgen glauben. Als ich das erstemal ihm folgte, gehorchte ich mehr den Federungen der Ehre, ich trachtete nach Ruhm. Aber jetzt, da ich von ihm getrennt bin, beweine ich alle Eigenschaften des Herzens, die den Menschen an den Menschen binde». Wie viele von euch haben sich in seiner Nahe befunden! Sie werden euch Alle das nämliche sagen; fragt sic um Rath! Engländer! hatte man euch also wohl ihn, als Mcnschon, wahr geschildert? — habt ihr also mit richtiger Kenntuiß der Sa«e sein Loos bestimmt? — Der Gras von Las Cafes. Meine Sorgfalt beschränkte sich aber nicht ans die an die Fürsten geschriebenen Briefe; ich richtete sie vielmehr mit treuem Eifer ans alle Punkte und Gegenstände, die ich nur ersinnen konnte. So bald ich nur in Freiheit gesetzt war, umringten mich sogleich die vertriebnen sich in Frankfurth arjfhaltenden Franzosen und bewiesen mir, da sie gleich mir fühlten und dachten, die zärtlichste Theilnahme. Alle, selbst diejenigen nicht ausgenommen, die nur das Scherflein der Wittwe darbringen konnten, boten mir ihr ganzes Vermögen an, nicht blos, um mir, den sie in Noth glaubten, zu helfen, sondern auch für den frommen Gegenstand, der mich einzig und allein beschäftigte. Ich hatte besonders auch das Glück in dieser Stadt die Gräfin SnrvillerS zu finden, deren große Herzensgute nur eine ihrer vielen Tugenden ist. So machten mir auch die > vornehmsten Kauflcute in Franksurth, blos auf das zu ihnen gelangte Gerücht meiner Schicksale, aus bloßer Sympathie, die cdelmüthigsten Anerbietungen, wie ich denn auch selbst von dem in dieser Stadt so zahlreichen diplomatischen Corps unmittelbare Beweise, von Wohlwollen erhielt- Durch diese Ver- *) Jede Büre in dieser Beziehung war bei dem englischen Ministe» riv fruchtlos. So oft fis auch wiederholt wurde, blieb stc doch entweder olme Antwort, oder es erschien eine abschlägllche. Man wird darüber ein Mehrerer in einem Briefe dieses LagebnchS finden. 4s hältnisse überhaupt gelangte ich sehr bald zu der nähern Kcnntniß über den Aufenthalt eines jeden Mitglieds der kaiserlichen Familie und zu den sichersten Mitteln, mich mit jedem derselben sofort in Verbindung zu setzen, hierdurch aber, ohne Aufschub den Bedürfnissen dessen abzuhelfen, dem, wie ich ihnen sagte, ich alle meine Kräfte,, alle meine Zeit, dem ich mein ganzes Daseyn gewidmet hatte. Gleichermaßen machte ich mir zur Regel einmal im Monate, an einem bestimmten Tage, an den Groß-Marschall zu schreiben, um von ihm die nöthige Auskunft zu erhalten, wie ich mich ihm am nützlichsten machen könne. Ick schickte diesen Brief jedesmal offen an den Unter-Staats-Secretair der Colonien und knüpfte mit demselben sonach einen Briefwechsel an, wodurch ich mein Ziel am sichersten und am besten zu erreichen hoffte. Ich bat ihn, und er versprach mir auch, regelmäßig alle Journale, Broschüren, und sonst alle Gegenstände des täglichen Bedürfnisses, die ich ihm bezeichnen würde, oder die er auch gefälligst selbst wählen mochte, gegen auf seine Ordre gestellte Bezahlung, nach Longwvvd abzu- scnden. Alle Angehörigen des Kaisers, seine Mutter, seine Brüder, feine Schwestern, nur den Prinzen Lucian ausgenommen, antworteten mir, vbschon ich persönlich niemand von ihnen näher bekannt war, doch in den innigsten und rührendsten Ausdrucken. Sie Härten, so schrieben sic, durch mich beinahe die allererste Nachricht von dem berühmten Schlachtopfer erhalten und schätzten sich glücklich, endlich eine Mittelsperson zu finden, durch welche sie ihm Beweise ihrer Ehrfurcht, ihrer treuen Ergebenheit und ihrer Wünsche zukommen lassen könnten; sie bäten nur zu sagen, was sie thun sollten. Ein jährlicher Beitrag von ibc>,ooo Franken, die Summe, welche ich für Lvngwvod erforderlich glaubte, wurde sogleich festgesetzt und vermittelt. Sie vcrtheilten dieselbe unter sich und schon waren mehrere dieser Antheile an mich eiugegangen, als ich die Freude hatte der Familie anzuzcigen, daß sie ihre gute Absicht für die Zukunft aufsparen möchten, weil unvorhergesehene Fälle ausgenommen, daS Bedürfniß auf zwei bis drei Jahre gedeckt sei, weshalb ich ihnen denn auch diese cingegangencn Beiträge zurückschickte. Es hatte sich nämlich ein dem Kaiser angetzörigcs Depositum von einigen hundert tausend Franken gefunden und cs freute mich sehr, den Mitgliedern der Familie noch zur rechten Zeit einen Beweiß, nicht allein von der regelmäßigen Aufbewahrung dieser Summe, sondern auch von der Vorsicht, womit ich hierbei zu Werke ging, geben zu können. Unglücklicherweise war ich aber zu eilig gewc- — 43 sen, denn das versprochene Geld, das in monatlichen Raten abgeliefert werden sollte, blieb, entweder durch Mißverstand, oder durch Verlegenheit der Bank, oder durch Nachlässigkeit im Geschäft, länger als ein Jahr noch unbezahlt, was mir vielen Kummer und Unruhe verursachte, denn die letzten dreizehn Wechsel, welche ich dem Groß-Marschall hinterließ, waren bald verwendet, und er hatte dann fortgefahren neue Summen ans meinen Banqnier in London oder auf andre daselbst anzuweisen. Diese Banqniers ins- gesammt schickten aber seine Wechsel mit Protest zurück, der eine, weil er kein Geld mehr von mir habe, die andern, weil sie von niemand etwas erhalten hätten; — es machte dies ungeheure Kosten, brachte Longwovd in Verlegenheit und diente den englischen ministeriellen Zeitungen zur großen Belustigung. Sobald ich von diesem unglücklichen Ereignisse Kunde erhielt, schrieb ich sogleich nach London, daß ich ein für allemal wegen aller von Longwovd kommender Tratten persönlich einstünde, und für selbige jedesmal, auf Ordre, in Frankfurth Zahlung geleistet werden würde. Dort aber traf ich mit dem Gelde der Kaiserin Mutter, dem einzigen, das ich zurück behalten hatte, nachher aber auch ihr wieder zugeschickt habe, und mit Hülfe einiger Freunde, nachdem meine eignen Mittel erschöpft waren, die nöthigen Vorkehrungen- Meine vier tausend Louiöd'or hatte ich auf eine ganz besondere Art, deren ich bei dieser Gelegenheit doch Erwähnung Ihn» muß, wieder bekommen. Jemand, dessen Verhältnisse sehr delikater Art waren, hatte Gold vom Kaiser in Händen und ließ mir, ohne mich zu kennen, und ohne ein Document von mir zu erhalten, auf die bloße Ver- muthung, daß ich vielleicht in Geldverlegenheit seyn möchte, auf indirektem Wege hundert tausend Franken znschicken. Das war, wie er glaubte, das einzige Mittel, die Vorsicht mit seinem Zartgefühle zu vereinigen. Ans diese Weise wurde ich bezahlt, ohne eine Vollmacht vvrgezeigt und ohne eine Quittung gegeben zu haben, so daß sich wohl schwerlich von dieser Sache in irgend einer Rechnung je eine Spur finden möchte. Sechs Monate waren jetzt verflossen, die schöne Jahreszeit war erschienen und meine Kvrperlciden, die durch die erlittenen Widerwärtigkeiten und den dabei ausgestaudenen Seelenkummer sich sehr verschlimmert hatten, machte», nach der Meinung des Arztes, mir den Gebrauch der Heilquellen von Bade» sehr nothwendig; aber war ich denn auch frei genug, um sie besuchen zu dürfen? Wir lebten in einer so ganz eignen Zeit, in welcher man sich überall mit den Rechten und dem Schicksale eines Franzosen ein wah- 44 res Spiel machte, so daß jedermann nm mich her an meiner Freiheit zweifelte; wie ich denn auch selbst mich darüber nicht ohne Unruhe befand, so sehr war ich, in Beziehung auf mich, an Rechtsverletzungen gewöhnt. Man hat bereits gelesen, daß ich nur durch besondere Protection des österreichischen Gesandten Schutz rn Frunkfurth fand- Ich hatte zudem um ein Asyl in Oesterreich, ulleroiugs nur bedingungsweise — gebeten, man konnte aber doch, als mir dieses Asyl zugestandcn wurde, damit die Meinung verbunden haben, daß hierdurch eine Art von Recht über meine Person begründet worden sei. Es sei dem wie ihm wolle; ich hielt für angcmeßen von meiner Rechtlichkeit und zugleich von meiner Erkenntlichkeit für daS wohlwollende Verfahren des Herrn von Wcffemberg, dadurch einen Bcweiß zu geben, daß ich ihm Nachricht von meiner bevorstehenden Abreise crtheilte und zugleich an- sragtc- ob er mich, als unter seiner Survcillance sich befindend, betrachte; aber er hob alle meine Zweifel und Besorgnisse durch ein einziges Wort, indem er mir mit seiner gewohnten Redlichkeit und Güte zur Antwort gab; Man habe mir Gastfreundschaft gewähren, nicht aber Fesseln «»legen wollen. Ich begab mich also nach Baden, wo ich die Ehre hatte von dem Großherzvge und der Großherzogin — zwar auf fast geheime Weise — aber doch mit aller der Huld und mit den Empfindungen ausgenommen zu werden, wie ich von den Adoptiv-Zündern Napoleons erwarten konnte. Es war von ihnen um so verdienstlicher, La gewisse, sehr erbitterte Feinde derjenigen Sache, der ich mich geweihct hatte, in ihrer nächsten Umgebung und ihrem Vertrauen in Staatsangelegenheiten waten, welche dieses große Wohlwollen und die mir von dem fürstlichen Ehepaare bewiesene lebhafte Theilnahme als eine Art von politischen Skandal betrachteten. Ich habe dies Alles im Uibrigen nicht gemißbraucht, zog mich vielmehr von diesen immer und ganz besonders in diesem Jahre so höchst geräuschvollen Gesellschaften der Badegäste, ganz zurück, lebte in der stillsten Einsamkeit und rettete mich auf diese Weise sorgfältig vor der an diesem Orte der Zerstreuung und des Müs- si'gganges so ganz natürlichen Neugierde. Diese meine Zurückhaltung und Umsicht verschafften mir übrigens die Ehre der Zusammenkunft mit sehr hohen Personen, wobei ich das unschätzbare Glück genoß, den Werth meiner Treue und meiner Liebe für denjenigen, dem ich mein ganzes Leben ge- weihet habe, in dessen ganzen Umfange zu fühlen. Eine dieser Zusammenkünfte besonders, glich in der That ihrer Natur zu Fol- — 45 — ge, so wie durch den Ort, Ivo sie statt fand, die dabei beobachteten Formen n. s. >v. einer Episode in einem Romane. Aus mancherlei Rücksichten werde ich im übrigen davon schweigen, wie ich denn überhaupt kurz seyn und eine Menge von Dingen überspringen muß, theils weil mir das Dictiren zu schwer wird, theils aber auch, weil ich außerdem die Geduld meiner Leser allzusehr ermüden würde. Als ich den trefflichen Groß-Herzog verließ, bat ich ihn um Erlaubniß in seinem Staate verbleiben zu dürfen und nahm meinen Aufenthalt in Manheim. Ich wählte diesen Ort, weil er mir in Ansehung meines Briefwechsels eben die Vortheile wie Frauk- fnrrh gewährte und ich gleichwohl dadurch eine Menge von Unannehmlichkeiten vermied, deren ich in der letzter» Stadt so viele fand, die zum Theil von sehr bedenklicher Art waren und denen ich also zu entgehen suchen mußte. Ich ging nämlich nur sehr selten ans und. benutzte meine Freiheit nicht mehr als zu der Zeit, da mich noch der preußische Commissarius begleitete; aber ich machte mir es zur Pflicht jedermann den Zutritt zu mir zu gestatten. Ich wußte recht gut, daß auch Uibelwollende sich unter einer Maske bei mir einstelle», war dabei aber auch gewiß, daß Leute von allen Ständen mich aus. reiner Herzlichkeit oft wohl von weit entferntem Orten her besuchen würden! — Ick) hätte mir es also niä-t verzeihen können, um einer Falschheit zu entgehen, irgend ein redliches Gcmüth zu kränken, das in seinem Schmerze und seiner tiefen Trauer vielleicht ein Wort der Erquickung und des Trostes bei mir zu finden hoffte. Man kann sich jedoch nimmermehr vorstelleu, was ich bei dieser Zugänglichkeit alles vernehmen mußte, welche Fragen man an mich that, welche Ideen man mir unterlegte, die Menge von Vorschlägen die mir geschahen. Der eine bot sich mir zu den allergeheimsten, allerunsichcrstcn und entferntesten Aufträgen an, ein anderer wollte mein Vermittler, bei den ausgezeichnetsten, erbittertsten Personen werden; wieder ein andrer verkleidet nach Parma reisen, und dafür hasten, daß er der Kaiserin Marie Louise alle meine Pakete in Person überreichen würde. Was weiß ich alles? die Anträge, welche ich erhielt, ginge» ins Weile. Endlich machte man mir von mehreren Seiten her, zu mehrerenma- len das Anerbieten, Napoleons Befreiung zu versuchen. Die einen trieb ihr Enthusiasmus, andere der Spcculationsgeist hierzu, noch andere wollten mir Schlingen damit legen. Dergleichen Verleitungen der frechsten Alk sind in unfern Lagen sehr gemein ipor- 49 Len! Glücklicherweise fand ich meine Sicherheit darin, daß ich gar nichts zu verbergen hatte. Ich besaß durchaus kein Gcheim- uiß und konnte nichts als mein Verlangen, den Ansdruck meiner Wünsche in Antwort geben. Bei der offnen Stellung die ich angenommen hatte, würden mithin auch die über mich erstatteten Berichte nicht viel Neues enthalten haben. Daher ist mir den» «licht die mindeste Unannehmlichkeit wiederfahren. Bei alle dem vermied ich, indem ich nun Manheim zu meinem Aufenthalte er- kohr, das verborgner liegt, wo ich ganz eingczogen lebte und niemand sah, die mehresten Verdrüßlichkciten dieser Art, denen ich freilich in einer Stadt ausgesetzt seyn mußte, die wie Frankfurth ein Durchgangsort und der natürliche Vereinigungspunkt von Geschäftsleuten, und Intrikenmnchern ist; ich bewies dagegen hierdurch denen, welche ein Interesse hatten, mich zu beobachten, wie weit ich von jedem unwürdigen Mittel entfernt bleiben wollte. Der Cvngreß von Aachen uahete heran und ich hatte auf diesen hohen Verein große Hoffnungen gebaut, welche alle edle Seelen thcilten. Jedermann glaubte, daß die Fürsten bei dieser Marter Napoleons, den jeder von ihnen lange Zeit als Freund und Bruder und Sohn behandelt hatte, besonders wenn sie eine genaue und glaubwürdige Schilderung seiner Leiden erhielten, nicht unempfindlich bleiben könnten. Ich hatte mir alle Mühe gegeben, Laß es nicht an Bitten und an lichtvoller Darstellung der Sache fehlen sollte. Ich schrieb zu diesem Ende an die Kaiserin Marie Louise, ich war ferner beauftragt, den Souvcrainen einen Brief -er Kaiserin Mutter vorlegcn zu lassen, alle andere Verwandte sollten ihrerseits auch nicht müssi'g bleiben. Ich hatte, was mich -ctrifft, für jeden der hohen Sonveraine alle nur eristireude authentische Urkunden sorgfältig gesammelt, und eine darauf bezügliche Note gefertigt, welche in einem an sic selbst gerichteten Briefe eingcschlofsen war. Selbst dem Lord Castlcrcagh glaubte ich selbige als Repräsentanten deS Königs von England mittheilc» zu müssen. Es folgen nun hier alle diese Schriften. Man wird mir verzeihen, wenn sich darin oftmalige Wiederholungen, bisweilen sogar die ähnlichen Phrasen finden. Sie betreffen insge- sammt eine» und denselben Gegenstand, der oft ganz einfach aus- gedrückt werden muß, mithin ist der Kreiß sehr eng, worin sich das Ganze bewegt. 4? An die Kaiserin Marie Louise. Allergnädigste Frau! Ich komme von dem Orte her, wo man Ihren Gemahl hinopfert. Welche Leiden könnte ich Ihnen schildern! Doch Sie sind seine Gemahlin, die Mutter seines Sohnes; keine Worte können stärker für ihn sprechen, als die, welche schon von Natur in Ihr Herz geschrieben sind! Mich dünkt, cs sei meine Pflicht Ew. Majestät anzuzcigen, daß ich den Verein der alllitten Machte benutzen will, um mit schwacher Stimme die demüthigsten Bitten wegen Linderung des schrecklichen Looses, der entsetzlichen Qual rorzubringen, welche man ihm in deren Namen auferlcgt und die niemand in dem Grabe Mitempfinden kann, als ein treuer Diener, wie ich bin, oder ein so nah verwandtes Herz als das Ihrige. Aber was find meine Ansprüche, neben Ew. Majestät von der ganzen Welt hoch und heilig gehaltenen, über alles mächtigen uns ehrwürdigen Rechten. Machen Sie dieselben geltend, allcrgnädigste Frau! und die Nachwelt,' die Geschichte, welche ebenfalls ihre Kronen austheilen, werden Eie mit einem Diademe schmücken, das unvergänglich scpn wird, wie die heilige Moral, welche den Menschen gebietet und die süßen Tugenden die in einem schonen Herzen leben *). Ich bin u. s. w. der Graf von Las CaseS. Die Kaiserin Mutter an die hohen Allirten zu Aachen. Eine über jeden Ausdruck tiefgekühlte Mutter hat seit langer Zeit schon daraus gehofft, daß die Ausammkunft Ew. Kaiser!, und König!. Majestäten ihr die Ruhe wiedergeben soll. Es ist nicht anders möglich, als das die Gefangenschaft des Kaisers Napoleon unter Ihnen zur Sprache kommen wird, und daß Ihre erhabene Gesinnungen, Ihre Macht, so wie die Erinnerung an die Vergangenheit Ew. Kaiser!, und König!. Majestäten zu der Freigebung eines Fürsten geneigt machen werden, der so großes Interesse bei Ihnen erregte, selbst Lheil an Ihrer Freundschaft hatte. *) Dieser Brief ist zu Wien ans die Post aegeben worden. Man weit nicht ob er je an die Behörde zeiangr seyn maa — wahrscheinlich ist «0 nicht peschehen. Soll ein Fürst, welcher der Großmuth seines Feindes vertrauend, sich in dessen Arme warf, in einem qualvollen Erile umkommen? Mein Soli» konnte von dem Kaiser, seinem Schwiegervater, ein Asvl erbitten; er konnte sein Loos dem hohen Sinne des Kaiser Alcrander, dessen Freund er sonst war, anvertraucn; er konnte sich zn Sr. Majestät, dem Könige von Preußen flüchte», der, bei einer Bitte dieser Art, gewiß nur an seine ehemalige Allianz gedacht haben würde; darf wohl nun England ihn für das Vertrauen strafen, das er demselben bewiesen hat? — Der Kaiser Napoleon ist nicht mehr zn fürchten; er ist schwach geworden. Wäre er aber auch noch in voller Kraft der Gesundheit, ständen ihm wirklich die Mittel zu Gebote, welche die Vorsehung ehemals in seine Hand gegeben hatte, so verabscheut er doch den Bürgerkrieg. Ich bin Mutter! das Lebe» meines Sohnes ist mir thcnrer ! als das eigne.' Vergeben Sie dem Schmerze, der es wagt, an Cw. Kaiser!, und König!. Majestäten diese Bitten zu richten. ^ Lassen Sie die Beschwerde einer Mutter, welche sich über die seit so langer Zeit schon an ihrem Sohne verübte Grausamkeit beklagt, nicht fruchtlos sepn. Lassen Sie im Namen dessen, der von Natur allgütig ist und dessen Eb-nbild Ew- Kaiser!, und Königl. Majestäten sind, die ! Qual meines Sohnes aufhdrcn. Geben Sie ihm, durch Ihre Vermittelung die Freiheit wieder. Ich erbitte sie von Gott, ich er- ! bitte sie von Ihnen, seinen Stellvertretern auf Erden. Staats-Rücksichten haben ihre Grenzen und die Nachwelt, welche allein unsterblich macht, erhebt des Siegers Großmuth über Alles. ! Ich bin u. s. w. Des Kaisers Mntter. ! dl S. Dieser Brief ist ohne alle Antwort geblieben. Noch andere Schritten wurden von Personen der Familie zu Gunsten ! Napoleons gcthan; allein sie sind mir nicht auf eine so authentische Weise näher bekannt worden, daß ich derselben weitere Erwähnung thun könnte. i Note an die alliirten hohen Machte aus dem Con- j gresse zu Aachen (im Oktober -8i8). ^ Die Majestät hat keinen Richter auf Erden. Da jedoch die Fürsten selbst sie um ihr heiligstes Attribut gebracht und ihrem > Tribunale unterworfen haben, so wage ich es mit ehrsurchts- ! vollem Vertrauen zu Gunsten eines Monarchen zu sprechen, der - — 4g — langer Zelt von ihnen insgcsammt anerkannt war, jetzt aber von ihnen allen verlassen, in ihrem Namen ein Gefangener, und mithin der ganzen Welt ein Beispiel des größten, des allerschrecklichsten Glückwechsels ist. Seiner Wurde getreu und größer als sein Unglück, erwartet er das Ende seiner Qual nur von dem Tode, ich aber den man unvcrmuthet von dem unseligen Felsen forkgctisscn hat, wo ich ihm meine fromme Pflege widmete, will noch den kleinen Rest dieses dahinsinkenden Lebens dazu anwcnden, so viel ich nur immer vermag, die Leiden zn mildern, welche ich nun nicht mehr mit ihm theilen darf. Der Heilige Berns, dem ich mich in diesem Augenblick weihe — ich habe ihn von selbst übernommen, er entspringt aus meiner treuen, innigen Ergebenheit für seine Person, aus der Gluck) meiner persönlichen Gefühle für denjenigen, der mein Herr war. Alle Politik ist hierbei weit von mir entfernt. Nichts soll mich leiten — nichts soll mich schützen, als jene heilige Moral, wozu die Könige wie die Völker verpflichtet sind. Sie sei meine Kraft, mein Recht, meine Entschuldigung!, Napoleon ist ans seinem Felsen allen Peinigungen, allen Entbehrungen; er ist der schlechtesten Behandlung der Menschen, den Üblen Einwirkungen des Klima Prejß gegeben. Dieß ist notorisch — und zudem noch durch authentische Urkunden, die von dem Orte selbst kommen und von denen ich einige zu Einsicht der hohen Alliirten hier anfnge, hinreichend erwiesen. Wenn nun auch — so sagt man — in dem vorliegenden Falle Kriegsgesetz und Völkerrecht um der Ruhe der Welt willen bei Seite gesetzt werden mußte — soll denn auch die Menschlichkeit alle ihre Rechte verloren haben? — Seit drei Jahren ist nun schon überall der Friede dem Kriege gefolgt, die Leidenschaften haben sich beruhigt, Völker und Menschen unter einander versöhnt, die Regierungen und die Partheicn die Waffen medergelegt, das gemeine Recht hat überall sein Reich wieder erlangt und nur ein einziger Mensch bleibt noch von alle» diesen Wohlkhalcn ausgeschlossen. Er allein hat keinen Thcil a» den Rechten aller andern; binausgewvrfen ans einen nackten Felsen, soll dort außer einem zehrenden Klima, außer den Qualen eines langsamen Todes, auch noch Haß und Mißhandlung täglich an seinem Leben nagen. Wie lange wird wohl eine solche Marter noch dauern? — Ist dieser Anstand, wenn er verdammt zu Leben ward nicht zu hart — ist er dies nicht noch weit mehr, wenn man ihn zum Lode verdamme? — Und was hat er denn ven- L. Lasti Lageb. rs, Bi>. 4 krochen? Wer hat ihn gehört? Wo ist sei» Tribunal — wo seine Verdammungs-Uriheile — wo sind seine Richter — wo ist ihr Recht? — Will inan vielleicht behaupten, daß cs keine andere Gewähr, kein anderes Mittel der Sicherstellung gegen ihn gebe, als Verhaftung, Ketten und Tod? Will man behaupten, daß man sich auf sein Thun, auf sein Versprechen, auf seine Eide nicht verlassen könne? Will man seine Rückkehr von der Insel Elba hierbei zum Vewciße auführen? — Aber er war je dort souve- rainer Herr. Man hatte Tractaten mit abgeschlossen — hat mau sie gehalten? Diesmal entsagte er bei dem Scheiden von dem Conrineute, aller Souvcrainetät, erklärte, daß seine politische 'Laufbahn zu Ende sei; die Sache liegt mithin jetzt ganz anders. Aber selbst in dem Falle, wenn Haß und Furcht nur durch seinen Tod befriedigt werden könnte, warum ist man nicht offen dabei zu Werke gegangen? Ein.schneller Tod wäre zwar eben so wenig gerecht, aber doch menschlicher, minder gehässig gewesen, wäre zu einer wahren Wohlthat geworde n. Das hat er selbst so gesagt, geschrieben und wiederholt; wer möchte es wohl wagen, die Wahrheit einer solchen Versicherung abzuläugnen. ' Und welche mächtigen Bewegnngsgründe könnte man auch fortan noch haben, um diese unerträgliche Lage zu rechtfertigen. .Hat man vielleicht seine ehemaligen feindlichen Einfälle bestrafen wollen? Die Völker sind ja durch den Sieg versöhnt; sie schweigen. Hat man das Wiedervergeltungsrecht ausübcn wollen? Napoleon war bei Andern, Herr zu thun was ihm gefiel. Hat er denn da auch so gehandelt? — Man denke doch zurück an Austerlitz, den Bivouac in Mähren, an Wien, an Tilsit, die Zusammenkunft in Dresden; noch mehr erinnere man sich an das, was der Geschichte am schwersten zu vertheidigen werden wird, an Karl den IV. Dieser war ein Gefangener und in seiner Gewalt; aber er konnte, wie es ihm beliebte, und immerfort als König, in Compiegne, oder in Marseille oder in Rom leben; so wie denn auch Ferdinand jederzeit zu Valeucey auf das sorgsamste verpflegt wurde und alle Zeichen der Ehrfurcht erhielt, ans welche er nur immer Anspruch machen konnte. Ein Prinz, der ihm den Thron streitig macht, fällt in seine Hand; welchen Gebrauch macht Napoleon von seinem Siege? Großmüthig giebt er dem Gefangenen sofort die Freiheit zurück und die Geschichte wird diesen Zug neben der unwürdigen Behandlung aufstellen, unter welcher man ihn umkommeu läßt. Hat mau vielleicht gleich den Alten über ihn Gericht halten wollen? Wenn die Alten diejenigen Talente, welche sie für gefährlich hielten, auö ihrer Mitte vertrieben, so opferten sie doch den Verfolgten nicht ans, sie schafften ihn nicht fort in eine andre Welt, fesselten ihn nicht an einen schrecklichen Felsen, schleppten ihn nicht hin unter ein brennendes Clima; mit einem Worte, sie belasteten nicht die Natur mit einem Verbrechen, daß sie vielleicht nicht selbst zn begehen wagten. Fürchtet man etwa, daß sein Name unter uns noch zu viel vermöge? Man mag sich mir in Acht nehmen, daß so nicht der große Zweck verfehlt werde. Die Verfolgung hat immerdar die Lheilnahme der Völker geweckt, immer die Massen, welche stets zur Großmnth geneigt sind, aufgeregt. Wenn man dem Gegner keine Partheigänger verschaffen will, darf man nur für Märtyrer sorgen. Von welcher Nothwendigkcit sind denn diese außerordentlichen, diese ganz unerhörten MaasrcgelN? Warum verletzt man denn in solchem Grade das Gesetzbuch der Nationen, der Fürsten und der Private» ? Bei den civilisirtcn Völkern schweigt die Wnth vor einem cntwaffneten Feinde; sogar den Wilden ist er heilig, besonders wenn er sich selbst auf Treue und Glauben überlieferc hat. Warum wollte man denn noch länger sich dem widcrsctzcn, was Menschlichkeit, Recht, Religion, Moral, Politik — was alle Gesetze der Gvilisativn verlangen? Warum nicht lieber thnn, war die Großmnth, die Würde, der Ruhm und der verschaffte Dor- thcil gebieten? — Die seltnen Beispiele von Königen, welche man der Marter und dem Tode überliefert hat, sind immer Flecken in der Geschichte; die Völker erinnern sich mit Abscheu derselben , die Könige mit Grausen!! — Ich weiß nicht, welche Abänderungen bei der Behandlung Napoleons , seit meiner Wcgführung von St. Helena statt gesunden haben könnten, aber vor meiner Abreise war sie unerträglich, sowohl in .Hinsicht auf seine Würde, als in Ansehung seiner moralischen und physischen Existenz. Sollten aber auch wirklich, nach so langen vergeblichen Bitten seiner Diener, dabei Ermäßigungen eingetretcn seyn, so bat man doch weder den tödtlichen Einfluß des Climas, noch das Gräßliche seines Aufenthalts überhaupt abändern können — und das sind Dinge, welche schon an und für sich alle Lkbensguellen vergiften- ES giebt keinen Kerker in Europa, der dem nicht vorznzichcn wäre; kein menschliches Wesen, möchte «s auch körperlich und geistig noch so stark seyn, würde bei solchen Verhältnis'», die schrecklichen Wirkungen einer so verderblichen .Haft lange Zeit aushaltcn. Auch ist der Hingeopferte schon jetzt mit einem Uibel behaftet, das ihn ohne allen Zweifel recht bald dem Tode Zufuhren wird. Die Aerzte nehmen keinen Anstand dies auözusprechen und ich wage daher in der Angst meines Herzens, solches hiermit den erhabenen Souverainen anznzeigen, deren Menschlichkeit, deren Herzen, deren Weisheit ich »un das Weitere anhcimgcbe. Gewiß, man kann mich keines Vergehens gegen die Ehrfurcht und Unterwürfigkeit, welche ich den hohen Mächten schuldig bin, beschuldigen. Mein ganzes Leben zeugt für mich und wird bei ihnen zu einer Bürgschaft bei meiner Kühnheit, so wie mein inniges Gefühl ihres hohen Berufs, ihrer Interessen und ihres RnhmS mir die Gewährung meiner Hoffnungen und Wünsche sichert. Der Graf von Las Cafes. Brief an Sr. Majestät den Kaiser von Oesterreich, (welchem die vorstehende Note beigeschlossen war). Sire! — Ich habe am roten Februar es gewagt, die Sorgen und Wünsche eines redlichen Dieners Ew. Majestät zu Füße» zu legen. Verzeihen Ew. Majestät meiner Beständigkeit; konnte sic Ihnen wohl lästig seyn? Ich unterwinde mich hiermit Ihnen eine neue Note zu Gunsten dessen vorznlegen, der einst Ihr Bruder war und den Sie zu Ihrem Sohn erhoben — und füge derselben einige glaubwürdige Urkunden bei. Alle meine.Hoffnungen, Sire! aste meine Entschuldigungen, vereinen sich in Ihren erhabenen Eigenschaften, in Ihren großen Tugenden. Ganz Europa bekennt es laut, daß Sie der rechtlichste, der sittlichste, der humanste, der frömmste Mensch sind — und dennoch wird derjenige, dem Sie Ihre theure Tochter vermählten', der, welchen diese Wahl und die Kirche zu Ihrem Sohne gemacht haben, in Ihrem Namen gemartert und um's Leben gebracht. Zittern Sie, Sire! — daß man Ihnen nicht sein blutiges Kleid bringe! — Und wenn nun einst der Tag des ewigen Gerichts anbricht, und der höchste Richter der Menschen und selbst der Könige von seinem furchtbaren Richterstuhle herab fragen sollte: Was hast Du Deinem Sohne gethan? Welches Loos hat er erlitten? Warum trenntest Du den Gatten von der Gattin? Wie konntest Du es wagen, das von einander zu scheiden, was in meinem Na« — 5Z — me» und unter meinem Segen verbunden war? Ich kann den Sieg verleihen, nach meinem Willen, aber niemand soll ihn gegen meine heiligen Gesetze mißbrauchen, oder mein Zorn wird ihn treffen. — Ich schweige, Sire! hatte ich vielleicht schon zu viel gesagt? O, dann möge mir Ew. Majestät vergeben. Es sind dies die ungeregelten Gefühle — cs ist das Angstgeschrei das mir die Ermordung meines Herrn auspreßt. Zu Ihren Füßen, Sire! außer mir vor Schmerz, rufe ich Ihre Vermittelung an. Es gilt einen Tvd- schlag zu hindern. Ach möchte meine Bitte Sie rühren! — Ich bin u- s. w. *) Der Graf von Las Cafes." An Lord Castlereagh (bei der Uiberseudung der an die hohen Allürcen gerichteten Note). Mylord! — Ich habe die Ehre Ew- Herrlichkeit hiermit die Abschrift einer Note znzusenden, die ich, an die hohen Allürtcn ergehen zu lassen, wagte- Bei der tiefen Verehrung für die erhabene Person, welche Sie rcpräscntiren und den Empfindungen die ich in Rücksicht Ihrer persönlichen Talente für Sie selbst hege, hielt ich cs für Pflicht sie Ihnen milzntheilen. Mylord! Wie Sie auch gesinnt seyn mögen — Ew- Herrlichkeit hat, wenn selbst Ihre Meinung der meinigcn ganz entgegensetzt seyn sollrc, doch zu viel Edelsinn, um ohne alle Bedingung die treue Beharrlichkeit eines redlichen Dieners zu verdamme», der gern den letzten Augenblick seines Lebens der tröstenden Milderung der Leiden seines Herrn und Gebieters widmen möchte. Wie groß und mächtig, Mylord! ist nicht der Einfluß den Ew. Herrlichkeit auf diese meine wichtige Bestimmung bereits gehabt hat und auch in der Zukunft haben wird! — O könnte doch meine Stimme bis zu Ihnen dringen! In den angstvolle» Stunden meiner Einsamkeit habe ich oft über alle die Gründe nachgedacht, welche Sie zu den gefaßten schrecklichen und grausamen Beschlüssen bewogen haben könnten. Ich habe dabei nichts gefunden, als das Interesse Ihres Vaterlandes, das strenge Gesetz der Nothwendig- keit, die Uiberzeugung, welche Sie von dem Character und den ) Ein ähnlicher Brief wurde an den Kaiser Alexander und an den König von Preußen Mit den angemessenen Abänderungen gerichker. Neigungen des Mannes Huben, den Sie züchtigen wollen; endlich noch den Ruhm und die Verantwortlichkeit Ihrer Verwaltung. Aber haben Sie auch, Mylord! alles wohl bedacht und erwogen, was sich dagegen sagen ließe? Haben Sich, Ew. Herrlichkeit auch alle die Nachrichten und Aufklärungen zu verschaffen gesucht, welche Sie hierzu bedurften? O, daß cs mir nicht möglich ist, mich Ew. Herrl. zu naher» und auch die gänzliche Erschöpfung meiner Gesundheit und meiner Kräfte mir nicht erlaubt, alles das, so wie ich es sollte und möchte, nicderznschreiben, was mein Geist hierbei denkt, mein Herz empfindet! Es wurde Sie vielleicht ergreifen, Mylord! Viele Dinge würden Ihre Verwunderung erregen , Sie zu tiefen Betrachtungen veranlassen. Ich habe die Ehre u. s. w. Der Graf von Las Cafes. Als jetzt die Zeit des Congresses herbcigekommeu war, bega- ich mich nach Frankfurt, wo ich zufällig an dem nämlichen Tage cintraf, an welchem der Kaiser Alexander seinen Einzug hielt. Es war dies eine günstige Gclcgcnheir, um mir die Gnade zu erbitten, ihn, vorgestellt zu werden und seine bekannte Leutseligkeit, womit er einen allgemeinen Antritt bei sich »erstattet, vielleicht auch die besonder» Verhältnisse, welche meine Person angchen, ließen mich hoffen, hierin glücklich zu seyn; auch wurde ich in der That von allen Seiten dazu ermuntert; man sagte mir allgemein, das sei daS sicherste Mittel, meinen Zweck zu erreichen und nannte cs unrecht, daß ich beN'Versuch nicht wagen wollte; allein ich hatte lange hin und her überlegt, das für und wider eines solchen Schrittes reiflich bei mir selbst erwogen, und blieb weit entfernt, die Meinung anderer in Betreff seines Gelingens zu thcilen. Wohin kann diese hohe Gunst mich führen? so fragte ich mich — darf ich wohl erwarten, daß ich im Stande seyn würde, das Herz dieses Mächtigen durch meine Beredsamkeit zu rühren? Und wenn ihn meine Worte auch als Mensch erschüttert hätten, müßte nicht immer die endliche Entscheidung erst dem gesammten Vereine anheiingegehcn werden? — War ich denn meiner Sache gewiß, daß ich in diesen kurzen ängstlichen Momenten so zusammenhängend und geordnet sprechen würde, als ich schreiben kann? War es wohl gut getban, ihm vielleicht zu ungelegener Zeit, wie eö allenfalls bei einer gewöhnlichen Bitte geschehen durfte, die Beweiß - Dokumente vorzulegeu, die für den ganzen Fürsten-Cvn- grcß bestimmt waren? Und wenn, was so leicht der Fall seyn konnte, der Kaiser Alerandcr sich über Napoleon auf eine Art'ge« 55 gm mich nusgedrückt hätte, wobei ich ihm widersprechen mußte, wie leicht hätte ich dann denjenigen erzürnt und erbittert, den ich so gern besänftigen wollte. Diese letztere Betrachtung bestimmte mich vor allem andern, besonders, da bei so vielen Bedenklichkeiten sich mir nur ein einziger Vortheil darstclltc, der jedoch nur ein ganz persönlicher war — die große Auszeichnung nämlich, mich dem ersten aller Monarchen nähern und ihn sprechen zu dürfen; ihn, von dem Napoleon ans seinem Felsen sagte: „Wenn ich hier sterbe, so ist er cs, der Europa von mir erbt." Uibrigcns wußte der Kaiser von meinem Aufenthalte in Frankfurt; er hatte dies, wie ich hörte, in Gesellschaft erwähnt und ich war beinahe überzeugt, daß man mit ihm über mich gesprochen habe. Ein ziemlich seltsames Ereizniß, so daß es wohl einen Platz hier verdient, ließ es mich glauben. Zufällig grenzte mein Zimmer in dem Hotel, wo ich abgestiegen war, an dasjenige, welches einer seiner Generale, der sein besonderes Vertrauen genoß und ihn zu jeder Stunde sprechen konnte, inne hatte. Am zweiten oder dritten Abende nach meiner Ankunft tritt der Wirth bei mir ein, um mir zu sagen, daß der General mich erwarte und sich ein Vergnügen daraus mache, mich, wie ich verlangt hätte, zu sprechen. Verwundert, wie ich war, antwortete ich anfangs, man möchte ihm nur sagen, daß hierbei ein Jn'thum sei — dann aber, als ich schnell überlegte, daß es vielleicht ein vom Himmel kommendes günstiges Erciguiß seyn könne, lies ich dem Mensche», derben Auftrag ausgerichtet hatte, nach, und äußerte demselben, es müsse wohl ein Mißverstand bei der Sache obwalten, weil ich nicht die Ehre gehabt hätte, mir diese Gefälligkeit zu erbitten- Jetzt kam der General auf mich zu, um mich gleichsam scstzuhalten, schickte seine Adjutanten fort und sagte mir mit der größten Höflichkeit und auf die aller freundlichste Weise: es möchte nun ein Mißverstand sepn oder nicht, er schätzte sich ans jeden Fall sehr glücklich, meine Bekanntschaft zu machen und mich zu sprechen. Wir unterhielten uns dann recht lange mit einander und zwar, wie man leicht denken kann, blos über St. Helena. Ich war nur nach Frankfurt gekommen um auf völlig sichre Weise jeder der betreffenden Gesandtschaften meine Urkunden zu übergeben. Als dies geschehen war, eilte ich nach Manheim — und zwar wie früher in der Absicht — zurück, um der Unruhe und den Jntriguen in Frankfurt zu entgehen, wo mehrere Personen sich mir nahte», um mir ihre angeblich sehr wichtigen Dienste bei dem Congreffe anzubieten. Sie wollten die eifrigsten Beförderer meiner Sache seyn; — Ich hätte aber diese Mnhwaltnng ganz natürlich sehr theuer bezahlen müssen, und hatte gleichwohl, wie i man schon gelesen hat, kaum die Mittel, die ersten Bedürfnisse j dessen ;u bestreiten, für welchen ich stnach mit so ungewisser Aus- sicht große Summen verwenden sollte- Indem ich nun, wahrend j der Dauer des Eongresses irgend eine günstige Entscheidung der hohen Alliirtcn erwartete, sollte ich selbst in meiner Einsamkeit in Manheim neue Beweise von der Bosheit Sir Hudson Lowes und der schlechten Behandlung bekommen, womit er seine Schlachtopfer quälte. Ein unglücklicher Ober-Canonier eines Schiffes der indischen Compagnie hatte mich in Frankfurt ausgekundschaftet und ich erhielt ein großes Paquct vom General Dertrand. Man findet in dem Werke von O'Meara die Geschichte dieses Ober-Canoniers und alle die Unannehmlichkeiten welche er von dem Gouverneur und dessen Vertranten, als der Uiberbringer einer Büste des jungen Napoleon, der für die Überreichung derselben in Longwovd ein Geschenk zu bekommen hoffte, erdulden mußte, ziemlich weitläufrig erzählt. Anfangs wollte man diese Büste ins Meer werfen, dann solche dadurch unterschlagen, daß man vergab, man würde sie selbst Napoleon schenken; sie wurde aber doch am Ende kraft der öffentlichen Stimme und des lautgewordenen Unwillens nach Longwovd gesendet und der Graf Bcrtrand überschickte dem Canonier, theils für den Werth der Büste, theils um ihn ' wegen der erlittenen Neckereien und Verluste zu entschädigen, eitlen von den Wechseln von r-iv Louisd'ors, welche ich ihnen bei i meiner Abreise zurückgelassen hatte, bat jedoch zugleich ihm den i richtigen Empfang anzuzeigeu- Der arme Mann, weit entfernt, ^ solches thun zu können, erhielt nicht die mindeste Kunde von dem ^ Briefe des Grafen Bertrand. Cr hatte seine Reise nach Indien ^ sortsetzen müssen, nachdem er seine Büste übergeben hatte und z blos von Sir Hudson Lowe die mündliche Acußerung vernommen: „daß die Leute in Longwood ihm ein Geschenk bestimmt hätten, er werde mit der Zeit schon das Nähere erfahren." Als er aus In- ; dien zurückkam war dem Unglücklichen, während der ganzen Zeit, ^ wo sein Schiff auf St. Helena vor Anker lag, verboten ans Land zu gehen und man begnügte sich damit ihm nur noch Zusagen, daß er das, was ibm zukomme, bei der Admiralität in London erhalten würde, Bei seiner Ankunft in Engla d, erhielt er in Folge seiner Bemühungen auch wirklich den Wechsel von Sc.o Louisd'ors; dies war die erste Kenntniß die er davon erlangte; da aber nun schon i 18 Monate verstrichen waren, so hatten die Personen, auf welche er gestellt war, keine Fonds mehr um ihn zu bezahlen und er mußte London mit der schmerzlichen Uiberz^ugung verlassen, daß er seine Büste und sein Geld verloren haoe. Jetzt ging er, als ein Dal- — 57 matier von Geburt, auf dem Wege über Triest in sein Vaterland zurück und reiste dabei ganz traurig durch Tentschland, als er durch einen höchst glücklichen Zufall in Frankfurt erfuhr, daß er in Manheim den Unterzeichner feines Wechselbriefes finden wurde. So kam er denn zu mir und seine Freude war eben so lebhaft als die Flüche, die er gegen Sir Hudson Lowe ausstieß, wie er nun daS Geld in Empfang nahm, das für ihn Capital war und ihn auf Lebenszeit glücklich machte. Das große Paqnet, welches ich um eben diese Zeit vom Groß- Marschall erhielt, bestand in einem langen, ans Befehl des Kaisers von crstcrn an mich geschriebenen Briefe und einigen, außer dem regelmäßigen Wege, an mich beförderten authentischen Schriften. Aber zu meinem großen Erstaunen fand ich sie an dem nämlichen Tage, an dem sie mir zukamen, schon in Belgischen Blattern und englischen Zeitungen abgedruckt. Ich errieth bald die Absicht die man dabei zu Longwvod hatte und ließ ohne allen Aiigaud eine Abschrift davon, wie man sogleich sehen wird, auf offizielle Weise an Lord Liverpool gelangen. Ich scha.te alle diese Acten- srücke hier ein, weil der Brief des Grafen Bertrand außer der ftrnern Angabe der üblen Behänd! ng, die der Kaiser von dem Augenblicke an, da ich ihn verlassen habe, erfahren hat, dem Leser noch die Geschichte eines Zeitraums von awtzchn Monate» über Longwood liefert, hiernächst auch einige dieser Schriften Zusätze von Napoleons eigner Hand enthalten und zu merkwürdig sind, als daß ich sie mit Stillschweigen übergehen könnte. Brief des Grafen Las Cafes an den Lord Liverpool, Ich erhalte in diesem Augenblicke einen langen Brief vom Grafen Bertrand und finde denselben zu meinem großen Erstaunen auch schon in einem mit der heutigen Post angckommenen Blatte, das zu Brüssel erscheinenden Vrai Liberal, aus dem Louduer Morniug Chronicle übersetzt. Ich bin ganz außer Stande Ew. Herrl. zu sagen, wie das zn-^ gebt — aber Wahrheit ist es, wenn ich versichere, daß ich keinen Theil daran h-be, und es mir sehr unangenehm ist. Die einzige Art, wie ich mir die Sache erklären könnte, wäre, daß vielleicht einer Ihrer Landsleute das Paguet nur unter der Bedingung hätte mirnehmen können daß es ihm unversiegelt übergeben würde, und selbiger dann in der Uiberzcngung, daß der Inhalt des Briefs die Ehre seines Landes angche, solchen zu gleiche,- Zeit zur Kcnntniß des Publikums gebracht und mir zugesendet hätte. Wäre es mir, ans mein dringendes Bitten erlaubt worden, Mylord! mich in England aufzuhalten, so würde es nicht geschehen seyn. Uiberzeugt, wie cs auch der Graf Vertrank zu vermu- thcn scheint, daß die schrecklichen Beunruhigungen und alle die gehässigen Dinge, welche man täglich zu Longwood ansübt, der vbcrn Verwaltung wohl fremd und unbekannt seyn müssen, würde ich mich an Sic, Mylord — an Sie allein — gewendet, würde Ihnen von diesem unerhörten Unrechte nähere Kenntuiß, zugleich aber auch das Mittel an die Hand gegeben, und Ihnen ganz allein das Verdienst überlassen haben, demselben abzuhelfen. Ich bitte Ew. Herrlichkeit, mir zu glauben, daß ich gewiß nicht eher, als wenn von mir erst vergebens alles versucht worden wäre, was Form, was Anstand, was Machtverhaltnisse gebieten, zu dem Acußersten, nämlich zu der öffentlichen Meinung, die auch selbst nur in letzter Instar; angegangen seyn und ihr Urtheil fallen will, meine Zuflucht genommen haben würde. Ich habe das bewiesen, Mylord! als Lord Bathurst auf meine an ihn gerichteten Beschwerden und meine inständigen Bitten um Abhülfe, völliges Schweigen beobachtete, wodurch die Publici- tät nun wenigstens vertheidigt gewesen wäre und ich dennoch mich nur dann von derselben Gebrauch zu machen entschloß, als es mir die übelangebrachteu Ausdrücke eines der Mitglieder Ihres Unterhauses ganz unvermeidlich machten. Ich habe cs bewiesen, Mylord! indem ich den Lord Casilc- reagh eine Abschrift des nach den Eingebungen meines Herzens abgcfaßtcn Gesuchs und der Beschwerden zusendete, welche ich den zu Aachen vcrsammlctcn hohen Alliirten ehrfurchtsvoll zu Füße» gelegt habe. Und so gebe ich Ihnen auch jetzt, Mylord! so viel ich nun noch vermag, einen neuen Beweist hiervon, indem ich den Brief des Grafen Vcrtrand eiligst abschreiben lasse, damit Sie davon eine authentische und directe Kenntuiß m langen sollen, um selbigen sodann Sr. K. H. dem Prinz-Regenten vorlegen zu können- Ich bin ein Opfer der physischen Leiden, Mylord ! die mir das ungesunde St. Helena zugezogen hat und der moralischen, die, meine Trennung mir verursachte. Der jetzige traurige Zustand meiner Gesundheit, wobei mir die Acrzte jede Arbeit untersagt haben, erlaubt mir nicht, dem Briefe, welchen ich Ihnen zu übersenden die Ehre habe, etwas hinznzusügen- WaS könnte auch irgend ein Cvmmentar mehr sagen, als die Thatsachcn, die Sie darin finden werden. Ich habe die Ehre mit der größten Hochachtung u. s. w. — §9 — R. S. Darf ich wohl, nachdem ich mich für so wichtige und heilige Interessen an En>. .Herrlichkeit gewendet habe, diese sich so natürlich darbietende Gelegenheit benutzen, nm noch von einigen Gegenständen Erwähnung zu thun, die mich blos persönlich angchcn. Soll ich denn wirklich gar keine Abhülfe, nicht einmal eine Antwort ans meine zahlreichen Beschwerden hoffen dürfen? Soll ich insbesondere der Papiere beraubt bleiben, welche man mir, der vielen an Sir Hudson Lowe selbst gerichteten Protestalioncn ungeachtet seit zwei Jahren in St. Helena znrückhält, obschon ich über diese» Gegenstand an Sr. K. H- den Prinz-Regenten und an einen Ihrer Herrn College» vom Cap aus, so wie an Lord Bathurst von Frankfnrth zu schreiben mir die Ehre gegeben habe? — Soll dieses fortdauernde und gänzliche Schweigen ans so gerechte und oft wiederholte Bitten eine förmliche Ncchtsvcrweige- rung sepn? Ich kann es nicht glauben, Mylord! Schon in Folge meiner Erziehung kenne ich die Kraft, die hohe Macht Ihrer Gesetze, ich kenne die Ehrfurcht, die jeder von ihnen, welches auch sein Amt und sein Stand sei, denselben beweisen muß. Ich will lieber glauben, daß der Fehler an mir liegt, daß ich mich nicht zu benehmen weiß, daß ich vielleicht gegen die gehörige Form verstoße; aber wäre denn auch in diesem Falle, Mylord! es nicht angemessen, billig und zart, mich aus diesen Mangel der Form aufmerksam zu machen, oder ihm abzuhelsen. Ich biete Sie, Mylord! um diese Großmuth. Es haben jene Papiere, welche Sir Hudson Lowe damals mit meiner Zustimmung durchgesehen hat, mit der Gefangcuhaltung, die Sie beschäftigt, durchaus nichts gemein, sie können Ihnen von dieser Seite in keiner Art von Wichtigkeit seyn, mir aber sind sie über allen Ausdruck lieb und werth. Brief des Grafen Vertrand an den Grafen von Las Cafes. Longwood den 18. Januar 1818. Ich habe, »Win lieber Las Cafes den Brief, womit Sie mich unter dem > 5 . Januar vorigen Jahres beehrt haben, am 7. Juni und dann am iZ. dieses Monats, Ihre Briese vom iS. Februar, ib. März und iS. April ') erhalte», sie dem Kaiser mitgckheilr ) Weiter linken folgen dir kopiev dieser Briefe» und dieser ist dadurch bewogen worden, mir zu befehlen, daß ich ^ Ihnen schreiben soll. Vor vier Monaten habe ich durch Herrn Goulburn eine Kiste mit Büchern und Flugschriften, seitdem aber noch das freundliche Anerbieten erhalten, daß er ein Bild, welches früher in dem Zimmer zu St, Cloud sich befand und sich auf die Taufe des jungen Napoleon bezieht, anhcrsenden wolle, Herr Heinrich Goulburn hat die Gefälligkeit gehabt, de» Preiß desselben zu behaudcln, und ihn bis auf die Hälfte vermindert. Man wollte auf dieses Anerbieten nicht antworten; es stand in so großem Widerspruche mit dem, was hier geschieht, daß man es für eine von den Verhandlungen des Parlaments, wie sie ohngefähr in Betreff des hölzerne» Hauses statt fanden, abhängige Sache hielt- Inzwischen hat aber das rechtliche Verhalten, das man in Ansehung Ihrer beobachtet hat und alles was Sie mir in Ihrem lletztern Briefe sagen *) mich überaus ergriffen! — Wäre es denn möglich, daß die schrecklichen Leiden, welche wir auszustehen haben, wirklich nicht von der englischen Regierung kämen und der Kaiser nur als ein Schlachtopfer des persönlichen Hasses des hiesigen Gouverneurs um's Leben gebracht würde? Die Regierungen und die Fürsten können so leicht getäuscht werden, daß ich cs «uf jeden Fall für rathsam halte, Ihnen diesen Brief zu schreiben, Seit Ihrer Abreise haben sich die Dinge in den Jahren 1817 u nd 1818 sehr verändert. Die Beunruhigungen des Kaisers sind „un zu wahren Attentaten gegen sein Leben geworden. Urtheilen Sie selbst, wenn Sie folgende nähere Angaben lesen. Sie müssen ja , wohl, in den Blättern des Monat März, die Bemerkungen über ! die Rede des Lord Bathurst gefunden haben. Seitdem ist alles ! noch viel schlimmer worden und der Haß des Gouverneurs kennt keine Grenzen mehr. Als Sie abreisten, hatte der Kaiser schon auf das Reiten Verzicht geleistet, um sich den Nachstellungen und Beleidigungen zu entziehen, die man sich gegen ihn zu Schulden brachte, indem man ihn den Schildwachen dabei Preiß gab. Er hat seitdem sich um gleicher Ursache willen das Spazierengehen versagen müssen- In den Monaten März und April ging der Kaiser dann und wann aus, um meine Frau zu besuchen, bisweilen setzte er sich auch auf > die Ihnen wohl bekannte Bank, in einer Entfernung von fünfzig j *) Die Erfahrung scheint »lehr als >u sehr bewiesen zu haben, daß inan die Menschen in Longwood besser kannte, alö der Frankfurter Lorrespondent. Schritten vom Hause hin, wo cr eine halbe Stunde, auch wohl eine Stunde verweilte. Man fand sehr bald das Mittel, ihn daran zu behindern, und ihn zu zwingen, gar nicht mehr aus den, Zimmer zu gehen. Es war bekannt genug, daß das nicht schwer seyn würde. Man nahm einen Mann vom Lösten Regi- inente zum Gärtner und stellte biernächst einen Sergeanten von de» Onvriers bei mir an. Der eine wie der andere machten sich im Hause recht nützlich, theils um schlimme Kräuter auszujäten, welche die Luft verpesten konnten (einen 'Garten zu haben, ist dort gar nicht möglich) theils um das Hans herzustellen, das schon ganz ruinirt ist und bei jedem Regen das Wasser durchläßt. Das schien bis dahin ganz vernünftig. Allein der Gouverneur hat den beiden Soldaten daö Recht crtheilt, jedermann nach Belieben, selbst an der Thüre oder unter den Fenstern des Kaisers, zu ar- retiren. Seitdem ist cr nicht mehr ausgcgangen und es sind »n» schon hundert Tage, daß er nicht einmal mehr aus dem Fenster gesehen hat. Dieses Elima, dieser gänzliche Mangel an Bewegung, diese schlechte Wohnung haben seine Gesundheit in dem Grade angegriffen, daß Sie ihn nicht mehr erkennen würden. Seit dem Ende des Monat Septembers 1817 haben sich die ersten Symptome eines chronischen Lebetübels gezeigt, das, wie Sie wissen, in diesem Lande tödtlich ist. Er hatte zu seiner ärztliche» Pflege den guten O'Meara, in den er, wie Ihnen bekannt, Vertrauen setzt. Im Monat April zwang Sir Hudson Lowe denselben, als er dem Kaiser am nöthigsten war, seinen Abschied zu nehmen. Er wollte ihm Herrn Wärter aufzwingen, dessen Sie sich wohl erinnern werden : der Kaiser mochte aber von keinem Arzte etwas wissen und blieb vom 10. April bis zum 10. Mai ohne allen ärztlichen Rath, so daß am Ende der russische und der österreichische Eommissar, welche sich noch hier befanden, hierüber empört, dem Gouverneur zu erkennen gaben, daß, dasern der Kaiser unter diesen Umständen stürbe, sic nicht wiff-n wurden, was sie sagen sollten, wenn sich in Europa das Gerücht verbreitete, daß er umgcbracht worden wäre. Es scheint als ob der Gouverneur hierdurch bewogen worden sei, den Arzt wieder anzustcllen, aber es giedt keine Art von schlechter Behandlung, die dieser nicht hätte erdulden müssen. Sie haben ihn von dem Tische der Offiziers vom Lösten Regiments sortjagen wollen; da aber diese braven Krieger au einer so will- kührlichcn Handlung nicht Theil haben mochten, so ließ der Gouverneur ihm selbst durch den Obersten anbefehlen, nicht mehr mit den Offiziers zu speißen. Er hat nach London geschrieben und es ist wahrscheinlich, baß mau diesen Arzt sortjagen wird. Der Kai- ser nimmt keinen andern nnd wenn der Prinz-Regent oder Lord ^ Liverpool hiervon nicht Kenntnis; erlangen, so wird er hier an seiner Krankheit sterben und dabei sogar des ärztlichen Beistandes i beraubt se»n- Der Kaiser ist übrigens sehr krank; seit zwei Mo- l naten steht er um n Uhr Morgens auf und legt sich um 2 Uhr j wieder nieder. Er hatte vor wenigen Lagen eine sehr hitzige Cri- 0 sis, als eine Folge des Mercnrius, den ihn der Doctor O'Meara ^ nehmen laßt. Ntan hatte ihm gesagt, daß es gegen das Leber- ! Uibel sei. Der Doctor O'Mear«, der in Hinsicht seiner Vcrant- > Wörtlichkeit in großer Unrnhe war, schlng mir vor, Herrn Bartcr i und den Chirurgus des Conguerant herbei rufen zu lassen, s Es sind dies die beiden ersten Aerzte des Landes. Sie wissen wie ! sehr Herr Bartcr dem Kaiser, als ein alter Ober-Chirurgus des l italienischen Bataillons, welches Sir Hudson Lowe commaudirte, > zuwider war. Diese Abneigung ist noch dadurch gestiegen, daß ! er sich vom Monate October >817 bis zum Monate Marz iäi8 da- ! zu hergcgcbcn hat, mit fälschlichen Angaben erfüllte Bulletins ab- ! znfassen, wodurch seine Regierung und Europa getäuscht worden ^ sind. Aber er hatte nichts dagegen, obschon er sich auch nichts dar- j aus machte, daß Herr Stockoe herbeigerufcn wurde. Punkt drei Uhr Nachmittags kam selbiger auch wirklich nach Longwood, wollte aber schlechterdings nicht zu dem Kaiser hineingehcn, weil er dadurch sich sehr verantwortlich gemacht und in Gefahr gebracht hätte, seine ihm wegen vierzigjähriger Dienstleistung ertheilte Stelle einzudüßen. Es kam mir das so sonderbar vor, daß ich cs gar nicht glauben wollte. Ich sprach mit ihm; er bezeigte mir sein Bedauern, denn der Mann ist wirklich recht ehreuwerth; allein die Sache war leicht begreiflich. Es war in Folge einer Insinuation, wie sie auch Herr Colc, der Ihnen bekannte Vanquier, erhalten hatte, als ich mit ihm einige Rechnungs-Angelegenheiten ordnen wollte und ihn deshalb zu mir rufen ließ. Auch dieser erklärte gleich bei seinem Erscheinen, daß er mich nur in Gegenwart des Ordonanz-Offiziers sprechen köunc, weil er sonst verloren seyn würde- Natürlicherweise verweigerte ich das. Aas Nämliche geschah ferner vor einigen Tagen mit Herrn Fowler, der von England kam, und mit welchem ich eine Rechnung über einige hundert Pfund Sterling, wegen Kleidungsstücken, die in England gemacht worden waren, berichtigen wollte. Sie kennen freilich unsre gegenwärtige Lage nicht; sic läßt sich gar nicht mit derjenigen vergleichen, in welcher wir uns zu der Aeit befanden, wie Sic noch bei uns waren. Es gab aber auch schon damals Beunruhigungen genug und sie kennen den Kaiser ja hinreichend, um nicht zu wisse», daß Sie es durchaus hindern mußten, daß ja nie- b3 — wand von soiner Familie zu uns komme. Dieses Schauspiel der Erniedrigungen, der Pein und des Hasses, dem er hier preißge- gcden ist, wäre ihm ganz unerträglich gewesen, wenn seine Mutter oder einer seiner Brüder hätte daran Theil nehmen sollen. Selbst uns — den Grafen Montholon und mich — die einzigen die noch bei ihm sind — hat er schon vst aufgefodcrt, daß wir abrei- scn, uns einer solchen Behandlung entziehen und ihn allein lassen möchten, er sagte, daß sein Hinsterben minder schmerzlich seyn würde, wenn wir nicht ebenfalls zu Schlachlopfcrn würden. Sie wissen, das, die Offiziers schon seit langer Zeit nicht mehr zu mir kommen, aber unterwegs, wenn wir uns begegneten, waren sie immer so artig, mit meiner Frau zu sprechen. Auch das ist ihnen verboten, nicht schriftlich, aber durch sonstige 2»sinuationcn, so daß sic schon öfterer, sobald sie uns erblickten, einen andern Weg einschlugcn. Man geht jetzt so weit, daß die schmutzige Wäsche mehrere Tage liegen bleibt, um von dem Ordonanz-Offizier oder durch den Stab visitirt zu werden. Das ist denn jedesmal eine indecente für sie wenig ehrenvolle Scene — die keinen andern Zweck hat als uns zu beleidigen. Im Juni -816 brachte ein Store - Chip, cProviantschiff) eine marmorne Büste des jungen Napoleon mit und Sir Hudson Lowe befahl ihm, sic ins Wasser zu werfen. Er hat cS nachher gcläugnct, aber wir haben die gerichtliche Aussage darüber, denn sowohl Lady Malcolm, welche damals noch hier im Lande war, als alle Capitains des Store-Slsip, die sich zu dieser Zeit hier befanden, waren darüber empört. Späterhin brachte im Februar vorigen Jahres das Store- Ship, der Cambridge, zwei Kupferstiche, den jungen Napoleon vorstellend, mit, die auf dem Londncr Quais eingekauft waren. Sir Hudson Lowe ließ sie sogleich Mausen, um, wie erjagte, dem Vater ein Geschenk damit zu machen und als min die Offiziers von diesem Schiffe einen Monat später erfuhren, daß es blos geschehen sei, um ihn darum zu bringen, so konnten sie ihren Unwillen nicht unterdrücken, daß ein- Engländer eine solche Handlung begehen könne. Dieses Betragen des Gouverneurs kann der brittischen Negierung nicht unbekannt seyn. Wenn der Lord Anihorst in London wiedersagen durfte, was er vom Kaiser selbst vernommen hat; wenn der Capitain Popleton, der zwei Jahre lang Ordonanz- Offizier war und den Sie kennen, wenn der Oberste Nichvls vom Köster, und der Oberste Fehrzen vom Losten Negimente, so wie 64 viele andere noch, darüber b-fragt worden sind, so mußte man » wissen, welches unwürdige Verfahren man sich hier erlaube. ! Es giebt vielleicht in Europa Feinde des Kaisers, die es der engliscaen Regierung nicht verdacht batten, wenn er am Vord des j Vellerophon öffentlich hingcrichtet worden wäre, aber jedermann i wird g miß dereinst diejenigen verfluchen und verwunschen, die ' ihn hier auf eine so niederträchtige Weise um's Leben bringen. Wie läßt sich nur dies alles mit dem vereinigen, was Sie mir schreiben? Wollte man sich auch die Sache durch listige, geschickte, mit laurer Lug und Trug durchwehte Berichte erklären, so haben wir ja unsrer Seils seit zwei Jahre» unsre Beschwerden offen angebracht und man muß in London von dem hiesigen verbrecherischen Verfahren unterrichtet seyn. Sie werden sich wundern, daß ich von einem sich hier befindenden französischen, österreichischen und russischen Commiffar spreche. So lange Sie hier waren, haben wir dieselben nie gesehen. Auch bis jetzt sind sie weder zu dem Kaiser, noch zu uns gekommen. Aber wir haben sic cinigcmalc auf nnsern Grcnzwege» getroffen — eine sehr lächerliche Art sich zu sprechen. Wenn der Kaiser sie auch als Commiffaricn nicht anerkennt, so hat er doch nie sich geweigert, ihnen als Fremden den Zutritt zu verstatten. Den Gouverneur selbst hat er seit dem Monate April 1816 nicht gesehen. Sie kennen die Gründe, welche der Kaiser hatte, nach den ihm von selbigem angethanen Beleidigungen, ihn nie wieder anzunehmen. Daß bei dieser Lage der Dinge Sir Hudson Lowe sich rächt, ist ohne, allen Zweifel aber es ist nicht großmüthig von ihm gehandelt, jedoch immer erklärlich. Wie konnte aber die Regierung i» den letzter» zwei Jahren noch immer einem Menschen ihr Vertrauen schenken, welcher dasselbe in so hohem Grade ! mißbraucht? — Ich bitte Sie also inständigst und im Name» des Kaisers, diese Verhältnisse allen seinen Verwandten bekannt zu machen, und ihnen ernstlich anzudeuten, daß ja niemand seine Leiden, durch l eine Anherreisc und persönliche Theilnahme an denselben, vermehren solle. ^ Sie sagen, daß die englische Regierung uns den Morning- Chronicle halte. Es gehl damit wie mit den Limes; man schickt uns denselben, behält aber »ach Belieben mehrere Num- i mern davon zurück. So hat man uns einige Nummern des Februar und einige vom März znkomme» lassen, aber dagegen eine Menge anderer unterschlagen und wenn man dergleichen Blätter f nicht nach ihrer Reihenfolge lesen kann, so ist das schlimmer, als sie gar nicht haben- Wie will man uns denn Bücher zuschicken? Sobald einStorc- Ship ankömmt, ist cs die erste Sorge des Gouverneurs, alle mitkommende Bücher, besonders die französischen, wegznkaufcn, damit wir sic nicht bekommen können. So viel die Flugschriften betrifft, die Sie uns ankündigten, so haben wir nur am 12 . März eine Kiste erhalten, von welcher der Befund hier beiliegt. Wir müssen also glauben, daß man das Uibrigc behalten hat *). Ich habe dem Kaiser diesen Brief vvrgclesen und er hat den Inhalt desselben genehmigt; nur findet er, daß ich die Niederträchtigkeit des Verhaltens, welches man gegen ihn beobachtet, zu schwach geschildert habe. Er verlangt, daß ich noch zwei Nachschriften hittjubringen soll, aus denen Sie ersehen möchten, welches seine Meinung über den Offizier sei, dem man die Bewachung dieses Landes anvertraut habe. Bisher hat der Gebrauch des Calvmclls den Anstand seiner Leber nicht gebessert, wohl aber ihm noch andere Leiden zugczogen. Empfangen Sie lieber Las Eases die Versicherung meiner herzlichsten Ergebenheit. Der Graf Beltrand. N. S. 2» den wenigen Tagen. welche seit Abschluß meines Briefes verflossen sind, har sich eine Menge von Dingen ereignet, woraus Sie ersehen werden, wie sich unsere Lage täglich verschlimmert hat, anstatt, wie Sic zu glauben schienen, besser zu werden. Sic wissen, daß zu Longwood der Capitain Popleton vom S5,»n Regimen» an die Stelle des Capitain Mackey von eben diesem Regimcntc gekommen war, der dann bei seinem Abgänge von hier durch den Capitain Vlackeney vom 66sten Regimen», einem Offizier, der, wie seine Vorgänger, den besten Ruf im Regimen» harte, abgelöst wurde. Er fand gleich in den ersten Lagen, daß der Gouverneur Dinge von ihm fodre, die einem Manne von Ehre nicht wohl zugemuthet werden konnten. Da nun immer mehrere Ansinnen dieser Art erfolgten, so wünschte er sehr lebhaft, sobald sein Dienstjahr in diesem erniedrigenden Posten um seyn würde, denselben loS zu werden. Mau weiß, da ßer seinen Freunden im Regimen» vertraulich sagte, es sei einem Manne von Ehre ) DaS Nähere hierüber Weiler unten. V.CäseS L»geb. irs. Dbchn. 5 ganz unmöglich, lange Zeit in diesem Amte zu bleiben, ohne die Achtung vor sich selbst zu verlieren. Vielleicht war auch Sir Hudson Lowe nicht sehr zufrieden mit den bekannten Gesinnungen dieses CapitainS. Dem mag nun seyn, wie ihm wolle. Am -«stcn dieses Monats kam ein nach der Insel als Commandeur der Milizen abgeschickter Offizier, dessen altere Verbindungen mit Sir Hudson Lowe Sie bereits kennen, der "einzige von dem Stabe des Gouverneurs, den der Kaiser nie hat sehen wollen, und übernahm die Stelle des Ordonanz-Offiziers und mit ihm, unter mancherlei Vorwände, noch ein anderer Offizier, so daß nun statt des sonstigen einen, nunmehr zweie da waren. Es scheint als hätten einige Stuben und Effecten des Gouvernements, die man dem Ordonanz-Offizier und dem Doctor O'Mcara zu gemeinschaftlichen Gebrauche überlassen hatte, Gelegenheit zu sehr lebhaften Wortwechseln zwischen ihnen gegeben. Am 22sten schickte ich die mit aL bezcichnete Protestatio» an den Gouverneur und dieser mir dagegen einen Fehdebrief durch diesen Offizier. Es war unter meinem Character und meinen Verhältnissen Sir Hudson Lowe herauszufodern; aber bei den vorwaltenden Umständen fühlte ich mich gedrungen, ihm den Brief unter L zuschrciben. Am -bsten ließ er den Doctor O'Meara, wie er sagte, auf von Lord Bathurst hierzu erhaltenen Befehl, von Longwood ab- rciscn, wie Sie das aus dem Briefe des Gouverneurs, unter L, an den Grafen Montholon ersehen werden, der dann durch den Brief, unter I>, ihm antwortete. Der Doctor O'Mcara wurde, wie Sie wissen, dem Kaiser, durch einen Beschluß des Staatsraths, an die Stelle seines eignen Arztes und auf die besondere, von mir an den Admiral Kcith gerichtete Bitte, zugegeben. Er konnte daher dem Kaiser auch nur durch einen Befehl des Staatsräths genommen werden. Ist ein solcher Befehl vorhanden, warum theilt man uns denselben nicht mit? Gewiß wird weder der Sraatsrath, noch Lord Bathurst dem Kaiser einen Arzt seiner eignen Wahl nehmen, ohne ihn zuvor durch einen andern, der sein Vertrauen hat, zu ersetzen; Sie fühlen, welche Folgen dieß haben konnte- Aber wenn auch der Gouverneur den Befehl hierzu vom Staatsrathe erhalten hätte, so könnte ihn das dennoch nicht rechtfertigen ; denn eine solche unter den gewöhnlichen Verhältnissen crthcilte Vorschrift, durfte, so lange der Kaiser gefährlich krank ist. nicht in Vollziehung gesetzt werden. Man konnte nie wollen, daß man ihm seinen Arzt zu einer Zeit nähme, dg dieser in der — 67 — Behandlung einer so ernsthaften, das Leben bedrohenden, Krank- heil begriffen war, besonders da man seit de», Monate April darum gebeten hat, daß wenn ihm der Doctor O'Meara genommen werde» solle, ein Arzt, der das Vertrauen des Kranken besitze, aus Europa anhergeschickt werden möchte, um denselben zu ersetze» — Line Bitte, worauf die Antwort binnen drei Monaten ein- treffen muß. Ich schließe, mein lieber LaS Cafes! — mit zerrissenem Herzen. Vertrau d." Erste Vi'ichcrsendung in einer den i2ten März i8i§ cingegangenen Kiste. LioAeapIiie moäsi'lie . . . . , T/Aemics äs 1 » 6Iü>ussse —> cl'^nliic . .fts leanc parleiie - . . - . . 1,'Lemics äs 1a tituzziie. L-h>Ie4 — -3 Z, har abl- plionrs äs Lcaireliom^s . . . Iiilisllliie äir isloirr' äs l'lle ä'OIbe . ll'iesi» äs In, vis äir äirc ä'Orrrairte . . . . 4 Bände 2 1 . Mberhaupt *) 7 Bände Erste von dem Kaiser auf der Rückseite des Briefs von Sir 5 ?. Lowe vom ->8ten November ^817 geschriebene Bemerkung. Dieser Brief ist, eben so wie die Briefe vom s-lsten Juli und -rüsten October, voller Lügen. Ich habe mich seit 18 Monaten in meine Wohnung eingespcrrt, um mich gegen die Beleidigungen dieses Offiziers zu schützen. Nun ist meine Gesundheit zerrüttet. Sie erlaubt mir nicht mehr so ekelhafte Schreibereien zu lesen. Schicken Sie mir nichts mehr von dieser Art. Mag nun dieser Offizier glauben, daß er nach mündlichen geheimen Instructionen seines Ministers handle, wie er zu verstehen giebt, oder mag, was er thut, aus eignem Antriebe geschehen, was sich wohl aus der Sorgfalt, womit er sein Treiben zu verbergen sucht, vermuthen ließe — ich kann ihn doch nicht anders betrachten als meinen Mörder. Hätte man einen Mann von Ehre hieher geschickt, so würde ich allerdings einige Martern weniger erfahren haben; aber es würden viele Vorwürfe Europas und der Geschichte erspart worden seyn, welche all der Schwall von Schreibereien dieses hiuter- linterlistigen Menschen doch nicht täusche» wird. Longwood, den 2Z. November 1817. Napoleon. Zweite auf den Rand des von Sir Thomas Reade an den Grafen Nertrand unter dem 2Lsten April 1818 gcschriebenen Briefs gesetzte Bemerkung. 1) Ich habe Ihne» gestern, als Sie mir diesen Brief vorlegten, bereits gesagt, daß ich davon nichts wisse» mochte, uüd Sie *) Dies» letztere Sendung vornamlich war ganr gewiß ein elender S»aß: »INN überläßt es bei den borwalkenden localen und moralischen Verhältnissen, ihn nach Verdienst «n würdigen. mir ihn, weil er mir nicht nach den seit drei Jahren ange- nominelle» Formen abgcfaßt ist, nicht übersetze» sollten. 2) Diese neue Beleidigung entehrt blos diesen Narren. Nur der König von England ist berechtigt, mich als seines Gleichen zu behandeln. ö) Diese hinterlistige Behandlung hat dcffcnohncrachtet ihren Zweck; man will verhindern, daß Sie den verbrach crische n Anschlag, der seil zwei Jahren gegen mein Leben angesp 0 » nen worden i st, nicht bekannt machen sollen. 4 ) So siebt man sich das Ansehen, als ob man den Weg zu Reclamationen eröffne — und verschließt ihn gleichwohl- h) So hat man sich das Ansehen gegeben, als wollte man mir eine ordentliche Wohnung cinräumen; seit drei Jahren kündigt man dazu einen Bau an — ich bleibe aber vor wie nach in dieser ungesunden Scheune und der Vau ist noch nicht au- gcfangen. 6) So hat man sich das Ansehen gegeben, als stehe es mir frei auszureiten, aber man behinderte mich auf eine dircctc Weise an dieser Leibesbewegung — das ist der erste Grund zu meiner Krankheit. 7) Gleiche Mittel werden angewcndct, um zu verhindern, daß ich keinen Besuch bei mir anuehmen kann. Man bedarf der Finsterniß- 8) Sv hat man sich an meinem Arzte vergangen und ihm gcnö- thigt seinen Abschied zu nehmen. Er wollte nicht ein passives Werkzeug seyn, nicht ohne alle Moralität Handel». Cr wird verhaftet in Longwood znrückgchaltcn, damit man glauben soll, daß ich mich seines Nathcs bediene, obschon man recht gut weiß, daß ich ihn nicht sehen will, daß ich ihn seit vierzehn Tagen nicht gesehen habe und ihn nie wieder sehen werde, so lange er nicht in Freiheit gesetzt ist, jede Bedrückung, in derer sich befindet, aufgehvrt und man ihm in allem, was die Ausübung seiner Functionen betrifft, seine moralische Unabhängigkeit zurückgegeben hat. 9) So verübt man einen merkwürdigen Betrug, indem man einen Arzt, den ich nie gesehen habe und der eben so wenig meinen Zustand, als meine Krankheit kennt, Bulletins fertigen läßt; aber auf diese Weise wird doch der Prinz, das englische Volk und ganz Europa betrogen. 10) Man lacht mit wilder Freude über die neuen Leiden, womit die Beraubung ärztlicher Hülfe meine Todesangst vermehrt. ir) Verlangen Sie, daß diese Bemerkung, sammt Ihrem gestrigen Briefe nnd den Briefen vom löten und i^-ten April an den Lord Liverpool geschickt werde, damit der Prinz-Regent meinen Mörder kennen lerne und ihn öffentlich bestrafen lasten möge. 12) Wenn er cs nicht thun sollte, so vermache ich den Vorwurf, mich umgeh rächt zu ha den, dem regierenden Hause von England. Longwood, den 27. April rSiZ. Napoleon. Urkunde — Protestatio» an de» Gouverneur vom 2 2 stcn Juli 1Ü - 8 . Im Namen des Kaisers Napoleon. Ich bin beauftragt zu protcstircn; r) gegen alle Verletzung des Grenz - Districts durch Domestiken, Handwerksleute und andre Personen, die Sie heimlich mit einer öffentlichen Autorität versehen. 2) gegen die dem Doctor O'Meara wiederfahrnen Beleidigungen, wodurch man ihn zwingen will von hier fcrtzugehcn, so wie gegen alle öffentliche oder heimliche Hindernisse, welche Sic bereits in den Weg gelegt haben, oder noch legen möchten, daß Napoleon sich nicht in seiner Krankheit des Raths eines Gesundheits-Beamten bedienen dürfe, der sein Vertrauen besitzt, sich im Dienst Sr. Vrittischen Majestät befindet, oder als ausübender Arzt auf dieser Insel anerkannt ist: Z) gegen die Acugniste, Berichte und alle und jede Schriften deS Miliz - Offizier Hyster, der in Longwood nur als ein Werkzeug des Hasses und der Räche angestcllt ist. Der Gra f Be rtra nd. Urkunde 8. — An den Gouverneur Sir H. Lowe. Longwood, den -Zsten Juli 1818. Herr Gouverneur! — Ich habe die Ehre Ihnen hiermit einen Brief zu übersenden, den ich eben empfangen habe. Der alte Mann scheint mir verwirrt zu sep». Er kann von meinen offiziellen Anschriften mir in Folge Ihrer Befehle Kcnntniß haben. Ich antworte ihm nicht, werde ihm auch nie antworten. Er ist nur ein Beauftragter — wenn 71 — aber der General, von dem er den Auftrag erhielt — mir etwas zu sagen hat, so stehe ich ihm sofort zu Diensten. Ich habe die Ehre n. s. w- Der Graf Vertrank. Urkunde 6. — Vom Gouverneur an den Grafen Montholvn. Plantatio»-House, d. 2 ^stcn Juli i 3 i 8 . Mein Herr! Ich gebe mir die Ehre Ihnen, zum Behuf der Meldung an Napoleon Bonaparte, hiermit bekannt zu machen, daß ich nach hierzu unter dem >6ten Mai i3>8 von dem Grafen -Bathurst erhaltener Anweisung, Herrn O'Meara von seiner Person trennen muß und daher den Befehl gegeben habe, daß er Longwood augenblicklich verlassen soll. Der Contrc - Admiral Plampin hat zu gleicher Zeit, Instruction von den Lords der Admiralität bekommen, nach welchen derselbe auch die Insel verlassen muß. Der Befehl des Grafen Bathurst enthält ferner, daß ich, nach bcsckehencr Entfernung des Herrn O'Meara dem Doctor Bartcr auftragcn soll, Napoleon, so oft er es verlangt, als Arzt beizustehen und ihm dabei ganz besonders zu erkennen zu geben, daß die Gesundheit Napoleons der vornehmste Gegenstand seiner Aufmerksamkeit scpn müsse. Indem ich nun diese Vorkehrung Ihnen hiermit anzcigc, habe ich Ihnen zugleich ausdrücklicher Vorschrift zu Folge zu eröffnen, daß ich, im Fall Napoleon aus irgend einem Grunde mit der ärztlichen Behandlung des Doctor Barter nicht zufrieden wäre, oder er einen andern Arzt auf der Insel vorziehen sollte, vollkommen geneigt bi», seinen Wünschen hierbei nachzugcbcn, und jedem andern practicircnden Arzte, den er wählen möchte, zu erlauben, ihm seine Dienste zu widmen, so bald er sich nur dabei genau nach den vorhandenen und in Ärafp bleibenden Vorschriften richtet. Nachdem deshalb dem Doctor O'Meara der Befehl zu seiner Abreise erthcilt worden ist, hat auch bereits Herr Barter die nö- thigcn Anweisungen erhalten. Er ist bereit, auf die erste Veranlassung, die er hiezu erhalten wird, sich sogleich nach Longwood zu verfügen. Uibrigens werde ich Ordre geben, daß, bis ich von den Wünschen Napoleon Bonapartes unterrichtet scy» werde, ein Gesund- heits-Beamter für de» Fall eines plötzlich eintrctenden Bedürf- j riiffes in Longwood bereit seyn soll- ! Ich habe die Ehre u. s. w. ! „.Hudson Lowe." Urkunde v. — Graf Montholon an den Gouverneur. ^ Herr Gouverneur! Der Doctor O' Mcara hat gestern Long- wovd verlassen und sonach die Behandlung seines Kranken plötz- ! lich ausgcben müssen. Es hat dieselbe am heutigen Morgen auf- ^ gehört, und sonach am heutigcu Morgen die Verübung eines gro- - ßen Verbrechens begonnen!! — Nach den Briefen des Herrn ^ Grafen Vertraut», vom iZtcn, -istcn, -ästen und 27stcn April i bleibt mir nichts mehr zu sagen übrig. Der Kaiser wird nie einem andern Arzte den Antritt vcrstattcn, als Herrn O'Meara, oder demjenigen, den man ihm "ach dem oben angezogenen Briefe vom lätcn August aus Europa schicken sollte. Ach habe den Brief, den Sie mir gestern geschrieben haben, mitgethcilt. Das was Sie hier lesen, ist das Wesentliche der Antwort, welche ich Ihnen zu ertheilen beauftragt bin. Ich habe die Ehre u. s. w. Der Graf Montholon. Brief des Grafen Bertrand an Sr- Eminenz den Kardinal Fesch *). Gnädiger.Herr! Der Haushofmeister des Kaisers, Herr Cp- priani ist an: -7sten Februar, Nachmittags um 4 Uhr, verstorben. Man hat. ihn auf dem protestantischen Kirchhofe allhier beerdigt s und die Diener der hiesigen Kirche haben ihn dabei ans gleiche ! Weise, wie einem Ihrer Sccte Angehörenden behandelt. Es ist ^ dafür gesorgt worden in dem Todtenscheine, den ich Ihnen schicken ' würde, wenn nicht ein Auszug aus meinem Briefe dessen Stelle verträte, bemerken zu lassen, daß er im Schooße der römisch-apostolischen Kirche verstorben sei. Der hiesige Geistliche wäre gern bei seinem Tode gewesen. — Er selbst wünschte sich aber einen katholischen Geistlichen. Da wir den nicht haben, so wurde der *) Ich habe geglaubt, diesen "Brief der mehrere nähere Umstände Longmood betreffend und mgleich so manche Züge enthält, woraus die dortige eigentliche Lage »äber hcroorgehc, hier cinschalien i» muffen. Diener einer andern Religion nicht verlangt. Es würde mir sehr «»genehm sepn, wenn Sie uns über den Ritus der catholischen Kirche in solchen Fällen nnd ob man einen sterbenden Catholiken dnrch einen Diener der anglicanischen Kirche administriren lassen darf, unterrichten wollten. Wir können übrigens den guten Geist und den Eifer, welchen die Diener der hiesigen Kirche uns bei dieser Gelegenheit bewiesen haben, nicht genug rühmen. Cypriani ist am vorigen Freitage an einer Entzündung des Unterleibes gestorben, nachdem er noch Sonntags zuvor ohne die mindeste Vor- cinpfindung seinen Dienst verrichtet hatte. Ein Kind eines der Domisriken des Grafen Monthvlvn starb einige Lage früher und auch eine Kammerfrau, ebenfalls vor wenigen Tagen zn Longwood. Das kommt von dem ungesunden Clima dieses Landes, wo wenig Menschen alt werden. Leberkrankheiten, Dysenterie und Entzündungen des Unterleibes raffen viele Eingeborne, besonders aber die Europäer hin. Wir haben vvrnämlich bei dieser Gelegenheit und auch schon sonst bisher au jedem Tage das Bcdürfniß eines Dieners unsrer Kirche gefühlt. ^ Sie sind unser Bischofs und wir wünschten recht sehr, daß Sie uns einen französischen oder italiä- nischcn Geistlichen schicken möchten. Sie werden die Güte habe» uns hierzu einen instruirten Mann zu wählen, der noch nicht vierzig Jahre alt, von einem sanften Charakter nnd besonders nicht gegen die Grundsätze der auglicamscheu Kirche zu sehr eingenommen ist. Herr Plenen hat den Dienst als Haushofmeister übernommen; aber er ist sehr krank, und wen» auch auf dem Wege der Besserung, doch immer in einem sehr üblen Gesundheitszustände. Eben so verhält es sich mit dem Koche! Es ist daher wohl uöthig, daß Sie, oder der Prinz Eugen, oder die Kaiserin uns einen Haushofmeister und einen französischen oder italiänischeu Koch von der Zahl derer, zusenden, die am Hofe des Kaisers, oder in einem der Häuser seiner Familie gedient haben. Ew. Eminenz finden hier augefügt: -stens die in den Portefeuille des Herrn Cypriani gefundenen Papiere; -teus eine Nadel, die er gewöhnlich trug und die ich feiner Frau übcrschicken zn müssen glaube; 3 ) die Abrechnung über das, was ihm noch zukömmt und überhaupt 8,287 Frauken oder Pfo. Sterlinge, b Schillinge 10 Penc. beträgt; 4 tcns einen Wechsel, der an seine Erben zu bezahlen seyn wird. Da der Kaiser weiß, daß Sie für seinen Sohn Sorge tragen und seine Tochter beider Kaiserin Mutter sich befindet, so erwartet er einige Notizen über das Vermöge» das Cypriani, welcher ziemlich bedeutende Capitalie» in Genug vntci'gebrächt zu haben scheint, überhaupt verläßt, um fernen beiden Kindern ein Sort zu machen. Ich will Sie nicht mit Nachrichten über die Gesnndheitsum- släudc des Kaisers betrüben: Sie würden nicht viel tröstliches erfakren. Jnzlvisthen ist sein Zustand während der heißen Jahreszeit dech nicht schlimmer geworden. Sic werden diese Dinge Lcr Kaiserin Mutter geheim hauen. Glauben Sie ja nicht a» die falschen Gerüchte, die man in Europa verbreitet. Gehen Sie blos davon auS und sehen Sie allein als währ an, daß der Kaiser seit zwei und zwanzig Monaten seine Wohnung nicht verlassen hat, als nur höchst selten einmal, um meine Frau zu besuchen. Er hat niemand mehr ber sich gesehen, als zwei oder drei hier befindliche Franzosen und den englischen Ambassadeur zu China- Ich bitte Ew- Eminenz mich der Kaiserin Mutter und den Mitgliedern ihrer Familie zu Gnaden zu empfehlen, so wie die Gesinnungen zu genehmigen, womit ich die Ehre >-abe u. s. w. Gras Vertrand. Erster Brief des Grafen von Las Cafes an den General, Grasen Vertrand Ich weihe Ihnen den ersten Augenblick, den ich mein nennen kann. Schon ein Jahr bi» ich von Longwvod fern — und welchen *) Man glaubt die folgenden Briefe deS Grafen von LaS CafeS hier anfügen in müssen; istcnS weil sie ,n dem vorstehenden Briefe deS Erafen Berrrand erwähnt sind und dessen Sinn und Verständlichkeit vermehren; acenS weil sic die Unschuld und Rechtlichkeit bei dem Briefwechsel mir Longwood beweisen; ZtenS endlich, weil sie in den Stand sehen, die sonderbare Behauptung des Herrn Goulburn gehe, .rig zu würdigen, der diese Briefe erhielt, auch darauf höflich antwor- tere und sich gleichwohl nicht gescheut har, bei einer gewissen Gele, genhcir in dem Hause der Gemeinen in sagen, die Ausdrücke darin wären immer so duukrl, daß sie eine zwiefache Auslegung zniießen. Wie kann ein rechtlicher Mann, dem die obigen Briefe zugesendec worden sind, der besonders den Brief an den Lord Bathurst erhallen und gelesen haben muß, nur in aller Welk sagen: die Ausdrücke darin wären so dunkel, daß sie eine zwiefache Auslegung znlleßen? So viel ist gewiß: Herr Goulburn muß entweder viel verlangen, ehe er eine» Ausdruck de,Mich und klar findet; ober ec versieht kein Französisch. Aber har cr sie wohl gelesen? hat er falsch gelesen? har er falsch lesen wollen? oder hat er sich vielleicht — vhngefähr wie sein edler Patron, Lord Bathurst, bei den bekannten Adläugnungen gegen Lord Holland, in der Pairskammec nicht nach dem waS wahr ist, sondern nur nach dem, WaS ihm vorthcilhafi schien, ausgedrückr? WornLmlich also darum, Saß jedermann selbst den Werth der V-r, — — Gram, welche Sorgen, welche Widerwärtigkeiten aller Art habe ich nicht seitdem erfahren? — Ich überlasse es den öffentlichen Blattern Sie davon zn benachrichtigen. Ich will rn meinen Briefen jedes Wort, jeden Gegenstand vermeiden, der zum Vorwände dienen könnte, Sie darum zu bringen- Ich will nach allen meinen Kräften dazu beitragen, den Zweck zu erreichen, wornach ich trachte, Ihne» Beweise der Sorgfalt zu geben, welche von nun an das einzige Bestreben meines ganzen Lebens seyn wird. Die tröstliche Beruhigung und die Freude, welche jede Erinnerung an Europa mir damals als ich bei Ihnen war verursachte, ist mir zu sehr in lebhaftem Andenken, als daß ich nicht alles lhun sollte, Ihnen diesen Trost zu Theil werden zu lassen. O meine theurcn Gefährten, an die ich täglich — ach! in jedem Augenblicke denke! ich schreibe Ihnen in der ersten Minute, die ich frei von persönlicher Aussicht verlebe und wenigstens in jedem Monate, an einem regelmäßig dazu bestimmten Tage werde ich Ihnen ein solches Zeichen meiner unendlichen Sorge um Sic geben. Außer mir liegende Schwierigkeiten können meine Briefe behindern zu Ihnen zu gelangen, aber mich selbst soll uur der Tod abhaltcn, mein Versprechen zn erfüllen. Ich wende mich hiermit an das Gefühl derjenigen, welche mit der Censur meiner Briefe beauftragt find — und bitte sie inständigst, mir zn sagen, wenn sie irgend einen Grund finden, selbige zurückzubchaltcn, mir die unwillkühr- lichen Vergehungen bemerklich zu machen, welche sic für strafbar halten- Die öffentliche Moralität kann das Bcdürfniß und den Trost der Liebe in den Familien nicht verbieten. Nur allein diese Gefühle werde ich zu befriedigen suchen. Ich bekomme eben die Nachricht, daß man mir in Oesterreich des Asyl gestatten will, welches ich von dem Augenblicke an, als ich meine Freiheit gestört sah. dort erbeten hatte. Sobald meine erbarmenswcrthe Gesundheit erlauben wird, die Beschwerden der Reise zu ertrage», werde ich mich nach Linz verfügen. Die Kopfschmerzen, die mich schon auf dem Cap befallen haben, nehmen noch immer zu und machen mich fortan sehr unruhig. Ich werde von der Freiheit der Mitthciluug, welche ich nun erlangt habe, Gebrauch machen, um genaue Nachrichten von allen ficherungen des Herrn Eoulburn zu beurrheilcn im Elende seyn möchte , werden diese Triefe mitgelhcilt. Oie Nachläffgkeiien, Li« völlige Hingebung, welche man darin erkennt, beweist» iur Genüge, daß st» nichr für die Ocffemlichkcic bestimmt waren. denen, z« erhalten, welche Ihnen thener sind. Vis heute kann ick Ihnen hierüber nur das sagen, was ich auf indirectem Wege ! erfahren habe- Meine Frau, welche zum allergrößten Glücke, eben in dem Augenblicke, als ich von Sr. Helena wegging, die abschlägliche Antwort aus ihr Gesuch, dahin reise:, zu dürfen, erhielt und mich nun auf der Landstraße fand, wo ich, wie ein Ballen Waare fort- geschafft wurde, geht nach Paris zurück, um meine andern Kinder zu holen. Sie wird mich in den Stand setzen, Ihnen über Ihre, Monrüolons, und Gorp'gauds Familie etwas Näheres zu sagen. Nach sicherer Nachricht, welche ich erhalten habe, befand Ihre Majestät die Kaiserin Marie Louis- sich eben so wohl in Parma, als ihr Sohn in Schvubrun in Schönheit und Gesundheit blüht. Die Gräfin Survilliers ist durch eine sehr schwankende Gesundheit hier znrückgehaltcn; sic empfängt von Zeit zu Zeit Briefe von ihrem sich in Amerika wohlbesindenden Gemahle. Ihre beiden Töchter sind wunderschön; die älteste ist dem hohen Haupte der Familie frappant ähnlich. Die Prinzessin Borghese, die Kaiserin Mutter, der Prinz von Canino, der Cardinal Fesch, der Prinz Louis sind in Rom und die Prinzessin Elisa, der Graf Monfort und die Prinzessin Murat an verschiedenen Orten Oesterreichs. Ich hoffe, Ihnen mit der Zeit direktere und bestimmtere Kunde geben zu können. Es schmerzt mich'sehr, daß ich nicht in England landen und mich dort nicderlasseu durfte. Ich kann sonach leider! nicht selbst unmittelbar dasjenige, was Ihnen doch vielleicht zu einer flüchtigen Zerstreuung auf ihrem gräßlichen Felsen dienen könnte,, answählcn und Ihnen zusenden. Ich habe die brittischcn Minister dringend gebeten, mir die Erfüllung dieser heiligen Pflicht zu gestatten und werde nie anfhörcn diese Bitten zu wiederholen- Meine Beständigkeit wird der Hoffnung nie entsagen, daß es mir gelingen werde, sie hierbei endlich noch zu erreichen. Bei alledem will ich aber, so entfernt ich auch seyn möchte, nicht verfehlen, durch irgend eine Zwischcnperson meiner frommen Obliegenheit nach Möglichkeit Genüge zu leisten. Sic werden freilich die Resultate meiner Sorgen und Anstrengungen später und minder vollständig erhalten. Sorgen Sie ja Alle für Ihre Gesundheit; leben Sie für den Trost, die Liebe, das Glück und die Wünsche derer die Sie bewundern und treu verehren. Ich habe, als ich Dower berührte, einen Brief von Ihnen vom aasten Juli, so wie einen andern von Sir H. Lowe vom sssten erhalten und daraus ersehen, daß Sic die wenigen Sachen, 77 die ich vom Cap bis nach Longwood schickte, richtig bekommen habe» — ich war bis dahin darüber in Zweifel gewesen — ferner daß auch die einstweilige Handschrift, die Sie, in Betreff des Geldes, das ich dem Kaiser bei meiner Abreise zu Fußen legte und er auch zu meiner großen Freude annahm, mir einbändig,en und die ich Ihnen zurückgcsendet habe, sich wieder in Ihren Händen befindet. Sir 5?. Lowe meldet mir, daß alle die Wechsel, welche ich Ihnen hierbei zurückücß, bezogen worden sind. Icy hoffe, daß man sie vollkommen honorirt hat. Ich habe darüber selbst noch gar keine Nachricht. Bis jetzt war cs mir nicht möglich auch nur eine Zeile an meinen Agenten in London zu schreiben, »der auch nur eine von ihm zu bekommen. Ich bedaure sehr, die Erzählung der Feldzüge in Italien nicht in meinen Händen zu haben und darüber disponiren zu können. Diese entfernte, der gegenwärtigen Politik schon fremdgewordcne Epoche, bleibt dennoch vom größten Werthe für die Geschickte. Das Verlangen darnach ist allgemein. Die Wissenschaft und die Zeitgenossen federn sie. Sehr glücklich würde ich mich schätzen, wenn sie meiner Discretivn überlassen würde. In dem Falle, daß Sie mir diese Gunst auswirken könnten, würde ich keine Zeit verlieren in London anznfragen-, welche Formalitäten Mrän hier und dort zur Bedingung der Auslieferung des Manuskripts mache? Ich würde bitten, die Antwort auf diese Anfrage auch au Sir H. Lowe gelangen zu lassen, damit Sie Ihrerseits urtheilcn könnte», ob das, was man hierbei verlange auch angemessen sei. Schreiben Sie mir, mein lhcurcr General! mit Gelegenheit; geben Sie mir alle Aufträge die Ihnen nur einfallcn, sie mögen wichtig oder unwichtig leicht oder schwer ausführbar scvn; alles das thut nichts zur Sache. Sagen Sie sich, wiederholen Eie es ohne Unterlaß, daß ich nur für Sie Alle und bei Ihnen Alle» lebe. Nur mein Leib hat Ihren Felsen verlassen. Der Graf von Las Cafes. Der Grgf von Las Cafes an Herrn Goulbnrn bei Uibersendnng des vorstehenden Briefes. Mein Herr! Von meiner Frau habe ich erfahren, daß Sie die außerordentliche Güte hatten, ihr bei mehreren Gelegenheiten, *) Die Antwort des Grafen Wertrand war, daß man nur eine schick« lichc Gelegenheit erwarte, am mir die Feldinre iUiUschicken. kl» NM«, des Lord Bathurst, Briefe vvu mir und meinem Sohne nach Paris zuzuschicken. Empfangen Sie dafür meinen iunig- scen Dank. Darf ich wohl (in der Voraussetzung, daß Sie unter den Lord Bathurst die Angelegenheiten der Insel St. Helena leiten) cs wagen, mir von Ihnen eine geneigte Auskunft über mehrere, die Cvrresondenz nach dieser Insel betreffende Gegenstände zu erbitten? — Darf ich !m Vertrauen auf das Gefühl, das in jedem mcnsch« Iichgesinnten, in jedem guten Herzen wohnt, cs wagen, Tie inständigst zu ersuchen, so weit es innerhalb der Grenzen Ihrer Vorschriften geschehen darf, mir zu Erfüllung des frommen Wunsches zu verhelfen, den Schmerze», welche mau dort erleidet, einige tröstende Linderung zu verschaffen. Darf ich Sie demnach bitten mir von Lord Bathurst die Er- janbniß zu bewirken, diejenigen Bücher, Flugschriften, öffentliche Blätter und andre Dinge vou denen ich glauben darf, daß sie dort angenehm scyn wurden, nach Lvngwood gelangen zu lassen, und dabei im Falle der Gen-Hnügnng, selbst die Person zu bezeichnen, der sie das Geschäft der Nachfrage nach diesen Gegenständen und des Einkaufs derselben anvertrauen wollten, so daß ich nur die Bezahlung des Betrags auf Ihre Ordre mir dabei vor- hchielle. Darf ich Sie endlich noch bitten, wenn in den offnen Briefen, die ich Ihnen für St. Helena zusendcn werde, die kleinste Ihnen unangenehme Phrase Vorkommen sollte, solche, mit meiner andurch erklärten Zustimmung, so fort auszustreichen, um nur die Abschik- knng nicht zu behindern, und mich gütigst davon zu unterrichten, daß ich die begangne Unschicklichkeit für die Zukunft vermeiden kann- Sie werden in dem Briefe, den ich Ihnen heute für Lvngwood zuzuschicken, die Ehre habe, finden, daß ich darin mein Verlangen nach einem Manuscnptc (die Feldzüge in Italien) einem Werke, das den jetzigen politischen Verhältnissen ganz fremd, aber von großem Wcrthe für die Geschichte und die Wissenschaft ist, zu erkennen gegeben habe. Würden Sle wohl in dem Falle, daß cs mir von Lvngwood aus anvcrtraut werden sollte, die Gewogenheit haben, die baldigste Anhersenduug desselben dadurch zu fordern, daß Sie so fort Sir Hudson Lowe die Formalitäten bekannt machten, welche von beide» Seiten zu beobachten scyn möchten, um solches an mich gelangen zu lassen? — Ich weiß sehr wohl, mein Herr, daß ich die große Menge 79 Ihrer Geschäfte und Sorgen hierdurch noch vermehre, und dennoch zweifle ich, in Ansehung der Heiligkeit der Bewegungsgründe, welche mich bei meinen Bitten leiten, keinesweges an deren Erfüllung. Ich werde Ihnen dafür innig und wahrhaft dankbar scyii- In der Absicht, so wenig als möglich lästig zu werden und den Gegenstand meiner Wünsche zu vereinfachen, habe ich mich anstatt Lord Baihurst desfalls anzugehcn, geradehin an Sir gewendet. Sollte ich hierm- nen etwas Unschickliches gethan haben, so wäre es in meiner Unschuld und ohne allen Vorsatz geschehen. Ich habe die Ehre rc. Der Graf von Las-Cafes. Zweiter Brief des Grafen Las-Cases an den General Grafen von Bertr and. Sie sehen, daß ich getreulich Wort halte; ich schreibe Ihnen nach Ablauf eines Monats und an dem nämlichen Lage wieder. Ich bleibe bei diesem Datum, damit Sie dadurch immer gewisser werden sollen, daß ich ihn nie verfehlen will- Es werden jedoch mehrere Theile meines Briefes neuer seyn; als dieses Datum und daran ist das Schweigen der Frau von Las Cafes schuld, von welcher ich an jedem Tage Briefe aus Paris erwartete. Sie hat mich vhngefahr seit einem Monate verlassen und sollte alle Ihre. Verwandte, so wie die Angehörigen der Generale Gourgaud und Montholon besuchen. Statt der ganz genauen Nachrichten, die ich hierüber von ihr bekommen sollte, höre ich gar nichts davon und da ich meinen Brief nicht länger aufschteben will, so bin ich ge- nöthigt, alles Nähere hierüber bis auf den künftigen Monat aus- gesetzt seyn zu lassen; ich weiß jedoch gewiß, daß sic mit eben so großem Eifer nnd mit eben so vieler Sorgfalt Erkundigung ein- ziehen wird, als ob ich es selbst thate. Es freut mich sehr, daß Sie meinen ersten Brief richtig erhalten haben. Ich hatte ihn mit einem Schreiben an Heren Goul- burn abgehen lassen und empfange eben seine Antwort. Zu meinem großen Vergnügen ist letztere voll Aufmerksamkeiten und Achtungsbezeigungen, so wie überhaupt in jeder Rücksicht höchst befriedigend; ich schöpfe daraus die Hoffnung, daß man sich vielleicht uur mißverstanden haben könnte. Ich habe jetzt die Versicherung, daß man immer bereit ftp» werde, meine Briefe abzuschicken, wenn sie von eben der Natur wie der erstre wären und sich dabei nicht größere Bedenklichkeiten zeigten. Mn hat noch hinzugefügt, daß Ihnen, wie ich solches gebeten hätte, auch die von mir genannten Bücher und Flugschriften zukommcn sollten. Man erbietet sich, selbige cinzukaufeu, über die Abseudmig Aufsicht zu führen, und behält sich nur vor, mir von Acit : zu Zeit den Betrag zuin Bchufc der Bezahlung auzuzeigcn. Man z giebt mir ferner zu erkennen, daß wenn der Kaiser mir d ie Feld- l zu ge in Italien anzuvertrauen wünschte, Sir H. Lowe angc- ' wiesen sei, selbige nach England «bgehen zu lassen, von wo aus ^ sic mir, in der von Longwovd aus anzugebenden Form, nach vor- hergenommencr nothweudigen Einsicht, überschickt werden würden. Endlich meldet man mir, daß meine mir auf der Themse weggenom- > menen Papiere sogleich und uneröffnet zurückgeschickt worden wä- > reu, mithin nur irgend ein widriger Umstand daran Schuld seyn könne, daß ich sie noch nicht erhalten hätte, was allerdings der Fall ist. Ich hoffe sonoch, daß Sie schon mit diesem Briefe zugleich einige neu herausgckommene Sachen erhalten werden. Unglücklicherweise bin ich zu entfernt und nicht am rechte» Orte, um selbst ausznwählen und das Neueste zu erlangen. Aber ich stehe im Be- ! griffe, deshalb nach London zu schreiben und denke wohl diese» i. Uibelstand zu heben. Ich hoffe ferner mit eben dieser Gelegenheit l noch eine Menge von Dingen an Sie abzusenden, an deuen Sie > dort Mangel leiden, oder die Ihnen sonst angenehm, vielleicht ! selbst.für die Gesundheit des Kaisers von wesentlichem Nutzen i scyn können. ! Ihre Majestät die Kaiserin Marie Louise befinden Sich im besten Wohlseyn und unausgesetzt zu Parma, und ihr Sohn war, nach einer Nachricht, die ich erst vor wenigen Tagen von jemand, der ihn auf einem Kinderballe gesehen hatte, schön wie der Gott Amor. Ganz Wien ist entzückt von ihm — das sind die eignen Worte des Erzählers. Er tanzt leidenschaftlich und außerordentlich gut. Alle Brüder der Kaiserlichen Familie haben mir die größte Zärtlichkeit, den herzlichsten Antheil bewiesen. Von allen Seiten drangen sie mit Anerbietungen in mich. Es wird mich sehr glücklich machen, Ihnen regelmäßig in jedem Monate von denselben Nachricht zu geben. - Der Prinz Jerome hat mir sagen lassen: Nur die Unmöglichkeit könne dem Grenzen setzen, was er für mich zu thun bereit sei. Er hat den braven und tugendhaften Planst bei sich ausgenommen, der, seit unserer Trennung von ihm auf dem Be- lerophon, in der größten Noth umbergetrieben wurde und in Gefahr kam, unter freiem Himmel zu sterben. Die Prinzessin — 8i Hortensia schnübt nur, daß sie sehr verfolgt worden sei, aber wenn die innige ehrfurchtsvolle Ergebenheit, welche ihr .Herz erfüllt, die Ursache ibrer Leiden wäre, dann würde sic darauf stolz sepn und sich glücklich preißeu.. So oft es meine Gesundheit nur gestattet, mache ich der Prinzessin Joseph meine Aufwartung. Sie lebt bei ihrer Kränklichkeit höchst eingezvgen und ist medrentheils bctllägrig. Wir sprechen dann von St- Helena; unsere Gedanken überfliegen das Meer und wir sind in diesen Momenten recht glücklich. Ihre Tochter sind wunderschön und Ihr Gemahl befand sich nach sehr neuern Nachrichten wohl- Er hat sich der beiden Domestiken des Kaisers angenommen, welche die englische Regierung an der häuslichen Einrichtung in Lougwood zu kürzen für gut fand- Prinz Lucian giebt mir Kunde von dem Theile der Familie, der sich zu Nom befindet. Die Kaiserin Mutter, der Herr Kardinal Fesch, die Prinzessin Borghese und der Prinz Louis' sind sehr wohl und vereinigen ihre Wünsche und ihr Gebet für die Gesundheit und die Erhaltung ihres hohe» Verwandten. Der Prinz Lu- rian lebt, wie er sagt, recht glücklich in Nom; er hat seine drei Töchter vvrthcilhast versorgt. Dennoch ist sein Geist wie sein Herz immerwährend in St. Helena. Er kann nicht daran denken seinen Bruder in seinem Erilc verschmachten und hinstcrben zir lass.n, und dringt in mich ihm recht offenherzig zu sagen, ob es den Kaiser eben so glücklich machen würde, ihn zu sehen als er cs sepn würde zu ihm zu gehen- Er tragt mir dabei auf, was ich denn auch mit derselben Post thue, bei der englischen Negierung anzufragen, ob sie ihm wohl gestatten würde sich zu seinem Bruder nach St- Helena zu begeben und daselbst zwei Jahre cdcr auch für immer, wenn ihn sein Bruder nicht zurückschicke, mir, oder ohne seine Gemahlin und Kinder zu verbleiben; seine Gemahlin strebe nach der Ehre ihm zu folgen und er wolle sich verbindlich machen, daß durch ihn und die Seinigcn der Aufwand in keiner Weise vermehrt werden solle, sich auch hiernacbst allen Beschränkungen die man seinem Bruder auferlegt habe und allen sonstigen Bedingungen unterwerfen, die man von ihm, noch besonders sowohl Hör seiner Abreise als nach seiner Rückkehr sodern möchte. / Es drängt mich, mein theurer General, noch einmal bittend tue Frage zu wiederholen, ob wohl der Kaiser die Gnade haben will, mir die Feldzüge von Italien anzuvcrtraucn; dann würden Sic mir auch vielleicht späterhin die Feldzüge von Egypten zuschicken. Es sind dies zwei Schätze für die gelehrte Welt und für die Geschichte, die der gegenwärtige» Politik ganz fremd sind L, CastS Taaeb. 12, Vd. 6 82 — und bei deren Bekanntmachung man also kein Bedenken haben kann. Ich habe die Danksagungen der Gräfin Bertrand für das ihr bewiesene freundliche Andenken und die ihren Kindern bezeigte Aufmerksamkeit, nach London gelangen zu lassen. Hätte ich in England bleiben dürfen, so würde ich mich an Ort und Stelle sclbst bemüht haben, etwas herauszufinden, das den Danren dort hätte angenehm seyn können. In dieser weiten Entfernung aber habe ich nichts, «IS meine herzlichsten Wünsche für ihr Wehl. Ich empfinde sie tief diese Wunsche — wie für Sie Alle, meine lheurcn Gefährten! Der vcrhängnißvvlle Felsen kommt mir nicht aus dem Sinne. Meine Gesundheit ist fortwährend sehr schlecht; mein Kopfschmerz nimmt täglich zu und die Aerzte wissen nicht, was sie dazu sagen sollen. Möchte mir doch der Himmel meineKräfte zu dem Dienste erhalten, wozu mein Herz mich auffodcrt! Ich um rme Sie ins- gestimmt mit der größten Zärtlichkeit. Sorgen Sie alle für Ihre Gesundheit. Ihr Wohlbefinden soll mein Lohn — der Lohn aller derer seyn, die Sie gleich mir lieben. Der Graf von Las Cafes. Der Graf von Las Cafes an .Herrn Goulbnrm bei Uibersendung des vorstehenden Briefes. Frankfurt am Mayn, den 4. März 181F. Ich empfange in diesem Augenblicke Ihren Brief. Er enthält die befriedigendste Antwort auf alle Puncte des meinigen und Sie geben mir dadurch einen Beweist von Ihrem persönlichen Wohlwollen, wofür ich Ihnen den innigsten, tiefgefühltesten Dank darbringe. .Hier angeschlossen folgt ein zweiter, für Longwood bestimmter Brief. Alles was Sie mir von der Zeit, wo ich noch in St. Helena war, in Betreff des italiänischcn Feldzugs in's Gedächtnist rufen, ist sehr richtig. Bringen Sie gütigst dem Lord Bathmst meinen Dank für die Instructionen, welche er an Sir Hudson Lowe ergehen läßt, um die Absenkung dieser Schriften zu erleichtern, im Fall der Kaiser gnädigst geneigt seyn sollte, mir dieselben anzuvertrauen. Ich werde sofort nach London schreiben, daß man Ihnen ein Verzeichnis! der Bücher und neuern Erscheinungen in der Litteratur übergeben soll, von denen ich wünschte, daß Sie dieselben gefälligst nach Longwood übersendeten. Ich bin zu entfernt, um sie selbst zu gehöriger Zeit auszuwählen- Im Fall aber die Gelegenheit zu Absenkung derselben zu schnell einträtc, als daß Ihnen i dieses Verzeichniß überreicht werden könnte, dann wage ich es Sic zu ersuchen, ohne Weiteres selbst die letzten Flugschriften von Pradt, Fi-v«e, Benjamin Constant, Chateaubriant, was über das Eoncordat erschienen ist u> st w. abznsendcn und außerdem noch nach eigner Wahl hinzuzufügen, was Sic als das Beste, das > Neueste, das Einpfthlenswürdigste in der Lesewelt erkennen. So !! bitte ich Sic ferner, die Gewogenheit zu haben, das Journal du ! Commerce, sobald man nicht schon seit meiner Abreise ein ande- res französisches Journal dort erhalt, so wie auch irgend ein Op- xositions-Journal, welches Sie für gut finden, für Longwood zu nehmen. Der Curier und die Times sind auf der Insel zu haben und man gab sie uns dort zum Lesen. Ich werde die Kosten, so ! wie Sie mir dieselben gefälligst anzeigen alsbald berichtigen und bit- ! te dabei nur die einzelnen Federungen nicht zu hoch steigen zu lassen und c sie nicht nach Sicht von mir zu beziehen. Ich habe keine Mittel zu meiner Disposition; diejenigen, welche ich so glücklich war dort ; anzubieten, und sie angenommen zu sehen, sind mir noch nicht ^ zurückgezablt. Ich muß also in anderer — in eines jeden andern j Beutel greifen Ich bin der Bettler des Belisar. ? Ermuthigt durch den jetzigen Inhalt Ihrer im Diensteer - th eilten Antwort, noch mehr irr der festen Hoffnung auf ihre j freundliche Dieiistfert.igkcit, bin ich so kühn, bei meinen I Bitten immer weiter zu gehen. Vergeben Sie also, wenn ich Sie noch ersuche, den Sendungen nach Longwood einige Dinge die dorr sehr angenehm oder für die Gesundheit des Gefangenen ? in Longwood selbst wesentlich seyn würden, beizufügen. So haben Sie dann die Güte einige Pfunde von dem besten Caffec, der nur in London zu erlangen ist und eine kleine Quantität des vor- züglichsten Bordeaux-Weins besorgen zu lassen- Was den letzter» !! betrifft, weiß ich aus Erfahrung, daß man ihn an Ort und Stelle aus dem Keller der Eigcnthümer zu sechs bis sieben Franken be- >j kommen konnte, der besser als jeder andrer war, wie man ihn zu verkaufen pflegt. Es würde mir von großem Werthc seyn, wenn l cs möglich wäre, etwas von der Art zu verschaffen. Es ist in der ! Thal die reine Wahrheit, wenn ich Ihnen jetzt weit entfernt von ! aller Empfindlichkeit oder üblen Laune die Versicherung gebe, daß ij nur zu oft Napoleon Wein geboten wird, der nicht zu trinken, jj und daß cs eben so mit den mchrestcn andern Dingen ist, die h ihm gereicht werden. Eie werden das leicht begreifen, wenn Sie ^ gntigst erwägen wollen, daß wir zu Longwood auf Entreprise verpflegt wurden. 2hrc Regierung zahlt das Geld, das glaube .z ich gern, aber Sie kennen den Gang der Geschäfte zu gut, als ! daß Sie nicht wissen sollten, welche Nachtheile und Mißbräuche > bei dergleichen Lieferungeu statt finden. Es soll das nicht eine neue Beschwerde sepn, welche ich verbringe, sondern nur eine stcrzenscrgießung. Ich habe vom Eap aus Constantia - Wein ge- s schickt; inan hat ihn sehr gut gefunden und sich darüber gefreut. ^ Würden Sie wohl befehlen, auf meine Rechnung eine neue Sendung von dortanS statt finden zu lassen. Ein anderer Gegenstand noch würde mir von großem Wrrthe sepn, wenn man nämlich an Ort und Stelle etwas von unsrem beste» Provcncer-Ocl zu bekommen suchte- Wir haben dort nie welches gehabt, das uns nicht widerstanden hätte; so empfand man. auch sehr lebhaft de» ! Mangel an Ean de Erlogne, wovon man immer, weil man sich i daran gewöhnt hat und selbst der Gesundheit wegen viel ver- ^ braucht. Ich weiß sehr wohl, daß ich hier von einer Menge von Din- « gen spreche, die ganz außer Ihrer Sphäre liegen. Ich begreife - »sch nicht einmal recht, wie Sie bei dem besten Willen, damit zum Zwecke kommen könnten; inzwischen scheint es, als ob schon j die Humanität, schon ein gewöhnliches mit Achtung verbnndncs l Verfahren, ein Recht auf dergleichen Nachsicht gäbe, lim dem i allen zu begegnen und alles das selbst zn vollbringen, bat ich ja ! so dringend und so eifrig um die Erlaubniß, mich an Jhten Usern niederlassen zu dürfen. Was ich Ihnen eben angegeben habe, hätte meine ciuzige, meine immerwährende Beschäftigung ausgemacht. Ich würde sie vollbracht haben, ohne den mindesten Vorwurf auf mich zu laden, mau hätte sich dabei ganz auf mich verlassen können, Ich wäre meinem Versprechen gewiß vollkommen i treu geblieben und welchen Nachtheil hätte es nur bringen können, ! mir ein so unschuldiges, so natürliches Geschäft zu gestatten? ^ Welchen Namen verdient dagegen ein so grausames Verbot, wie man desfalls ertheilt hat. Wird man es dabei bewenden lassen? Ich wünsche und bitte unausgesetzt eine Milderung desselben zu meinem Gunsten — das heißt zn Gunsten des Rechts. Ich wohne i hier in Frankfurt gerade so, als wenn man mich noch immer mit der vorherigen Strenge beobachtete; ich komme fast nicht mehr ans meinem Zimmer. Sv würde ich cS auch in London gehalten haben. ! Ich schließe meinen langen Brief mit der Bitte, dem Herrn ^ Minister das Gesuch des Prinzen Lucia» Bonaparte, womit er mich beauftragt hat, vorzulcgcn: Es besteht darin, ihm zn ge- ls 85 statte», daß er »ach St. Helena reisen, dort mit, oder auch ohne seine Frau und minder zwei Jahre lang verweilen dürfe, wobei er sich verbindlich machen würde, daß weder durch seine, noch durch der Scimgen Anwesenheit der Aufwand vermehrt werden solle, daß er sich allen seinem Bruder auferlegtcn Beschränkungen und zudem noch allen übrigen unterwerfen wolle, die man von ihm persönlich, vor seiner Abreise oder nach seiner Rückkehr, crfcdcrn möchte. Das was Sie die Güte gehabt haben, mir über die mir auf der Themse wcggenommencn Papiere zu sagen, war das erste Wort, was ich seitdem wieder darüber hörte. Ich habe so eben den hiesigen engtischen Minister ersucht, sie in Berlin zu recla- mircn, wo man sie vergessen zu haben scheint. Ich versichere Ihnen, daß ich bedeutende Verluste und recht empfindlichen Schaden durch deren Entbehrung erlitten habe, und noch täglich erleide. Ich habe die Ehre mit der vollkommensten Hochachtung zu scyn u. s. w. Der Graf von Las Cafes." Dritter Brief des Grasen von Las Cafes an den General Grafen Bertrand. Frankfurt, den iS. Marz 1828. Es gereicht mir zu einem besonder» Vergnügen, mein theu- rer General! jetzt, indem ich den dritten Brief an Sie schreibe, mir zu denken, daß mein erster Ihnen nun schon recht nahe sep» muß. So hoffe ich auch, daß mein zweiter unterwegs se»n wird, wenn ich auch nicht so glücklich bin Gewißheit hierüber zu haben. Man sollte Ihnen damit eine ziemliche Anzahl neuerer Schriften übersenden und ich will eben ein kurzes Verzcichniß von einige» andern abgehen lassen, welche man Ihnen mit diesem Briese zuschicken soll. Ich habe Briefe von meiner Frau erhalten, welche im Begriffe steht Paris zu verlassen, um mit meinen Kindern bei mir zu wohnen. Sie schreibt mir, daß sie Gourgauds Familie gesehen und derselben über ihn und ihr dortiges Leben alle die Kunde gegeben habe, welche sie durch mich erhalten hätte. Seine Mutter und seine Schwester befind«» sich sehr wohl und hegen die zärtlichsten Wünsche für ihn. Ihre Familie, Herr Groß-Marschall! war in der Provinz und seit langer Zeit schon wußte man nichts Näheres von derselben. Von Montholvns Verwandten hatte die Gräfin von Las Cafes unglücklicher Weise niemand getroffen. In 85 meinem nächsten Briefe hoffe ich Ihnen von den Ihrigen etwas sagen zu können, obschott sie sich so weit entfernt von der Hauptstadt befinden Alle Glieder der kaiserlichen Familie befinden sich sehr wohl. Ich habe seit meinem letzten Briefe Nachrichten von einem jeden derselben erhalten und sie werden mich in den Stand setzen Ihnen regelmäßig in jedem Monate Kunde von selbigen zu geben. Alle folgen dem Kaiser mit ihren Wünschen und leben nur in ihm. Die mchresten waren bis jetzt ganz ohne Nachricht von ihm geblieben. Das Wenige, was durch mich nun an sie gelangen konnte, war ihnen von großem Werthe und sehr lieb. Um dem so natürlichen Interesse, welche diese an ihm nehmen und ihrer Zärtlichkeit Genüge zu leisten, will ich die englische Negierung bitten, mir, sobald sie Nachrichten ans St. Helena erhält, den Gesundheits- Zustand des Kaisers wissen zu lassen- Ich werde im Namen der ganzen zahlreichen Familie diese Gunst »achsuchen, und ich hoffe, daß man sie bei der Innigkeit, womit ich bitten werde, nicht Abschlägen wird. Der Prinz Iervme erzeigte mir die Ehre an mich zu schreiben- Er sagt: daß nur die Bedingungen die man ihm für seinen Briefwechsel vorgeschrieben habe und die tiefe Ehrfurcht, welche er für seinen erhabenen Bruder, den er als seinen zweiten Vater betrachte, stets hegen werde, ihn bewegen könnten, ihm nicht selbst zu schreiben und sein ganzes Daseyn ihm zu Füßen zu legen- Wcnn sich die Lage des Kaisers im künftigen Jahre nicht gebessert haben sollte, so ist sein Vorsatz, sich von der englischen Regierung die Erlaubniß zu erbitten, mit seiner Gemahlin und seinem Soh- „c nach St. Helena zu gehen, weil er glaubt, daß dann kein vernünftiges Bedenken mehr gegen diese Reise obwalten könne. Die Königin theilt mit ihrem hcldcnmüthigen und erhabenen Sinne diese Gesinnung und hat gleiche Wünsche mit ihrem Gemahl. Der Kardinal Fesch schreibt mir, in seinem und der Kaiserin Mutter Namen, daß sie die einzigen wären, welche keine Rücksichten auf eigne Familie zu nehmen hätten und nicht fürchten dürsten denselben Unannehmlichkeiten znzuziehen. Ich soll mich also vor allen andern an sic wenden, wenn es darauf ankvmme, in etwas, worin cs auch nur scyn mochte, die schreckliche Lage des Kaisers zu lindern. Die Gräfin von Survilliers, die ich sehr oft zu sehen die Ehre habe, und deren Verlangen immer nach St- Helena gehr, ist sehr krank. Sie leidet viel und es ist in der That für ihr Leben zu fürchten. Die Prinzessinnen, ihre Töchter, befinden sich sehr wohl. - 87 - Endlich habe ich jetzt die mir auf der Themse wcggenommc- »cu Paniere wieder erhalten, nachdem sie vier Monate vergebens mnhergereis't sind und ihr Entbehren mir täglich neue Nachtheile verursacht hat. Unglückliche Zufälle haben diesen mich so beküm, men,Len Verzug herbeigcsührt, denn sie sind uneroffnct zurückge- geben worden. Die Zeit wird mir sehr lang, bis ich Nachrichten von Ihnen und Ihre Aufträge bekommen kann. Traurigerweisc ist die Entfernung so groß und die Communication so unregelmäßig, daß ich wohl noch nicht sobald meine Wünsche erfüllt sehen werde. Fo- dern. Sie von mir, was Sie nur wollen — bis dahin muß ich mich auf das Errathen legen. Der Lhcrl des Moniteurs, der Ihnen fehlt, wird Ihnen zukommen. Ich schreibe heute deshalb. Endlich habe ich auch nun Briefe von meinem Agenten in London. Er meldet mir, daß er alle meine Wechsel honorirt habe, was mir sehr angen hm war, aber er sagt auch zugleich, daß er zwei neuere Anweisungen von Ihnen erhalten hätte, deren Zahlung er habe verweigern müssen, weil er danibcr weder eine Meldung, noch einen Auftrag von mir gehabt hätte. Ich bin außer mir darüber. Seit ich Sie verlassen hatte, konnte ich mich mir ihm über nichts ciuverstehcn. Ich habe ihn auf der Stelle geantwortet und ihm aufgetragcn, der Sache so gut er nur immer könne, «bzuhelfen- Cr sagt mir übrigens nicht, waS für Anweisungen cs gewesen sind. Meine Gesundheit bleibt immer gleich schlecht, wenn sie sich auch nicht bedeutend verschlimmert. Ich verzweifle ganz au deren Besserung, weil ich, der cingetretncn schonen JahreSzeir ungeachtet, nichts davon verspüre. Ich bleibe daher in Frankfurt — dem Mittelpunkte einer Menge warmer Mineral-Bäder, nach welchen die Aerzte mich schicken wollen. Empfangen Sie Herr Großmarschall meine herzlichsten Wünsche, den Ausdruck meiner inuigstcu Empfindungen für Sie und meine lieben Gefährten- Ich denke an nichts als nur an die mir so theure Cvlonie, für die ich lebe. Sorgen Sie für Ihre Gesundheit, das ist die Bitte aller, die Sie lieben. Diese Bitte vernehme sie an jedem Tage für Sie insgesammt Es leben hier und in der Umgegend mehrere Verbannte. Einige davon gehören zu Ihren nähern Bekannten. Sic lieben und verehren Sie. Der Graf von LaS Cafes — 88 Det Graf von Las Enscs, an Herrn Goulburn, bei Ui Versendung dev vorstehend» Briefes. Frankfurt, den 27. März 18:8. Ich habe die Ehre Ihnen hiermit den dritten, nach St. Helena bestimmten Brief zuznsendcn, und erhalte in diesem 'Augenblicke die mir in Dower weggenommenc» Papiere zurück. Ich finde sie nnervfsnet und danke Ihnen für dieses Verfahren. ES ist mir nicht eingefallen, deren Durchsicht zu verweigern. Mein an Lord Sidmouth gerichteter Brief, der gegen mein Wissen und meinen Willen unglücklicherweise bekannt gemacht worden ist, bestätigt eS. Ich bedanre übrigens, daß der Scharfsinn und der übel- angebrachte Eifer eines Subalternen zu einem Ereigniße Anlaß gegeben hat, das mich viermonatüchc Sorgen und tägliche Entbehrungen kostet. Ich darf nicht zögern, Sic auf eine Lhatsachc aufmerksam zu machen, die mir unbegreiflich ist und Ihnen vielleicht entgangen sc»n könnte. Sie haben mir die Ehre erzeigt, unter dem 12. Februar an mich zu schreiben. Der englische Minister atlhier hat mir diesen Brief am nLten desselben Monats zugestellt und in den Limes vom -len März steht ein Artikel, der, bis auf geringe Abweichungen den Sinn und die Worte Ihres Briefes, mit dem Zusätze enthält, daß ich ihn mitgetheilt hätte. Ich brauche mich irohl wegen einer solchen Indiscretion bei Ihnen nicht zu rechtfertigen, da ich unmöglich diese Sache in vier und zwanzig Stunden mich London bringen konnte und begnüge mich daher, daS Geschehene zu Ihrer Kenntniß zu bringen und Ihrer eignen Berechnung ') zu überlassen. Ich versichere Ihnen hiernächst, daß ich zu ES verdient dieser Vorfall, wenn auch nicht a!§ ein wichtiger, doch immer wegen seiner llnerl.äklichkeir ermähnt zu werden. Der Brief des Staats - SecrekairS vom I I. Februar wurde dem Grafen von Lad EascS, am -8. desselben MonarS in Frankfurt von Le», englischen Minister in dieser Stadt jugesteilr und dis Ta,»cs vom Märj, mithin ohngefähr vier und rwauzig Stunden später, euihai- ten folgendes: „Wie erfahren aus einem Pnvaibriefe von Frankfurt am Mayn, daß der Graf von Vas Casts daieibst mir der mähren SInsmeiksainkcit behandelt wird ,nnd »»rer dem besonder» Schutze des österreichischen und engiischeu G-sandren steht. Der Graf har sogar letzthin einen Brief des Unt>rstaatS>Secrelairs ge;eigr, worin er, nächst andeln höflichen Anerbietungen, die Er aubnih erbätr, durch das Dkpar- remrur der Colomen, alle Bücher, Fninchristmi und Zeitungen, weiche dcr Äeneeat Bonavarte nur verlangen möchte, ihm zumstnde». Es entsteht hieraus die nmürlicde Frage: Betrachtet etwa die c » g l i sch e A eg i e r n n g den Grafen von Vas Cafes alS Napoleons Geschäftsträger in Europa? —" Stoßen Werth auf Ihre Zuschriften lege, um dieselben im mindesten bekannt zu machen. Das ist eine Rücksicht die ich Ihrer Gefälligkeit und der Hochachtung schuldig bin, welche ich für Sie empfinde. Ich ersuche Sie für Lougwood auf die Minervc fr an, xaise zu abonniren und fortan die neuesten englischen nnd französischen Erscheinungen beizufügen, welche Ihnen einigermaaßen interessant scheinen. Der Kardinal Fesch schreibt mir aus Rom, daß er zu zweien, malen die Sammlung des Moniteur für Lougwood angeboten habe. Man hat denselben auf St. Helena bis mit dem Jahre 1S17; er fehlt mithin nur von -8,8 an bis zu dem jetztlaufcnden Jahre. Wenn Sie ein Bedenken finden diese 00m Herrn Kardinal Fesch angeborenen Parthicn abznschickcn, würden Sie denn vielleicht geneigt seyn, "selbige an die Stelle derer dahin gelangen zu lassen, welche Sic nach eigner Wahl abscnden wollten? Die Nothweudigkeit einigermaaßen auf Ersparnis zu sehen, veranlaßt mich zu diesem Vorschläge. Die ganze Familie des Kaisers bittet Sie durch mich inständigst — und beschwort Sie zugleich bei der Heiligleit der natürlichsten und innigsten Gefühle, die große Gefälligkeit zu Haren, mich, so oft Sie darüber offizielle Nachrichten erhalten, von vem Gesnndhcitszustande ihres hohen Anverwandten in Kenntnkß zu setzen. ES ist dies eine Gütigkeit, um welche wir Alle Sie bitten und ich erwarte von Ihrem Herz u, das: Cie sich g.rn so viele Menschen zu unendlicher, inniger Dankbarkeit verbinden werden. Ich weiß sehr gut, daß jeder Brief, den ich Ihnen schreibe, neue Beschwerden für Sie, oder neue Verlegenheiten, in welche ich Sie Nun lg der Nnlkkl, was den Staats-Serretair betrifft, bis aus einige Ausdrücke vollkommen gegründet und von dem Grafen LaS CaseS wird man nicht verlangen, das! er sich wegen einer Unbescheidenheit rechtfertigen soll, wodurch der Inhalt des Briefes in vier nnd zwanzig Stunden von Frankfurt nach London gekommen seyn mühte; ES muß allo, da er doch so rlch,ig in j-ium Artikel angegeben lg, die Depesche deS UnterstaalS-SecrerairS auf dem Wege von London nach Frankfurt, oder gar in London selbst ansgemachr worden seyn; oder man muß In seinen Vüieanr herumgel'nchl haben. Dies üi LH,Mache, kS fragt sich aber NU», wer Hane das wohl rhttli können, wie nnd warum wäre cs geschehen? Was konnle man mit dem Artikel nur eigentlich beabsichtigen? — CS ist dies übrigens nicht das rinzlge Beispiel, wobei eine genaue Uiber.lnstlmmnng der Zeitungsartikel mit der geheimen Correspondenz von Lougwood wahrgenommcn worden lg. Man ig bereit eS zu beweisen und durch nnwidertegliche Urkunden darziuhmn verwickele, enthält; aber ich versichere Sic von Grund der Seele; daß cs gegen meine» Willen geschiehet nnd daß ich mich sehr glücklich schätzen würde, wenn ich Cie davon befreien und diese Sorgen selbst übernehmen konnte- Dies veranlaßt mich, auf sehr natürliche Weise in bester Absicht, um des gemeinschaftlichen Vor- thcils willen, Sie nicht in Ihrem öffentlichen Character, sondern nur als Privatmann zu fragen, ob ich wohl gänzlich darauf verzichten muß, jemals zu Ihnen kommen und dort das fromme Amt ausübcn zu dürfen, dem ich den Rest meiner Kräfte und meines Lebens gewidmet habe? Wenn ich dazu die mindeste Hoffnung haben könnte, so würde ich morgendes Tags die förmliche Bitte desfalls an Lord Bathurst wiederholen. Im entgegengesetzten Falle werbe ich mich freilich vor einer Maaoregcl hüten, welche nur neue bittre Bemerkungen und Klagen hcrbeiführen möchte — die ich, in Folge meines Charakters, so viel als nur immer möglich, vermeide. Ich habe die Ehre u. s. w. ^ Der Graf von Las Cafes, Vierter Brief des Grafen von Las Cafes an den General Grafen Bertrand. Frankfurt, den >5. April i8i3. Die Gräfin von Las Cafes hat die Erkundigungen über Ihre und der übrigen Herren Familien fortgesetzt- Ich habe hiernächst selbst geschrieben und ei» Kammerdiener hat meine Briefe bestellt. So habe ich denn erfahren, daß die Ihrigen sich wohl befinden und ruhig sind. Die Schwester des General Gourgaud hat mir unmittelbar einen äußerst lieben Brief voll Zärtlichkeit für ihre» Bruder geschrieben. Mein dritter Versuch hingegen hat nur ein gänzliches Schweigen zur Folge gehabt. Sie werden meine Angaben sehr mager und trocken finden, Herr Groß-Marschall. Es ist aber nicht mein Fehler, ich melde Ihnen so viel ich kann. Eie würden unrecht urtheilen, wollten sie hiervon aus Mangel an Sorgfalt und Mühe schließen. — Ich verwende sic ohne Unterlaß- Von der Familie des Kaisers habe ich fernerweite Nachrichten erhalten. Die Mitglieder derselben sind gesund; sein Sehn wird immer schöner. Die Kaiserin hat sehr abgenommen, sagt man mir. Ich habe vhnlängst jemand von der Prinzessin Murat gesprochen- Es war ihm besonders aufgetragen, mir ihre zärtlichen Besorgnisse für ihren erhabenen Bruder, ihre treue Ergebenheit, ihre herzlichen Wünsche für ihn zu schildern. Von der Prim — 4 ' — zessin Elise habe ich eben einen Brief erhalten, der gleiche Gssüh- le ausspricht. Alle leben nnr in dem Gedanken an ihn, der ihnen so thcuer ist, der sie mit Wvhlrhaten überhäufte und dem sie ihr ganzes Herz gewidmet haben. Die Prinzessin Elise bewohnt Triest. Sie sagt mir in ihrem Briefe, daß sie fünfmal nach St- Helena geschrieben habe. Der Kardinal bemerkt seinerseits auch, daß man von Rom aus sehr oft schreibe. Man hat mir von London, auf die Anfrage, die ich im Aufträge des Prinzen Lucian in Betreff der Absicht, seinen erhabenen Bruder zu besuchen, gcthan hatte, geantwortet; ich muß mir jedoch erst eine Erläuterung dieser Antwort erbitten, welche ich nicht ganz verstehe, che ich sie Ihnen mitlheilen kann. Der Prinz Jerome, der im künftigen Jahre einen gleichen Versuch machen wollte, hat eine Sache, die ihm so sehr am Herzen lag, nicht so lange verschieben können. Er will sich jetzt selbst an den Prinz--Regenten wenden und ihn um Er- laubniß bitten, mit seiner Frau und seinem Sohne sofort diese Reise zu unternehmen. Der Kardinal giebt mir die genauesten Nachrichten über alle zu Rom wohnenden Familien-Glieder. Die Prinzessin Hortensia lebt ruhig in Augsburg; ihr Bruder besucht sie dort von Zeit zu Zeit. Sie beschäftigt sich mit der Erziehung ihres zweiten Sohnes, hat auch den ältesten einige Monate bei sich und bei dieser kurzen Anwesenheit die Freude gehabt, zu sehen, wie sich in. ihm alle Eigenschaften entwickeln, welche Ehre machen, euuiehmen und Interesse erwecken. Er ist dann zu seinem in Nom lebenden Vater heimgckchrt- Ich hoffe, daß Sie nun meinen ersten Brief erhalten haben müssen, und zähle die Lage und die Stunden, die mir Ihre Antwort bringen sollen, weil ich dann etwas bestimmteres erfahren werde, was ich nach eines jeden von Ihnen besonder» Wünschen etwa thnn kann. Sagen Sie sich einander stets, daß ich sammt den Meinigen, nur für diesen Beruf lebe und selbst der Tod den Fortgang meiner desfalsigen Bemühungen nicht unterbrechen kann; ich werde in Zeiten für einen Nachfolger sorgen. Nichts wird meinem Eifer, so wie der Liebe und Ergebenheit meiner Gehülfen unmöglich seyn. Man antwortet mir von London ans mit vieler .Höflichkeit, in Betreff aller der Gegenstände, die ich an Sie abgesendct zu haben wünschte. Sie sollen, wie mir angezcigt wird, die von mir benannten Brochüren erhalten. Man abonnirt Sie für. den M o r- uing Chrouicle, so wie für daS Journal du Commerce und zwar für das von Paris, welches das bessere sepn soll. Sagen Sie mir übrigens auch hierbei, wie bei jeder andern Sache, —- Y2 — was sie eigentlich wünschen, verschweigen Sie nichts, was Ihnen in Longwood Vergnügen mache» könnte. Wegen der Provisionen an Wein, Caffee, Ocl u. s. w., wovon ich in meinem Briefe sprach, antwortet man mir, das eine bedeuterde Eendnng der besten Qualität hiervon bereits abgegan- gcn sei, sendet mir dabei das Verzeichnis- und sagt hinzu, daß auch Lord Holland seinerseits, auf Bitte der Prinzessin Borghese, ein Gleiches gelhan habe; auch hierüber habe ich eine Liste erhalten. Meine Gesundheit ist unglücklicherweise noch eben so erbärmlich wie sonst,-ich sehe keine Erlösung und dicAcrzte verbieten mir durchaus jede Arbeit. Ich bin !m Begriff in einige Bäder zu reisen und werde Ihnen demnach wohl in meinem nächsten Briefe meinen Abgang von Frankfurt melden. Ich habe hier Gelegenheit mehrere Verbannte zu sehen, die in dieser Stadt und deren Umgebung einstweilen einen Anfluchtsort gefunden haben; man läßt sie von einem Lage zu dem andern ihre Aurückbcrusuug hoffen, die allgemeine Stimme verlangt diese, wie man ihnen schreibt. Man glaubt, das gegen dasj'Ende dieses Jahres alle Franzosen das Recht haben werden, in Frankreich zu wohnen. Die gegen sie anSgenbte Strenge scheint sich übrigens nicht ans mich zn erstrecken. Die Gräfin von Las Cafes hat bei ihrer Rückkehr nach Paris von alten Freunden meinethalben Rathschläge und Anerbietungen in Menge erhalten. Sie haben sich auf das allersreuud- lichste becifcrt, derselben ihren Credit und ihre Bemühungen zuzusichern. Allein Sie hat stets zur Antwort gegeben, daß ich eigentlich niemand bedürfte und auch wirklich nicht die Absicht hätte, irgend jemandes Wohlwollen auf die Probe zn stellen; ich hätte mich selbst für einen heilige» und srommen Beruf verbannt und in der Lhat, mein Herr Groß-Marschall! giebt es auch von nun an kein andres Vaterland, so lange Sie sich dort befinden, wo Sie sind und nur das einzige Interesse für mich, daß nämlich meine Bestrebungen, meine Treue und mein Eifer Ihnen einigen Trost und Nutzen, oder doch einige Annehmlichkeit bringen mögen. Bis dahin irre ich in der Welt umher; Uiberall, wohin es seyn muß, trage ich die Phpsivnomie meiner Schmerzen und meiner Sorgfalt. Erhalten Sie auch mir Ihr wohlwollendes Andenken, geben Sie mir den Trost, daß unsre Gedanken sich zuweilen kreuzen und anötauschen. Geduld und Muth, so heißen die beiden ersten Hcldentngcnden und wer weiß wohl besser als ich, daß Sie iusgcsammt dieselben üben? Leben Sie wohl! ich umarme Sie u. s. w. Ter Graf von Las Cascs. N- S. Ich schreibe, daß man Ihnen die Minerve-frau- c aisc, ein neues sehr empfohlncs Werk, das an die Stelle des Mercur getreten ist, so wie auch die BibliothLgue histori - que, von welcher n:an ebenfalls viel spricht, schicken solle. Ich erwarte meine Frau an jedem Tage; sobald sie angekom-> men scyn wird, Null ich meinen Sohn reisen lassen; er ist in dem Alter, wo seine Erziehung beendigt werden muß. Ich wünschte, daß er gehörigen Gewinn von dem glücklichen Anfänge ziehen möchte, den er dabei gemacht hat. Er bittet mich. Ihnen und der Frau Gräfin Vcrtraud seinen Dank für alle die Güte aus- zndrücken, welche Sie stets für ihn gehabt haben. Der Gras von Las Cafes an .Herrn Goulburn bei Uibcrscndung des vorstehenden Briefes. Frankfurt am Mayn, den 26. April 1818. Mein Herr! Ich Hanke Ihnen von ganzem Herzen für Ihre Genauigkeit bei Beantwortung meiner Briefe und für die Gefälligkeit, womit sie auf alle Puncte derselben eingehcn. Ich hoffe, daß n'.ttimthr alle die verschiedenen neuern Schriften, deren Sic gütig st Erwähnung thun, schon nach St. Helena abgegangen sepn werden und bitte Sie nur, noch die Minerne franeaise, von der Zeit au, wo sie erschienen ist, und eben so die Dibliothegue historigue folgen zu lassen, so wie ich Sie denn ein für allemal hiermit ersuche, Ihren Buchhändler oder Corre- spondcnten den Auftrag zu geben, ohne weitere Veranlassung von meiner Seite, die Büchersendungcn alles das enthalten zu lassen, was in französischer oder englischer. Sprache merkwürdiges von Zeit zu Zeit herauskömmt, welcher Meinung es auch angehören möchte. Ich danke Ihnen ferner für Ihre gefälligen Mittheilnngen in Betreff der nach St. Helena abgesendeten Lebensmittel und die (unter Nro- 1 und 2) beigelcgten zwei Listen, wage aber auch zugleich ergebenst zu bitten, bei der ersten sich barbierenden Gelegenheit einige Bonteillen Martinigue - Ligueur, der aber acht seyn müßte, mit abzuschicken. Es wird viel Betrug damit getrieben. Vergeben Sie diese Umständlichkeit. Allein Sic wissen wie glücklich ich mich schätzen wollte, wenn ich Ihnen diese Sorgen ersparen und sie selbst übernehmen könnte; dies veranlaßt mich dann ganz natürlich Ihnen zu sagen, wie sehnsuchtsvoll ich Ihre Antwort auf diesen Gegenstand meines letztem Briefes erwarte. Sic sagen mir, daß, wenn der Prinz Lucian Bonaparte Italien zu verlasse» wünsche, er sich nur an einen der Gesandten der großen Machte zn Paris wenden möchte. Jetzt muß ich jedoch noch ditten, mir zn sagen, vd, wenn er diese Erlanbniß erhielte, er auch aus die Gewährung seines Ihnen von mir vorgetragenen Wunsches s nach St. Helena reisen zu dürfen, hoffen könne. Empfangen Sie die Versicherung u- s. w. ß Der Graf von Las Cafes. ^ Fünfter Brief des Grafen von Las Cafes an den » General Grafen Bertrand. > Frankfurt am Mayn, den i 5 . May 1818. Ich schreibe Ihnen heute nur, mein lieber Bertrand! nm den !j Lag, an dem ich mir fest und unverbrüchlich vorgcnommen habe, k Ihnen Nachricht von mir zu geben, richtig inne zu halten. Da i in inciucn Verhältnissen nicht die mindeste Veränderung eingctrc- teu ist, so könnte ich Ihnen eigentlich Wort für Wort dasjenige wiederholen, was in meinem letzten Briefe steht. Ich hoffte Ihnen eigentlich heute von einem andern Orte her zu schreiben; aber ein sehr heftiges Aügenübcl, das meine übrigen Leiden noch vermehrt, bat mich bis jetzt an dem Antritte meiner Reise nach einigen Bäder» des mittäglichen Teutschlands behindert; doch werde ich nun in einigen Tagen dahin abgeyen. ES freut mich zu hören, daß Ihnen meine frühen, Zuschriften richtig zugesendct werden, auch viele Broschüren au Sie abgcgan- gcn sind und wünsche, daß sie Ihnen die Zeit vertreiben mögen. Unglücklicherweise muß ich Sie ganz blindlings versorgen. Die örtlichen Verhältnisse müssen mich entschuldigen. Ich thue so viel ich kann, da ich für dieses Geschäft mich ganz am Unrechten Orte befinde! Dazu müßte ich eigentlich in einer Hauptstadt wohnen. In London soll ich aber nicht seyn und in Paris dürste ich mich damit nicht befassen. So hindert mich gleichermaaßen diese Entfernung, Ihne» eine Menge von Kleinigkeiten zu schicken, die ich so gern besorgen wollte, wenn ich an Ort und Stelle wäre. Ich war auf den Gedanken gekommen Ihnen einen kleinen chemischen Apparat vorrichten zu lassen; aber ich habe es aufgegebcu, weil ich höre, daß er Ihnen nicht von Nutzen seyn werde- Alle Verwandte des Kaisers sind wohl und erwarten mit Ungeduld den regelmäßigen Lauf Ihrer Briefe, woran sie nicht zweifeln , wenn Sie nur erst meine erste Zuschrift erhalten und dar- - 05 - aus ersehen haben werden, daß ich unveränderlich beschlossen habe, Ihnen genau in jedem Monate Nachricht von ihnen zu geben. Meine Frau wird in wenig Tagen zu mir zurüctkommen, um, wie ich hoffe, mich nicht wieder zu verlassen. Leben Sie wobl, mein lieber General! empfangen Sic meine besten Wünsche. Der Graf von Las Cafes. Der Graf von Las Cafes ün Herrn GoulbUrn bei Uibersendung des vorstehenden Briefes. Frankfurt am Mapn, den ig. März 1818. Ich danke Ihnen ganz ergebenst für die große Gefälligkeit, womit Sie mir anzeigen, daß meine Briefe stimmt mehreren Broschüren und Zeitungen nach Sr. Helena abgegangcn sind. Dagegen betrübt es mich, daß Sie sich in dem Falle befinden, über gewisse Puncto meines Berufes gänzliches Stillschweigen zu beobachten- Meine Bescheidenheit weiß es zu deuten und ich werde bei dem persönlichen Wohlwollen, welches Sie mir bisher bewiesen haben, diese Dinge nie wieder in E-wähnung bringen. In Gemäßheit eines Artikels Ihres Briefes schreibe ich an den Herrn Kardinal Fesch, daß er die Suite des Moniteur vom Jahre 1818 an, mit der ersten ihm passend scheinenden Gelegenheit an das Bürcau des Lord Bathurst nach London absenden kann und daß Sr. Herrlichkeit die Weiterbeförderung derselben nach St. Helena gestatte». Was den Pnnct Ihres Briefes betrifft, wo Sic von der Ihnen im Namen und zunr Vesten der Familie Napoleons von mir vorgetragenen Bitte, wegen eines regelmäßigen Bulletins über sein Befinden sprechen, so erlauben Sie mir, Sie zu ersuchen dem Lord Bathurst bcmerklicb rn machen, daß keinesweges die ganze Familie des Kaisers Napoleon sich zu Rom aufhätt, daß er vielmehr eine Schwester sammt ihren Kindern in Frankfurt, einen Bruder, nebst den Seinigen in Oesterreich, ferner zwei andere Schwestern mit den Ihrigen in der Umgegend von Wien und Triest habe, ohne die übrigen zu rechnen, und daß solche insgesammt sehr großen Werth darauf legen, es als eine wahre Gunst mit dankbarem Herzen erkennen würden, wenn das nämliche Gefühl, wodurch Lord Bathurst bewogen worden ist, regelmäßige Nachrichten nach Rom gelangen zu lassen, auch für Sie spräche, um Sie ebenfalls mit diesen Nachrichten zu beglücken. Dcr Vorzug der hiervor bisher der Prinzess»« Borghese zu Tbeil wurde, ist mir wohl bekannt; über er ging von Rom aus nicht auf alle die Glieder dcr Familie in Tcutschland über; der Weg crfedcrt dann weit größere Umschweife, als derjenige, den ich vorzuschlagen die Ehre Harle. Welche Ansprüche und Rechte mir nun auch mein Herz geben möchte, mir die Theilnahme an diesem Bülletm zu erbitten, so will ich doch gern gänzlich darauf verzichten und von mir dabei durchaus nicht weiter sprechen, weil ich weiß, daß eine solche Gunst bei denen, für welche ich sic erbitte, noch sehr an ihrem Wcrthe gewinnen würde, wenn sie, anstatt erst durch meine Hände zu gehen, von Lord Bathurst direct käme. Jcv bitte also jetzt nochmals und im Namen der Gräfin Snrvil- liers (Prinzessin Joseph Vvnaparte), welche hier wohnhaft ist, ihr gütigst die nämlichen Nachrichten zukommen zu lassen, welche Lord Bathurst der Prinzessin Borghese in Rom regelmäßig zuscndet. Die Gräfin Snrvillierö wird es dann übernehmen, sie der ganzen Familie in Teutschland mitzutheilcn. Eben habe ich durch die Zeitungen die unerwartete Rückkehr des General Gourgaud erfahren. Diese schmerzliche Verminderung dcr Umgebung Napoleons, diese neue Beraubung eines seiner Diener, geht mir sehr zu Herzen und dringt mich Sie zu bitten, bei Lord Bathurst anzusragcn, ob mir nicht erlaubt sepn möchte, in Begleitung meiner Familie nach St. Helena zurückzukehren. Sr. Herrlichkeit können sich durch meinen ganzen Briefwechsel mit Sir Hudson Lowe überzeugen, daß ich dieses Verlangen, diesen Wunsch, nicht aufgegcben habe, als ich die Cvlonie verlassen mußte. Ich glaube nicht, daß cs nöthig wäre, zuvor die Genehmigung des Kaisers Napoleon hierüber ciuzuholen, indem ich mir schmeichle, daß seine Antwort keinem Zweifel unterliegt. Wenn cs jedoch Lord Bathurst dennoch für nöthig erachten sollte, so würde ich nur Sr. Herrlichkeit inständigst bitten, die Anfrage selbst zu thnn. Dieselben werden bemerken, das; ich in meinem Briefe nach Longwood diese Angelegenheit mit Stillschweigen übergangen habe. Ein Zartgefühl, das Sr. Herrlichkeit gewiß nicht verkennen werden, hat mich hierzu bewogen. Der traurige Gesundheits-Anstand, worin ich mich befinde, kann hierbei kein Hiudcrniß seyn; ich geize nach der Ehre, mein Grab zu den Füße» desjenigen zu finden, den ich so hoch verehre und dessen Pflege ich mit Freuden den letzten Hmich meines Lebens widmen möchte. Genehmigen Sie die Versicherung der vollkommensten Hochachtung u- s. w. Der Graf von Las Eascs. Sobald ich die mir von dem Grafen Bertrand übersendeten Urkunden erhielt, beeilte ich mich jedem der hohen Alliirten zn Aachen eine Abschrift davon zuznscndcn. Ich nahm davon Gelegenheit meine Bitten zu wiederholen und flehete dringend, dem berühmten Opfer Hülfe angcdcihen zn lassen. „Nur noch wenige Lage, sagte ich, und es ist zu spat. Der Arzt, den man ihm eben entrissen habe, (ein Engländer) habe zu London öffentlich erklärt, daß ein längerer Aufenthalt auf jenem ungesunden Felsen ihn tödten müsse." Ich wagte dabei vorzustellcn, daß ihre Humanität, die huldvolle Gesinnung ihrer Herzen vielleicht durch formelle Ablängnnngen zurückgehalten seyn möchte, daß aber die Gc- geuparthei wohl hierbei noch nicht gehört worden wäre und bat deshalb mir den Antritt zu ihnen zu gestatten. Ich flehete dringend um die einzige Gnade, mich für diese heilige Sache gcstcllen zu dürfen; gern wolle ich, wenn ich die Wahrheit der ihnen bereits zu Füßen gelegten Docnmente nicht zu beweisen vermöchte, mit meiner Schande und mit meinem Blute die Kühnheit meines gewagten Begehrens büßen. Uibrigcns verlor ich kein? Gelegenheit, benutzte jeden Augenblick, jeden Gedanken, um die Möglichkeit eines guten Erfolgs herbeizuführen- Ich wendete mich an einen jeden, von dem man mir sagte, daß er Einfluß auf die .Herzen der Monarchen habe. Besonders schrieb ich an Herrn de la Harpe, den so bekannten, so verehrten Lehrer des Kaisers Alerandcr, von welchem man mir sagte, daß er sich jetzt bei ihm in Aachen befinde. „Es ist mir — sagte ich ihm — die Kunde zngekommen, daß Sie gütigen Nntheil an meinem Schicksale, an der Beständigkeit und an den Gefühlen genommen haben, wodurch es veranlaßt und fortdauernd wurde. Diese großmüthigen Regungen Ihres Herzens können mich nicht wundern. Nichts was edel, groß, human, menschenfreundlich ist, kann diesem Herzen fremd seuu. Herr de la Harpe ist bekannt durch die Lehren, welche er stets aus der eignen Brust schöpfte. „Es geschieht mithin in der Uiberzeugnng des AnthcilS, welchen Sie an mir nehmen, daß ich mich mit vollem Vertrauen an Sic wende. Man hat mich versichert, daß Ihnen die ersten Schriften mitgetheilt worden wären, welche ich in Betreff der heiligen Sache, der ich den letzten Hauch meines Lebens gewidmet habe, nach Europa absendcte. Ich wage es noch, ein kleines Supplement hier anznfügen, indem ich hoffe, , dadurch die Absichten — vielleicht selbst die Bemühungen Ihres schöne» Herzens mit wichtigen Gründen zu bereichern. t. Casts L»g«t- irs. Bbchn. ? - 9» - l! Ich hatte eine Brochüre mit Bemerkungen, die von dem Felsen herrühren und von dem derühmtcn Opfer selbst dictirt sind — ferner eine umständliche Erzählung alles dessen, was seit unsrer Abreise von Paris bis zu dem Augenblicke, wo ich von der ver- hängnißvollcn Insel fortgeschlcpptwurde, geschehen ist, verfaßt. Beides wird Ihnen in Aachen zukommen. Hier sind nun noch die letzter» Nachrichten, welche ich erhalten habe. Sie werden Ihnen beweisen, daß die schlechte Behandlung, daß die Beleidigungen, daß alle die Barbarei anstatt aufzuhbren, sich noch vermehrt. Sie werden selbst gerührt scyn und einen jeden wieder rühren, mit dem es Ihnen vergönnt seyn wird, davon zu sprechen. Wer in aller Welt könnte auch bei dergleichen Dingen, bei einem Schauspiele dieser Art unempfindlich bleiben! Ich habe nun noch zu erwähne», daß der Unglückliche an einer Lcberkrankheit leidet und daß dieses Uibel unter dein Clima des Ortes seiner Verdamumiß einen schnellen Tod herbciführt- Es ist Ihrer würdig, die Lugenden zu wecken, die Sie geschaffen haben; dieses von Ihnen so schon geschmückte Herz kann sich Ihnen nickt verschließen. Sic haben darin die Begriffe von dem, was schön, gerecht und groß ist zu tief eingcgraben, als daß diese ruhmwürdigen Eigenschaften s nicht bei einer so verdienstliche», so höchst rühmlichen Gelegenheit Anwendung finden sollten- Ja! welche Gelegenheit kann wohl würdiger, kann edler, kann größer scpn als diese? Wie auch Geist und Herz dessen gestimmt seyn möge, an den diese Bitte ergeht; sein Nachgcbcn, seine Huld bleibt gleich ehrenvoll. Denkt er zurück an die ehemalige Freundschaft, liebt er ihn noch, so kann ihm ja nichts süßer — nie wird ein Schauspiel moralischer in den Augen der Völker seyn — und wenn er ihn hingegen hassen sollte, so wäre ja nichts größer, nichts hochherziger. Nur diese königliche Handlung scheint noch zu fehlen, um den Kranz der Unsterblichkeit auf seinem Haupte zu vollenden. Die Geschichte erwartet, sie sodert nur noch diesen Schmuck für sein schönes Leben. Aber mir kömmt es nicht ZN dies zu sagen! — Wie sollte ich etwas Herrliches ersinnen, woran Sie nicht schon gedacht hätten und er, dessen Charactcr so wahrhaft und mir so großem ! Recht in den Annalen unsrer öffentlichen und Privatverhällniffc glänzt. Ich habe es bereits gewagt direct zu schreiben. Wird aber wohl mein Brief den Erhabenen erreicht haben, an den er gerichtet war? Ich schicke Ihnen hiermit eine Abschrift desselben, um in dem Falle, wenn cs nicht geschehen seyn sollte, den Mangel zu ersetzen. Sie werden darin die Beschaffenheit meiner Sorgen, meiner SS Wünsche, meines Strebens und meiner Hoffnungen erkenne», werden sehen, daß die Politik meiner Seele fremd ist, baß nur Menschlichkeit, Pflicht und Liebe mich beleben, nur sie mein Verlangen , nur sie meine Bitten leiten. Solche Gefühle dürfen Ihnen vorgetragen und werden gewiß auch von dem nicht verworfen werden, zu dessen Füßen ich sie auszusprechen wage- Ich berufe mich auf das Recht, das sie an Ihr Herz haben, um Sie dringend zu bitten, mir zu sagen, was ich zu hoffen habe, oder »>ich auf den bessern Weg zu leiten, um mir Gehör zu verschaffen. Die Ehrfurcht verbietet mir die mir günstige» Umstande zu benutzen, mich persönlich zu nähern; aber wenn ich erfahren sollte, daß cs nicht unmöglich sei, Antritt zu finden, so würde ich dennoch mit freudigem Vertrauen mein schwaches hinstrebendes Dasein, zu seinen Füßen Hinschleppen. Alle Arbeit ist mir untersagt; mein Kopfschmerz gestattet mir keine fortgesetzte Beschäftigung und das ist mein größtes Leiden. Mein Herz ist mit Gefühlen mit einer Menge von Bestrebungen angefüllt, uach denen ich nicht handeln dk ich nicht vollbringen kann. Genehmigen Sie u. s- w. Der Graf von Las Cafes. Selbst fremde Talente suchte ich auszuregen und cs zog unter den vielen Stimmen, welche ficy damals erhoben, die Flugschrift eines berühmten tentschen Publicisten die höhere Aufmerksamkeit in dem Grade auf sich, daß sie zum Vorwände bei gewissen Machinationen diente, wodurch man die Freiheit der Presse in Fesseln zn schlagen beabsichtigte. Dem sei wie ihm wolle, der Congrcß ging zu Ende, ohne daß auch nur ein Wort zn Gunsten Napoleons vernommen wurde. Ich habe weder bei dieser, noch bei irgend einer andern Gelegenheit, die kleinste Antwort auf einen meiner Briefe erhalten und wenn mir dann und wann etwas auf geheime Weise zugcflüstert wurde, so wußte ich nicht, ob nicht vielleicht ein Fallstrick, entweder für meine Person, was ohne Bedeutung gewesen senn würde, oder für meine Sache, die mir dagegen alles galt, darunter verborgen liege. So waren dann alle meine Mühen fruchtlos — alle meine Sorgen verloren — man ließ ihn hinstcrben! — Was verinscbrc auch, genau betrachtet,, bei den hohen Allürten die nackte Wahrheit, ohne eine geschickte Einkleidung, ohne die Aussicht auf irgend einen Vortheil, gegen die Insinuationen der bö,cn Menschen «uszurichten, die dagegen mit allem Eifer der politischen Wurh, mit ihrem Pnvathasse, mit ihren Besorgnissen, vor dem, was folgen könne, auf der Hut waren. Sie machten ihre Sachen so gut, das, die Furcht im Rathe der Könige über jede Großmuth siegte. Sie zeigten, wie groß der allgemeine Antluil an ihrem Schlacht- vpfer, wie furchtbar es mithin sei — und wahr ist es — die öffentliche Meinung hatte sich auf höchst ehrenvolle, großsinnige Weife überall, nicht blos in Tcutschland, sondern in jedem andern Lande ausgesprochen und cs ist wohl zu glauben, baß diese laute wohlwollende Stimmung, von der die hohe Versamminug Zeuge war, ihm, dem sie zu statten komme» wollte, großen Schaden gebracht hat — gleich, als hätte es Napoleons Loos seyn sollen, daß jeh! die Thcilnahme der Teutschen im Unglücke ihm eben so nach- theilich werden mußte, als ihre Erbitterung ihm zur Zeit der höchsten Macht unheilbringend gewesen war. Es wurde sogar den englischen Ministern Schuld gegeben, daß sie bei den Mitteln Napoleons gräßliche Gefangenschaft fortdauern zu lassen, sich einer niedrigen Jntrigue, eines schändlichen Betrugs bedient hätten. Man behauptete nämlich, sie hätten, um die bereits wankenden Monarchen auf's neue in ihren Beschlüssen zu befestigen, einen Plan zur Flucht geschmiedet, und hierbei den eben zur rechten Zeit hierüber entstandnen Lärm, das plötzlich nach allen Seiten hier ausgestren- te Gerücht benutzt, welches mit dem Mnsquito nach Europa kam; ein Gerücht, von dem, sobald nur der Zweck erreicht — das nö- thige Gegengewicht für die Gunst der öffentlichen Meinung dadurch erlangt—war, kein Mensch mehr sprach, worüber man sodann durchaus nichts Näheres, nicht die mindeste Bestätigung erfuhr. Es blieb mithin eine bloße beleidigende Vermuthnng, eine offenbare Lüge, bei welcher die englischen Minister wahrscheinlich keine andere Schuld haben, als daß sie, durch zahllose Vorgänge, bis zu welchen sie sich in ihrem Verhalten gegen Napoleon erniedrigten, Vermnthungen dieser Art begründete». Zu meinem Verdruß hierüber kam nun noch die Besorgniß, daß die ehemaligen Beunruhigungen mich aufs Neue in meiner friedlichen Einsamkeit störe» würden. Wir naheteu uns den Frühlingstagen des Jahres iSig Der treffliche Großherzvg von Baden war gestorben und die Menschen dort, welche uns nicht liebten, waren nun wieder mächtiger geworden. Sie ließen mir vielleicht ohne Vorwissen des neuen Großherzogs andeutcn, daß ich die Ba- denschcn Lande verlassen müsse. Der Befehl dazu ward mir nur mündlich gegeben, auch dabei bemerkt, daß ich keinen andern erhalte» würde. Der Vewcgnngsgrund dazu war, wie man sagte, bas Verlangen, mit Frankreich in Freundschaft zu leben und die Besorgnisse, daß mein Aufenthalt demselben unangenehm sepn möchte. Ich lachte recht mitleidig darüber und gab mir nicht einmal die Mühe cs zu erwähnen, wie das französische Ministerium cs bereits ausgesprochen habe, daß man mich in Ruhe lasse» sollte; ö,e Intoleranz der Meinung hatte doch bald eine andere eben so lächerliche Ursache gefunden. Der Mann, welcher den Auftrag hatte für die Befolgung des an mich ergangenen Befehls zu sorgen, wollte mir noch einige Tage zu den nörhigen Vorbereitungen zugestehen; allein ich war so ziemlich in gleicher Lage mit dem griechischen Weltwcisen, der sein ganzes Haab und Gut bei sich trug und würde gewiß gleich in dein Augenblicke ab- gcreiset seyn, als die Notifikation an mich erging, hatte nicht Fran von Las Cafes eben an einem gefährlichen Brustübel gelitten. Ich versicherte, daß ich gewiß nicht länger verweilen werde, als bis sie außer Gefahr sei und vbschon man mir nachher den Rath gab, bei der Regierung um Erlaubnis! zu einem länger» Aufenthalte anzusuchrn, so machte ich mich doch nach einig.» Tagen auf den Weg, um nach Offenbach zn reisen, wohin Frau von Las Cafes, sobald sie es vermochte, mir folgen sollte. Durch diese unerwartete Behandlung fühlte ich mich wohl nur darum so beleidigt, weil ich schon wieder vergessen hatte, was mir von den englischen Behörden wiedcrfahren war. Seit länger als Jahresfrist befand ich mich nun auf tcutschcm Grund und Boden, war an dergleichen Dinge nicht mehr gewöhnt und im Gegenthcile durch das Wohlwollen, die Lheilnahme, die Achtung, womit man mir überall entgegen kam, die mir selbst Menschen von der entgegengesetzten Gesinnung bewiesen, nunmehr verzogen; — ich durfte zudem bei dem Fortgehen von Manheim, wegen einer andern Heimath nicht verlegen seyn; meine Freunde hatten ans zarter Sorgfalt bei mehreren benachbarten Regierungen unter der Hand ungefragt und von mehreren war mir die günstigste Aufnahme zu- gcsichert- Einer der Fürsten, an welchen man sich hierbei wendete, hatte sehr scherzhaft geantwortet: Ci freilich, will ich ihn aufnchmen und gewiß recht gut behandeln. Jeder Fürst, der seinen Vortheil versteht, muß ja, anstatt einen Mann von seiner Denkungsart sortzujagen, lieber seine Hofleute von ihm impfen lassen. Ich darf jedoch, indem ich mich hier so wohlgefällig über dieses Glück, das mir zu Thcil wurde, veibreite, das Böse, was ich zn ertragen hatte, nicht so ganz mit Stillschweigen übergehen. Es lief allerdings hier und da nicht ohne Kränkung ab — nicbt überall wandelte ich auf Rosen. Ohne meine Vertreibung von Manheim zu rechnen, wovon ich so eben gesprochen habe, skanda- lrsirte man sich an einem andern Orte gar sehr über die Achtung — ros — die man mir bezeige, da. ich doch einer von den Elenden wäre, die den König von Frankreich zn Varennes angehalten und nach der Zeit noch viel Schlimmeres gethan hätten. An einem andern Orte erzählte ein Herr Baron, der eine große Soirse gab, seinen Gasten: Cr habe es nnn endlich heraus, wer der Herr Graf, der Staatsrath Napoleons sei, von dem man bei seiner Ankunft in der Stadt, so viel Aufhebens gemacht habe; — Er sei weiter nichts als sein Koch ans St. Helena gewesen, den er, weil cs ihm an Gelde gefehlt hätte, selbigen bei seiner Entlassung zu bezahlen, zum Grasen und Staatsrath ernannt habe. Wenn der Herr Baron selbst an das glaubte, was er lprach, so war er wirklich sehr gut; wenn er aber vielleicht nur erwartete, daß es seine Gäste glauben sollten, so mußte er wohl diese für sehr gute Menschen halten. Das Spashafteste von der Sache war im Uibrizen, denn man darf nichts verschweigen, daß allerdings deri Koch von Longwood vor einigen Tagen durchgereis't war; man sieht hieraus, wie dergleichen Anecdoten und Salons-Geschichten entstehen und wie sie zunehmcn — bis sie der Teufel selbst nicht wieder vertilgen kann. Ich könnte über diese Bosheit und Dummheit mit allen ihrem Thun und Reden und mit allen ihren erbärmlichen Mißgeburten lachen, wenn nicht dabei auch ein Vorfall ernsterer Art mit untcrgelanfen wäre, der mich wahrhaft betrübt haben würde, wüßte ich nicht, wie sehr Täuschung die Fürsten von allen Seiten umgiebt und der Gerechtigkeit ihres Urtheils Eintrag thut. — Man versicherte mich, es sei jemand, der nach dem Aachner Congreß Gelegenheit gefunden habe, im Gespräche mit dem Kaiser Alexander, die schreckliche Lage Napoleons zu berühren und sich dabei auf authentische von mir erhaltene Angaben zu berufen, von demselben erwicdert worden: „Man muß nicht an alles das glauben, was der Mensch da uns jetzt in Europa vorer- zählt; das ist ein Jntrigucnmacher." Wie sehr lassen sich als» die Fürsten, selbst die aufgeklärtesten, selbst die ausgezeichnetsten, betrügen! Hier war cS nicht so, wie bei Napoleon, der sich zuweilen harter Ausdrücke bediente, die ihren eignen Ein» hatten, aber keinesweges absichtlich beleidigend waren. Zum Glücke muß nun schon die Zeit, dieser wahre Prüfstein des Charakters, mich vcrtheidigen. Jahre sind seitdem verflossen und die allgemeine Meinung aller derer die mich kennen gelernt und mich beobachtet davon, wird, ich wage cs zu hoffen, mich gegen eine solche Beschuldigung in Schutz nehmen. Ein Jntriguenma- cher! Ich — der auf jenem Felsen die Eitelkeit der Welt aufge, geben; der ans den Wolken von Longwovd alle Dinge aus einer solchen Höhe gesehen hat, daß sie seinen Augen, ach! wie klein erschienen sind! Ich, bei dem kein Mensch auf der Welt, wer es auch sepn möge, noch Wünsche erregen kann! Ich, der sich gar nicht mehr als einen Bürger dieser Welt betrachtet und allerhöchstens nur noch wie Diogenes darauf Anspruch macht, daß man ihn nicht um sei» bischen Sonnenschein bringe. Von der Ankunft zu Offenbach bis zn der Rückkehr nach Frankreich. Zeitraum von mehr als zwei Jahren. «^ffenbach ist ein kleines niedliches Städtchen des Großherzog- thume Darmstadt, das am Mayn, zwei Stunden von Frankfurt liegt. Ich bezog daselbst nach meiner Sitte eine kleine einsame Wohnung am Ufer des Flusses und ganz nahe bei der Stadt. Mein Kopfweh hatte mich bis jetzt mit seinen versckiedncn Symptomen noch nie verlassen und war in Manheim zuweilen sehr heftig gewesen. Nach einem kurzen Aufenthalte in Offcn- bach nahm diese Krankheit aber einen neuen Character an; sie wurde unerträglich und ließ schlimmes fürchten- Cs war der Anfang zu einem Uibeldefinden, welches sich über den ganze» Körper verbreitete, zu einer immer mehr und mehr sich vermehrenden Schwäche, bei der ich durchaus nichts vornehmen konnte und ganz lcbcnssatt wurde. Jetzt trat jenes augenblickliche Zittern meiner Füße und meines ganzen Körpers ein, daß sich, bei einer plötzlichen Bewußtlosigkeit, meiner ganzen Person bemächtigte und welches ich ei» Zublinzen meines Dascpns nennen möchte- Wie oft habe ich mich in diesem Zustande, ohne es zu sagen, mit dem Gedanken, ich könnte säst versichern, mit der Hoffnung niedergclcgt, nie wieder zu erwachen! Frau von Las Cafes verlangte bei der großen Besorgniß, worin sie sich um meinetwillen befand, daß ich jede Art von Beschäftigung, wozu ich schon eigentlich ohnehin ganz unfähig war, abbrechcn möchte. Sie behielt deshalb die an mich eingegangenen Briefe an sich und schrieb an die Verwandten des Kaisers, um ihnen meinen wahren Instand kund zu thnn und sic zu veranlassen, einen Nachfolger für die Besorgung meiner mir selbst geschaffnen Geschäfte zu wählen. Ich selbst hatte schon seit langer Zeit jene aus Vorsicht, ersucht, mir einen Mann hierbei znzugebcn, der hierin das Glück seines Lebens finden und dessen Wahl dem Kaiser angenehm gewesen se»n würde "). Er befand sich bei einem Mitgliede der Familie. Allein aus dem oder jenen Grunde war solches nicht geschehen und ich nun gezwungen, meine Geschäfte abzubrechen, 'ohne daß man Vorkehrung getroffen hatte, meine Stelle zu ersetzen. Vergebens erschöpfte ich alle Mittel der Heilkunde, und wenn häusliche Sorgfalt, die zarte Pflege, welche mich immerwährend umgab, etwas vermocht hätte, so würden meine Leiden, durch das Vergnügen, welche mir diese Zeichen der Liebe gewährten, mir am Ende wie bin Glück erschienen scyn. Man spricht so gern von jedem süßen Genüsse und wie könnte ich auch die große Thcilnahme, welche mir bewiesen wurde, besser bezeichnen, wie könnte ich besser den hohen Preiß ansdrückcn, der mir zu Vergeltung meiner Gesinnungen und Bestrebungen zu Lheil wurde, als wenn ich es erzähle, daß mir die Ehre wicdcrsahrcn ist — ich glaube sogar an einem Tage, — drei Königinnen in meiner kleinen Einsiedler-Wohnung zu sehen. Zwei derselben hatten zwar ihre Kronen verloren, aber sie errangen sich dennoch auch noch jetzt durch Erhabenheit der Seele, edle Einfalt der Sitten und durch ihre übrigen Vorzüge, die allgemeine Hochachtung wenigstens in eben so hohem Grade als in ihrer glänzendsten Lebensepoche. In Offcnbach fand mich jetzt die kleine Colonie, welche der Cardinal Fesch nach St. Helena absendete. Sie bestand aus einem Geistlichen, einem Chirurgen, einem Arzte und einem Kammerdiener, welche sämmtlich von dem Cardinale hierzu aus- gewählt waren. Ich hatte ihm bei meiner Ankunft in Europa geschrieben, daß die Absendnng ek»es Priesters, der zugleich fähig wäre, beim Dictire» nachzuschrciben und ein wenig bei de» ) De« Ordonanz-Offizier, Oberg- Planar, der «ui« bi« Plymouth begleitet und in der letzter» Zel, sogar »ie Erlaubnis ,«hatten halte, sich nach Sk. Helena zu bezebrn. Arbeiten zu helft», dem Kaiser gewiß sehr angenehm ftvn würde. Durch ihn hatte ich das Gewissen des heiligen Vaters gerührt, der nun desfalls das Nölhigc an die englrschen Minister gelangen ließ» welche Solches zeither verweigert, oder dabei Bedingungen gemacht hatten, auf die man nicht eingeh en konnte. Von Offcnbach schickte ich ferner zwei sehr hübsche Portralts nach Longwood ab, den jungen Napoleon, der in dem nämliche» Jahre nach der Natur gewählt war und mir vom König Jerome zugescndct wurde, so wie die Kaiserin Josephine, ein von Sain gewähltes Bild, das die Königin Hortensia zum Opfer brachte und welches auf einer kostbaren Theedose von Krpstal angebracht war. Diese Wahl des Krystals war eine zarte Vorsicht der Königin, die diese Art der Fassung vorgezogen hatte, um jede» Verdacht, einer geheimen Schrift dadurch zu entfernen. Das erstgedachte Wild ist glücklich «»gekommen. Des Kaisers Kammerdiener hat mir seitdem gesagt, daß Napoleon, als er es gesehen, dasselbe mit Leidenschaft erfaßt und geküßt habe. Ich, der es weiß, wie wenig der Kaiser seine Gefühle zur Schau trug, kann hieraus auf die Größe seiner Freude schließen. Das Bild der Kaiserin Iosephine ist dagegen nie in Longwood angelangt — doch hat es sich sonderbar genug gefunden, daß der Eingangszoll, bei dem Einbringen in England, dafür richtig bezahlt worden ist. Gegen das Ende des Sommers schleppte mich Frau von Las Cafes auf den Rath der Aerzte nach Schwalbach, wo mich alle Welt bemitleidete. Ich wurde, ohne daß cs mir etwas geholfen hatte, wieder fortgeschafft, aber jetzt wurden meine Kräfte durch ein Ereigniß gestärkt, das mich aus Leutschlaud fortzugchen ver- anlaßte. Ich ersah nämlich auf einm«l aus den Zeitungen, daß Frau von Monthvlon nach Europa zurückgekehrt, gleich mir aus England vertrieben und nun in Ostende gelandet sei; ich konnte jetzt dem Verlangen nach authentischen Nachrichten, die ich so lange schon entbehrte, nicht widerstehen und eilte ihr entgegen — man mochte ihr nun den Aufenthalt im Lande verstatten, oder sie, wie mich auf die Landstraßen hinausgestoßen haben; in dem letzter» Falle konnte ich ihr nützlich seyn, denn ich hatte nun schon Erfahrungen gemacht. Ich reis'te, bei der Erinnerung, an die üble Behändlung, die ich vorher in den Niederlande» erlitten hatte, ganz im Geheim und fand die Frau Gräfin von Montholon zu Brüssel. ,»7 Dort durste sie nicht blos bleiben, sondern war sogar mit ganz besondrer Achtung ausgenommen worden und da in einer dortigen Zeitung gestanden hatte, daß sie gcnöthigt sei, ihre Reise sort- znsetzen, so wurde in einem halboffiziellen Artikel dieser Neuigkeit widersprochen und zwar mit dem Ansätze: daß die Niederlande die Heimath der Gastfreundschaft wären. Mehr bedurfte ich nicht. Belgien war mir fast fo viel als Frankreich und unter den Belgiern befand ich mich wie unter meinen Mitbürger». Ich schrieb also an Frau von Las Cafes, wie glücklich wir wären und daß sic uns recht bald nochkommen möchte. Indem ich nun Brüssel ans eben den Gründen, wie ehemals Frankfurt, floh, wählce ich Leyden, mit der dankbaren Erinnerung an die freundliche Ausnahme, welche ich ,8 Monate früher, bei meinem unseligen Durchzugc, daselbst gefunden hatte, zu meinem Aufenthalte, gualte mich aber immer mit der Furcht, irgend eine neue traurige Erfahrung zu machen; allein ich hatte Unrecht, denn ich muß es der Wahrheit gemäß und mit innigem Danke bekennen, daß ich seitdem das Land nach allen Richtungen zwei und ein halbes Jahr lang durchkreuzt habe, ohne daß mich jemand gefragt, oder sich sonst um mich bekümmert, oder auch nur Nachricht von meiner Ankunft gegeben Härte, so daß dieses Land, wo es mir vorher so übel ging, nun wirklich die .Heimath der Gastfreundschaft für mich wurde und ich von dem Dascyn der Behörden nur durch die Ruhe, durch de» Frieden, den ich unter ihrem Schutze genoß, überzeugt wurde. Der fremde, übelwollende Einfluß hatte nun aufgchört. In dieser Zeit bat mein Sohn abermals, auf eignen Antrieb , um die Erlaubniß, nach Longwvod zurückkchrcn zu dürfen. Die abschlägliche Antwort des Lord Bathurst ist in meinen Hände». Späterhin hatte die Prinzessin Paniine die Genehmigung hierzu erlangt und schrieb an mich, um zu fragen, ob wohl mein Sohn sie begleiten wolle? — aber es war leider! schon zu spät! — Nicht die Liebe und Sorgfalt meiner Freunde ln Leyden, wo ick den -Winter über blieb, nicht die ländliche Lage von Chaude- Fonraine, wo ich den Frühling znbrachte, nicht die großmülhige -Aufnahme des braven und würdigen Besitzers des reizenden Just- lanville, der mich nöthigte für die Sommermonate eine Wohnung in Sohan, vor den Thoren von Spaa und von Verviers anznnchnic», nicht das Wohlwollen seiner zahlreichen, wohlthä- tigen, im ganze» Lande geachteten Familie, konnten bei meü ricm Zustande, der sich noch nicht bessern wollte, mich zu ei- ! nein festen Aufenthalte bestimmen und gleichwohl könnte ich rin- ! möglich, die äußerste Güte, die unverkennbare Zuneigung, das sympathetische Gefühl nach Verdienst schildern, das die ganze - Bevölkerung dieser, unter der kaiserlichen Regierung so begluckcen, so reichen und blühenden Gegenden, diese dafür so dankbar gebliebenen Menschen mir bezeugten. Wie oft geschah es nicht, daß z Landleute oder Künstler, die ich auf meinen emminen Spazierwegen traf, sich nach mir umwcndeten und mir zuruften: Redliche Freunde und die Treue soll leben! Ach! wie süß waren mir diese Worte! wie sehr rührten sie mein Herz! Wie oft kamen wir nicht in den Fall, daß wir unser Bcdürf- uiß von Zugcmüßen oder ähnlichen Dingen bei den ärmsten Leuten, unter dem Namen irgend eines Nachbars, holen lassen mußten, weil wir sie sonst nur geschenkt bekommen konnten. Welche Menge von Zügen dieser, und noch so mancher anbern, Art, könnte ich hier anführcn. Aber ich kürze so viel als möglich ab, ich gehe so schnell weiter als ich nur kann , da cs mich ohnehin in Verlegenheit setzt, mich allein auf der Scene zu befinden; und gleichwohl will ich keine Lücke lassen, da ich glaube, daß ich Loch eine Art von Rechenschaft «bzniegcn habe. Ich brachte nun den zweiten Winter in Antwerpen nur meinen braven, herzlich lieben Freunden zu, die ich bei meiner Fliessingcr Erpedition, vor zehn Jahren schon, mir erworben hatte und im Frühjahre ging ich nach Malines, blos weil ich nicht lange au einem Orte bleiben konnte. Es war mir Bedürfniß zu wechseln, wie dem Kranken, der sich in seinem Bette umhcrwirft und umsonst die Erquickung des Schlafes sucht- Zweimal wollte Frau von Las Cafes mich, während uusers zweijährigen Aufenthalts in Belgien, nach dem Süden fortschaffen und beidemale traten in dem Augenblicke, wo ihr Plan verwirklicht werden sollte, .Hindernisse ein, die uns gewaltsam zurückhieltcn- Jedoch eben diese Abhaltungen wurden ein wahres Glück für uns- Das crstcrcmal wären wir sonst, in der Entfernung einer Tagereise von der Grenze in eine höchst traurige und blutige Secuc gc- rathen und das zweitem«! eben in dem Augenblicke, als der pie- montesische constitutionelle Aufruhr ausbrach, in Nizza angekommen. Es unterliegt keinem Zweifel, erscheint vielmehr als ganz natürlich, daß wir in beiden Fällen, wenigstens für den Augenblick, Unannehmlichkeiten gehabt haben würden. Inzwischen begann der Cougreß zu Laybach und ich fühlte mich gedrungen, nochmals einen Versuch mit Bitten zu machen. — ic>o — Ich schrieb anderweit an jeden der drei Monarchen und zwar an den Kaiser Alexander, wie folgt: „Sire! Es zeigt sich eine neue Gelegenheit, meine unterwür- sigsteu, ehrfurchtsvollsten Bitten zu Ew. Majestät zu erheben und ich ergreife sie mit gleichem Eifer. Ich fürchte nicht mit diesen Bitten lästig zu werden, für meine Entschuldigung, für meine Verzeihung bürgt die Großmuth Ihrer schönen Seele. Ich läute gleichsam mit der Tvdtenglocke zu den Freuden Ihrer Feste, wen» ich, Sire l in diesem Augenblicke Sie und Jhte hohen Alliirten aus den ehrwürdigen Gefangenen aufmerksam mache, den Sie lauge Zeit Ihren Bruder, Ihren Freund nannten, wenn ich Ihre Gedanken auf jenes Schlachtopfcr hinlenke, dessen langsamer Todeskampf immerwährend vor meiner Seele schwebt. Aber ich glaube dadurch, selbst in den Augen Ew. Majestät, eine ehrenvolle, fromme Pflicht zu erfüllen, deren Vollbringung mir ein süßes Geschäft sepn würde, wenn es auch noch so gefahrvoll wäre. Sire! bei dem Anstande von Krankheit und Schwäche, bei dem ich kaum zwei Gedanken an einander zu reihen vermag, folge ich, weil ich mich nicht auf meinen Kopf verlassen kann, blos den Eingebungen meines Herzens und begnüge mich Ew. Majestät nochmals die Note vorzulcgen, welche ich Ihnen bereits nach Aachen zu übersenden wagte, besonders da die Umstände sich noch ganz gleich sind und ich mithin nichts besseres rhun kann, als Ew. Marcstät das nämliche Bild, die nämlichen Thatmcheu, die nämlichen Bemerkungen, die nämlichen Wahrheiten aufzustellen. Nur wenn das berühmte Schlachtopfer, meiner damaligen Versicherung ungeachtet, gegen mein Erwarten, gegen die Meinung der Aerztc, noch leben sollte, wenn es wirklich noch nicht unterlegen hat-" te, daun müßte ich es wagen, Ew. Majestät daran zu erinnern, daß, diese unerwartete Fristung seiner Tage, die für ihn nur eine Verlängerung seiner Leiden wäre, vielleicht für Ew. Majestät eine Wohltbat des Himmels werden könnte, welche die ewige Vorsicht Ihrem Herzen — Ihrem Nachruhme erzeigen will. — Ach! Sire! dann wäre cs noch Aeit!! — Aber der Augenblick ist kostbar! — Ihre ganze Macht kann sein Verschwinden nicht aufhalten! Die Reue würde zu spät kommen, sie würde nicht im Stande sepn Ihr Herz zu beruhigen, würde die verlorne Gelegenheit zu einer großmüthigeu, edlen Handlung, zu dem süßesten, frömmsten, dem ehrenvollsten aller Gefühle, dem heiligsten für alle Geschlechter, dem herrlichsten, womit Sic Ihr glorreiches Lebe» schmücken konnten, nicht wieder bringen. Ich meine das Ver- i gessen der Ihnen zugefügten Beleidigungen, die Verschmähung je- ' der Rache, die Erinnerung an Ihre ehemalige Freundschaft, die Ehrfurcht, welche die Majestät der Thronen fodcrt — die, welche einem Gesalbt en des Herrn gebührt!! Seit meiner Rückkehr nach Europa, Sire! lebe ich unter den schrecklichsten Leiden, die ihre Entstehung in St. Helena gefunden > haben und von aller menschlichen Gesellschaft getrennt; ich gehöre j unwiderruflich schon jetzt mehr jener, als dieser Welt an und in ^ dieser meiner Einsamkeit hebe ich täglich mit Inbrunst meine Hände ans zu dem Allmächtigen, daß er das Herz Ew. Majestät rühren möge, um es zu erleuchten, damit Sie das erkennen mögen, was hierbei Ihr Bortheil und Ihre Ehre fodert. Ich bin n. s. w. Der Graf von Las Cafes." Welche furchtbare Prophezeiung enthielten diese Zeilen! Ach! sie befanden sich kaum in der Monarchen Händen, als er schon nicht mehr war! Sein Dascyn, sein Leiden war geendet! — Bei einem Blicke in dem Moniteur fand ick) die schreckliche Nachricht. Sie konnte mich nicht mehr überraschen, schon längst hatte meine Vernunft mich darauf vorbereitet und dennoch war sie ein Donnerschlag für mich, ergriff mich wie etwas Unerwartetes; wie ein Ereigniß, das nie hätte kommen sollen. Am folgenden Tage erhielt ich eine» Brief ans London, mit den nähern Umständen und den Muthmafiungen, wozu einige derselben Anlaß geben konnten. Er schloß sich mit den Worten: „Es war am 5ten Mai gegen 6 Uhr Abends, in dem nämlichen Augenblicke, wo ein Kanonenschuß den Untergang der Sonne anküu- digte, da seine große Seele die Erde verließ. „Sollte man nicht an Anzeichen glauben? Ich hatte, als ich noch bei Napoleon war, auf seinen Antrieb, die Gewohnheit angenommen, eine Art von Registrande über jeden Tag im Jahre zu halten. Er bedauerte sehr, wie er oft sagte, eS nicht selbst gethan zu haben: Eine Zeile zur Erinnerung, sprach er, nur zwei oder drei audentende Worte." Seitdem hatte ich dies immer so fortgesetzt und suchte, wie man sich wohl denken kann, nun schnell den Sten Mai auf, um zu wissen, wo ich in dem verhängnißvollen Augenblicke gewesen sei, was ich gethan, was ich erfahren habe? — und was fand ich? — Plötzlicher Sturm; Schutz unter einer Scheune; ein furchtbarer Donnerschlag. — Ich war nämlich gegen Abend bei einem herrlichen Wetter in den Umge- düngen von Mali»ev spazieren geritten, als mich ein so furchtbares Wetter überraschte, daß ich mich genöthigt sah, mich mit meinem Pferde m eine Scheune zn flüchten. Plötzlich ertönte ein so heftiger Donnerschlag, daß ich glaubte, der Blitz sei neben mir niedergefallen. Ach! was geschah in dem nämlichen Augenblicke dort! in jener weiten Ferne! — Was ich hier sage, könnte vielleicht den und jenen befremden; aber da es erst so kurze Zeit her ist und in Malincs, oder dessen llmgegend sich ohne Zweifel Physiker und Wcttcrbeobachter befinden, welche dergleichen Erscheinungen aufzeichnen, so mögen diese meine Angabe entweder bestätigen oder derselben widersprechen. Bei dem Gerüchte von dem Tode Napoleons vernahm man überall, auf allen Straßen, in den Kramläden, auf den öffentlichen Plätzen das nämliche laute Geschrei, ein gleiches Gefühl äußerte sich überall; selbst in den Salons konnte man cs bemerken. Bei seinem Leben, zur Zeit seiner Macht ward er immerwährend von Schmäh - und Spottschriften verfolgt: jetzt nach seinem Tode wurde man aus einmal von Büchern überschwemmt, die zu seinem Lobe erschienen ; ein Widerspruch, der einigermaßen in der Erbärmlichkeit des menschlichen .Herzens seinen Grund hat. Von allen Seiten erschienen Gedichte, Gemählde, Abbildungen, Schilderungen, Steindrücke und eine Menge mehr oder minder geistreich erfundener Dinge, zum Bewcißc der Aufrichtigkeit, der Größe, der Lebendigkeit der Gefühle, die man seinem Andenken zollte und welche keine königliche Pracht erzwingen kann. Ein Geistlicher am Rhein, dessen Gemeinde irgend eine Wvhlthat von dem Kaiser empfangen hatte, versammlete selbige, um für ihren ehemaligen Wohlthäter zu beten. In einer großen Stadt in Belgien Unterzeichnete eine große Menge von Bürgern zu den Kosten eines feierlichen ihm zn Ehren zu haltenden Hochamtes und wenn cs nachher nicht gehalten wurde, so geschah es mehr aus Convenicnz, als daß cs hohem Orts untersagt worden wäre. Jetzt wurde cs wahr, was ich so oft aus seinem Munde vernommen hatte: „Es wird die Zeit kommen, wo man nur das für schön finden wird, mir Gerechtigkeit wiederfahren zu lassen, und andre Dinge kein Glück mehr machen können. — Ich werde täglich in der Meinung der Völker höbet' steigen. -- Mein Name 112 wird der Leitstern ihrer Rechte, er wird das Wort scpn, wodurch sie ihren Schmerz ausdrücken." Alles das hat sich überall — in jedem Lande hat eS sich bestätigt. Ein Pair von Großbrittanicn sagte kurz nach Napoleons Tode vor dem ganzen Parlamente: „Selbst die Menschen, die ihn verabscheut hatren, müßten dennoch bekennen, daß seit zehn Jahrhunderten kein so außerordentlicher Mann als er erschiene» sei. Ganz Europa habe ihn betrauert und es würden die Lhcil- nehmer an dem begangenen großen Verbrechen die Verachtung der -ebenden Geschlechter und ihrer Nachkommen zum Lohne haben *)." bwe'r tcutsche Professoren, die entweder schon von jeher seinen Werrh erkannt hatten, oder durch die Erfahrung von ihrem Naiional - Vornrtheil geheilt waren, errichteten auf ihrem Grund und Boden ein Denkmal mit Inschriften deS Inhalts, daß bei seinem Lode ein Trauerflor über die Rechte der Völker und das Ausstrcbcn der Civilisation gefalle» sei. Unsre Schriftsteller haben sein Andenken vertheidigt, die Dichter es verherrlicht und mehrere Reden auf der Tribüne des gesetzgebenden Corps ganz offen ihre Liebe für ihn ausgesprochen, oder sich der Auszeichnungen gerühmt, die sie von ihm erhalten habe». Dies alles sind Thatsachen, welche zu meiner Aenntniß gelangt sind, wie viele andre werden mir unbekannt geblieben sepn. Es blieb mir jetzt nichts mehr übrig, als heimzukehren in mein Vaterland. Als ich hierbei über die Grenze kam, erinnerte mich alles an die Rückkehr von meiner ersten Emigration. Wie groß war doch der Unterschied der Gesinnungen, die man mir bc- wieß! Damals glaubte ich bei jedem Schritte den ich that, mich mitten unter Feinden zu befinde», jetzt fühlte ich, daß ich zu den Meinigen kam. Ich sah bald meine Gefährten von Lon-vovd wieder und konnte mich, als ich ihnen um den Hals siel, einer schmerzlichen Betrachtung nicht erwehren. Wir waren nun alle wieder beisammen; nur der, um dessentwillen wir uns auf dem vcrhängniß- vollen Felsen befanden, nur er hatte dort Zurückbleiben müssen. Ich gedachte daran, daß er es uns voraussagtc — und noch so vieles Andere! — Red« bei Lord Holland, abgedr. im Molen vom zlen August rS nZ — Ich erfuhr jetzt von diesen Augenzeugen das Nähere über d!« schlechte Behandlung, welche nach incinem Abgänge immer zu- senommen hatte und sah wohl, daß die Zeit, welche ich dort verlebte, bei weitem noch nicht die unglücklichste aeweien war. Ich las seinen letzten Willen und fand Sarin meinen Namen drei oder viermal von seiner eignen Hand! — Welch ein Gefühl für mein .Herz! — Ich bedurfte allerdings vieler Belohnung nicht, denn längst schon trug ich sie in meinem Innern; aber dennoch wie theuer, wie fuß war mir nicht vieles Andenken? ich hätte cs nicht um Millionen hingeben mögen! — Zudem hatte er dasselbe mit großen Summen verbunden, welche von denen bezahlt werden sollen, die ihm die nächsten, die liebsten auf der Welt waren. Wenn man sie jemals absührt, desto besser — es wird immer mehr ihre eigne Sache, als die meinige seyn und mir Freude machen, mich gewiffermaaßen nur a-s Depositar zu betrachten. Ich habe sogar schon im Voraus dem gemäß handeln wollen — jedoch dabei inne halten müssen. Mein Vermögen war nicht h »reichend, um weitere Vorschüsse zu leisten; sonst würde es mich höchst glücklich gemacht haben, einige Veteranen des Civil- und Militairstandes in Ruhestand zu versetzen. Wir hätten dann an den langen Abenden oft von seinen Schlachte» gesprochen, oder uns von seinem Herzen erzählt. Endlich erhielt ich — Dank sei der eifrigen Verwendung einiger edlen Männer unter den Pairs von England! - die mir in St. Helena znrückbehalrenen Schriften wieder, auf die ich, bei allem Vertrauen auf die Macht der englischen Gesetze, nicht mehr rechnete. In der Lage, worin ich mich befunden, mit den Gefühlen, welche dieselbe in meinem Herzen hinterlaffen hatte, hielt ich es für Pflicht, mit Hülse der Mittel, die in meinen Händen waren das Meinige beizutragen, daß man den besser kennen lerne, der so sehr verkannt worden war, und ging daher, meines Gesundheits-Zustandes ungeachtet, frisch au's Werk. Der Himmel hat meine Anstrengungen gesegnet — ich bin so glücklich, cs in diesem Augenblicke zu enden. Ist es mir gelungen, Herzen, die Sinn sür Recht und Billigkeit haben, von ihrem Jrrthnme zurückzubringen, Vornrtheilc zn zerstören, vorgefaßte Meinungen z» überwinden, dann habe ich den Zweck erreicht, der mir im höchsten Grade theuer und werth seyn mußte — mein Geschafft ist vollbracht. Paffy, den ibten August 182Z. k-, Tasej ragkS. io» Dd, Nachwort. Der Schluß meines Werks ist länger verzögert worden, als wohl hatte geschehen sollen — länger als ich cs gewünscht habe. Jetzt bin ich endlich damit zu Stande, nachdem ich oftmals abbrechcn müsse» und schon keine Hoffnung mehr hatte, je wieder daran gehen zu können. Allein, ich fnh'e jetzt, wie sehr ich nöthig habe, nochmals, besonders wegen der flüchtigen Manier, womit dieser Schluß von mir behandelt worden ist, um Nachsicht zu lütten. Vielleicht wird mich von der einen Seite mein schrecklicher Schmerzens - Instand, von der andern aber die Obliegenheit, der meinem Herzen so wohlthnenden Ungeduld, womit man mich drängte, möglichst zu entsprechen, am besten und am gültigsten entschuldigen. Ich werde mich freuen, wen» es geschieht! — Gern hätte ick, so wie ich es auch thnn zu können hoffte, das Testament Napoleons mitgetheilt. — Diese Urkunde seiner letzten Gedanken, welche sehr umfangreich ist, und ans dem eigentlichen Testamente sammt sechs vcrschiednen Codicilleu besteht, die er nur mit Mühe, vom Anfänge bis zu Ende — eigenhändig geschrieben hat, wurde von ihm in den letzten neun Tagen seines Lebens unter den heftigsten Todcsschmerzen zn Stande gebracht. Es sind sonach Aktenstücke, welche mit Recht das allergrößte und lebendigste Interesse erregen — allein sie sind mir nur vertraulich communicirt worden uud aus diesem Grunde darf ich sie nicht zn öffentlicher Kenntniß bringen. So hatte ich ferner gehofft, genaue und wahrhafte Kunde von allen einzelnen Umstanden in Betreff der letzten Momente des großen Schlachtopfers geben zu können- Einer von denen, die ihm die Augen zugedrückt haben, wollte mich davon unterrichten. Ich weiß aber uun, daß dieser sich vorbchält selbst etwas hierüber herauszugeben und so werden denn diese interessante» und allgemein ersehnten Nachrichten dem Publicum nicht verloren sepn, das überdem auch »och erwarten darf, solche durch ein Manuseript des Doctor Antomarchi, den» Vek- saßer des prachtvollen Werkes der anatomischen Tafeln über den menschlichen Körper — zu erhalten Das Tagebuch dieses Gelehrte» über die zwei letzten Lebensjahre seines berühmten Kranken wird sonach den Abschluß des Ganzen ausmache», was die Gefangenschaft in Longwood betrifft, zugleich aber in scientifi- scher Rücksicht durch Angabe aller einzelnen Umstande über die Krankheit und das Leiden des großen Märtyrers, von dem größten Wcrthe sep». Endlich habe ich Mir noch vorznwerfen, daß ich die Gelegenheit versäumt habe, über Santinis fernere Schicksale Nc- schcnschaft zu geben. Man will ja am Schluß eines Drama, zu welcher Gattung cs auch gehöre» möge, gern wissen, was aus jedem Einzelnen geworden ist, der zu Anfänge darin verkam; und in dem gegenwärtigen Falle vereinigen sich so manche Inge in Hinsicht auf die Sitten und Eigenheiten der Zeit und der Angelegenheiten, welche mich veranlassen, mein Vergessen wieder gut zu machen, da es noch «»geht. Wir hatten Santini lange verloren gegeben, glaubten, er sei eingesperrt, oder gar todt, als er auf einmal, bald nach Napoleons Tode, mitten unter uns erschien. Hier ist, was er mir selbst erzählt hat — vhugefähr mit seinen eignen Worten: Nachdem er nämlich sich aus England fortgcmacht hatte, ging er mit der Klugheit und Gewandhcit eines verschlagnen sjta- liäners durch Belgien, er glaubte schon die größten Schwierigkeiten glücklich besiegt zu haben und, als er in München ankam, s» gut wie im Hafen zu seyn. Aber eben hier wurde er festgenommen und trotz aller seiner Bitten bei den dortigen Behörden und mehreren Gesandten, daß man ihm doch freien Durchzug gestatten möchte, durch Gendarmes nach dem Wür- tembergischen fortgeschafft, wo man ihn zwar streng beobachtete, aber doch frei durchgehen ließ. Bei seiner Ankunft in der Lombardey, zu Como, meldete er sich selbst bei der Polizei, wo er bereits erwartet, alsbald arretirt und nach Mayland abgeführt wurde. .Hier ließ man ihm sogleich merken, daß er nicht auf völlig freiem Fuße im Lande leben könne, ohne daß solches sehr nachtheilige Felgen hcrbeiführcn müßte und brachte ihn daher nach Mantua, wo er weniger gebunden seyn wurde. Allein dieses Bessere, waö mün ihm versprach, war ein Gefängniß, ii!» — i» welchem er mit keinem Menschen Gcmeinschafft haben durfte. Es schien als ob man die größte Wichtigkeit auf seine vollständige ! Einspcrrung legte, denn als die Kaiserin Marie Louise durch diese Stadt reis'te und -r bis 36 Stunden daselbst verweilte, wurde der arme Sautini während dieser ganzen Zeit, noch be- j sonders in seinem Zimmer durch einen Polizei-Agenten bewacht, k der ihn nicht einen Augenblick, selbst bei dem Essen und bei dem Schlafen nicht, aus den Augen ließ, was — im Vorbeigehen gesagt — zu einem Beweise dient, mit welcher außerordentlichen Sorgfalt man jede Verbindung oder Mitthciinng I zwischen Napoleon und Marie Louise zu verhindern suchte. j Indem er sich mm von seinem Lhurme aus beschwerte und beklagte, kam endlich von Wien der Befehl, ihn dorthin zu bringen. Der Kreißhauptmann sollte sich selbst mit ihm in einen Wagen ! setzen, mit Courier-Pferden reisen, und ihn so zn seiner neuen i Bestimmung begleiten- ! Sautini wurde dort, gegen alle seine Erwartung vom neuen ! cingesperrt, machte aber großen Lärm und ließ nicht ab, eine ! gerichtliche Entscheidung seines Schicksals zu fodern, um, wie er sagte, entweder, wenn eS so seyn müßte, erschossen zu wer- ! den, oder, dafcrn man ihm nichts vorwerfen könne, seine völlige Freiheit zu erlangen. Man sagte ihm am Ende, daß ihm l allerdings nichts vorzuwcrfen sei, die Wiedererlangung seiner völligen Freiheit jedoch großen Schwierigkeiten unterliege. Man könne ihn nicht in jedes Land gehen laff-.n; er habe nur die Wahl zwischen England und Oesterreich. Sautini antwortete, daß er nicht den Boden des Landes wieder betreten möchte, wo ! die Henker seines Herrn regierten. Man brachte ihn hierauf nach i Brünn, der Hauptstadt in Mähren, wo er eidlich angeloben mußte, sich aller Correspondcnz mit dem Auslande zu enthalten. Allerdings wurde er auch dort unter eine besondere Aufsicht gestellt, aber demohuerachtet endeten daselbst, wie er sagte, alle seine Verfolgungen und Sorgen und es begann für ihn ein besseres Vcrhältniß. Seine Gefangenschaft wurde eine Art von Wohlthat für ihn und er fühlte sich zu wahrhafter Erkenntlichkeit ! verpflichtet. Jedermann sorgte, jedermann interessirte sich für ihn. ^ Das Wohlwollen äußerte sich eben so allgemein und thätig in den ersten Classen der Gcsellschafft, als in den untern. Die Bewohner des Orts hatten Napoleon zweimal, uud zwar nur als ! Feind gesehen, aber, dennoch hegten sie die tiefste Verehrung für ibn. Santini verlebte dort drei Jahre, die er zu seinen glücklichem rechnet. Es war Volieren OrtS empfohlen worden, man möchte ja, besonders zu Brunn, darüber wachen, daß Santini kein Schreiben an den Kaiser Franz erlassen könne. Als dieser Monarch nun zu dem Congrcß von Troppau rcis'te, verweilte er in Brünn. Doch schon zwei Tage früher, erzählt Santini, kam ein Polizei-Offiziant von Wien, um Aufsicht zu führen, daß nichts von ihm an den Kaiser kommen könne. Man bewachte mithin das Herz des Kaisers Franz eben so, wie das Herz der Kaiserin Marie Louise; man fürchtete sie mithin beide!!! — Allein alle diese Vorsicht war umsonst. Santini hatte die höchste» Personen für sich zu gewinnen gewußt. Seine Maasregeln waren langst genommen. Eine Bittschrift von ihm, worin er von der Behandlung sprach, die er erdulden müsse, kam zu ^en Händen des Kaisers. Er beschwerte sich über Mangel an Geld, die Beschränkung seiner Freiheit und fügte Zeugnisse bei, die er von St. Helena mitgcbracht hatte, besonders eine Urkunde in Betreff einer Pensiou, welche ihm von Napoleon zugesichcrt war- Ucbcr dies letztere Documcnt schien sich der Kaiser Franz sehr zu verwundern; er hörte nicht auf über die Fassung desselben zu sprechen. Es war von dem Groß-Marschall unterzeichnet und oben standen die Worte: Ans des Kaisers ausdrücklichen Befehl. Uibrigens war darin gesagt, daß Santini eine Pension von der und der Summe ausgesetzt sei und die ersten besten Verwandten oder Freunde des Kaisers, denen er das Documcnt vorzeigcn winde, dieselbe zu bezahlen hätten. „Aber das ist doch schrecklich, sagte der Kaiser Franz, indem er die Schrift betrachtete. Er ist ans St. Helena gefangen, und doch gicbt er nach wie vor Befehle, als wenn gar nichts vorgefallen wäre." Inzwischen war seine Geneigtheit zum Wohlthnn stärker noch als jene Verwunderung und es sei nun, daß er nur sein Herz bei der Sache fragte, oder waS sonst, kurz, er ließ Santini eine Summe Geld anszahlen. Es ist übrigens sonderbar genug und ein Umstand, den ich nicht ohne Rührung erkannt habe — daß die zwei ersten Auszahlungen ans die Pensions-Anweisung von Santini, im Namen von Personen erfolgten, die nicht eigentliche Bluts-Verwandte von ihm waren — nämlich von der Prinzessin Stephanie von Baden und dem Kaiser von Oesterreich, seiner adoptrrteu Tochter und seinem Schwiegervater!!- Seitdem ich mein Werk begonnen habe, sind ss mancherlei Ansinnen an mich gelangt. Ich habe denen die mir zeitig genug Manien, ihr Recht wiederfahren lassen, bei andern, welche sich verspacigt hatten, werde ich, in so fern der Gegenstand von minderer Bedeutung ist und die Losung der dabei entstehenden Fragen von mir abhängt, solches bei der zweiten Auflage nachholen. Was aber diejenigen betrifft, die von größerer Wichtigkeit und eurer Verschiedenheit der Meinungen unterworfen sind, wobei ich nicht selbst entscheiden kann, als wozu unter andern die Anfodernngen gehören, weiche den Grafen Sichres angehen, oder die von dem Baron Labouilleric, dem Genera! Iomini u. s. w. an mich gemacht worden sind; so hatte ich bereits beschlossen, sie, nach ihrem ganzen Inhalte meinem Werke bcizufüge», damit der Leser, beide Parthcien vernehmen, und dann mit Kenn miß der Sache darüber verheilen mochte. Allein die große Zahl dieser Gegenstände behindert mich an der Ausführung meines Beschlusses und nöthigt mich auch hierbei das Weitere bis zu einer des ehesten statt findenden neuen Auflage zu verschieben. Ich ergreife diese Gelegenheit, um nochmals zu gedenke», daß ich bereit bin, wenn ich unuothiger Weise gegen irgend jemand verstoßen haben sollte, meinen Fehler wieder gut zu machen. Die ganze Natur meines Unternehmens, die wenige Sorgfalt die ich darauf verwenden konnte, die Eile, womit die Herausgabe des Werks erfolgt ist, werden dessalls meine beste und wahrhafteste Entschuldigung scyn. Bei allgemeinen Begebenheiten, wodurch die oder jene Eigenheit des Characters Nap.levnS in ein helleres Licht gebracht wird, oder welche dazu dienen seines Namens Gedächtniß zu stiften, mußte ich, um meiner Absicht treu zu bleiben, genau erzählen, was mir davon bekannt worden ist; ich konnte nicht anders handeln; nur auf diesem Wege durfte ich auf Vertrauen rechnen und ich mußte daher hierbei ohne alle Schonung zu Werke gehen. Ich habe sonach auch auf keinen Rang, keinen Titel, kein Vcrhältniß, keine Privatneigung, keinen Grund sonstiger Beachtung, die mindeste Rücksicht genommen und wenn uun mitunter Personen vorkomme», von welchen bald Gutes, bald Böses gesagt ist, was außerdem wohl oft zu geschehen pflogt, so muß diese Mischung in allen Augen die beste Bürgschaft für meine Glaubwürdigkeit seyn. Selbst für die Interessenten liegt darin eine Art von Vortheil; denn das Gute bleibt ihnen gewiß, das Böse können sie noch streitig machen, vielleicht selbst widerlegen. Aber — ich wiederhole es nochmals — in jede», Falle mußte ich, wenn ich Vertrauen gewinnen wollte — mich der größte» Genauigkeit befleißigen, so viel cs mich auch oft gekostet hat — und wenn ich min den zahlreichen Versicherungen glauben darf, die mir hierüber gegeben worden sind, so darf ich auch hoffen, meinen Aweck erreicht zu haben. 2lichte ist mir übrigens so erfreulich gewesen, als das ttibcic- einstimmen bei alle den Erläuterungen, Versicherungen und Bestätigungen, welche ich, von allen Seiten über Gegenstände erhalten habe, die ich mit Mißtrauen gegen mich selbst, zuweilen in meinem Tagebuche in zweifelhafter und unsichrer Form darstellte. Auch diese Belege wollte ich dem letzten Bande meines Werkes noch beifügen und' nur der Mangel an Raum hat es nicht zu- gclassen. Was endlich mir nicht minder angenehm scnn und für mich sprechen muß, ist die Mcnge von Beweisen, die von selbst ans dem Inhalte und der Übereinstimmung anderer Werke bei aller Verschiedenheit der Nation, der Verhältnisse, der Meinung, namentlich aus den Schriften von O'Meara, vom Baron Fain, dem General Rapp und andern, für die Glaubwürdigkeit meiner Angaben hervvrgehen- Und was findet man bei ihnen über Napoleons Geist und Herz? — Genau das nämliche, was mein Tagebuch hierüber enthält und so bestätigt sich also seine Nedc: „In jeder Stunde verliere ich einen Thcil meiner Tyranncnhaut. Die Ehre meines Gedächtnisses steigt von Tage zu Tage. — Wenn die Schriftsteller, wenn die Redner gefallen wollen, müssen sie mich preißen — " Und in der That! — Jeder neue Lag, jede Schrift, jede Erzählung, jedes Zcngniß trägt bei, die Ver- läumdung auszurotten und ein schönes Licht über sein Wesen zu verbreiten. Täglich lernt man ihn besser und von vortheilhafkcrer Seite kennen- Ich glaube nicht, daß es jetzt noch jemand wagen durste, im Ernst zu schreiben, er sei eiu böser Mensch gewesen; man würde ihn anslachen. Register. ...An merk. Die römischen Ziffern zeigen den Baud, die arabischen die Seite an. Afrika. V. Plan zu Erforschung des Innern von 2Z. Ackerbau. VI. Der Kaiser nenni denstlben die Seele und die erste Basis des Reichs, LO,). Alerander. (der Große) X. Worte Napoleons. - Er begann mir dem Herzen eines Traian und endete mik der Sinnesart eines Nero ,,»o ocr Lebensweise des Hcl-og.-balns, 09 Aleranr> er. (Kaiser von Rnß- !and) II. Seine Neigung für Engen bei dem Eongreß in Wien Er ist im Jahre >8ib ganz gegen Napoleon eingenommen — Ursachen seiner Erbitterung. — Er glaubte, daß man ihn bei der Vermählung Napoleons m t Marie Loujle zum Besten gehabt habe und es war dies kcineswe- ges geschehen. » 5 . II!, Schilderung desselben. >e>>. VI. Sein Bnehmen in Tilsit. 6l>. Der Kaiser sagt, daß er voll Artigkeit und so liebenswürdig gewesen sei, wie man es nur in den Pariser Salons sevn könne. 6.,. In Erfurt bewies er Napoleon offenbar die zärtlichste Freundschaft und Wahrhafte Bewunderung. — Lie brachten mehrere Tage auf die allervertraulickste Weise, wie zwei junge Leute vom guten T ne, die aus ihre» Vergnügungen sich gegenseitig keinGe- heimniß machen, mit einander z». üg Er würde Napoleon seine Schwester zur Gemahlin gegeben haben, iry- War beleidigt, als er die Vermählung mit der österreichischen Prinzessin erfuhr. 70. Napoleon hielt die Feindschaft Aleranders in der letzten, Zeit für ein Werk der Arglist und der Lüge. Er gefiel Napoleon, der ihn wahrhaft liebte. 70. Aligre. (Herr von) IV. Der Kaiser wollte dessen Tochter an den Herzog von Vicenza verbei- rathen- Herr von Aligre widersetzte sich aber dieser Verbindung auf mnthige Weise. >»o. Ambassadeur. VI- Sitzung des Staatsraths. — Plan-des Kaisers bas alte öffentliche Staatsrecht in Betreff der Gesandten, gegen neuere Formen zn vertauschen. 82. Antraignes. (Graf von) IX. Seine Verhaftung Durch die Wegnahme seiner Papiere wird Pichegrus Verrätherei entdeckt — Er verdankt Napoleon das Leben — Er bricht sein Ehrenwort indem er sich nach der Schweiz flüchtet und vergilt seinem Wohl- thät-r durch Herausgabe einer schändlichen gegen ihn gerichteten Schmähschrift. — Sein Tod in England. -i 5 . Antwerpen. X. Pläne des Kaisers. Cr wollte daraus zur 121 See einen mörderischen Angriffs- pmict für den Feind, zu Lande einen sichern Zufluchtsort bei großen Unfällen machen Es sollte überhaupt eine Stütze der allgemeinen National - Wohlfarth werden. -6. Für sich selbst sollte es eine Provinz seyn 27 Die Abtretung dieser Stadt verursachte die Weigerung, den Frieden in Cbatillon zu unterzeichnen, 27. Englische Unternehmung, 5o. Ansgeführte und beschlossene Arbeiten, 34. Araber. I. Gespräch eines jungen Arabers mit Napoleon, 226, Arcole. (Schlacht bei) IV. Kapitel des Feldzugs in Italien, von dem Kaiser dictirt-, L4. Armeen. It. Der Kaiser glaubt nicht an die unermeßlichen Heere der Carthaginienser und der Perser. — Er glaubt dagegen an die von Gengiskan und Tamerlan, So. Arras. (Vischoff vom II. charakteristische Züge, -6. Artillerie. Vl. Aeußernn- gen des Kaisers über diese Waffe. — Er ist der Meinung, daß in den Schlachten immer geschossen werden müsse, ohne die Kosten für die Kugeln zu rechnen. — Er sagt, baß wenn er habe dem gefährlichen Posten entgehen wollen, er lieber ans 3»o als auf 600 Toiscn Entfernung geblieben wäre. Bei der erstem gingen die Kugeln oft über den Kopf; bei der zweiten mußten sie aber da «der dort niedcrfallen, ,o3. Er versichert, das Artillerie-Corps sei seit seiner Kindheit das beste in Europa gewesen; mit väterlich-gesinnten Chefs, rein wie Gold, 10Z. Asker - Kan. (Persischer Ambassadeur in Paris) IV. Einzelne Umstände — Anekdoten, 6r. Aspiranten. I. Sie erbieten sich zu Rochesort Matroscn- dienst bei den Chaluppen zn thun, welche den Kaiser nach Amerika bringen sollten, 18. Aspirante u, englische (Mid- shiomenl I. Deren Ehrfurcht vor dem Kaiser — Naive Aenßc- rung eines derselben, 70. Atlas, historischer, von Le sage. I. Der Kaiser lernt ihn erst am Bord desNorthum- berland näher kennen. — Bedient sich oft desselben. — Seine Meinung davon, 89. V. Er fragt nach dessen Geschichte, 38. Vl. Der Kaiser wünscht dem Verfasser Glück, wegen alles des Nutzens, den selbiger, wie er alle Tage mehr einsehe, ihm in jc- der Art gebracht haben müsse, go. Sagt, daß wenn er solchen zur Zeit seiner Macht schon gekannt hätte, er die Lpceen damit überschwemmt haben würde, 91. Anbry. (Dircctor desKriegs- Comits) I. Witd Artillerie-General. — Verlangt diesen Grad für Napoleon. — Streit hierüber. — Anecdoten, 94. Auditeurs im Staats- rath. X. Der Kaiser wollte durch sie alle neuere Institutionen volks- thümlich machen und Materialien der besten Art für die Regierung seines Sohnes bilden. — So würde zn gleicher Zelt ein schöner Tag für alle Aemter des Reichs angebrochen sepn, 62. Auge re au. (Marschall, Herzog von Castiglione) II. Napoleon schildert denselben. So. VI. Napoleon laßt durch ihn am 'S. Fructidor die Adresse der Soldaten an das Direktorium bestellen, weil er sich sehr über die Ideen der damaligen Zeit anssprach, ein Pariser war, und aus einem andern Grunde noch, 3u. Baden. (Stephanie von Beau- harnais, Prinzessin von) V. Sie nähert sich nach der Scheidung Josephinens ihrem Gemahl und seitdem ist ihr Verhältniß höchst glücklich, 62. Ihre Kindheit-— Das Nähere in Betreff ihrer 112 Erhebung — Ihr schöner Charakter- 07. Ball ln. VI. Der Kaiser sagt von ihm, er sei nicht oos, aber ein politischer Dummkopf gewesen, >». B -. .. (Frau von) VII. Der Kaiser hielt sie uir boshaft, wird aber eines bessern überzeugt, >2. Acnßerung derselben über den Erste» Cvnsul - Anekdoten, 42 . Ba > c 0 mbe. (Eigeuthümervon Vriars auf Sancc Helena.) It. Er vermiethec einen Pavillon, nm den Kaiser untcrzubriugen re- — Seine Familie. 2. Ballons. IX Der Luftballon , der bei Napoleons Krönung steigt, bringt in wenig -Stunden die Nachricht davon nach Rom. — Die Auecdote von dem in der Militair-Schule, und was man dabei von Napoleon erzählt, ist saljch, r> 3 - Barbaresken. III. Siehiel- ten i)iavoleons Flagge von der Insel Elba heilig — machten den Schiffs-Cäpitains von Elba Gc- sch.nke, um wie sie sagten, ihre Schuld, von Moskau her, zu bezahlen. — Sie führten nicht Krieg mit Gott, 76. Baral. (von, Erzbischofs von LourS) VII- Napoleon nennt ihn einen sehr unterrichteten Mann, 5 >. Vlll. Der Kaiser spricht mit ihm bei einer Sonntags-Audienz über die Angelegenheiten niit dem Pabst, Barras. (Direktor) VI Napoleon schildert ihn — Behauptet immerwährend öffentlich die Rolle eines warmen Freundes von Napoleon, - 3 . B.(Lord) X. Des Kaisers Meinung von ihm — Seine äußerst strenge Aenßernng über denselben — Nach dem Arm, den er führt, kann man auf sein Herz schließen rc- 122. Bayern. (König von) VIII. Napoleons Zeugniß ihn betreffend, 80. Beaumarchais. VII. Seines Geistes ungeachtet hatte doch der Kaiser, wegen des Rufs in dein er stand, nie etwas von ihm wiff-n wollen, >. Beausset. (von, Bischoffvon Arles) VII. Lenßerung des Kaisers, L'. Veauvca u. (Prinz von) xi. , Schöne Worte des Kaisers über ! seinen verwundeten Sohn, 3 . > Becker (General) 1. Er er- ! hält von der provi,„rischen Re- j giernng den Befehl, den Kaiser ! zu beobachten und zu bewachen ! — Sein ehrenvolles Benehmen, i3. Bernadette-VH-Wird von den Schweden, in Rücksicht sei- ^ »er Gemahlin, Schwester der ! Gemahlin des Königs Joseph, ' gewählt. — Er hat sehr viel zu . unserm Unglück beigetraaen, in- ! dem er dem Feinde den Schlüffel ! zu unsrer Politik, die Taetik l unserer Armeen an die Hand gab rc. -7. Als er sich in unserer Mitte befand, bemerkte er, daß die öffenliche Meinung Gerechtigkeit übe, 97. Brief, den Napoleon über das Contincntal- System an ihn schrieb, ug. X. Napoleon sagt, wenn er eine» Geist und eine Urtheilskraft besessen wie der hohe Standpunkt, i ans dem er sich befinde, erfodere, so hätte er die Macht und den ! Glanz seines neuen Vaterlandes wiederherstellen können. — Er hat einer thöncdten Eitelkeit nachgegcbeu; es hat ihm den Kopf verdreht, daß die Legiti- timen ihn aufsuchten und ihm Weihrauch streuten, 81. Bernard. (General) X. Glückliche Ursache seines Cmpor- kommcns — Er wird zum Adjutanten des Kaisers ernannt, ZL. B e r n a r d i n d e S t. P i e r r e. III. Napoleons Bemerkungen j über Paul und Virginia — Anekdoten über den Verfasser, 17. Bcrthier. (Marschall, Prinz — 123 — von Neufchalel und von Wagram) I. Er stoht an der Spitze der Factiou der Verliebten in Egypten — Sein Charactcr 122. Er wollte nicht nach Egypten, 122 ES wird ihm erlaubt nach Frankreich zurückzukehren — Er kann sich nicht dazu entschließen, 122. Er betet seine Liebschaften au, >22. Er wollte behaupten, daß der junge Viscomti, die Schlacht bei Marengo gewonnen hätte, i2Z. Der Kaiser hat ihn mehr als 4 o Millionen gegeben, 12,,. kl. Hein Verhalten im Jahre > 84 . Seine geringe Gei- stcsfähigkeit, sein Talent, 52 . VH Sein Privatleben — Napoleon dringt in ihn, daß er sich vermahlen solle; MadamV. bringt ibn dahin, daß er eine Prinzessin von Bayern bcirathet — Verzweiflung BerthicrS, 12. Bcrtholet. (Graf, Pair) V. Schöner Zug des Kaisers ihn betreffend — Sein Benehmen im Jahre > 5 i 4 und bei der Rückkehr von der Insel Elba, 34 . Bertrand. (Groß-Marschall) l Folgt dem Kaiser nach St. Helena, 43 . Wohnt dem Feldzuge in Egypten bei — Seine Verwunderung über Napoleons Manövres bei Abukir, i 3 n. IX. Er wird Napoleon bei der italienischen Armee zum erstenmalc vorgestcllt — Anecdote, 44 . Bertrand. (Frau von) I. Ihre Verzweiflung als sie die Deportation des Kaisers erfährt — Sie will sich rn's Meer stürzen, 35 . Bertrand deMollcville. (Erminister Ludwig des XVt ) V. Seine Meinung von Napoleon, 27. Beschwerden. XI.der Gefangenen über Sir Hudson Lowe, 99. Bessieres. cMarscball, Herzog von Istrien) m. Dessen Schilderung, 23 . VIII. Der König von Sachsen läßt ihm an der Stelle, wo er gefallen ist, ein Denkmal errichten, das dem in der Nähe desselben bereits befindlichen zu Ehren Gustav Adolphs, ähnlich ist, 84 . Vettelweseu. VI1. einzelne Umstände, 18. Anstalten, 2,. es ist viel seltner in armen, unfruchtbaren Provinzen, als in reichen und fruchtbaren — Aeu- ßerunq des Kaisers, 25 . Wohl- thätigkeits -Anstalten, 25 . Bibliothek. IX. Schätzung derjenigen, welche man Seiten Englands dem Kaiser zuschickle. — Nachlässigkeit und Mangel an Sorgfalt hatten das Beste dabei gethan, izg. Bizanct. (General) V!. Sein schönes Gefecht bei Berg-op- Zoom. „Der General Vizanet ist gewiß brav!" sagte der Kaiser, 16. Vlacas. (von) kl. Papiere, welche der Kaiser am 2». März in dessen Zimmern fand, 12. Voisgelin (Kardinal) vil. Der Kaiser nennt ihn einen geistvollen, einen rechtschaffnen Mann, 5-.-. B 0 naparte. (Charles, Vater des Kaisers) I. Schilderung desselben, 65. Depurirtcr des Corsischen Adels zu Paris, 65 . Verschafft dem Herrn von Mar- bveuf Recht gegen Herrn von Narbonne; erste Veranlassung zu dem Interesse, welches die Familie Marboeuf an dem jungen Napoleon nimmt und z» seiner Aufnahme in der Schule zu Brienne, 65 . Seine Ehe, 66. Sein Tod zu Montpellier, 66. Napoleon weigert sich ibm ein Denkmal zu errichten, 67. LouiS läßt ihn nach Sauet-Len schaffen, 67. Vonaparte. (Laetitia, Mutter Napoleons) I Ihre Schönheit, 67. Sie theilt während ihrer Schwangerschaft als Amazone die Gefahren ihres Gatten — Ihr großer Character in dem Freiheits-Kriege, 67. V. Aeu- ßerung des Kaisers, 62. Sie Siebt heimlich viel an ihre Kinder, 62. Sic wurde ihrem Sohne, nach der Rückkehr von Elba und nach der Schlacht bei Waterloos gern Alles geopfert haben — Ihr Stolz - Ihr edler Ehrgeiz — Sie hatte ein kräftiges für große Begehenheilen geschaffnes Gemüth, 62. Ihr Hans in Ajaccio wird in Arche verwandelt — Sie ist genothigt «m der Küste ninherznirren, ehe sie nach Frankreich adreisen kann — Ihre großherzige Antwort an Paoii, 8>- VI. Ihr Unwille bei Mnrats Verrätst Sie weiß von dieser Zeit an alle Anerbietungen des Königs von Neapel zurück und bricht alle Verhältnisse mit ihm ab Ihre siete Antwort ist, daß sie einen Abscheu vor dem Verlach und dem Verräther habe Sie schickt die von Mürac übersendeten Pferde zurück - Schone Worte, die sie an ihre Tochter Caroline richtete, um sie wegen des Verhaltens ihres Gemahls verantwortlich zu machen. Napoleon sagt: es wären die Worte der Clytemuestra re. i4-. X. Sie verdient jede Art der Verehrung, 44. Vonapartc. (Lucian, Atchi- diaconus, Groß - Oncle Navo- leons) l, Er ist sein zweiter Vater — Anccdoten, 67. v. Sein Zorn gegen seinen Neffe» Napoleon — Er sagt, daß seine Ziegen durch die philosophischen Neuerungen in Gefahr gekommen wären, 82. B 0 u l a >, de la Meurthe. (Staats-Rath) I- Dessen Antwort an Fonchs, 10. II. Ehrenvolle Aeußcrung des Kaisers über denselben, 20. Briars. (Nonces) 11. Der Kaiser nimmt daselbst seine Wohnung bis Longwood in Stand gesetzt ist, r- Dessen Beschreibung, 4. Der Wasserfall dafelbst, Ko. Briefe. I. die Engländer sangen die Briefe der Armee von Egypten auf; i'z. n. Napoleon schöpfte bei seinen Feldzügen großen Nutzen von denen, die man bei seiner Armee anfsüig, ri. Die am 20. März in den Tonilerien anfgefundenen, n. Von Ludwig XVIII. an den Ersten Consul, 16. Briennc. (Erzbischofs von Sens) l. Giebt sich nach Art der Alten den Tod, um nicht das Schaffet zu besteigen, 72. Brumaire. (der i?te) II. Anecdoten davon — Hoffnung, welche die Emigranten darauf gesetzt haben, -st VI. Anekdoten, 128. ! Byron. (Lord) VI. Seine > Verse auf die Prinzessin Char- > lotte, 12Z. ^ Cäsar. X. der Kaiser hielt ihn für einen der liebenswürdigsten Helden der Vorzeit — Einzelne Umstände, 109. Cafarelli. (General) I. "Spott der Soldaten in Egypten, 12Z. Seine Ergebenheit für Napoleon — Sein Tod, 128. Cafarelli. (Vice-Admiral) V. 2g. Colonne. (Herr von) m. naht sich dem Ersten Consul und bemüht sich wieder in's Ministerium zu kommen, i4. Vli. Eine der Ursachen zu der Auswanderung, 54. Deren finanzielle Hülfe, 56. Cambaceres. (Erz-Kanzler, Herzog von Parma) II. Dessen Meinung über Robespierres Ende, 6S. IV. Der Kaiser nennt ihn den Mann der Mißbräuche, mit einer entschiedenen Vorliebe zu der alten Regierung, 18. VI. Der Kaiser nennt ihn eine» Mann von Verdienst, Klugheit, Mäßigung und Fähigkeiten, aber auch den Vertheidiger der Mißbräuche, der Vorurtheile, der alten Institutionen, der Rückkehr der Ehrentitel und Auszeichnungen rc. > 52 . x. Ehrende Worte des Kaisers, raS — I2§ Carnot. V- Kämpft gegen die zweite Thronentsagung — Zerfließt in Thränen als sie be- schloßea ist, 77. VI. Dessen Schilderung und Geschichte durch Napoleon, 26. Der Kaiser sagt von ihm, daß er arbeitsam, ganz offenherzig, ohne Falsch, und leicht zu hintergchen sei — A. rgt stets einen großen inoraliicheii Muth, 2ü. Er spricht und stimmt rm Tribunal gegen das Kaistr- thnm — aber fl in stets rechtliches Benehmen giebt der Regierung me Verdacht — der Kaiser hör e nichts mehr von ilm,, I^s zur Zeit des Unglücks und jetzt vertrante er ihm Antwerpen, eine» Schlüssel des Reichs — Am 20. Marz macht ihn der Kaiser, nach einigen Zögern zum Minister des Inner» und hat cs nicht zu hereuen, da er ihn stets treu, rechtschaffen und wahrhaft fand, 2b. Caro lineBon aparte. (Kö- nigin von Neapel) V. Der Kai-" ser sagte, daß sie viele geistige Mittel, einen großen Eharacter und einen ungeordnet.» Ehrgeiz besitze, 63. X. Der Kaiser bemerkt, daß sie sehr geschickt und voll Fähigkeiten sei, - Carteaur. (Generalt I. Sein Commando der Belagerung von Toulon, 84. Seine Lächerlichkeiten — Seine Unfähigkeit, 84. Sein Angriffsplan, 86. Castiglione. IV. (Schlacht bei) Capitel des italienischen Feldzugs von dem Kaiser dictirt, 6S- Castlereagh.(Lord) VI. Der Kaiser sagt, daß er sein Vaterland geopfert habe, um nur recht brüderlich mit den Mächtigen des Continents zn leben — Er hat seitdem die Laster der großen Gesellschaft mit der Geldgier des Kaufmanns vereint, 3?. Er ist sehr vertraut mir der Lüg -, >»8. Alle Mittel gelten ihm gleich, um Napoleon verhaßt zn machen — Er scheut keine Ver- läumdung, ic>8. VIII. Napoleon sagt, er habe einen Frieden abgeschlossen, als wäre er überwunden gewesen, -i . Er hat die Wvblsarrh, die Große ErglangS hintaugesetzt Er ist mehr der Co muns als der Assoeis der Fürsten des Conti».nkö gewesen, 1.6. Sein Brief an den Lord Vathnru rn Bezi.bung ans den Lractat von Fontainebleau. ->7. X. Meinilngsanßeeinig Napoleons über dieftnMinister — Einzelne Umstände, 122. Chatharina die Ute. (Kaiserin von Rußland) Vll. Nach der Meinung des Kaisers eine Frau die zur .Herrscherin geboren war und verdient hätte, einen Bart um das Kinn zn haben, .»4. CatiUna. III. Der Kaiser begriff seine Verschwörnng nicht — Er glaubte vielmehr, daß es eine mue Faction nach Art des Marius und des Sylla war, 121. Catinat. (Marschall von Frankreich) VIII. Meinung des Kaiser über ihn, 66. CanIincvurt. (Herzog von Vicenza) X. Sein kritisches Verhältnis in Charillo» — Edler und rührenoer Eindruck, den seine Coirespondenz bervortringt, 28. Schönes Zeugniß das ihm der Kaiser ertheilt — Er ist voll Herzlichkeit und von der rechtlichsten Gesinnung, 128. Cazaies. (Herr von) Vll. kömmt »ach Coblenz, 6,. Schöne Aenßcrnng bei dem Durchmärsche der Preußen daselbst, 66. C s r achi- (Bildhauer) I V. hatte den Plan entworfen, den Kaiser zu erstechen, wenn er ibm sitzen würde — Nähere Umstande dieses Complots, 6. CHambure. (Oberster) VI. Cdmmandirt bei der Belagerung von Danzig die berühmte freie Compagnie, welche sich von dem Feinde den Beinamen der höllischen erwirbt, ttz. Sein ed les Benehme» im Jahre 78-5 gegen die englischen Offiziers wird wie ein Verbrechen bestraft — Er ist genvkhjgt zu fliehen und einen günstigen Augenblick zu feiner Wiederanstellung «bzu- waiteii, -d, Cha rette. X. Der Kaiser nennt ihn den Helden der Ven- dee, !-S Er hincerläßt in seinem Geinürhe den Eindruck eines großen Charakters, 65. Merkwürdige Anekdote über seine Jugendjahre, 65. C ha r lotte v 0 n England. (Prinzessin) X. Ist sehr beliebt bei dem Volke in London — giebt deutliche Zeichen von viel Charakter - Ihre Zärtlichkeit für ihre Mutter — Anecdvte — Hat den Prinzen von Oranicn aus- geschlagen — Ihre Antwort an einen englischen Minister, 70. Ihre Vermählung mit dem Prinzen von Sachsen Coburg ist ein- »><' Tolae ihrer eignen Wahl, ?r. Chatam. (Lord) VI. Seine energische Verwaltung. Seine kühn ausgesprochnen Widcrrecht- lichkeite» hatten etwas Großes, r>7. C.... (Herr von) VI. Meinung des Kaisers über dessen Rede zu Gunsten des Cle- rns, 1. Hat in London ein re- ligionswidriges Buch herausgegeben, 2. Anekdoten über den Genius des Christenthums — Seine ungeheueren Erfolge, 3 Seine Ernennung bei dem Institut — Großer Lärm, den der Entwurf seiner Antrittsrede verursacht. Merkwürdige Scene in den Tuilerien und schöne Aeuße- rung des Kaisers hierüber, 4. Seine Schmähschriften gegen Napoleon, um die Restauration zu fördern, eine politische Erscheinung, welche allein dieses Unwesen erklären kann; denn ein so schönes Talent würde sich gewiß ohne ein solches großes Mo- tif nicht so sehr geschändet haben, 5. Cherbourg. Vii. Geschichte der dortigen Hafen-Werke, !. CH errcusc.(Frauvon- V.IHr Erst als Folge ihrer Meinung — Sie träumte, wie ocr Kaiser sagt, von Wiederherstellung der Fronde, 82. China. III. Art der Behandlung oer Europäer zn Canton — Charakter der Ehinesen, 8-. Clarke. (Herzog von Feltre) IX. Zweiter französischer Unterhändler zu Campo Formte — Seine Seuoung von dem Direk- lorio an Napoleon in Jtaueu, 112. Abiutant des Ersten Cou- suls- Ambaffadenrin Florenz, > Wohlthaten die er von Napoleon erhielt, n5. Clauscl. (General) I. Com- mandant der Armee von Bordeaux, 2g. Der Kaiser rechnet ihn unter diejenigen Generale, die, wie er sagte, künftig zu Marschallcn bestimmt waren, die eine schone Zukunft hoffen konnten, 85. Clerus. Vii. Der Kaiser war zufrieden mit dem alternClerus, 5,. Keiner von den vormaligen Vischöffen täuschte sein Vertrauen, 5>. Nur die, welche er selbst ernannt hatte, gaben ihm Anlaß zur Klage, 5>. Cobentzel- (Herr von) X. bei den Cönfcrenzcn in Betreff des Vertrags von Compo For- mio -- Will die Sache in die Lange ziehen — Napoleon zwingt ihn durch eine plötzliche Wendung und einen verstellten Zorn zu einem schnellen Abschluß, 1.0. Co ckbur n. (Admiral und Com- mandant des Northnmberland) I. Er kömmt an Bord des Belle- ropvon, 42. Untersuchung der Effecten des Kaisers, 40, Empfängt den Kaiser am Bord seines Schiffes, all. Abfahrt nach St. Helena, 46. Nimmt täglich mehr Antheil an seinem Gefangenen, 8s. Seine Höflichkeit gegen die Franzosen bei der Taufe «ittcr der Linie, n-, Sein Benehmen in St. Helena, i>2. Seine Antwort auf die an ilin gerichteten Klagen, >>o. Schickt dem Kaiser seMt Jagdflinten, :öo. Erlaubt, dag der Kaiser die ganze Insel vhne Escorte bnrch- ,kreist — Bricht sein Ber,pre- chen, -lä?. ui. Erklärt, daß er keinen Brief Napoleons an de» Prinzen van Wallis annehmen nnrde, wenn er nicht offen sei, nd. IV. Stellt seinen Nachfol- ger Sir Hiudson Lowe vor — Kränkung, e-e,. Beschwerden des Gefangenen über ihn, 5-. Er wirs als Kerkermeister gelobt — als Wirth klagt man »der ihn, Si. Coder- V. Napoleon nimmt großen Lheil daran. Seine verschiedenen mündlichen Bcmerkun, gen darüber im Staatsrath, W. IX. Napoleon will von andern Gesetzen, als denen, die im Codex jrehen, nicht gern etwas wissen — Cs folgten gleich »ach dessen Herausgabe »nniittelbar darauf schon Conimentarien und Nachträge. Acußerung des Kaisers über diesen Gegenstand, go. Colombier. (Frau von) I. Ihre Vorliebe für den jungen Napoleon, als er bei feinem Austritte aus der Militair- Schule zu Paris nach Valenoe in Garnison ram — Annehmiichk.lten, die sie ihm im gesellschaftlichen Leben verschafft - Er sagt, daß sie vielleicht auf sein Loos in der Welt eingewirkt Härte, 77. Conds, (der große) VIH. Aeußerung Napoleons, 6Z. X. Meinung des Kaisers; die Kriegswiffenschaft schien bei ihm Jnstinct zu sepn; die Natur hacke ihn selbst zum Gelehrten gemacht, ne. C onscription. X. Napoleon wollte ihr die ganze Nation unterwerfen — Er wußte nicht ob er. seinen Sohn ausgenommen haben würde- Er sagte, sie fei die unvertilgbare Wurzel einer Nation, die Reinigung ihrer Moral, >>4. Sic war eines der Werkzeuge der National-Erziehung geworden, 114. Consta nt. (Benjamin) Nt. Sein Gespräch mit Napoleon bei der Rückkehr von der Just! Elba, 1 1 ?,. Convent. VI. Zwei unvollendete von dem Kaiser dictirten Noten — Dessen Beginnen — Seine vier Aeitalter; Seine Montagnards und Girondins rc. Corbinean. (General) III. Seine Lodesarr geht dem Kaiser zu Herzen, 1. Corneille. NI. Der Kaiser bewundert ihn vorzugsweise, 7-,» Aeuß-tt baß ihm Frankreich einen Thcil seiner G>oprhaten zu verdaut, n habe — Wenn er noch gelebt hätte würde ihn der Kaiser zum Fürsten ernannt haben, 7 ( 1 - C 0 rnwali s. (Lord) Vi. Sei» schönes Bein hmen nach dem Frieden von Amiens — Der Kaiser denkt mit vieler Liebe an ihn -- Eine Bitte von ihm hätte bei ihm mehr Gewicht gehabt als käme es von einem regierenden Fürsten. Er sagte, Cornwallis sei der erste gewesen, der ihm eine wahrhaft gute Meinung von den Engländern gegeben hatte — Ein halbes Duzzend Männer, wie er unb Fvr hätten das moralische Glück einer Nation begründet, 07. C 0 rp s. (gcsctzgebens) II. Dessen Auslösung im Jahre 18,Z, 2ö. Im Jahre 1812 wird drei Rathen die Frage, wegen dessen. Abschaffung vergelegt. 26. ' Corsica (Insel) V. Des Kaisers Beschreibung von — Napoleons Liebe für sein Geburtsland — Er würde es am bloßen Geruch erkannt haben, So. Corvisart. (Arzt) III. war oft vom Kaiser widerlegt worden — ein Feind von Arzneimitteln. Der Kaiser brachte ihn zu dein Gejiändniße, daß die Heilkunde ein privilegirtes Mittel sei zum Bisten der Reichen und zur Qual der Armen, io,. Cres centini. IX. erhält den Orden der eisernen Krone — Anccdoten, 96. E r 0 a t e n. ( Regimenter) VI. Meinungsvcrscmeoenheit im Staarsrath nnd Anccdoten über dicfilben, 8>. Dar». (Graf) Vlil. Der Kaiser nennt ihn einen Mann von der größten Rechtschaffenheit, ans den er sich verlassen konnte und einen guten Arbeiter — Anekdote, 77. Dccres (Herzog — Marine- Minister) 1. Seine Instruction an die Fregatten zu Rochefort, welche Napoleon nach Amerika dringen sollten, i>. Eharacteri- stischc Erzählung von dem Besuche, den er dem jungen General der italienischen Armee bei seiner Reise durch Toulon Mattere, als letzterer das Cvmman- do übernehmen wollte, 97. V. Beständigkeit des Kaisers in Beziehung auf selbigen. Sie sei daher gekommen, weil er keinen besser» finden können, 29. Seine Gesinnung im Jahre 1814. — Anccdoten, 5,. IX. Der Kaiser äußerte, daß seine Verwaltung des Seewesens, die regelmäßigste und uneigennützigste; ein wahres Meisterstück gewesen sei, 60. X. Acußcrung Napoleons, irg. Defermont- (Staatsrath) II. Ehrenvolle Aeußernng des Kaisers über ihn, 20. DeIilleVI. (Abb-c) der Kaiser fand iu seinem Gedicht über die Barmherzigkeit, de» Versbau gut, die Sprache rem und die Gedanken recht schön, aber ohne Feuer und Erfindungskraft, die rrierse mithin besser als bei Voltaire, aber immer noch weit unter den andern große» französischen Meistern — die Verse von Miltous Uibertragung ung.'elch schlechter, als in dem Gedicht von der Barmherzigkeit, i>,. Desair. (General) l. Dessen Schilderung — fallt in der Schlacht von Mareugo — der Kaiser mnnt ihn einen große» Mann — er liebte ihn unendlich — rechnete, dag er der Bewahrer seiner Geheimnisse in iciner künftigen Laufrabn werden sollte, -2a. V. Die Egypter und die Araber hießen ihn den gerechten SuItan, >0. VIII. Seine Ankunft bei Marengv — Gespräch mit Napoleon, 70. Dictionaire der Wetterfahnen. V. nach der Meinung des Kaisers eine Erniedrigung, ein Schandbuch, der Snndenpfuhl der französischen Ehre, 22, Dedroet- VII. Aeußernng des Kaisers über den Fanuiien- Vater, ü2. Direktorin m. VI. Schilderung der Direktoren, -.4, Das Direktorium schadet sich in aller Augen durch große Vergehungen gegen die Klugheit, die guten Sitten und verständige Ansichten, -8. es fällt in die Hände der Mäcklcr und der Wucherer, 2-,. Der -8te Fructidor verdankt Napoleon seinen Sieg — es zweifelte an ihm, 2n und läßt ihn durch einen geheimen Agenten ausforschen, 22. Delgeruckt. (Fürstin) V. wird mit Unrecht von dem ersten Consul übel behandelt, 8». Domes nil. (General) l. Anecdote von Sanct - Jean- d'Acrc — Verliert ein Bein bei Moskau — Seine Beharrlichkeit bei Vertheidiaung des Schlosses Vincennes. Listige Antwort, die er bei der Auffoderung der Russen gab, 128. Dromedar e. I. Gebrauch den Napoleon von denselben in Egyp- sen machte, -2ü. Drouo t. (General) m. Des Kaisers Aeußernng über seinen —7 122 Proceß, 129. VI. er erhebt ihn aufs höchste in Ansehung seiner Talente und Fähigkeiten — fand in ihm «lies, was zu einem guten General ersodcrlich ist — stellte ihn hierbei über eine große Menge seiner Marschälle — hielt ihn wohl für fähig -ou,ouo Mann zn commandireii, und zwar mit Selbstvertrauen das bei ihm noch eine Tugend mehr gewesen sei, >oO. Du - Belloy. (Kardinal) VH. Aenßerung des Kaisers, 5r. Dngomier. (General) l. Napoleon bestimmt ihn Toulon anzngreifen, 88. Seine Achtung für diesen jungen Offizier — Jengniß, das er ihm giebt. Verlangt ihn zu der Armee der Ost-Pyrenäen. Spricht dorr immer von ihm, 89. Dankbare Erinnerung Napoleons in seinem letzten Willen,. 86. Dnmonriez. (Genera!) X. Sein Feldzug in der Champagne, er war kühner als Napoleon, 69. Duroc. (Herzog von Friaul, Groß - Marschall) I. Sein erster Dienst bei Napoleon, der ihn so sehr liebte, 92. III. Schilderung die der Kaiser von ihm macht, 21. einzelne Umstände seinen Tod betreffend, 22. lieber feinen Character rc. 22. Egypten. I. Französische Erpedition, 120. Geist der Armee - Deren Unzufriedenheit — Murren derselben, r 1. Ihr immerwährend gutes Benehmen, dem Feinde gegenüber, 21. Spöttereien der Soldaten, 12Z. Ruf der französischen Armee, 229. Deren Verlust in diesem Feldzuge, iS». Cs würde ganz unzweifelhaft im Besitz der Franzosen geblieben teyn, wenn Kleber noch gelebt hätte — Nur Mcnou kounte cs verlieren, >22. IIl. Plan den Ni! abzuleiteu, um aus Egypten eine große Wüste zu machen und das Vorgebirge der guten Hoffnung zu L.CastS Lagkh. ras, Btchn. der einzigen Straße nach Indien werben zu lassen, 169 vit. Aeuyerung vcs Kaisers über Sr. Jean-d'Acre, 6. Irrthu- mer VAueys — Eine Handvoss Franzosen wäre hinreichend gewesen, dies schöne Land zu erobern, 54. Die Engländer haben gezittert, als Egypten besetzt wurde- Das war das rechte Mittel, sie um Indien zu bringen. Wenn -ru —. 5u,»o» europäische Familien mit ihrem Gewerbsfteiße ihren Gesetzen und ihren Verwaltungskennruis- sen nach Jnd.en gehen, so ist Indien sogleich für dre Engländer verloren und zwar mehr durch die Macht der Verhältnisse, als durch die Macht der Waffen, 3». Ehrenlegion. (Orden der) IH. Der Kaiser glaubr 20,„os dieser Ordenszeicheu ertheilt zn haben und das Verlangen darnach wuchs tägstch — er schickt dem Erzherzog Karl nach der Schlacht bei Wagram das Kreuz des gemeinen Soldaten, 91. Elba. (Jnsei) IX. Geschichte der Rückkehr am 10. März, >2. Elise Bonaparte (Großherzogin von Lncca und P om- binv) X. Der Kaiser behauptete, daß sie einen männlichen Geist, eine starke Seele habe — und gewiß viel Philosophie im Unglück bewiesen haben weide, --4. Emeria u. (Graf, Vice - Admiral) V. Der Kaiser würde hn zum Minister ernannt haben, wenn er der rechte Mann dazu gewesen wäre, 2g. Emigration. II. Deren Meinung von dem >3. Bru- maire und dem Consulate, >5. VII. Der Kaiser verlangt das Geschichtliche von Coblenz zu wisst», 55 Ihr Ursprung, 55. Sammelplatz zu Worms und Coblenz, 54. Das eine wurde daS Feld, das andre die Stadt oder der Hof genannt, 56. bwanzig bis fünf und zwanzig- tausend Emigranten uuler deu ö r50 — Waffe!, werden in drei Corps zerstückelt, 6000 unter dem Prinzen Cond« gegen das Elsaß; -t<»c> unrer dem Herzog von Bourbon in Flandern; und 12 bis lü,«uo unter den Brüdern des Königs in der Champagne, 67. Plan zu Eröffnung des Feldzugs, 6/. Sie werden hinter die Preußische Armee gewiesen, 68. Die Belagerung von Lhionville wird ihnen aufgegeben — Sonderbare einzelne Umwände, 69. Scherz, lustige Einfalle, Anekdoten, 71. IX. Hülssmittel der Emigranten — Ein Prinz von Geblüte giebt Unterricht in '»er Mathematik — Anekdote, 92, Emigranten. V. Der erste Consul hatte die Idee, eine Masse oder ein Spndicat von ihren noch übrigen Gütern zu errichten und solche verhältniß- niaßig unter sie zu vertheilcn, »o. Enghicn (Herzog von) XI. Meinung, Aeußerungen, Bemerkungen des Kaisers ihn betreffend — Einzelne Umstande, - 9 - Engländer. I- Zuströmen der Engländer auf der Rhede von Torbav, 28. Znjauchze» bei dem Anblick des Kaisers zu Pln- mvuth, 52. Ihre Gespräche mit den Gefangenen am Bord des Northumberland. Ihr Erstaunen als sie sehen, daß Napoleon dem Bilde nicht gleicht, daß sie sich vou ihm gemacht hatten, ,u4. Landung der Engländer in Egypten, ,5-. Vlit. Pflege und Wohltbatcn, welche die Engländer den Emigrirten an'gcdeihen lassen, 58. Ihr Unwille über die Decrete von Berlin und Mayland. Sie waren an dergleichen energische Maasregeln nicht gewohnt, 54. Napoleon sagt, daß die Engländer heutzutage Alles vermöchten, wenn sie sich auf ihre Schiffe beschranken wollten, 54. x. Anekdoten über ihre Gefangenen in Frankreich, 46. Wohlwollen des Kaisers gegen sic, ,7. Revolution in ihren «ritten — Sic lieben jetzt angestellt zu sepn, 6,. Benehmen ihrer Minister bei dem Traktat von Amiens — Sie thun dem ersten Consul das Anerbieten, ihn zum König von Frankreich zu machen, 74. Meinungsäußerung des Kaisers über das jetzige Ministerium, ,20. England, in. Einzelne Angaben über Napoleons beabsichtigte Landung. Nur Ville- ucnvcs Schwachheit hat die Aitsführung desselben gehindert, 86. V- Aehnlichkeitder Revolution mit der französischen, 6. Der Kaiser sagt, daß er, mit Frankreichs Beistand, es dahin zu bringen sich gelraue, daß England nur noch ein Anhang davon bleibe. Die Natur habe cs zn einer von Frankreichs Inseln bestimmt, 70. Es würde dabei gewonnen haben >! wenn cs dem Frieden von Amiens treu geblieben wäre — Es gebe für England nur ein System, ans seine Constitution zurückzukommen; außerdem werde es sich großem Unglücke, anssctzen, 92. VUl- Der Kaiser äußert, daß es seinen Colonicn die Freiheit geben solle, um seine Schuldenlast z» mindern — Einzelne Angaben, n4. Es zieht keinen Vor- thcil von Indien — Ressourcen für die vornehme Aristokratie, 1-5. Die englische Aristokratie will immer Boden gewinnen und nie um ein Stäubchen znrückge- Heu, n5. England hat seinen Alliirten alles geopfert, n6. Was es hätte thun sollen, n6. Seine öffentliche Schuld, ein nagender Wurm, die Kette seiner Verlegenheiten, 117. Es handelt mit allem, warum verkauft es nicht auch Freiheit? fragt Napoleon, 119. Escoiqniz. VI. Lehrer des Prinzen von Ansturien — Beherrscht seinen Zögling und wird die Ursache aller Uibel, die über Spanien gekommen sind, 55. Er lässt seinen Zögling revoltiren und führt ihn nach Bapoune — Verzweifelt nicht an der Möglichkeit, daß der Kaiser Ferdinand anerkennen werde — Macht Napoleon das Anerbieten ganz nach seinem Willen zn regieren, mit eben dem Grade von Ergebung, wie es nur der Friedensfürst habe thun können, 58. Est e v e. (Krön schatzmeister) VI. Der Kaiser sagt, er würde nach der Thronentsagung von Fontainebleau den Schatz nie auSgetiefert, sondern ihn ver- theidigt, vertheilc oder lieber ins Wasser geworfen haben, 9. Etiq nette. VI. Verbindlichkeit des Kaisers, eine Art von Etiqnette herznstellcn. Aenße- ruug desselben über die Neigung der Franzosen zum Hvfton — zur Vertraulichkeit, 71. Anekdoten. Unverschämtheiten die in Versailles und in London vorge- kommen sind, 7 >. VII. Uiber die Etiqnette in St. .Helena, »7. Der Kaiser sagt, er habe zuerst in den Tuilerien den Ehrendienst von dem nothwendigcn geschieden. Nach seiner Ansicht, ist ein König, nicht ein Er- zcugniß der Natur, sondern der Civilisation; er kann daher nicht nackt und bloß — sondern er muß stets gut bekleidet sepn, 5c. E u g c n e B e a n h a r n a i s. II. wird bei den Unterhandlungen in Betreff der Vermählung mit Marie Louise gebraucht, 4». Es sind ihm mehrere Kronen bestimmt gewesen — noch nach den Unglücksfallen von ,8i4 erhielt er viele glänzende Anerbietungen — Seine ewig merkwürdige Antwort, 44. Der Kaiser Aleran- dcr will ihm die Sonverainetät von Genna verschaffen, 44. Oesterreich will ihn nach der Landung von Cannes arretiren lassen, 45. I V. Der Kaiser glaubt ihm mehr als ao Millionen geschenkt zu haben — und noch sehr in Rechnungen mit ihm zn stehen, W. V. Er befindet fich in der traurigen Zeit der Revolution- bei einem Tischer-in der Lehre, c>3. Fai. (Der Baron) X. uiber setzt sein Manuskript von iü, >, 63. Fanatiker von Schönbrun. IV. Napoleon ist in gro- ßer Gefahr — Dessen Kaltblütigkeit. Seine Rohheit, 7 Fatalismus. IX Der Kaiser nennt ihn eine Abjurdicär. Seine Bemerkungen darüber, 85. Feldzug von 18,4, VI. Hätten die Garnison-Comman- vanten im Auslände nicht im Jahre i8i4 .den heiligen Boden befreien können? Es war dies die Absicht des Kaisers, dessen Ordres hierüber nicht an dieselben gelangt zu seyn scheinen. 17. Feldzug in Italien und Egypten, vii. Deren Geschichte muß, nach des Kaisers Meinung für die Franzosen und die JtaUäner etwas sehr Erfreuliches sevn. Sie wird die Namen seiner Ruhmgefährten verewigen, 95 . Feldzug in Jtalie n. VI. mein letzter Entschluß über dessen Herausgabe, i»5. Fenelon vm. Der Kaiser sagt seine Idii-ccric»! lle cnn- scisnCL ck',1,1 ttoi sei ein Zllsam- mengestohlncs Werk, 63. Ferdinand d e r Vlkt e. (König von Spanien) II. Bitter um eine Gemahlin aus der Hand Napoleons — namentlich um Mademoiselle de Tascher —- späterhin um die Herzogin von Montcbello oder irgend eine andere Französin, 4r. Nähere Verhältnisse seines Aufenthalts in Valcncey, 86. ili. Der Kaiser sagt, er möchte nur immer seinen Sceptcr festhalte», nächster Tage würde er ihm dennoch wie ein Aal aus der Hand gleiten, 67. VI. Verschwört sich gegen seine» Vater und zwingt ihn dein Throne zu entsagen — Bittet den Kaiser nm Schutz gegen sei- — ,Z2 — neu Vater und um eine Gemahlin ans seinen Händen, 5i. Kömmt nach Baponne — entsagt dem Throne — wird nach Vaienccy geschickt — Art und Weise, wre er dort bi handelt wird, 55. Seine Proclamatio- nen an die Spanier, daß sie Joseph anerkennen sollen — er bitter letztem um sein Großkrcuz — Er bierct seinen Bruder Don Carlos zum Commandanten der Regimenter an, die nach Rußland gehen sollen — Bittet Napoleon um die Erlaubntß an seinen Hof in die Tuilerrcn kommen zu dürfen, 55. Fesch. (Cardinal) i. Er ist ein Schweizer seiner Herkunft nach — und ein Corse von Geburt — In wie fern er ein Oncle Napoleons war, 67. Fontainebleau. (Schloß) Vil. Napoleon rühmt es sehr, LS. Fvuchs- (Herzog von Otran- 1o) k. Sein unredliches Verhalten- Seine Ränke führen den Aufstand der Kammern und Napoleons Thronentsagung herbei, 9- Er läßt sich zu der provisorischen Regierung ernennen, i». II. Cr übt Vcrrath an allen Partheien — nimmt Abrede mit Talley- rand sich gegenseitige Hülfe zu leisten, 46. iv. Seine Jntri- guen im Jahre i8i5. Ursachen der zweiten Thronentsagung — Der Kaiser sagt, er habe immer seinen häßlichen, schmutzigen Fuß in aller Welt Schuhen gehabt, io. Er ist der Lalleyrand der Clubs, Er würde treu geblieben seyn, wenn der Kaiser gesiegt hätte, 22. Während der hundert Tage kömmt ein Agent von Metternich an ihn — der Kaiser entdeckt denselben — dessen Zurechtweisung, 22. V. Rath, ohne vorherige Sendung an Josephinen, das Ebeverbindniß mit ihr aufzulösen, 58. F s r. Vi. Er kömmt nach dem Abschlüsse des Friedens von Amiens nach Frankreich, 58. Der Kaiser sinder, daß er eine schöne Seele, ein gutes Herz, viel- umfaffeude, großmüthige, freisinnige Ansichten gehabt habe, — er nennt ihn eine Zierde der Menschheit — Der Kaiser hat oftmals mit ihm gesprochen und liebte ihn sehr. Ein Haches Duz- zend Fore und Cornwallis, sagte der Kaiser, würden hinreichcn, um das moralische Glück cVer Nation zu begründe», 58. Vi. Georg der Ulte sagte von ihm; von allen seinen Ministern sei dieser derjenige gewesen, der ihm die mehr,re Achtung, Ehrfurcht und Nachgiebigkeit bewiesen hätte, 117. V!II. Der Kaiser sagte, das Herz habe seinen Geist erwärmt, 1,9. X. Seine bekannte Bill über die indische Compagnie! hatte seinen Austritt aus dem Ministerium zur Folge, 52. Napoleon ist der Meinung, daß seine Schule früher oder spater die Welt regieren werde — Seine Büste zu Malmaison, 55. I 0 p (General) II- Der Kaiser rechnet ihn unter die Zahl derer, die zu seinen künftigen Marschallen bestimmt waren — dies habe er hoffen, dies von der Zukunft erwarten können, 85. Frankreich. V. Aehnlichkeit der französischen Revolution mit der englischen, 6. V. Der Kaiser glaubt in den Debatten des englischen Parlaments die geheime Absicht der Lheilnng Frankreichs zu erkennen — Seine Betrachtungen, 72. Franz. (Kaiser von Oesterreich) I. Er macht sich zu Dresden das Vergnügen, Napoleon zu sagen, daß seine Familie ehemals die herrschende zu Treviss gewesen sei — Napoleons Antwort, 6,. II. Er schickt die Parlamentaire von Grenoble und von Lpon an Marie Louise, ^6. Es war vielleicht gegen seinen Sinn, daß im Jahre i3r4 Na- — i55 poleons Absetzung beschlossen wurde, 4 ?. Franzosen, m. Der Kaiser nennt sie tadelsiichtige, unruhige Menschen, die aber keine Verschwörer wären, ><>». VI. Eitelkeit ist ihr Hanptcharacter- zug — wie bei den Engländern der Stolz, VIII. Von allen Völkern, sagt der Kaiser, wären die Franzoien diejenigen, welche am leichtesten zu Soldaten zu bilden wären und die besten Soldaten würden, 7a. X. Sie hätten bei größerer Rechtlichkeit das alte Sprüchwort der stolzen Gallier erneuern können: Und wenn der Himmel einsiele, wir würden ihn mit unfern Lanzen stützen, 114. Frauen. Hk. Der Kaiser sagt, daß nichts so sehr bei ihnen von guter Erziehung zeugte, als die Gleichheit des Charakters, roh. desgl. daß die Französinnen durch ihre Gefühle verherrlicht würden, i>8. VI. Vergleichung ihres Looses im Orient mit dem im Occident, -o. Der Kaiser sagt: Schönheit, Grazie und Verführung sei ihr Eigen- thum: Abhängigkeit und Unterwerfung ihre Pflicht, n. lX. Ihre Sorgfalt, ihr Alter zu verheimlichen. Anecdoten, 2. Friedrich, (der Große) X. Des Kaisers Meinung von ihm, rr>. ein ausgezeichneter Taktiker, rii. Fructidor, (der röte) VI. Schilderung des damaligen Di- rcctoriums, 28. Parthie, welche Navoleon ergreifen konnte, 2-1. Sein Tagsbesehl in Italien, entschied rn Paris — Nähere Angaben, 2». Gall. VII. Napoleon zeigt das Lächerliche seines Systems, 58 . Gallo. (Herr von) IX. er ist einer der beiden österreichischen Bevollmächtigten zu CampoFor- miv — dessen Schildenmg — Anecdote, ir>. G antau me. (Vice-Admiral) V. Der Kaiser nennt ih» einen elenden, unwissenden Seemann, 29. Gas pari». (Volsrepräsen- tant vor Toulon) I. Genehmigt den von Napoleon überreichten Plan zum Angriff von Toulon und eröffnet hierdurch dessen ruhmvolle Laufbahn. — Dank» bare Erinnerung Napoleons in seinem letzten Willen, 86. Gassen di. (Staatsrath) VI. Sein Streit mit dem Kaiser im Staatsrath, 86. Gandin. (Finanzminister) X. Worte Napoleons, 128, Gedächtniß. VI. Der Kaiser sagt: ein Kopf ohne Gedächtnis' sei eine Festung ohne Garnison. DaS scinige komme ans dem Herzen und bewahre alles was ihm theucr sei in treuem Angedenken, 99. Als ihn Frau von Bertrand fragt, wie es nur möglich sei, daß er nach so vielen Jahren noch die Nummern der Regimenter anzugeben wisse, die bei seinen noch so verschiedncn Unternehmungen gewesen wären, antwortet er: „Daß ist die Erinnerung eines Liebenden an seine alten Liebschaften", gy. Gefängnisse. Vll. Aufwand bei den englischen. Unterschied gegen die französischen^ welche abscheulich sind — wo der blou Angeschuldigte mit dem größten Verbrecher vermengt wird, 27. Staatsgefangene — einzelne Umstände, 28. Napoleons Bemerkungen über sein Gesetz die Staatsgcfängnisse betreffend, Z». Bei seinem Fall gab es nicht mehr als 200 dergleichen Gefangene; er batte, als er zum Consulat gelangte goo» gefunden, 52 . Georg der Ulte. (König von England) VI. Geschichtliche Bemerkungen über den englischen Hof, >12. Schilderung Georg des Ulten, Er war der mora- lrsthgesinnteste Mensch in seinem Königreiche — opfert seine erste Neigung den Pflichten die chm sein mang anferlegt, um Seine Krankheit, u-. Er kam oft in Gefahr von Mördershand zu srelben, ->ö. Sein vorherrschendes Gefühl war die Liede zu dem Gemeinwohl, >>6. Erwirb von Pitt sehr schlecht belmudclt, 116. Er liebte das Privat- und das Landleben — hatte viel häuslichen Kummer, u8. Georges Cadudal IV. Befand sich zur Zeit seines Com- plvts sehr nahe bei Napoleon, 5. V. Nähere Umstände der Verschwörung, 87 Seine Verhaftung. 88. Napoleon lies ihn während des Consulats kommen und fand ihn vor wie nach ohne alles edlere Gefühl, kalt und herrschstichtig, 89. Gerard (General) II. Der Kaiser rechnet ihn zu den Generalen auf die er seine Hoffnungen für die Zukunft gestellt gehabt, die in der Folge seine Marschälie werden sollten, 85. XI. Er sagt ihm nach der Rückkehr von Dresden: „Wenn ich viel solche Männer hätte, wie Sie, so würde ich meine Verluste für erseht und mein Spiel für gewonnen halten, 2. Geschichte, (altere) II, Der Kaiser glaubt nickt an die zahllosen Heere der Alten — zweifelt an der Geschichte der Griechen — glaubt an die römische, 20. lll. Betrachtungen des Kaisers über Scipio, Cäsar, Alexander, 12a. Geschichtschreiber, (französische) lll. Des Kaisers Bemerkungen über diejenigen, welche die ältere Geschichte geschrieben haben, 18. Dergleichen über die Geschichtschreiber der neuern — Anecdoten, ig. Gese lisch a ft. VI. Des Kaisers Absichten sie neu zu bilden, 2S. Gourgaud. (Geucral) I. Bringt den Brief des Kaisers an den Prinz-Regenten, 21. Kömmt zurück an den Bellcro- phon, 21. Darf dem Kaiser nach St. Helena folgen, 43. il. Dessen Zärtlichkeit für seine Mutter und seine Schwester, 116. VI. Der Kauer nennt ihn sein Werk, sein Kind, 6 t. Anmerkung. Man findet B. i. S. 4z. er habe sich darum beworben mit nach St. Helena gehen zu dürfen — Dies ist irrig — man war falsch unterrichtet, der Kaiser hat ihn selbst gewählt. Grassini. (die schöne Frau) VH. Anccdote, 12. Grachen. III. Ihre Geschichte wird von Napoleon bezweifelt. Betrachtungen, 122. Grcgoire- (Abbe) V. Der Kaiser meint, er dürfe nur nach Hapti gehen, um dort Pabst zu werden. 76. Vl. Man hätte den allcrreligiösesten Menschen, der er sei, gern zu einem Helden der Gottlosigkeit machen wollen. Der Kaiser sagt, daß wenn er sich nach St Domingo flüchtete, er dort von den Negern wie ein Heiliger, wie ein Gott, verehrt weiden würde, 4>. Grctry. IV. Erlangt nach langen Bitten von dem Kaiser, daß Rickard Ldwenherz gegeben werden darf — Betrachtungen, 4 - 7 . Gnibcrt. (Adjutant Napoleons) lll. Die Art seines Todes geht Napoleon sehr zu Herzen, 2,. Gnicke. (Herzogin von) II. Sie wird von London an den Ersten Consul geschickt — Ihr Besuch in Malmaison — Ihre Sendung schlägt fehl, 17. Gustav der Ulte. (König) von Schweden) VII. Sollte der Generalissimus über die zn Unterstützung der Emigrirteu bestimmten Truppen werden — Erklärte den Wunsch in Person zu kämpfen, 63. Seine Worte bei dem Abschied von der Prinzessin Lamballe, 63. Er lebte zu Aachen als ein bloßer Privatmann unter dem Namen eines Grasen von Haga, 96. Gustav der IVte. (König von Schweden) Vll. Der Kaiser sagte, er habe begonnen wie ein Held unü geendet wie ein Narr — Als Kind habe er schon die große Katharina bclcioigt — späterhin den Kaiser Alerander, Er zeigt sich als einen großen Atagonisten des Kaisers — Seine Untcrthanen entthronen ihn, 92. Nach der Schlacht bei Leipzig will er Adjutant des Kaisers werden und bittet um ein Asyl in Frankreich, 92. Haifisch. I- Fang eines Haifisches am Bord des Nortbum- vcrland — Der Kaiser schien dabei verwundet worden zu seyn, r-2. Handel. VI. Der Kaiser nennt ihn den Uiberfluß des Ackerbaues und des Gcwerbflei- ßes, 99. Hannibal. X. ist nach Napoleons Meinung der wundervollste Feldherr des Alterthmns- Einzelne Umstände, 109. Haus (des Kaisers auf St. Helena) II. aus welchen Personen cs bestand. Name eines Jeden, 68. .Hoche. (General) V. Schilderung — Feindsceliger Ehrgeiz desselben, 19. Sein Lad — >9. VI. Er war für das Dü'ecto- rium — läßt einen Theil seiner Armee am i8ten Fructidor zu Gunsten des DirectoriumS auf Paris los gehen— war genöthigt sich zu flüchten. Seine Unklugheit hätte fast das Directormm ins Verderben und selbst in Gefahr gebracht, 02. Hillen-Maschine. II. Geschichte derselben — Man hielt sie anfangs für eine Anstiftung der Jacobincr, aber mit Unrecht- — Großes Mahl das die Fiacrcs dem Leibkutscher des Kaisers geben — Sonderbarer busall, wodurch die Urheber entdeckt worden, ?3, Holland. (Lord) VI. Neu- ßerung des Kaisers, 90. Holländer. VIII. Der Kaiser gewinnt dieselben bei seiner Nene nach Amsterdam, r ->. Er sagt bei seiner b"rückkunft, daß er ein Holländer geworden sei — Deren Lob, -06. Homer. V. Napoleon nennt ihn Dichter, Redner, Geschichtschreiber, Gesetzgeber, Geographen, Theologen und hält ihn für unnachahmlich, >6. IX. Kampf des Ulysses und des Jrus. Worte des Kaisers, 100. H ortensia Beauharnais (Königin von Holland) V. ist wahrend der unglücklichen Zeit der Revolution bei einer Wäscherin in der Lehre, 68. Hudson L 0 w e. (Gouverneur von St. Helena) IV- Seine Ankunft ans St. Helena, -5- Sein erster Besuch — er wird nicht angenommen, 26. Er verlangt von den Gefangenen besondere Erklärungen, daß sie ihr Schicksal mit dem, welches Napoleon zn erleiden hat, vereinigen, 26. Seine Erscheinung vor dem Kaiser, 29. Sein Aeußcres, .35. Zweideutige Insinuationen, 48. Er ist ein Chef der hohen Polizei gewesen, ein tbätiger Agent des Epivnirens und Abtrünnigwachens in Italien, 48. Seine erste boshafte Maasregel, ^9. Alle Dienstleute des Kaisers müssen vor ihn kommen — Seine erste grobe Beleidigung, 6>. Seine erste Barbarei, 62 Lebhaftes Gespräch mit dem Kaiser, 66. Er will, der Kaiser soll seinen Arzt annehmen, dieser schlägt es aber ab, 68. Mißtrauen des Kaisers, 63. V. Will jeden Tag ein untrügliches Zeug- niß über das Dascyn des Kaisers haben, 8. Voraussetzung >— lZ6 über sein Andenken, §r verhaftet scibft einen der Domestiken. Aeußernng des Kaisers hierüber, 66. Laßt znmchreren- inaien die Marrvsen, die man d.:i befangenen zur Bedienung üb rlassen bat, wegnehmcn und wieder antreecn, 67. Vi. Ver- wugeit die Beko,rigunz des Ksi- f.ro, eog. Untersagt den Gefangenen alle bncfitcvc Aiitthei- lnng tn Beziehung auf die Ein- «voyuer, mit denen sie doch gtcichwohl iprechen dürfen. Er begleitet die Bill, welche die Gefangenen betrifft, unt Auslegungen, welche die Einwohner mir Schrecken erfüllen, > 35 . Er erläßt eine Bekanntmachung, wodurch er bei Srrqfe befiehlt, daß rhnr alle Briefe oder Hand- billetö der Gefangenen an die Einwohner binnen -4 Stunden Nberdracht werden sollen, > 3 ». VII. Der Kaiser sagt ihm, daß er ihn zu allen fähig hallte, daß er für die Gefangenen eine größere Plage sei, als alles übrige Elend dieses schrecklichen Felsen, ii. Er behält ein Buch, das dem Kaiser durch ein englisches Parlamcntsglied geschickt wird, weil mit goldnen Buchstaben: an Napoleon den Großen darauf siebt, 46 . VIII. Er hat nie ein andres Conimando geführt als über fremde Deserteurs die Hefen, den Abschaum von Europa, iü Er wird bei seiner letzten Visite von dem Kaiser febr übel behandelt, 2>. Er erneuert seine Plackereien über die Verpflegung der Gefangenen. — Wischt ihr Vedurfniß zu einem .Handelsartikel, 1,2. ix. Setzt den Wein auf eine Bou- teille für jeden, den Kaiser mit cingeschlosscn, 3 a. Verbietet den Verkauf des Silberzeugs an jeden ander», als den er dazu bezeichnen wird, 48 . Morsender eine überaus grob abgefaßte offizielle Rote, -.4. Er läßt den Polen verhaften, -no. Neue Beschränkungen — .Drohung jeden von uns nach Belieben sort- zuschickcn — Bemerkungen des Kaisers, >«,. Fodert neue Erklärungen mit der bloßen Benennung P 0 napartc, 12,. Sein Gespräch mir jedem der Gefangenen, > 23 . X. Er setzt seine Beunruhigungen gegen die Gefangenen fort, ic> 3 . Er läßt nm Longwovd her Graben ziehen — bepflanzt sie mit Palli- saden — imii.-t aus dem Stalle eine wahre Schanze, ,17. Be- weißt, daß er ei» besserer Stockmeister als General ist, 122. Xi. Laßt de» Grafen von Las Cafes fortschaffen, I>. Dessen Papiere wegnchmen, 53 . Hält ihn in abgesonderter Verwahrung, 53 . Schlägt ihm vor nach Long- wood zuruckzugehen, 76. Sendet ihm den Beschluß, wonach er nach dem Vorgebirge gebracht werden soll, 78. Sein lächerlicher Vorschlag, über die Versiegelung der dem Grasen von Las Cafes znrückgehaltcnen Papiere, 92. Hudson L 0 w e. (Lady) IV. Deren Schilderung, 48 . Jllnric». VII. Es ist nie Napoleons Absicht gewesen es zu behalten — dasselbe war in unfern Händen, ein Vorposten im Herzen Oesterreichs; eine Schildwacht an den Thoren von Wien, nm es zu einen redlichen Verhalten zu zwingen — Der Kaiser hat es nur als ein Unterpfand betrachtet und mancherlei Absichten damit gehabt; er gedachte es gegen Gallizicü her- anszngeben, 20. Indien. III. Einige Worte über dessen Negierung, Gesetze, Sitten — Hyder AIn — Tipöo- Saib, 12. V. Plan des Kaisers zu einer Unternehmung nach diesem Theile der Welt, 5 o. I nd i sch e C 0 »1 p ag 11 i e. X. Geschichtliches über die der Engländer, 5 -. Bill von For wirb verworfen; die von Pitt trägt den Sieg davon und regiert seitdem die Indische Halbinsel, 32 . Industrie. VI. Der Kaiser nennt sie das Wohlleben, das Glück der Bevölkerung, io-. Inspcctcurs anr R e - Visses. tX. Deren Nutzen, ög. Institute, (von Eceuen und St. Denis) Vi. Der Kaiser hat die Reglements sür selbige irlbst gemacht — Er wollte, daß mau in diesen Häusern nur von solchen Dingen Gebrauch machen solle, welche die Zöglinge selbst verfertiget harren — daß selbige zu guten Wirthinnen und ehrbaren Frauen erzogen würden, 12. Israeliten. IX. Berechnung ihrer Bevölkerung in Egypten, Italien. IX. Dessen Topographie vom Kaiser dictirt, IeromeVonapartc. (vormaliger König von Wcsrphalen) V- Aeußcruug des Kaisers — Er hatte bei der Rückkehr von der Insel Elba sehr gewonnen. Edles, schönes Benehmen seiner Gemahlin, einer Wurtciiibergi- schen Prinzessin, 6--. X. Er hatte bei gröberer Reife sich wohl zum Regenten geschickt — er erweckte große Hoffnungen, 4t. Joseph Bonaparte. I. Geht durch Saintcs, i'n kömmt in Rochcfort an. Der Kaiser nbcrgicbt ihm ein eigenhändiges Manuscrjpt von Briefen regierender Zerren, 6/,. Seine Familie will ihn dem geistlichen Stande widmen — er weigert sich dessen, 67. X. Er würde in jedem Lande eine Zierde der Gesellschaft gewesen scnu, Josephine. (Kaiserin) l. Entstehung ihrer ersten Bekanntschaft mit Napoleon- Ihre Gesellschaften, y6. II. Ihr Cha- raercr, 3g. V. Der Kaiser sagt, daß er mit ihr ein ganz bürgerliches Hans gemacht habe, Ein Sohn von ihr würde Na- voleon sehr beglückt haben, 56. iLie schlägt Napoleon einen großen politischen Betrug vor, S7. Sie hatte einen großen Hang zur Verschwendung, 57. Man hatte ihr in ihrer Kindheit vorhergesagt, daß sie eine Krone tragen werde — Anecdote über ihren ersten Gemahl und die heilige Ampel, 67 Ihre Vermählung mit Napoleon, 67 Sie unterwirft sich der Scheidung mit redlichem Herzen, obschon sie den tiefsten Kuminer darüber empfindet, 5-,. Eie sprach oft und mir Liebe von Marie Louise und den König von Rom — wäre gern nach Hof gegangen, ,69. Wußte die genaue Kenntniß die sie von Napoleons Character hatte, gut zu benutzen. 60. Der Kaiser war überzeugt, daß sie niemand mehr liebe als ihn, 60. Sie hatte ihn glücklich gemacht — sich immer als seine wahre Freundin gezeigt; er sagte, daß er mit großer Herzlichkeit uns inniger Dankbarkeit an sic denke, 61. Sie hielt die Unterwerfung, die Ergebenheit, das gefällige Betrage» für eine politische Gewandtheit ihres Geschlechts, 6r. Tadelte und schmälte in dieser Rücksicht auf ihre Tochter Hortensia und ihre Anverwandte Stephanie, 61. VII. Sieht de» Anfang des Feldzugs gegen Wurmser mit an — Weint bitterlich bei dem Abschied von ihrem Gemahl, der sie mit den Worten umarmt: „Wurmser wird bald Deine Thranen theuer bezahlen" — Sie ist genöthigb nahe an Mautua vorbeizngehen — Man schießt ags der Festung auf sie, 102. wird in Lucca durch den Senat empfangen und wie eine große Fürstin behandelt, 102. X. Man will sie bewegen an den König zu schreiben, um ihre Ruhe zu sichern, daß sie nicht wisse wer sie sei, »och was sie gewesen sei und daß er über sie bestimmen möchte. Der Kaiser Alcrandcr hält sie davon zurück und erbietet sich ihr Fürsprecher zu seyn, re,. Was ihr Napoleon gegeben hat — ihre Geldversplitierung, 68. Jonbert. (General) VIII. Hegte einen hohen Grad von Verehrung für Napoleon — hatte sich denselben znm Muster genommen — Sein Tod, 4o. Napoleon schildert ihn, 4o. Jourdan. (Marschall) IX. Aenßerung des Kaisers. i46. Jugend, (französische) II. Acußerung des Kaisers über diesen Gegenstand, 5. Kammer der Repräsentanten. I. Deren Präsident bittet den Kaiser Frankreich durch die Thronentsagung zu retten, S. Dankt für seine Ergebung, 9. Proclamirt Napoleon den li. II. Kanone. I. Eine auf dem Northumerland wird des Kaisers Kanone genannt. Ko. Karl der Xllte (König von Schweden) III. wird durch die Seinen nmgcbracht, -6. IX. Seine Uibertreibungen, 27. Karl der iVte (König von Spanien) VI. wird von seinem Sohne zur Thronentsagung gezwungen — Bittet den Kaiser ihn zu rächen 52. Der Friedensfürst überredet ihn zu der Reise nach Bayvnne, 5S. Uibcr- läßt die Krone Spaniens an Napoleon, um sich an seinem Sohne zu rächen, 58. Karrikaturen III. aufNa- poleon rc- 71. Kataster, m. Der Kaiser sagt, es sei die wahre Bürgschaft des Eigcnthmns und begründe eines jeden Unabhängigkeit, 84. K c ith. (englische Admiral) I. kündigt dem Kaiser seine Deportation nach St. .Helena an, 3-. Uiberreicht die desfalsige Instruktion, 4>> Kleber. (General) Vereint sich mit der Avantgarde in der Wüste, -sä. wird ein Opfer des heiligen Kampfes, 12K. hat seine Jugend in der preußischen Armee verlebt, i5o. Sein Cba- racter, 120. Unterhandelt wegen der Räumung Egyptens. Aen- dcrt seinen Entschluß. Dessen Schilderung i5i. Sonderbares Zusammentreffen, i34. 11, Er hieng von dem Moment ad. 83. Strebte nach Ruhm, nur um gut leben zu können. 85. Klöster — Nonnen — Mönche VII. Die Einkleidungen wurden ehemals von den jungen Offiziers sehr besucht rc. 4g. Zer Kaiser ist gegen die Klöster — giebt jedoch zu, daß ein Reich wie Frankreich einige Hospitrcn von Narren haben müsse, die man Trapisten nenne. 4g. Sagt, daß die Mönche von Mont- Cenis sehr nützlich, selbst heroisch wären, 5o. Glaubt, daß die Mönche die besten Erzieher seyn könnten, wenn man -es dahin bringe, sie zu beherrschen und den Einfluß eines fremden Oberhauptes zu entziehen, bo. Krenzerflotte (englische) l. hat Verständnisse an den französischen Küsten, 22. Krieg. Hl. Der Kaiser sagt, daß dessen System, oft wechsele. — Mittel die zu Vertheidigung Wiens und Dresdens angewen- dct worden sind und für Paris im Jahre 18 5. beabsichtigt waren, >27. X. Aenßr«>mg Napoleons über den Unterschied der alten und der neuern Kriegskunst — Er besteht aus einer Menge von zufälligen Dingen; der Feldherr muß sie zu benutzen wissen — Eigenthum des Genies, m. Infanterie — Cavalcrie, 112. Artillerie — sie entscheidet jetzt das Loos der Armee und der Völker, ms. Kriegsgefang ne.X. elendes Loos der französischen in England — Napoleon bietet oft deren Auswechselung an, die Engländer gehen nicht darauf ein, 20 Der Kaiser wollte bei den Reckten und Gebräuchen rück- sichtiich der Kriegsgefangenen, eine Abänderung in Europa bewirken, 2b. Anecdotc über die englischen Gefangenen in Frankreich, -46. Krnsenstern. (Russischer Reisender) X. Anccdote über seine Landung in Canton. 4. Lab oui ll e rie. (Herr von, Krvnschatzmeistcr) VI. Der Kaiser beklagt sich, daß er ihm im Jahre -Li-i nicht seinen Privatschatz nach Fontaincblau gebracht habe — rechnet solches aber mehr auf den schnellen Umsturz der Dinge, als auf byse Absicht, und weigert sich bei seiner Rückkehr denselben zu sehen, weil er sich fürchtet, er mochte so schwach scpn, ihm zu verzeihen, 9. Lacretelle. VI. Meinung des Kaisers über seine Geschichte des Convents, Sö. Lafayette. (General) VI. Der Kaiser halt ihn für einen rechtlichen Mann — beklagt sich nicht über seine Absichten, sondern nur über deren Folgen — Sein Unwille gegen die Alliirten als sie unfern Gesandten den Vorschlag thnn, ihnen Napoleon auszulickern. Cha- racterische Äußerung Napoleons ihn betreffend, 81. La - Fitte. I. Die ihm an- vcrtrautcn Summen von Ludwig XVill. nnd Napoleon — charactcrischc Worte Napoleons darüber, 99. Lafontaine. VI. Des Kaisers Meinung von dessen Fabeln — er sagt, sie wären zu stark für Kinder — sinder ferner zn viel Spott in der Fabel von dem Wolf und dem Lamm — es sei darinnen in Ansehung des Grundsatzes und der Moral gefehlt — und falsch, daß der Grund des Stärkern immer der bessere sei. 122 . La Harpe. VII. Der Kaiser findet seine Melanie übel angelegt — man muß fehlerhafte Institute nicht mit fehlerhaften Werkzeugen angreiffen- »9. Lallemand. (General) I. Kommt an den Bord des Belle- rophon, 1 . Kann dem Kaiser nicht nach St. Helena folgen. 22. Lamargne. (General) I. Seine Siege in der Vendee, 26. II. Der Kaiser zäblt ihn zu den Generalen, auf welche er seine Hoffnungen gestellt gehabt hätte, die seine neuen Marschälle hätten werden sollen, 82. VI. Seine Meinung über Napoleon und Moreau, 107. X. Merkwürdige Aenßerung des Kaisers über feinen Krieg in der Vendee, 65. Erwähnung seiner schönen Erpe- dition von Capri, wo er mit 1200 Franzosen Sir Hudson Lowe mit 2o»o Mann und 5» Kanonen anshob. 117. Lamballe. (Prinzessin) IX. Wird durch einen Brief der Königin von ihrer Auswanderung zurückberufen. — Sie kömmt gegen den Rath ihrer alten Räthe. Ihr Aufenthalt in den Tuillc- rien. i56. Lannes. (Marschall, Herzog von Montcbello) ll. Der Kaiser sagt, er habe ihn als einen Awerg erhalten nnd als Riesen verloren, 84. III. Aenßerung des Kaisers, i-i. Warum er von Napoleon ausgezeichnet wurde. >,8. VI. Was zu feinem Tode beitrug, i4o In den letzten Augenblicken seines Lebens fragte er immerwährend nach Napoleon; klammerte sich fest an ihn mit seiner ganzen noch übrigen Lebenskraft; zog ihn allen andern vor. Das kam daher, sagte der Kaiser, weil er mich in diesem Augenblicke als seine Gottheit betrachtete, zu mir betete, i4i. Man ist in Jrrthnm, wenn man glaubt, daß Lanneö im Unfrieden mit dem Kaiser gewesen wäre. Er war vielleicht der Mensch, der Ihn am meisten liebte, auf den er am meisten rechnen konnte, i4>. Der Kaiser sagt, er sei «in Riese geworden. -45. La Rsvcillere L-panr- vi. Der Kaiser schildert denselben — er ist der Hohepriester der Theophiiantrvpie, -4. Er will ans dlapolcon, bei seiner Rückkehr aus Italien, einen jei- »cr Jünger machen. -5. Larrey. (Baron, oberster Ar- ineewundarzt) IX. Aeußerung des Kaisers — Lob — alle Verwundete sind seine Kinder. Napoleon nennt ihn in seinem Testamente den tugendhaftesten Menschen, den er je gekannt habe. Wahrscheinliche Ursache dieses herrlichen Zeugnisses. >42. Larochesoucault, (Familie von: X. Einzelne Umstände — Aeußerung des Kaisers. ,Zr. Las - Cases. (Graf von) I. Die Gründe zur Herausgabe seines Tagcbucys, 2. er unternimmt das niederzuschreiben, was Napoleon von einem Tage zum andern spricht oder thnt, 5. Er meldet sich nach der Schlackt bei Waterloo bei Napoleons Ankunft im Elysüc freiwillig bei demselben zur Dienstleistung, 8. Stellt die provisorische Regierung vor, io. Bittet den Kaiser, ihm nach seiner neuen Bestimmung folgen zu dürfen, io. Nimmt seinen Sohn mit, n. Abreise »ach Rochefort, >4. wird in SainteS aufgchalten — Gefahren, i5. — Ankunft in Rochc- fork, ist. Sein Brief an den Präsidenten des Staatsralhs, >6. Seine erste Sendung an den Bord des Vellcrvphon, i8. die zweite, ig. die dritte — er geht vor dem Kaiser her und kündigt ihn an, 2>. Der Kaiser fragt ihn, ob er ihm »ach St. Helena folgen wolle, 55. er gicbt ihm zwei große Beweise seines Vertrauens, 4r>. Er veranlaßt den Kaiser, die Feldzüge von Italien z« schreiben, 102. II. Der Kaiser schenkt ihm das Feld-Nee ccssaire, dessen er sich am Morgen der Schlacht bei Austerlitz bedient hat, -o. Sonderbares Zusammentreffen, 5c>. Der Kaiser fragt ihn, was er während seines Aufenthalts auf der Insel Elba gcthan habe, 65. Gespräch mit einem Engländer, n8. tll. Er bekömmt von Napoleon die Sporen, die er bei Dresden und Champouvert getragen hast, 2. Giebt dem Kaiser die erste englische Stunde, Y. Napoleon hat ihn zum Besten, 9 '. Politische Gewlffensprüfung, -53. IV. Erklärung, welche der Gouverneur verlangt, 3s. V. Der Kaiser will das Geschichtliche seines Atlasses wissen, 38. Der Kaiser sagt, daß, wenn er sein Vaterland verlassen müßte, das Land am Oronoko und Merico, wo das Andenken des guten Las-Casas gewiß noch nicht erloschen sei, die uatürlichst.' Wahl für ihn sc»» würde, 76. V>. Vertrauliches und sehr schätzbares Gespräch mit Napoleon, 91. Der Kaiser hatte ihn zu der Seepräsectnr von Toulon bestimmt — zu der Erziehung des Königs von Rom, 94. er hatte die Idee das Marsfeld in eine Naumachie zu verwandeln, 96. Vtl. Seine Sendung in die Armeeverpflegungs- anstalcen — einzelne Angaben, rg. — Wohlstand Frankreichs, 22. Armenverpflegungsanstalten, 25. Hospitäler, 26. Gefängnisse, 26. — Geschickte von Coblenz, 55. er befindet sich auf dem Vorgebirge der guten Hoffnung unter der Aussicht eines Bürgers von Coblenz, 65. IX. Der Kaiser liest sein Tagebuch und scheint zufrieden damit zu seyn, 96. er war derjenige unter den Gefangenen, über den sich der Gouverneur am meisten beklagte, 96. bieret dem Kaiser eine Summe an, die er in England besitzt, 99. Merkwürdige Unterhaltung mit dem Gouverneur, 123. X. Der Gouverneur Hudson Lowe 141 nimmt ihm seinen Bedienten und will ihm selbst einen andern wählen — Weigernng, i°5. Das Schreckliche seiner Lage — Er ist dennoch mehr zu beneiden als zu beklagen, 107. X>. Heimliche Besuche des ihm weggenomme- ucn Bedienten, welcher nach London reisen will und seine Dienste dabei anvierel, 26. er vertraut ihm seinen Brief an den Prinzen Lnzian, 28. dies veranlaßt 24 Stunden darnach seine Fortschaffung von Longwood, 3o, Wegnahme aller seiner Papiere — Sir .Hudson Lowe sieht sie Lurch — besonoere Umstände, einzelne Angaben rc. 2a. Seine unL seines Sohnes abgesonderte Haft, 25. Brie-- an Sir Hudson Lowe, Z?. Abschiedsbrief an seine Unglücksgefährten, ^3. Brief an den Prinzen Luzian, 0». Er erhält einen Brief vom Kaiser. 70. Der Gouverneur bietet ibn an, nach Longwood zurückzugehen, 76. er wird nach der Stadt gebracht, 8>. Besuch des Groß- marschalls — Worte des Kaisers, 90. heftiger innerer Streit - Bewegungsgründe zu seinem Entschluß, v>. Benehmen des Admiral Malcolm, 92. Abschiedsbesuch des Großmarschalls und des General Gourgaud -ä. Schwierigkeiten in Betreff der Versiegelung der Papiere — Erklärung des Gouverneurs rc. >-4. Ein- schiffmi« — Er kommt nah an dem Schiff vorüber, welches den Polen und die drei Bedienten von Longwood, nach Europa zurückbringt, 96. Absegeln nach dem Cap, 96. Wohlwollendes Benehmen der Offiziere und der gelammten Scblffsequipage, 98, Fahrt, 98. Auseinandersetzung der Beschwerden, 99. Ankunft auf dem Cap, >25. verzögerte Landung, >28. abgesonderte Haft, 129. Brief an den Gouverneur, r3u. Soll auf dem Cap bleiben, dis zn der Ankunft von Nachrichten aus England, i3>. Brief an den Prinzregenten und den LordCastlereagh, i4u. Versetzung nach Newlands — Beschreibung — nähere Angabe, i-l4. Schiff, mehrere Dinge, die in Löngwov» nothwcndig, oder doch gut zu brauchen sind, dahin ab, r4g. Versetzung nach Tygerberg — Beschreibung — nähere Angaben, iü<>. Meinung das Manuicri^L von Sr. Helena betreffend, >53. er wird kränker, -55. verlangt nach der Stadt zurückzukehren, i50. abschlägliche Antwort, -üü. Die Erlanbuiß zn seiner Abreise kömmt von London an, rü8. Fernere Widerwärtigkeiten, 2K0. — Abreise vom Cap, -6^. Fahrt — Beschreibung — nähere Angaben, 162. Furchtbarer Sturm iö4. Langt auf der Tcmsc an, >69. wird ans den Alien- Chip als Gefangener festgebal- ten, >70. dann in einer Postchaise nach Dower gebracht — Aufenthalt daselbst — Schändlichkeit des Aufsehers, >?>. Brief an Lord Sidmouth, 173. Fort- schaffnng nach — und Ankunft in Ostende, »/ü. Briefe an den sranlöslichen und niederländischen Minister, 177. Ankunft in Brüssel — Er wird bedeutet die Niederlande unverzüglich unter Begleitung eines Polizeicommiffars und von Gend'armen zu verlassen — Vergeltung dieser schlechten Behandlung, 17Y. Brief an den sranzösischcn Gesandten in den Niederlanden, 179. wird wie ein Ballen Waare an die Prcns- sen übergeben — und fernerhin auf gleiche Weise behandelt, 181. Aufenthalt in Cöln durch vermehrte Unpäßlichkeit veranlaßt — wird dort von Frau v. Las - Cafes überrascht, >83. XII. Ankunft in Frankfurth, >. Brief an den französischen Gesandten, der anstatt der Antwort seine Auslieferung binnen 2-t Stunden verlangt, r. Der österreichische Gesandte stellt ihn unter den Schutz seines Hofes, z. — Brief an Marie Louise, 4, au Fürst Metternich, ü. an de» Kaiser von Rußland, 7. an Lord Bathurst 1,. Antrgg im Parlcment, 2ä» Mrhältniß mit de» sämmtlichen Gliedern der Familie des Kaisers, i-. Reise nach Baden — nähere Umstände, -rä. Ausenthalt in Manheim, 45. Seine Bemühungen bei dem Cvngrcß in Aachen — Nähere Angaben, 46. Briefe und Urkunden, die er an die hohen Alliirren übersendet, 47. Ein Obcrkanonier von einem Schiffe der Ostindischen Compagnie der von Sir Hudson Lome schlecht behandelt worden ist, weil er der Ucberbringer einer Büste des jungen Napoleons war, besucht ihn — Nähere Umstände, 56. er erhält einen Brief vom Grafen Berrrand mit neuen, ihn auf Befehl des Kaisers zu- gcsendcten Urkunden, welche' die fernere Geschichte von Longwood für einen Zeitraum von 18 Monaten enthalten — Sie werden an die hohen Alliirtcn nach Aachen gesendet — jedoch vergeblich, Ü7. Er muß Manheim verlassen — Ursache, 100. Er leidet noch immer Kränkungen, i»>. Aufenthalt in Offeubach, ic>». Krisis seiner Krankheit, die ihn zwingt, jede Correspondenz abzubrccdeu, ro4. Kömmt nach Belgien und verweilt daselbst — Nähere Umstände, 107. Gute Behandlung und gute Freunde, >07. Napoleons Tod, III. Rückkehr nach Frankreich, 112. Las-Cases. (Emanucl von) II. erklärt dem Kaiser griechische Inschriften auf einer seiner Dosen, 5. VI. Wird glücklich gerettet, als das Pferd mit ihm durchgeht — hütet das Bette in Folge des Sturzes der Kaiser besucht ihn, schmäblt ihn wegen seiner Ungeschicklichkeit aus, ,'26. Der Kaiser sagt, daß der Aufenrhalt auf St. Helena für sein ganzes übriges Leben von unschätzbarem Werthe scy» würde und seist Moralisches sich dort gleichsam im Trcibhause befinde, 128. Xi. weigert sich, »ach Europa zurückzutehren und seinen Batet zu verlassen, iZL. Vers unter einem von Miß Sommer, 1 set gezeichneten Porrrait Napo- l leons, i4.>. ? Lat 0 uche - Trevillc- (Ad- miral) V. wurde von Napoleon s sehr beklagt, er hielt ihn für - ein großes Talent, 3^>. l La t 0 u r- F 0 i s sa c. (General) IV. Der Kaiser sagt daß die ! Consularacte, wodurch er unglücklich worden wäre, ohne allen Zweifel tnrannisch und illegal — > aber allerdings unvermeidlich ge- ' wesen sei, 5o. Lavater. VII. Falschheit seines Systems, 3g. Lebrün. (.Herzog von Pia- ccnza) IV. Der Kaiser nennt ihn einen Menschen aus der Ideenwelt, 18. V. Navoleon er- > kannte es gern an, daß er ihn bei seinem Wege zur höchsten ? Gewalt schützend geleitet habe, ! 84. VI. Der Kaiser sagt, er sei > ein Manu von Verdienst, Klug- I heit, Mäßigung und dabei streng, , dem Mißbrauch und dem Vor- urtheil feind, für Ehrenbezeugungen unempfindlich — der sich dadurch nicht tauschen lasse, >32. l X. ein höchst ausgezeichneter Mensch, der stets das Gute wolle, 128. Lefsvre. (Die Frau Marschallin , Herzogin von Danzig) V. Die schlechten Späße die ! mau auf ihre Kosten macht, wer- den über der Erhabenheit ihrer k Gesinnungen und der Güte ihres , Herzens vergessen, 53. ^ Leoben. (Fragmente von) V. l Bruchstück eines Kapitels des > Feldzugs von Italien, welches der Kaiser diclirt hat, ,32. Leonard. (Coiffeur der Kö- > nigin) IX Geht durch Varenne während des Tumults bei der ! Festhaltung des Königs — kömmt nach Coblenz mit dem Marstball- staabe von Frankreich, den der > König dem Herrn von Bouill» ! bestimmt Hatte, i35. ! i ! « Leopold von Sachsen Coburg (Prinz) hatte den Kaiser gebeten, ihn zu seinem Adjutanten zn ernennen, 70. Seine Vermählung mit der Prinzessin Charlotte von Wallis, 71. Der Kaiser sagt, er sei der schönste Mann, den er je in Len Tnilerie» gesehen habe, 71. Let 0 urneur. (Dircctor) VI. Schilderung desselben, 27. Anekdote von der Giraffe, 27. Libelle gegen Napoleon s. Schmähschriften re- Liverpool (Lord) X. ist nach Napoleons Meinung der ehrlichste unter allen jetzigen englischen Ministern, 220, ' ' Longwood. (langer Wald) H. Wohnung des Kaisers — Deren Beschreibung, g5. Ludwig der XVIte. VH. Nach Napoleons Meinung der musterhafteste Privatmann, aber ein sehr schwächet' König, 52. Vin. Schwierigkeiten ohne Zahl, welche das Schicksal, ans diesen unglücklichen Fürsten häufte — Das Loos der Stuarte war nicht trauriger, 20g. IX. Meinung von Bertrand de Molleville, iS3. Lonis Bonapartc. (vormaliger König von Holland) V. Der Kaiser nennt ihn ein durch das Lesen von Rousseau verzogenes Kind, b>. Seine Ehe war das Resultat der Umtriebe Jo- sephinens, 61. Der Kaiser hätte ihn lieber an eine Nichte Lakeprands vermählt, 61. IX. Navoleons Schilderung und seine Meinung von ihm — Dessen schlechte Gesundheit, 55. Brief den er von Napoleon über das Begnadigungsrecht erhält, 6g. X. Aeußernng des Kaisers, 44. Lucian Von aparte. 1. Seine Widersetzlichkeit bringt ihn um eine Krone — Sein sehr verschiedenes Benehmen, 67. V. war im Jahre i3>5 zum General - Gouverneur von Cor- sika bestimmt, 83. IX. Analyse seines Gedichts- Karl der Große — Man merkt, auf welchem Boden es entstanden ist rc, 2g. Er hätte lieber eine gurc Geschichte Italiens schreiben sollen und würde damit der litterari- scheu Welt ein wahres Gezchenk gemacht haben, 3-'. X. er würde die Zierde jeder politischen Versammlung gewesen sepn, 44» Luftba!.l 0 n s. Ballon. Macdonald. (Marschall, Herzog von Tarents) V. Der Kaiser erwähnt seine Rechtlichkeit,. 21. Mahsmet. IV. Ideen des Kaisers; er zweifelte an allem, was man von ihm sagt, 46. Marte non. (Frau von) VIII. Der Kaiser sagt, sie sei die Bianca Capcllo ihrer Zeit gewesen. — sprach oft von dem Ge- Isclmrüss ihrer Verbindung, 76. Napoleon sprach von ihren Briefen, daß der Stpl, die Grazie und Reinheit ihrer Sprache ilm entzückten — er zog sie den Briefen der Frau von Sevign» vor, 112. . Maison (General) IX. Aeu- ßcrung des Kaisers. 120. Maitland. (Capitain des Bellerophon) 1. Ladet den Kaiser ein zu ihm an Bord zu kommen, 29. Fürchtet, der Kaiser möchte ihm entkommen semi, 22. Segelt nach England ab, 26. geht zu Lorbap vor Anker, 28. Schickt einen Courier an Lord Keith, 28. Geht wieder unter Segel und ankert zu Plymouth, 29. Segelt von da weiter und kreuzt im Kanal, 38. Wirft zu Startpoint wieder Anker, 4>. Malcolm. (Sir Pultcnc», Admiral) Vt. Wird dem Kaiser vorgestellt — brachte 12,0»,» Mann alte Truppen aus Amerika zurück, von denen «ooo mit in der Schlacht bei Waterloo gewesen sind — War mit Wellington in Brüssel, als Blücher sagen ließ, daß er angegriffen worden sei, 127. Xl. Interesse das er den Grafen von LaS Cafes Veweißt, 92. 98. Malier. (General) X. Der Kaffer sagt, sein tolles Unler- mlnncn sei die Karrikatnr der Rückkehr von der Insel Elba, 4,. Malta. I. Der Kaiser sagt, er habe es in Mantua gewonnen, 121. Marboeuf. (Herr von) l. Commandirt in Korsika — Sein Streit mit Herrn von Narbon- „e — Seine gewöhnliche Gesellschaft — Lächerliche Gerückte, die man über die Geburt Napoleons zu verbreiten gesucht hat, 65. Marccau- (General) V. Achtung die er dem Feind einfioßte _ Die Oesterrcicher beobachten einen Waffenstillstand zu seinem Acgräbniß, 21. M archand. (erster Kammerdiener des Kaisers) m. Schlaft stets aus einer Matrazze an des Kaisers Jimmerchüre, 2. Maret. (Herzog von Bassa- no) IV- Der Kaiser war von seiner wahrhaften Anhänglichkeit überzeugt, 5. X. er war ein Minister voll .ycrzltchkeit und rechtschaffnem Sinn, 126. Marie Antoinette. VH. Sie würde, nach Napoleons Meinung zu jeder Zeit eine Zierde der Salons gewesen senn. Aber ihr Leichtsinn, ihre In- conseauencn, und ihr Mangel an Fähigkeiten haben nicht wenig zu Beschleunigung der Katastrophe deigetragen, 5-. Anecdvlc, Ü2 IX. Schilderung derselben durch Frau von Campan. — Einzelne Umstande, i54. Der österreichische Hof hat als Grundsatz angenommen, tiefes Stillschweigen über Marie Antoinete zu beobachten, cSb. Marie Louise. (Kaiserin) It. Deren Cbaractcr, 58. - Ihre Vermählung — Ihre an- xe nehme Uibcrraschuiig bei dem Anblick Napoleons, Fürchtete vor ihrer Vermählung Napoleon — Ihre Verbindung mit ihm wurde an einem und demselben Tage in Antrag debrachc und beschlossen, Z ,. B. schwort sich über Herrn von Tallevrand, daß er im Jahre i8,4 sich Vorbehalten habe, die Herausgabe der Staats-Diamanten von ihr zu sovern. 44. tll. Ihre Liebe zu dem Kaiser — Iu Dresden ging sie kaum aus, um jeden kleinen müßigen Augenblick mit ihm ziizubriugen, >--5. Sie rühmt sich, das! es ihr nur einige Thränen gekostet habe, wen» sie etwas von Napoleon habe erlangen wollen, 10 . Ihre Entbindung — Sie war in Gefahr gewesen — Ihre einzige Sorge war, daß man sie nicht aufopfern mochte, 121. Marine. Vll. Absichten und Ideen Napoleons über die französischen Hafen und das Seewesen im Allgemeinen, 7. Mar m o-n t. (Marschall, Herzog von Ragusa) II. Urtheil des Kaisers über ihn, 52. Masse na- (Marfckall, Fürst von Eßling) II. Napolecn schildert denselben. So. Der Kaiser sagte, er sei ein vorzüglicher Mensch gewesen, 85. m. habe seine Schuldigkeit bis auf den letzten Augenblick erfüllt, ,29. V- Anecdote, 21. Matrosen, (englische) li. Der Kaiser erhält von ihnen öftere unzweideutige Beweise dcS Wohlwollens und des Enthusiasmus — Ancedoten, i5e>. Medicin. IN. Verwunderung des Doctor Verden über des Kaisers Kenntnisse, -uv. Seine Martinen, 10,. Wollte einer gewissen Art von Aerzten die gewagten Heilmittel untersagen, ini. — Aeußcrt in Betreff der Pest, daß die größte Gefahr ans der Furcht entstehe und LaS beste Gegenmittel der Muthsei, 'vr. Cr erinnert an die Heilmethode von Babylon, 102. Mögrignv. (Frau von) VH. ist bei einem Marken-Ball der Geg-nsiauv einer Jntrigne des Kais.rS, 82. Meinung. IX. ihre Macht; ihre BejMaffcudeit, Napoleon ftgt, daß er nach seiner Will- k:il>r Sc i ker und Kronen ver- tl> i.en könne, aber nicht die Mache bade, ein einzelnes Bändchen zu verschenken, g8. M sncvaI (Baron) IX. Dessen Vo ccxr- »nd Zuneigung Naps- leoiu- - - einzelrc Umjianüe, 70. Me non (General) i. eom- inandirr. nach Kleber, die französische Armee in Egypten — Sesiie Unfähigkeit ist die einzige Ursache, daß Egypten verloren gebt, daS Frankreich für immer v>Meiden sollte, 102. Merlin. (Grat) IX. Der Kaiser saat von ihm, daß er sehr qelehrt, klug, rechtlich und brav, so wie überhaupt ein Mann von altem Schrot und Korn sei, 9,. MeSmer. VII. Lächerlichkeit seines Systems, 88. M etre r u i ch. (österreichischer Minister) IV. Des Kaisers Meinung von ihm, 1 -. Militair - Schulen. VI. Die Zöglinge der Militairschule von Paus wurden unter Ludwig dem Wl'en wie Offiziers verhalten und lebten sehr angenehm darin, ir. Der Kaiser wollte hingegen, daß sie nur wie Soldaten, die einst Soldaten zu befehlen hatten, gehalten würden, !2. Ministerien. III Die Trennung des Finanz-Ministeriums von dem des Schatzes ist von der größten Wichtigkeit — Der Schcwministcr ist der eigentliche Controleur des Reichs, 8'. X. Der Kaiser sagt, die Verwaltung deS See-Ministers sei eine der reinsten und regelmäßigsten gewesen — Das Knegs- L. Casts Lagt», ir. 8ld. Ministerium übersteige die Kraft eines einzelnen Menschen — Seine Absicht mit diesem Mimfie- rio — Er wollte su oder ^ „,i- litairische Kreise bilden, 6u. Große ihm durch des Schah- Ministerium und das Scaalo- Secretariat geleistete Dt-uste — Der Minister SkaatSsecretair ist ein wahres BVürsmß eines unfähigen Fürsten, 6,. X. Meinung des Kaisers über ,e.ne Minister zur Zeit seines Sturzes, u8. X, üiber die jetzigen englischen Ministerien, 120. Napoleon sagt, es waren eben so viele Pest Hans er. Man kenne noch so tugendhaft birzune- len, komme aber doch nie r.in wieder davon, -2>. Er nahm hierbei nur ftine und die Mi. i- sterien der Vereinigten Staaten in Amerika ans; Lw seinigeu, weil seine Minister nur ftine Secretairs gewesen waren und alle Verantwortlichkeit auf ihn selbst gefallen sei und die Ministerien der Vereinigten Staaten, weil sie nur in Gemäßheit der öffentlichen stets geraden und rechtlichen y. Mnnng handeln dürften, >28. Ministerium (englisches) I. Dessen Beschluß in Beziehung ans den Kaiser, AZ. — Es gi°bt Befehl die Gefangenen zu entwaffnen, 4!. Die Sachen des Kaisers zn durchsuchen, 42. Dessen Instructionen über diesen Gegenstand, 42. — befiehlt ilm nicht anders als General zn nennen, 46. Mrtheidigung gegen dasselbe, 8>. H«r nichts gespart, um die Verletzung der Rechte der Gastfreundschaft gegen Napoleon noch bittrrr werden zu lassen, 68. VI. Schrie über Despotismus, Egoismus, Ehrgeiz und Treulosigkeit deS Kaisers, vbsckvn dieses Ministerium, das selbst verschuldete, wessen es Navolcvn anklaqt. Opfert Oesterreich ans, in den Jahren und idug — Preuße» im Jahre >8nk. .. Kömmt Rußland im Jahre 18-7 mchx lv zu Hülse — Bombardirt Kopenhagen im völligen Frieden und Aimmt die dänische Flotte weg, 35 . Hat seit einem halben Jahrhundert immer mehr an öffentlicher Ächtung verloren, 37.. macht aus dem Cabinet von Saint - JameS einen wahren Kramladen, 3 ?. X. bietet dem Ersten Consul die französische KönigSkrvne an, ? 5 . Ihm allein hat Europa alle Mel zu danken, die cs bedrückt haben, ? 5 . Schilderung der vornehmsten Mitglieder des jetzigen Ministem, 120 . Misslasst. (Vice-Admiral) V. Der Kaiser hielt ihn für sehr unzuverlässig- Seine Familie hatte vordem Toulon verrathen. Lg. Mol«. (Großrichter) X. Aen- ßerung des Kaisers — Er wird wahrscheinlich in den künftigen Ministerien eine große Rolle spielen, 128. M 0 li ° r c. VIII. Urthell Napoleons über dessen Tartüf, 2Z. Mollien. (Graf) VI. Der Kaiser sagt, er habe den öffentlichen Schatz nach den Grundsätzen eines einfachen Wcchsel- gcschäfts geordnet, 9. X. Aeu- sterung Napoleons, 128. Moncey. (Marschall) V. Der Kaiser erwähnt seine Rechtschaffenheit, L>. Monges. VI. Schilderung desselben. Nach seinen Reden hätte man ihn für einen schreckbaren Menschen halten sollen, er war aber mehr als gut in seinen Handlungen. Er hielt sich selbst für einen Erz-Republikaner und betete dabei den Kaiser an, 4 i. IX. Verbesserung eines Artikels; er war nie in einem Jacobiner - Club gewesen, 119. Moniteur. VI. Der Kaiser beruft sich immerwährend auf denselben. Er hatte daraus die Kraft und das Leben seiner Ntgiermig, den Vermittler bei der öffentlichen Meinung gemacht, 5 i. Man hat denselben bei andern Negierungen uachgcahmt- - Nutzen den er im Innern, wie im Auslande von demselben hatte, L2. Montalivet. (Minister des Innern) X. Aeußerung Napoleons, >28. M 0 ntcbell 0. (.Herzogin von) II. Dame d' Honneur von Marie Lonise — Was den Kaiser zu dieser Ernennung bewog, 4 o. Hätte Königin von Spanien seyu können, 4 >. Montenotte. (Schlacht bei) III. eines der von dem Kaiser diktirten Kapitel über den Feldzug von Italien, »2. Montesquieu. (Frau vou) II. Gute Meinung des Kaisers von derselben — 4,. — Wie sic den König von Rom erzog, 4 -. — Liebe dieses Kindes zu ihr, 42 . Montesson. cFrau von) X. Ließ bei Napoleon ansragen, ob sie den Titel einer Wittwe von Orleans annehmen dürfe? — war mit Einwilligung des Königs vermählt gewesen, i4. Montholon. (Herr von) I. Vegiebt sich, als er die Rück, kehr des Kaisers von Waterloo erfährt, nach dem Elpsse, 8- Folgt dem Kaiser nach St. Helena, 42. Moral, V. Abhandlungen des Kaisers über verschicdne Grundsätze derselben — Sagt, die Menschen wären nicht so undankbar als man glaube — Bestreitet die Behauptung, daß die Menschen sich immer ähnlich bleiben — Läugnet, daß die Augen der Spiegel der Seele sind. Ausnahme rc- 65 . Moreau. (General) H. Meinung des Kaisers von ihm. Er hatte mehr Jnstinct als Genie, 84 . V. Napoleon schildert ihn — nennt ihn einen General der Monarchie, 19. er ist Lheil- nehmer gn Pichegru'S Verichwo- rung — Er muß seiner Frau mit- seiner Schwiegermutter gehorchen — Characreristtscher Brr.s a» seine Frau, der aufgefangen wruve, Sie erste Idee den Kaisers, war ihn bekannt machen zu raffen. Seine Groß- niurb halt ihn davon ab, 89. VI. Bei den 'Lten Fructidor ist er gegen daS Directotium — Er vergibt sich hierbei in Hinsicht ans Pflicht und Ehre, 22. — Aeuß.r.ng des Kaiie-s über die Schrachr bei Hohenlinden, rc>6. IX. Er hatte P^chegru's Vcr- rather.i drei Monate früher gewußt, als sie entdeckt wurde, solche geheim gehalten — und so das Vaterland ebenfalls durch sein Schweigen verrathen. AIS er nachher sprach, drückte er einen Unglücklichen noch tiefer zn Boden, r>6. XI. Seine Verschwörung - Aeußerung Napoleons, iS. Er wrrd durch feine Krau beherrscht, 17. -- ,ra»d mitGeor- es und Pichegru in Verbind ung, ,8. — Nur sein gänzliches Läi'gnen rettete ihn — einzelne Umstände rc. 19. Moskau. VII. Aeußerung Napoleons über den Brand von Moskau, 4 ,. Sagt, daß die Fadel von dem Brande Trojas der von Mvsk n nicht gleich komme, 4 r. Beschreibung Moskaus und des Brandes dieser Stadt von dem Barom Larrey, 4 b. Mourat Vey. I. Seine Gedankt.» ülur d e franzvstsche Armee — er ist sehr über die kleine Figur der französischen Generale verwundert, tLg. Mnrat. (König von Neapel) II. Meinung des Kaisers von ihm 8-e. in. Sein Anfang, ,86. — wirksame Ursache des Unglücks von Flantreich im Jabre i 8 c 4 . 65 . Er rragc von Neuem im Jahre >.(>5 diese Schuld, weil er gegen die directen Absichten des Kaisers die Sellerreichcr au- greifc. r-.,. Der Kaiser hätte ihn gerne bei Waterloo gehabt — ,7 — Was ihn abhielt — Sagt daß er vielleicht den Sieg versichert haben würde, 66. Vergleichung seiner Landung mit der Landung Napoleons, 66. VI. Kein großer Mann in nnsern Tagen hat die Lächerlichkeit in seiner Kleidung so weit getrieben als er. Man nennt ihn den König Francvni, i 4 o. Der Kaiser sagt, er habe das Unglück von 1814 entschieden — Man könne sich etwas Schändlicheres nicht denken, als seine Proklamation bei der Trennung von dem Vice-König, 142. War z»m zweitenmale im Jahre, 8 i 5 die Ursache unsres Verlustes, 142. Sein unglückliches Ende ist seiner Aufführung würdig. Aeußerung des Kaisers über seine Hinrichtung, i»s. I. Napoleon. Seine Rückkehr i'nsElisäum nach der Schlacht bei Waterloo, 8. Man dringt in ihn zn abdi- ziren. Cr thut es, 9. Cr erhält die Danksagungen des gesetzgebenden Corps, g. So wie der Pairs-Kammer, io. Nimmt das provisorische Gouvernement an, ru. Begiebt sich nach Malmaison, 10 . Erbietet sich, sich an die Spitze der Truppen zu stellen, um den Feind zu schlagen, -8. Geht nach Rochessrt, i 4 . Ankunft, 16. Sendet zum Coiiimcmdanten der englischen Escadre nach Pässen, r8. Uneiitschlossenbeit, welche Par« thei er ergreife» soll, >9. Schreibt an den Prinz -Regent und begiebt sich unter den Schuh der englischen Gesetze, si. i48 Geht an Bord des Vellerophon, L2. Erhält Besuch vom Admiral Hotham, 27 ». Abfahrt nach England, 24 . Schneller Einfluß auf die Engländer auf dem Vellerophon, 24. Uiberficht der Beweggründe, welche ihn zu diesem Entschlüsse desiimmten, 25. Anlnufc zu Torbay, 28. Kann nicht glauben, daß mau ihn nach St. Helena deportiren wolle, So. Ministerielle Schrift über seine Deportation, 52 . Behalt die größte Ruhe bei, 5t. Seine Gedanken über den Selbstmord, S7. Schickt seine Protestation ein, 3 g. Personen die ihm nach St. Helena folgten, 45 . Mau läßt ihm seinen Degen, Man untersucht seine Effecten, 45 . Er geht an Bord des Northum- berland, 45 . Abreise nach St. Helena, 46 . Wollte ilicoAniro unter dem Namen des Oberst Dnroc oder Muiron leben, 47. Beschreibung seiner Wohnung am Bord, 47. Seine Gewohnheiten, 56 . Der iS. August. Sonderbare Gunst des Schicksals, 58. Schreibt sich Vonaparte so gut wie Buonaparte, 6». Alter seiner Familie, 60. Anecdoteu des Kaiser Franz darüber, 61. Verschiedenes Nähere über seine Vorältern, 62. Sein Vater nimmt ihn nach Paris mir, 65 . Auecdotcn und Näheres über seine Geburt. Seine Kindheit, 7.. Ankunft in Briennc, 71. Spottname. Sein Character. Sein Benehmen, 71. Pichegru ist scinObcrgesell und Repetent, 71. Anecdoteu über seine Confir- mation, 76. Der Pabst setzt ein Fest auf den > 5 . August fest, wo da» Concordat erschien, ?4. Er erhalt die Bestimmung für die Militaii schule zu Paris. Anecdoteu, 7^. Urtheile seiner Lehrer übcr ih», 75. Raynald nimmt ihn freundlich auf, 76. Worte Paoli's, 76. Tritt als Lieutenant in das Regiment de la Fcrre. — In das von Grenoble, 76. Kommt in Valence wieder zu seinem Regiment. — Seine Ca- mcradcn, 76. Die Zuneigung der Frau du Colombjcr hat wahrscheinlich auf seinen Lebensweg Einfluß, 77. Eifersucht seiner Cameraden, 77. Seine Auneinung zum Fräulein du Colombier nachhcrige Mad. de Bressieur. — Er findet sic 1807 wieder, 77. Seine Kenntnisse im 2vstcn Jahre, 78. Bearbeitet anonym eine Aufgabe der Akademie von Lyon. — erhält den Preis. — Talley- rand entdeckt wahrend des Kaiserreichs diese Schrift und Napoleon verbrennt sse, 78. Wird zu Auronne an die Spitze des Polygons gestellt, um vor dem Prinzen Cond« zu ma- növrircn, 7g. Jrrthümcr über den Character seiner Jngcndjayre, 79. Seine Tollheiten. — Sein Gluck in der Gesellschaft, 7g. Sein Benehmen beim Ausbruche der Revolution, 8>. Cr bekriegt Paoll in Corsika, 81. Wird zur Leitung der Belagerung von Toulon ernannt, 8Z. Ankunft beim Generale Car- teaur — Uiberuimmt die Leitung der Belagerung, 84. Wird an der Hüfte verwundet, 88. Sonderbarer Umstand der ihm einen sehr bösartigen Auswuchs verursacht. — Wie er davon geheilt wird, 38. Zwingt Dngommier Toulon anzugreifen, 88. Nimmt Toulon, 89. Wenn in ihm der erste Funke seines hohen Strcbeus entstand, W- Bringt viele seiner Camera- dcn wieder in Dienste, 90. Rettet Emigrirte in Toulon, Läuft Gefahr von Seiten der Patrioten von Marseille. 91. Dnroc's Ursprung, 92. Desgleichen Iuuol's, 92. Wird zu Nizza arretirt, 90. Enthusiasmus des jungen Ro- bcspierre für ihn, 9Z. Der Repräsentant Thnrreau. Dessen Frau, 90. Er findet sie als Kaiser wieder. — Wovon der Menschen Schicksal abhangt, 98. Sein Streit mit Anbry, g4. Er reicht seine Entlassung ein, 9 ->. Wird im Bureau der Armce- bewegungcu eingestellt, 90. Sein Zögern im Vcndemiaire.— Er triumphirt, 99. Wird zum General des Innern ernannt, -8. General cn cbes der Armeen von Italien, 9s. Sein Haß gegen Vcrsxlitte rungcn, 97. Erwartet als er von den italienischen Feldzügen zurückgekehrt, eine große National - Belohnung, 97- Seine Uneigennntzigkeit, 97. .L>at viele Mühe gehabt, die Sitten bei der Verwaltung wieder zu bessern, 98. Warum er der kleine Corpora! heißt, ror. Unterschied zwischen seinem System und dem des Dilecto- riums, 10,. Fängt an, dem Grafen Las Cafes seine ital. Feldzüge zu dictircu, 102. Sein Weg, um zum Throne zu gelangen, 109. Sein Benehmen als Fürst, 109. Seine Art zu dictircu, 110. Seine Erpcdition nach Egypten, 120. Sein Einfluß auf die ägyptische Armee, 12,. Gefahren beimUiberglingc über das rothe Meer, 120. Erhält eine Deputation von den Cvnobiten des Bergs Sinai- — Schreibt, seinen Namen in das Buch ihrer Beschützer nach denen von Omar und Aly ein- — Erhält in demselben Jahre zugleich Briefe vom Pabste und dem Schnif von Mekka, -2*. Theilt die Fatiken seiner Soldaten, 124. Sonderbarer Fund, 124. Rettet Klebers Armee in der Wüste, 12Y. Ist in Eavpten sehr populäre. — -Wird Sultan Kebir, oder Vater des Feuers von den Egyptcrn genannt, 126. Seine Unterredung mit einem jungen Araber, ,2b. Begehrt, daß man vor allen ein guter Franzos sepn müsse, 128. ibo Beweis der Ergebenheit den er bei Saint Jean d'Lcre erhält, , 29 , Verläßt Egypten, um Frankreich zu retten, i3>. Würde Lieber vor ein Gericht gestellt haben, wenn er Egypten geräumt hätte, i25. Erhalt als Consnl die Dcnun- ciarrvnen die man aus Egypten gegen ihn an's Direcrorium sandte, 122 . Zartheit seines Geruchs, i25. Seine Stutze bei der Ankunft auf Helena, i 4 ». II. Landung an dieser Insel, i. Er bewohnt Briars, 2 . Elend seiner Verdammung, 2. Sein Unwille gegen die englischen Minister — dietirr eine darauf sich beziehende Note — Wünscht Nachrichten über seine Gemahlin und seinen Sohn, 7 . Lebensart zu Briars, ie>. Findet am 2 u. März Schriften voll Echändlichkeiren. gegen ihn in den Lullerten. — Er laßt sie verbrennen, >i. Fangt an, dem Grafen Vertrant» seinen Feldzug in Egypten zu dictiren, i 2 . Was er an Meublen und Silberwerk der Leone hinlerlasfen hat, i5. Erhält als Consul Eröffnungen von Mictau und London. Seine Antwort, -ü. Hat weder Eröffnungen »och Vorschläge jemals in Bezug auf Rechtsabtretungen an die franz. Prinzen gcmachr, 18 . Erlebt oft gegen die allgemeine Meinung Widersprüche im Staaterecht. Eharacteristi- fme Anecdoten im Bezug darauf, 21 . Uibcrgab seine Ansichten systematisch den Staatsräthen — Aus welcher Absicht, 2 -.. Politische Insinuationen nach St. Helena, 3-. Hätte genug gelebt, weun er Frankreicv glücklich sähe, 55. Verzichtet auezurriten so lange ihm ein englischer Offizier iiachsoigc, 26. Achrung für Lasten, 27 . Seine vertrauten Unterhaltungen im Mondschein, 38. Utber die beiden Kaiserinnen, 38, Wollte einen .Hof in Brüssel halten, -ei. Wie er diejenigen auswähltc, die er anstellen wollte, 4i. Seine Ideen über die Erziehung seines Sohns und das In- stttuc zu Mcudon, 4a. Des Erzherzogs Bemerkung über ihn, 4 ^. Sehr geheime Einzclnherten, 4o. Er ist ohne Vorurtheile, Leidenschaften und Unwillen, 55. Spricht von seinem vorigen Leben, als ob es 2oo Jahre hinter ihm läge, 55. Petri Verläugnung, 54. Wollte sich i8-5 Corsika Vorbehalten, 57 . That es nickt, um den Blickten keinen Vorwand zu geben, in Frankreich zn bleiben, 5?. Seine Ideen über die öffentliche Meinung, 09 . Cs hing nur von ihm ab, das Andenken Ludwig LVi. zu erheben, 5 - 9 . Wollte aus St- Madalaine einen Tempel zur Sicherung für alle Schlachtopfer der Revolution machen, 60 . Nur die Kraft seiner Seele, nicht die seines Körpers ließ ihn körperliche Beschwerden ertragen, Sein Temperament. — Sein medictnisches Sy,>cm, Die Betrunkenheit seines Kut- schers rettet ihn bei der Höllenmaschine, 7Z. Konnte blos ein gekrönter Washington sevn, 78. Schöne Worce in Bezug auf seine Gefangenschaft und sein Unglück, 79, Gefahren, denen er der der ital Armee ansgesetzt ist, veranlassen ihn, die Guidcn zn or- ganlsiren, 8». Er fallt beinah in Wnrmsers Hände, 80. Seine Art Krieg zu führen setzt zederinanu in Verlegenheit. — Redensart eines derben teutschen Offiziers, 8r. Belehrende Anc'cdote von einem Hunde, Li. Sagt, das Loos eines Treffens sei das Resultat ciues Funkens, eines Augenblicks, 82. Was er von einem Generale verlangt, 84. Notlüge Seelengrößc um eine große Schlacht zu liefern, 84. Seine Meinung über verschied- ne Generale, gi- Man stellt ihm einen jungen englischen Lieutenant vor— Sonderbarkeit, 88. Seine Uibcrsicdlung nach Long- wood, 92. Erstes Bad, g4. Ordnet seinen Haushalt, 9g. Treffliche Eigenschaften, roo. Seine Gewohnheiten in Long- wood, 10b. Sein Styl gegen die beiden Kaiserinnen, 107. Seine Ansichten über Polizei, I:6. Ulber Censur, l«g. Ulber Preßfreiheit, ri«. Liberale Ideen, ii>. Erster Ausritt in der Umgegend, >11. Worte über den Admiral, 212. Verachtet die Popularität, nZ. Sciu Regiernnzssystem, mS. Ist in Schlachten oft verwum der worden, verbarg eö aber sorgfältig, 117. Ist.nahe dran in einem Moraste auf St. Helena zn versinken, 12-'. Wollte nie, daß man die gegen ihn herauskonrnienden Schmähschriften widerlege, 127. Gift des Mithridates, 127. Zieht eine Furche, 128. Heller der Wittwe, 128. Haßt den Admiral nicht, 12S. Seine Lebensart in Lougwood, 1Z2. Seine Ausritte, iza. Die Nymphe, -SS. Giebt Spitznamen, »ZZ. Uiber die stärkste Fassung, iz4. Ulber die Einbildungskraft, ,Z6. Unannehmlichkeiten Seiten des Admirals, 2S7. IN. Ein englischer Soldat in St. Helena zielt nach ihm, 5. Lacht mitleidig über dieSchmäh» schriftcn gegen ihn, 7. Lernt englisch, 9. Sagt, man habe alle seine Absichten in Bezug auf Universitäten verunstaltet, 9. Erster englischer Unterricht, 9. Gespräch über die Armee. — Chemie. — Politik. — Indien u. s. w. io. Sagt, es sei unmöglich kein Franzos zu seyn, 19. Gefahr zu Eilau, 19. Zu Jena, 20. Bersunknes Pferd auf St. Helena- — .Häusliche Sorgfalt, 28. Seine Bekanntschaft mit Is- sephineu, 41. Erfährt Mnrats Tod, 64. Zwischen seinem und MuratS Unternehmen finde keine Vergleichung statt, 6V. Uiber den Zustand von Frankreich und Europa, 72. Macht ein Gemälde hauc-licben Glucks — der väterlichen Wohnung beraubt seyn, heiße kein Vaterland haben, 74. Arbeiten die er auf der Insel Elba batte vornehmen lassen- Alle Mächte respcctirtcn seine Flagge, V Vergleichung der Insel Elba Mit St- Helena, 77^ Der Feldzug in Italien wird La? CascS Namen fuhren, der ronEgvptcn Bertran-s, und das Gluck ihres Beutels wie lhres Andenkens machen, 7g. FonrnissenrS und Geschaftsma- cher Pest und Aussatz einer Nation, 82. >A!S er von Elba zurückkam, boten ihm Amsterdammer und LvridrnerHänjer einen Credit von Millionen an, 8Z. Genoß einer großen Reputation unter den Angestellten in den Vnreanr, 84. DaS inS Einzclnegchen war eins der vorzüglichsten Hülfsmit- tel bei seiner Regierung, 84. Cr hatte die reinste und kräftigste Staatsverwaltung Euro- pä'S rollender. — LloS ans den Moniteurs konnte er die Geschichte der ganzen Finanzverwal- tnng seines Reichs eniwerfen, 80. Wasser Luft und Feuer waren die einzigen Feinde einer allgemeinen Wiedergeburt gewesen 87. Schwier izkciten, einen Hof zu schaffen, 9.. Er hatte den der Tuilcrien zn zu dem glänzendsten erhoben, den man ;e gesehen hatte. — Behielt stets eine außerordentliche Einfachheit bei, 9». Stellte die Levers und Cou- chers wieder her. — Die besonder» Vorstellungen — Die Titel — die Orden, 90. Angebote von Larare, 91. - Bildete sein höheres Hofperso- nal ans Person-», nni-m die Revolution elhvbrn, und ans alten Familien, die sie g vlnndert hätte. — Seine Abst.in dabei war, den Haß ansz'lmche» und die Parthcleü zu verschmelzen, 92. Seine Oberoffizianten wurden an fremden Hose» wie Prinze behandelt, 9m In seinen Schlössern befanden sich für 4o Milllvnen Mobilien und für 4 Millionen Gerathschaf- tcn, 98. Sollte er >e st-ancl cmiverr wiederherstellcn? — Grnlide dafür und dagegen, 94. Seine Licblingsidee war, nach wiederhcrae>lcllleiii Frieden stete Reisen in dur Depar.emeuts zu machen, 9b. Er glaubte nicht an die Medizin, 1 ». Wollte die heroischen Heilmittel untersagen, ru». Stritt sich oft mit Corvisart, icii. Definition der Narrheit. — Unterschied zwischen Schlaf und Tod, -or- Medizin von Babylon, ro-: Sein bei Waterloo verloren gegangncr Wagen, il,4. Eifcr seiner Bedienten, i»4. Zusammenkunft in Dresden.— Epoche seiner höchsten Macht-— Er schien dorr der König der Könige, au-. Uiberlud alle die sich ihm nahten mit Diamanten. — Hatte keine Leibwachen als die sächsischen, r 5. Gefühlvolle Worte über den König von Sachsen und die Prinzessin Auguste, i«5. Seine Ideen über die russische Macht — über Constantino- rel — wollte Griechenland befrei», i>ch. Hatte bei seinen beiden Frau- vn nie üble Laune gefunden, i»L. Seine Ideen und Projekte für Frankreichs Glück, i»8. Alles was er besaß ging in den Bedürfnissen des Vaterlands unter. — Er blieb nackend auf seinem Fekscn, m. Unterredung mit B. Eonstant im Jahre i8iö. n 5 . Läßt den Sldmiral fragen ob inan einen Brief von ihm an den Prinz,-Regenten absenden wolle? ii 6. Sein Name wurde auf Jsle de France nur mit Nührnug genannt, 119. Wortspiele, 120. Rühmte sich bei der Niederkunft der Kaiserin ein ebenso guter Ehemann gewesen zu seyn, als ein Burger aus der Siraße St. Denis. — Beruhigt Dubais. — Sagt ihm, daß er sich so benehmen solle, als wenn cs den Sohn eines Seifensieders gelte, :2s. Schliefoft während der Schlacht — Nannte solche» Schlaf einen, Vortheil, 126. Ist von feinen übrigen Came- raüe» bei der Artillerie verschieden, läl. Klaubte seinen Namen von einigen selbst in Paris ungc- kannt— War cs nirgends, selbst in China nicht, >o>. Untersuchung über das politische Gewissen, > 3 ö. .Hatte sich nie an die Oberhäupter gewendet, um die Par- theien zu gewinnen, aber stets die Masse der Partheien angegriffen, wenn es die Oberhäupter herabzuwürdigen galt,- r 56 . Hatte nicht Unrecht daran getban Adliche und Cmigrirte anzustellcn — die wahren Schuldigen waren die InNigans von allen Farben und allen Doctri- ne» gewesen, 1S6. Würde am Fuße der Pyrenäen sich wieder ei hoben haben, wenn er sein Entel geweren wäre, >87. Ward durch die venalhen, die ihm alles zn verdauten hatten, 107. , Die Buhet-iis enthielten voll- kommlie Wahihcir, it>8. Hätte er Jea» d'Acre genommen, wurde er.ine Licvvlntioir im Oriente bcwinc, die Gestalt der Erde umgcändert haben, 109. Beschreibung seiner Wohnung zu Lviigwood, i. Genaue Mitlhcilungcn über seine Toilette, 2. Seine Kleidung auf St. Helena, 4 . Sah sich an der Spitze der Geschäfte in derselbe» Lage, w:e ui Muren der Schlachten, indem dort Vmchwörungen Kugeln waren. — Uiberließ sich seinem Sterne, 4 . Zählte einige und 3 » Verschwörungen nach authentischen Acten- stücken. — Verbarg davon so viel als er nur konnte, L. Verschwörung von Georges, 5 . Von Cerachi, 6. Anfall des Fanatikers zu Schtiibrun», 7. Was nach Waterloo zu thun war, 8. Glaubte, daß er das Vaterland wurde gerettet haben, wenn ihm das gesetzgebende CvepS hätte beistehen wollen, 8. earhieu den Beinamen der 100,»00 Mann, > 3 . .Hatte weder Vorurtheile »och Leidenschaften. Sters schrieb sein Verstand ihm seine Uitheile vor. Behielt die Eindrücke des Unangenehmen was man ihm zufugte, wie des Wohlwollens und der Tbeilnahnie die man ihm ein- fioßre für sich, - 4 . Sagte, daß wenn er nach Amenka gelangt, er vom dort aus Frankreich vor den Rcactio- nen beschützt haben würde, 16. Seine Worte über liberale Ideen und ihr unwiderstehliches Fortschrciten, 16. Sagt, daß er die Höhle der Stürme verschlossen habe, die seitdem dura> die Bajonette der VieacteurS wieder aufgesprengt worden sei; 2,. Weift den elften Besuch von Sir Hudson Lome zurück, 26. Väterliche Vorstellungen, 27. Hatte schon in Fontainebleau seine Wiederkehr nach Frankreich vorausgesehn, 28. Convention der Fürsten in Bezug auf seine Gefangenschaft, SS. Sah nur zwei große Mittel wie er ans St. Helena kommen könne, Sa. Eagle, daß in >0 Jahxen Europa ganz rosakisch oder ganz Freistaat seyn werde, S5. Schöne Unterredung mit dem Obersten Wilst, S7. Bat den Prinz - Regent um die Freiheit oder einen Henker, 4o. Bei Waterloo verlornes Portefeuille, Steht bei der Rückreise von Moskau auf dem Puncte in Schlesien arrctirt zu werden, 4a. Seine 'Ausgabe auf die Toilette belief sich in St. Helena nicht über 4 Louisd'or im Monate, 4Z. Denkt daran auf Engen jährlich 6uvo Napoleons zu ziehen. — Er batte diesen mehr als 4o Millionen gegeben, 4S. Sein Ameublement in der Straße de la Victoire, 44. Gicbt den Preis des Kaiserlichen Throns und Ameublements an- — Einzelnheiten re- 4-. Wie er sich bei seiner Haus- haicsrcchnung benahm. 44. " Sagte, daß die Männer, welche die Welt umgestürzt haben, nie dadurch dahin gelangten, weil sie die Anführer gewannen, sondern weil sie die Massen gäh- ren ließen. — Dies war der Weg des Genie's, 46. Führte zum guten Geschmacke zurück, indem er zur Bildung leitete, 47. Richard Löwenherz, 47. Seine Proclamationen in Italien, 4g. Lachte über die seinigen in Egypten, -eg. Sagte, daß er genöthigt, gewesen sei, leichthin über Religion zu sprechen, um seine fran- zös. Soldaten dahin zu bringen, davon überhaupt nur zu hören, 4g. Hat sich nie als Muselmann getragen. — Ist nie anders in eine Mosk°e gekommen, denn als Sieger, 4§. Sagt, daß das Orientalische Kaiserreich und die Unterwerfung von ganz Asien, wohl einen Turban und weite Hosen werth gewesen wären, Lo. Empfahl den Gefangenen in seiner Nähe an, sich als B r ü - der zu benehmen, 62. Näheres über den Krieg in Rußland, LS. Parallele seiner Erfolge in Deutschland mit denen derAIiir- ten in Frankreich, L8. Seine Bedingungen nach den Siegen von Austerlitz, Jena, Wagram, 5«. Hatte den Plan, einst als Schiedsrichter die größer,, Angelegenheiten der Völker und Könige zu richten, 5g. Beging zu Wagram den großen Fehler, Oesterreich nicht in mehrere Königreiche zu theilcn.— Erhält in dieser Hinsicht Anträge von einem der Erzherzoge, 5y. Dachte zu bürgerlich über Allianzen. Seine Heirath stürzte ihn ins Verderben, Lg. — »LS — Kurückgezogenheit wegen Uibel- besindciiv, Sg. Sagte, daß die Unabhängig- keic des Vaterlands gleich der Eftrc eine steile uferlose, Insel sei, 6.-,. Sagte, daß er im Besitz eines Throns und beim Vertheilcn von Kronen seinen frühen, Ursprung nicht vergessen habe, 67. Verlangte weder ein Haus, noch Meubleu, sondern einen Henker und ein Leichentuch, 67. V. Sagte, daß ein Geschichtschreiber Frankreichs, wenn er Gefühl habe, doch etwas Gutes von ihm sä,reiben müsse. Sagte, daß er alle Verdienste belohnt und die Gränzen des RuhmS weiter vorgerückt habe. — Analysirt seine ganze Geschichte iu wenige» Keilen, 1. Sagt,' daß der Moniteur seine Rechtfertigung bleiben werde, 2. Seine Absichten mit den Emigrieren, 1». Glückliche Umstände die zum Herbeisühren seiner wundervollen Laufbahn beitrugen, n. Die große Kahl seiner Brüder war ihm sehr nützlich. Seine Heirath mit Mad. Beauharnais setzte ihn mit dem ganzen Adel in Berührung, >2. Sein fremder Ursprung ließ die Italiener nach der Heirath der Prinzessin Pauline und dem Gekröntscyn vom Pabfte, ihn als einen Landsmann betrachten, Ir. Der wenig gekannte, poetische Name Napoleon fügte noch etwas zu denHauptumsränden bei, r >. Austerlitz erschütterte die alte Aristokratie. Tilsit unterwarf sie. — Warum ist er nicht lcgitims sagte sie, >^>. Kann selbst in St. Helena den Einflüsterungen von außen her nicht entgehen, rb. Ward im Institute der Geometer der Schlachten, der Me- chauicus des Siegs genannt, 22. Hatte stets im Staacsrathe bei den Sitzungen über das bür- gerl. Gesetzbuch präsidier. — Nahm großen Autheü daran.— Seine trefflichen Jmprovistrnii- gen, 20. Seine Ansichten über die Marine und die Admirale, 27. .Hatte alle seine Minister zugänglich gemacht, 29. Sagt, daß er frei von jedem Verbrechen auf den Thron gekommen sei. Wird von der Nachwelt nicht den Vorwurf zu fürchten haben, zu hart gewesen zu seyn, vielleicht nur zu gut, ZS. Nimmt die Reisenden auf der Bengalischen Flotte an, S 4 . Sagt, daß man ihm nach St. Helena mehr als einen Kerkermeister geschickr habe. Heftige Unterredung mit dem Gouverneur, So. Lächerliche Gerüchte über ihn und die Königin Hortensia- 6,. Worte über die Mitglieder seiner Familie. bi. Abhandlung über moralische Grundsätze. 6S. Sein Urtheil über die Menschen. 66. Seine Bemerkungen über die Bibel. 66. Sagt, Milde sei der hauptsächlichste Besitz eines Fürsten — Er dürfe nur als Wohlthäler erscheinen. 6 Wirst sich den Austritt mit ortalis im Staatsrathe vor. cn mit Herrn G... in de» Luilerien. 6g. Frage über die Vorstadt St. Germain- UiberFran v. S . - 7». Gefahr, welche er beim Fahren einer Calesche in St- Cloud läuft. 71. Eden so beim Baden zu Au- rvnne. 72. An Marly bei der wilden Scbweinsiagd. 72. Wenn er, statt nach Aegypten, nach Irland gegangen wäre, oder unbedeutende Irrungen dieErpc- dition von Boulogne nicht gehindert batten, was würde dann je»c England, der Evntinent, die politiiche Welt sey»? 7-r. Galt er etwas in Europa, so perdankte er cs der -Vorsicht einiger Freunde. 7b. .hätte er Amerika erreicht, so würde er alles, was U>m nahe srand, zu sich geruf n baden- Dies Land wäre die Wiege eines Nationalvereines geworden, 75. Die Begebenheiten in Europa würde» '60. Millionen Individuen uni ihn vereint baden. -5. Sagt, daß er auf dem Conti- nenle von Europa nicht als bloßer Particulier hätte leben können. Er gehörte allen Ländern an- 76. Konnte nach Amerika gelangen, glaubte aber seine Wurde erlaube ihm weder Verkleidung noch Flucht. 76. Glaubte, indem er sich langsam entkernte, einen großen Beweis seines Vertrauens in das französische Volk geben zu müssen. Verzweifelte nicht, ihm einst noch nützlich werden zu können. Seinen Aufenthalt auf St. Helena verdankt er nur diesem Gefühle. 76. Könnte die Nation nur durch diese selbst retten. 77. Hatte Industrie in Frankreich bis'zu einem vorher ungekanntcn Grade gebracht. War der erste in Frankreich der gesagt hatte: vor allem Ackerbau, dann Industrie, dann endlich Handel. Man verdankt ihm den Gewinn des Juckers, des Indigo, hatte eine Million als Preis für den aue-gesetzt derl Flachs wie Baumwolle spinnen lehrte. 78. Alle seine Acrzte warnen ihn gegen Gift. 79> 1libcr Corffka, sein Vaterland. Einzelnheiten. 80. Paoli nennt ihn einen Mann des Pintarch. 91. hat in seiner Jugend eine Geschichte von Ecnsika geschrieben, die verloren gegangen ist. 8,. Hätte sich in Fontainebleau was er nur gewollt, Vorbehalten können. Laune des Augenblicks bestimmte ihn für die Insel Elba, 85. Nennt sich ein Felscnstück das man in den Ozean geschleudert hat. Hat den Verlust deüLhrons me bedauert. Will unter seinem Coinnlatc keine Gcschäftmacher in die Tuileriengesellschast lassen. Schwierigkeit letztre zn ordnen- 85. Fand bei seiner Rückkehr von Elba weniger Schwierigkeiten darin vor. Sagte, sie habe ganz aus dem bestanden, was er seine Wittwen nennt. Marschallin Duroc, Herzogin von Istrien. 85. Verschwörung von Gcotgc. 87. VI. Seine schönen Worte an ein Jnstitutsmitglicd über die Auf- uahmredc des Herrn von C.. Hatte alles gethan um alle Partheicn zn vereinen. 5. hatte nie gefragt was man sci^ was man gewesen, was man gethan, gesagt, geschrieben habe; seine einzige Frage war: Wollen Sie ein -guter Fra» zos gegen mich seyn? dadurch brachte er die Menschen in einen granitnen Engpaß, an dessen Ausgange er Ehre Nubm und Vaterlandsgröße zeigte. 5. Bearbeitete die Massen nach bloßen Individuen. Sein oft angeführter Jorn war nur verstellt. Anekdoten darüber- 0. Einzelnheiten, die Ausgabe für seine Tafel in den Tuillericn betreffend. L. - .57 Hatte in seinen Kellern in den Tuillericn bis ;u Millionen in Golde, die ganz stin eigen waren, gehabt, so dag keine Spur davon vorhanden gewesen, als in einem kleinen Büchelchen. Alles aber hatte sich, sagte er, dann bei dem Unglücke und den Bedürfnissen des Vaterlandes wieder dafür erschöpft, g. Hatte mehr a!S für 2 Milliarden an Geld nach Frankreich gebracht. <> Jedes seiner Memoiren sollte den Namen dessen fahren, dem er es dikcirt hatte- - -. Hatte alle Kinder der bei Austerlitz Gebliebenen adoxtirt. -2. Hatte gewünscht, daß man alle Stellen an verwundete Krieger oder Veteranen vergebe. .5- Seine Umgebungen bei .Hofe glaubten, den größten Lheil der Albernheiten, die man auf seine Rechnung verbreitete. 2 ». Seine religiösen Ansichten. 20 . Weigerte sich im großen Pompe zu Nctre Dame zu commu- niziren und sagte, daß er nicht genug glaube, um daß dies ihn heilsam seyn könne, zu viel jedoch, um eine Entheiligung zu begehn. 2 .. Sagt, daß er furchtlos vor GottcS Richterstuhle erscheinen und seinen Spruch abwarten könne, er würde rein von allen Verbrechen, die den Stiftern von Dynastien so gewöhnlich wären, dastehcn. 21 . Zeigt sich hingerissen von der Moral des Evangeliums. « 2 . Dictirt die Portraits der Di- rectoren, r5. Partlue die er am '8. Frncti- tor hätte ergreifen könne». Lg. Sei» Tagesbefehl an die Armee entscheidet die Frage. 3». .Was er getban hätte, wenn die Conseils gesiegt hatten. 5o. Vorzüglichste Ursachen des Friedens von Eampo - Formio, der Verweigerung dem Eongresse von Raftadt beizuwohnen und der Erpedition »ach Egypten. 52. Nichts war gefährlicher und treuloser, alS die offizielle» Unterhaltungen mit den englischen diplomatischen Agenten. Führt die seine mit dem Lord Whit- worth an. Wie sehr Vcrläum- dung diese entstellt habe. 5^. Entwickelt den englischen Machiavellismus. Sagt, daß Lord EornwalliS -der erste Engländer gewesen, der ihm eine gute Meinung von dieser Nation bcigebrachl habe. Dann For und der Admiral Malcolm. 3?. Sagt, daß eö blos eines halben Dne-ends For und Cornwal- les bedürfe, um das sittliche Glück einer Nation zn begründen. 58. Seine Worte über gewisse Charactere aus der Revolution. 4i. Hatte nach seiner Rückkehr von Elba die Unabhängigkeit von St. Domingo anerkannt. 4-?,. Glaubte einen großen Fehler begangen zn haben, als er versucht, cs mit Gewalt zu unterwerfen. 42. Dictirt Bruchstücke von Noten über die Convention. 45. Seine Meinung über Preßfreiheit. Ü 2 . Giebt historische Data über den König in Spanien. So. Entschließt sich in seiner eignen Dnnastie das Svstem der Famiiie Ludwigs XII. sortzusetzen und Spanien an Frankreichs Schicksal zn knüpfen. o5. Sagt, daß Europa und selbst Frankreich nie eine richtige Idee von der Lage Ferdinands zn Va- lcnce» gehabt hätte. 55. Versichert bei dieser Angelegenheit eben so wenig wie bei irgend einem volitischcn Verhältnisse sei» Wort gebrochen, oder Treue und Glauben verletzt j» habe». W. — lüg - Hütte nur die einzige Gelegenheit ergriffen, welche ihm das Gluck darbot, Spanien wiedcrzn- gevahrcu, cs England zu ent- ziclm und unser»» System fest anzuschließen, ost. Zdatte eher durch ,zn kecken Mach und übertriebene Energie a.k durch Trug und Hinterlist getch.c Halle wie die Vorsicht bandeln und hoch von oben treffen wollen. 67. Hatte nie an irgend einer der spa».scheu Hvsinrrigucn Anthcil genommen. o8. Ließ sich die spanische Krone von Kail t V. und Ferdinand Vtt. abtrekcn. Ließ gegen sie weder G-.walt noch Drohungen anwenden. uk. Sein schöner Brief an Murat über die spanischen Angelegenheiten. 60. Hätte gern die Baumwolle aus Frankreich verbannt um den Batisten und Linous anfzuhelfen. 65 . Sonderbares Nähere über die Couftrcnzen von Tilsit. Anekdoten. 65 . Uiber Etikette. 71. Uiber den Staatsrath. 72. Gewohnheiten, Sorgfalt und Artigkeit seiner Bedienten. 76. Einige seiner Worte im Staatsrathe. 79. Erinnerung an Waterloo. 86. Uiber den russischen Feldzug- Sein 2 . Bulletin brachte die Pasquillanten zur Verzweiflung. Sie warfen ihm vor, daß er übertrieben habe. 89. Prophetische Worte über seine Nücttchr nach Frankreich. Ein cngllscher Minister, oder der Prinz - Regent die ihn wider eingesetzt hätten, würden ihn durch Dankbarkeil dann mehr als durch Armeen gefesselt habe». 89. Acugnlß Hornemann's zu Gunsten des General Bonaparte. 9S. Ueber Handlung, Ackerbau und Industrie. 99. Die Vernichtung des Handels während seiner Regierung, lag in dem Drange der Umstände. Ei» friedlicher Augenblick würde se:n voriges Verhältnis wieder hergcstellt haben, iv-. Uiber Artillerie- 102. Sagt, daß er seiner Siege in Italien nicht habe froh weiden tonnen, weil er den Sieg jedes Tags gleich wieder habe vergessen müssen um daran zu denken, am andern Lage einen neuen zu erfechten. 107. Sucht die Partheien durch gegenseitige Verbindungen zu verschmelzen. Verläumdnngcn des Lord Eastlcreagh über diesen Gegenstand. r»8. Goldsmiths Jrländetin- Ein- zeinhciten. 109. Worte über den Prinzen von Wales. Bemerkte, daß man auf dem Gesichte nicht Rnhm- gier lese, aber im Herzen finde. 124 . Uiber die Stuarts- Die Nassauer- Die Braunschweiger. 125. Vertheidigt sich gegen den Vorwurf von der Obergewalt und besonders dem Gefüh.e seiner Verbindung mit Oestreich trunken gewesen zu seyn. 125. Seine Freuden wie seine Genüsse waren natürlich: er hatte sich ihnen mir zu vieler Offenheit überlassen. 122. Hatte oft gesagt, daß das Herz eines Staawtnanus in dessen Kopfe seyn müsse, unglücklicherweise aber sei das seinige bei diesen Gelegenheiten, was häusliche Gefühle betroffen, an seiner alten Stelle geblieben 126. Seine Gedanken über Plünderungen bei den Armeen. 127. Schoner Charakter des französischen Kriegers. >27. — >5Z — Unterredung mit dem Admirale Malcolm. -27. Läuft bei seiner Rückkehr aus Egypten große Gefahr, weil er sich an die Gemäßigten geschlossen hatte. Die Jakobiner batten ihm angeLsten, rhn zum Diktator zu ernennen. 128. Sagte, daß ein Club nie einen Chef auf lange vertrage, daß er für jede Leidenschaft eines andern bedürfe. Sich einmal einer Par- thci bedienen, um sie den Tag darauf wieder anzugreifen, heiße immer, welches Vorwands man sich anch dabei, bedienen möge, sie verralhen. 12g. Läßt den kleinen Tristan Fadeln wiederholen. i5t>. Analysirt die Fabel vom Wolfe und Lamme. Schilt die Moral derselben. Behauptet daß der Bauch die Welt regiere, r35. Glaubte, daß man ans dem Gesichte durchaus nicht den Charakter erkennen könne. Dohlenauge. 1Z6, Geistreiche Fabel von der eisernen Maske. ,87. Jmiot, dessen Frau. i58. Tod des Marschall Lannes. 1. Murak- r4r. Merkwürdige Worte über dessen Tod. i4S. VH. «?. Seine Ideen über Cherbourg. Plan eines Seekriegs. Wollte ihn durch eine Schlacht von Aktium enden. S. Hegte keine Abneigung gegen die Commissarien der Alliirten auf St. Helena, selbst nicht gegen den von Frankreich, dieser sei Franzose, und dieser Anspruch in seinen Angen unver- tilgbar. -0. , Erregt bei seinem Anstreten in Italien den Enthusiasmus und das Ehrgefühl aller. Sein.Glnck lag in seiner Klugheit. 12. Frau von Grassin. 12. Madame V_ 12, Sagt, daß er bei seinen Anordnungen mit der Vorstadt St. Germain sich getäuscht, zu viel oder zn wenig gethan habe. i5. Zog alte Familien an sich, geschichtliche Namen Frankreichs, um neuern Einrichtungen sogleich das Gepräge des alten zu geben. i5. Zuerst hatte er eine Französin heirathen wollen. Seine Minister binderten ihn blos daran durch Verwenden politischcrGrün- de. rb. Ursachen der Rückkehr zu den monarchischen Formen, zu den Kreuzen, zn den Bändern. ,6. Etikette in Longwood- 17. Ist überzeugt, daß die Ausrottung des Bettelwesens möglich sei- 19, Seine Absichten anfJllyrien. 2s. Unannehmlichkeiten die sich am Ende seiner Laufbahn gegeh ihn hänfen. 2>. Seine Bemerkungen über das Gesetz, die Staatsgcfängniffe betr: 29. Versicherte, daß die Franzosen zu seiner Zeit das feinste Volk in Europa gewesen wären. 52. Alle Länder, die von ihm ab- getremit worden, bedauerten eS, die Gesetze nicht mehr zu genießen, mit denen er sie beherrscht bade. 52. Wäre er bei seiner egyptischen Erpedition Herr des Meers gewesen, würde er es anch vom Oriente geworden seyn. 54. Hatte eine solche Gewalt über seine Soldaten erlangt, daß cS ihn nur einen Tagesbefehl gekostet haben würde, um sie zu Mahometanern zu machen. 54. Die Wüste hatte ihn stets an» gezogen. Napoleon, der Löwe der Wüste. 55. Anekdote von einem Chinese». 56. Sagt denen, die ihn umgeben, daß wenn sie wieder in die Welt tteten, sie dazu bestimmt sind, um seinetwillen Bruder zu sttti. 56. UiberTränine,Ahnungen u.s. w. Cagliostro. Nlesmer- Gail- La- varcr u. s. w- Z?. Anhäufung von Unfällen. 4». Unterredung mit Admiral Malcolm. Warum sollen Fürsten nicht auch ein Herz haben. Indem er seinen Titel als Kasier vcrtheio'gte, vertheidigte er die Ehre der andern Monarchen. 44. Sei» Hos war der glänzendste den man >e sah. --5. Ausgaben seiner Jagd, Lasel, Stalle, Pagen- -»6. Klöster. Nonnen. 4g. - Trapisten, Mönche, 5». Sagte, daß er nie etwas für den CleruS getbon habe, ohne daß dieser ihm stets wieder Ver- anlisisung gegeben, cs zu be- renn. 5v. Hatte sich nur über die Vi- schöffe, die er selbst gemacht, keincsweges aber über die frü- hcrn zu beklagen. 5». Glaubte, daß man nach ihm viellei.'t Conscriptionen von Priestern und Mönchen an der Stelle der militairischen in Frankreich erleben würde. Die Caser- ricn würden Klöster und Semi- uarien werden, ü>. Geschichtliches der Auswanderung, 5g. Man leate, sagte er, bloßen Vo>. urtheilen und kleinlichen Rück- sichren das bei, was bei ihm tiefe Absicht, großer Plan, und die höchste StaatSmarime gewesen sei, Seine Unterhaltung mit dem Grafen S . - . über die Emi? «'-irren, ?6. Sentimentale Reise nach Nuits, 7 ^- .Hätte er vor dem der Nation , dem Gesetze und d e m Könige geleisteten Schwur Befehl erhalten, seine Kanonen gegen das Volk zu richten, so zweifle er nicht, daß er gchorchr haben würde, da er ao-r den National-Cid einmal abgelegt gehabt, habe er blos die Nation anerkannt, 79. Augenzeuge deS ru. Augusts. Einzelnhcitcn, 80, Liebte die Maskenbälle sehr. Wurde sters alle Jahre von einer Maske ftstgeuommen, die ihn au alte Vertraulichkeiten erinnerte, 81. Fand ein Vergnügen darin, wenn man ihn dort schlecht behandelte. Anecdoten, 82. Seine Wohltbaten gegen mehrere Familien, 8s. Wenn ibm eine nützliche, sonderbare interessante Idee einsiel, so legte er sie dem Jnftiliite zur Untersuchung vor. Die Auflösung ward dann ins Publikum gebracht, das sie annahm oder verwarf, 84. satte eine Menge Kanäle gebaut. Wollte noch mehrere bauen, 84. Wollte aus Paris die Hauptstadt Europa's machen, 86. Hätte der Himmel ihm 20 Regierungsiahre und etwas Ruhe gegeben, so wurde er ans Frankreich etwas ganz anders gemacht haben. Mit Bndjcts könnte man die Welt erschaffen, 86 . Wies oft die Feste zurück, welche ihm die Stadt Pmjg geben wollte, bewies, daß man mir diese» schlecht angewandten Kosten dauerhafte und prächtige Denkmale errichten könne, 86. ES bedurfte seiner ganzen Macht, um es dahin zu bringen etwas Gutes thnn zu können. Cr hat mehr als So Mil- llonen auf Gaffen gewendet, die ihm niemand gut schreiben wird. 87. Am Fuße wie auf dem Gipfel der Alpen, im Sande Hollands u> d am .ne« res Rheine überall und sters R^evleom Er wsllre die pontinischcn Sümpfe aus- trocknen. 87. Hatte nur daran gedacht, den Platz zum gallaste für den König von Rom vorrichten zu lotsen, und würde auch dabei sieben geblieben scyn. Anekdote 88 chatte alle mög'-cbe Müde von der Welc gehabt', um lein System der Bnvjers begreiflich und annehmbar zu machen. 8z. tzu seinen Reisen nach Fon, taineblean wurden -2 bis >000 Personen eingeladen, logirt und meublnr, mehr als Zoo». speisten dorr. 90. Bedauerte, daß er nicht die ganze Geschichte Europa's ron Ludwig XIV. an, nach Aktenstücken des Gesandtschaftsbüreaus habe anfertigen lassen können, g-. Hatte einmal an Sclim m. geschrieben. Antwort. g>. Hatte er in Egnpten die Mamelucken mit seinen Franzosen vereine» können, so würde er sich für den Herrn der Welt erachtet haben. 91. Die Regentschaft als eine der schimvflichsten Epochen unsrer Jahrbücher- - 2. Gustav IV. schlägt sich ihm zum Adjutanten vor. 9S. Die Schweden verlangen einen König von ihm 96 Hatte zu vielen Werth darauf gelegt, daß ei» Franzose auf dem schwedischen Throne sitze, gü. Fühlte eine Vvrempfindung, welche ihn die Wahl von Bernadette peinlich und unangenehm machte. > 6. Hatte die Charakterstimmung Pauls l. errathen W- «»« CastS Lag«». ras. Büch. Brief an Bernadotte über sein Conrinentalsystem. 99. Sein väterlicher Weinberg. Hatte ihn an seine Amme abae- treten- Hatte sein väterliche- Haus der Familie Svmobino geschenkt. r<". Seine Amme. Sie war nach Paris gekommen. Hatte die ganze Familie entzückt, und eine lange Audienz beim Pabste gehabt. IU2. Die Pallasttruppen als schrecklich und gefährlich, rn«. Nnter dem Cvnsulate schrieb Paul oft au ihn. >^ 4 . Wiederholte oft, nie seine» Kvvf oder Magen gesuhlt zu habe». -o.>. VM. Unfälle des russischen Feldzugs. e. Wird von Mad. Stacl befragt. Die erste Frau in der Welt ist die, welche die meisten Kinder geboren hat. 2. Uiber Religion. 7. Hatte viele Hindernisse zu überwinden, um den CatlwlicismuS wieder einzufnhren. Man war' ihm lieber gefolgt. w>un er das Panier des Protestantismus ergriffen hätte. 8. Franz l. in der Lage, um den Protestantismus anznnehmen. 9. Worte über den Pabst. n. Hatte hlos durch die Gewalt einer Privakunterredung das berühmte Eoncordat von Fontainebleau zu Stande gebracht. iZ. Versucht es, den Pabst durch Vernunftgninde zu bewege». Kann es nicht durchsetzen. > 4 . Seine Absichten wegen Religio» und Pabst, wenn er siegreich vo» Moskau zurückgekommen wäre. Er hätte den Pabst erb-ben, ih» mit Pracht und Ebre» umgeben, Paris wäre die Hauptstadt der christlichen Welt geworden, »S. er Eine legale Leitung der kirchlichen Angelegenheiten war suis der Gegenstand seines Nachdenkens und seiner Wunsche gewesen. ^6. Lebhafte Unterhaltung mit dem Gouverneur. Wenn er Hunger har, wird er sich an die Tafel des ödsten Regiments setzen, -g. Naevieon wird der Gegenstand der Geschichte und der Leitstern der civilisirten Volker bleiben, ig. .Sagte, daß die abscheulichsten Schmähschriften ihm nichts verschlugen., aber daß, so bald man sich nur ein wenig der Wahrheit nähere, er das Bedürfnis suhle, sich zu verthcidigen. L>. Seine Protestatio» gegen den Vertrag vom 2. August. Hatte absichtlich darin den Traktat von Fontainebleau vergessen. Wollte ihn ableugncn. Warum. Sagte, daß er ein Theil eines Felsen sei, den man in den Weltraum geschleudert habe. 22. Uiber das Wirken deS General S..-.N. 22. Urtheil über Tortur. 2Z. Erinnert sich nicht in den Tuilerien Medizin genommen zu haben. Mit chirurgischer Hülfe war es anders. Hatte dreimal den anatomischen Cursus angefaugen, Geschäfte und Eckel harren ihn aber stets unterbrochen 6. Offizielle Antwort an den Gouverneur über die Cvmniissarien dev Ailiirten und die Verlegenheit wegen seirres Bndjcts. 2». Uiber den Brand vonMoskau 4i. Was er gcthan. haben wurde, wen» dieser nicht erfolgt wäre. 42. Der Friede in Moskau würde seine Kriegsoperationen vollendet und beschlossen haben. 42. Er würde auch seinen Con- gres und seine heilige A l- lian z gehabt haben. War der natürliche Vermittler zwischen dem nenen und vorigen Zustande der Dinge geworden. Sein Ruhm würde in seiner Billigkeit b-u>yc haben. 42. Würde ein europäisches Gesetzbuch , einen europäischen tzas- sativnohof, gleiche Münze, Maaß und Gurucht, so w.e Liestib.n Gesetze^ eiugeführt haben. Europa hätte daun nur aus einem einzigen Voll bestanden. ^Z. Seine Diktatur wnriu a»sge- hört und das cvusti'tntioneile Reich seines Lohnes begonnen haben Er hätte ihn mit im Kaiseneich regieren lassen. Paris wäre bieHauprstadt der Wett und tue Franzosen die Beueioet- stcn unter >,Uen Nation.,, geworden. Seme Musensrnnden wären dann dazu angewendct wo,tun, als wahrer Laudmann mit der Kaisen» langsam aüa W ill- l des Reichs zn durchstreift» und überall Wohlchalen aus- zustreue» und Dentmale zu errichten. a4. Sein Seekrieg mit England. LZ. Ha,te die Amerikaner gezwungen, sich m t den Engländer» zu schlagen, indem er ihren Nutzen an ihre Rechte geknüpft hatte. L4. Bemerkungen über die Schlacht bei Waterloo. LL. Stellt sich vor das Gericht aller Völker, das ihn frei spricht. Frauzoseu und Italiener bcseuf- zen seine Abwesenheit Erwarb sich de» Dank der Pohlen und selbst die zu späte und bittre Reue der Spanier Sagt, Europa sei in der größten Gefahr, vielleicht jeden Augenblick von Cosacken und Tartaren überschwemmt zu werden. „Und ibr Engländer," sagte er, „weidet enern Sieg bei Waterloo beweinen " 67. Anekdoten, die man dem Kaiser fälschlich beilegt 6g. Uiber seine schönste Schlacht. Er hatte deren Lo bis 60 geliefert. 70. Uiber die besten Truppen 70. Sagte, daß er, wenn seine i 63 — Garde vollzählig, sich stark genug gefühlt harre, durch ganz Europa zu ziehen. Nie wird seine Armee von Austerlitz und Jena übertroffen werden. 70. Von Collot d' Herbois bis zum Prinzen von Conds haben ihn alle Franzosen geliebt. War eine Sonne die die Ekliptik durchlief. 71. Historische Züge über die Rückkehr aus Egypcen nach Frankreich. 7-- Souderbare Beispiele von GlUcksfallcn in Egypten. 74. Scherzt über den Putz der Gefangenen. 7s. Wnkwürdige Worte über die Campagne in Sachsen iS>b. Sie ward der Triumpf der angebor- Nen Tapferkeit der französischen Jugend bleiben. .Hatte sich über keinen der mit ihm verbündeten Fürsten zu beklagen. Ein Fran- zvie, dem französisches Blue die Leone verschafft hatte, hat lins darin den Gnadenstoß gegeben. Worte Uber seine Befehlshaber und Soldaten. Die Ober - Generale taugten nichts mehr, sparten zu sehr aus dem Becher des Genusses getrunken- Wären gerne Marschalle Ludwigs XV. gewest". 79 - Sein Hauptfehler, sein Grund- irrlhum bei diesem Feldzüge war, daß er seinen Gegnern eben so viel gesundes Unheil und Kenntnis ihres wahren Nutzen zutrgu- te, als sich selbst. 82. Wohlthätigkeitszug gegen cincii Landmanu auf einer kleinen Mheininsel r»b. Erwirbt sich in Amsterdam die öffentliche Gunst. Will keine andre Wache, als die Natio- Nalgarde des Landes, roü, , Verlaßt die Holländer entzücket von ihm. Nimmt selbst sehr lebhafte Gefühle zu ihren Gunsten mit zurück. rv6. Merkwürdige Worte über die Mordthaten des 2, September«, 107. Konnte und wollte kein König de la Jacqnerie zdes Gesindels) feyn. 107. Sagt, daß es nie Revolutionen im Staate ohne Schreckens- system gebe, rn?- Eine Revolution ist stets eins der größten Uibel, das die Erde treffen kann. i»8. Das wahre gesellige Glück besteht im friedlichen Verkehr und im harmonischen Genüsse jedes einzelnen. 108. Sein- wenigen Worte waren stets berechnet. War genötigt, sich eiuen Nimbus von Furcht zu verschaffen, weil mau ihn sonst, wie er sagte, auf die Füße getreten und auf die Achseln geklopft hätte. „Wie viele Schläge hat das Schicksal, haben die Menschen ans mein Haupt geführt. Ihre Wunden bedecken mich noch überall." "2. Sein unwiderstehliches Bedürfnis, das Große vorwärts zu bringen, das Schöne zu entfalten. "4. Worte über England, dessen Schulden und Colouirn. wm. Was er sich beim Frieden hätte Vorbehalten sollen. Hatte seinen Alliirtcn «UeS gegeben. 116. Feind von Staatsanleihen. Hatte de». Betrag der öffentlichen Schuld auf Ls Millionen Reuten stritt. m8. Hatte einen besonder» Schatz. Nahm daraus, nm Bankiers und in Verlegenheit sich befindenden Familien zu leihen. Hatte sorgfältig die Amortissatiouskassc erhalten , und Kaffen für augenblickliche Zahlungen geschaffen. m3. Sagt, die ncüe Wiedergeburt Müsse früher oder später zu Stande kommen, sie bekämpft» gleiche dem Steine des SisiphuS den die alten Aristokratien, über ihren Häuptern oben halten, ng. Wollte der Himmel, sagte er, daß die jetzige Jugend von unser«, Feh!,-in Nutzen ziehe und eben so klug w-rde, als sie glühend ist. 120. IX. Seine Gunst und Gnade war trotz seines besten Willens doch eine bloße Lotterie. Meinung der Salons über ihn. 2. Wie sehr die Frauen darauf Hal en, ihr Alter zu rerbeimli- chen. Citat. 2. Manuscript von der Insel Elba- 3. Es würde schwer seyn, die Summen zu zahlen, die er be- kanntermaaßen um sich eigoß. Große Gründe seiner Verschwendung Er wollte große Familien, wahre MreinigunzSpuiltte, Fahnen bei Nationalkriesen stiften. 24. Kleinheit seines Bettes. 20. Zahlreiche Ausscheidungen bei seinem Gelangen zum Eonsula- le. 26. Anekdote vom Tic. s5. Gardes de l'aigle. 26. Kuctkuck. 26. Freiheit der Soldaten gegen ib» Er wird oft von ihnen geblitzt. Anekdoten. 26. Die Chemiker und Mediziner hatten ibm angerathen, Wein und Kaffee von sich zu weisen, so bald sie im geringsten nach Knoblauch röchen 2^. Analyse, des Gedichts Karl der Große, von seinem Bruder Luzian- 2,. Ist bei seiner Rückkehr von Elba ohne persönlichen Haß gegen die, welche er wieder vertrieb. Z>. Geschichtliches dieser Rückkehr. 5,. NiaiS ist in seinem Munde der Stempel eines ehrlichen Mannes. 4Z. Alle seine Verwandten sind Schriftsteller. 4z. Das Genie besteht darin, nichts oder doch sehr wenig unmöglich zu finde». 44. Der productive Boden Frankreichs stehr unter dem von Egypten, 10. Seine Aehnlichkeit mit Joseph wild sprechuid, *?. Laßt sein Silbergeschirr zerbrechen, um eS zu verlaufen, -17. Seme Art e u Laus auszu- mcsien und einen guten Plan zum Feldzüge zu entwerfen, Dicrirt die Topographie Italiens, <9. Berüchtigte Schuld von St- Domingo, 07. Halte blos mit seinem Schatz- Minister, Stalssecrciarr und einigen Schr ibcrn von Jllprien oder deu Ufer des Niemen aus, eben so gut regiert, als war' er in der Hauptstadt, 60. Der Stempel, die Waffe der schwachen Könige, 61. Seine Empfindlichkeit. Zärtlichkeit für Frau und Sohn. Anekdoten, 6.-, Ludwig und Holland, 65. Sage, daß ihn die Seinigen wenig unterstützt halten, 65. Hatte nicht das Glück wie der Gcngis-Kan mit seinen -- Söhnen- Ernannte er einen König, so war es ein Feind mehr, mit dem er sich beschäftigen mußte, 67. Sagte, daß essehr schwer zu regieren sei, wenn man es mit gutem Gewissen rhun wolle, ^ u. Sein Brief an seinen Bruder Ludwig, über die Niederlande, 69. Sagt, daß er zur Arbeit geboren sei. Er kannte die Gran- zcn seiner Füße und Augen, aber nie die seiner Arbeit, 74. Beklagte sich über die erbärmliche Art wie man Geschichte schreite. Seine Absichten. Wellte die letzte» Regierungen unsrer Monarchie nach Akk »stücken aus Oni Gesandschaftsdurcaus schreiben lassen, 74. Was er Geistesgegenwart nach Mitternacht nannte, 77. Sagte, daß er von Helena aus, auch noch Kronen verleihe, 8». Schöne Dictata des Kaisers. Was er seine Schätze »nur, 8-. Dictirte ohne Vorbereitung, 86 . Sonderbare Bizarrerie. Verunstaltete die Namen oft. Seine Ortbogiaxhie- Was er drüber sagte. 8-, Hat nie nnw'illknbrliche Geistesabwesenheiten gehabt. Seine sonderbare .Erklärung eines solchen Privilegiums. Er war kein Fatalist, »8. Entschließt sich, den Gouverneur nickt mehr anzur.ehmen, 8». Gesetze, die in der Theorie d r Topus der Klarheit, sind in der Ausübung ein wahres Ebavs. Weil Menschen und ihre Leidenschaften alles verderben, was sie handhaben, 91. Hätte gern die Gesetze auf einfache geometrische Beweise zu- rückgcfuhrt, außerdem gebe es keine außerhalb deS Coder, sonst könnte kein Mensch sicher seyn, daß er nicht mittelst eines allen Edikts von Chilperick oder Pharamund legal gehangen werde, 91. Reich der Meinung. Hätte das Ebrenlegionekreuz gern an Talma gegeben. Macht einen Versuch mit Crescentini Verweilte Kronen und besaß nicht die Macht ein solches Bändchen zn verschenken, 98. Sagte, daß Civilisation alles für die Seele auf Kosten des Körpers thue, »00. Uiber Oesterreich und dessen Politik, >uo. Worte über seinen Sohn. ,02. Neue Beschränkungen Seiten des Gonverneurs. Wie Napoleon dictirre. Bemerkungen, io5. Die Herrn von Cobentzel und von Gallo bei den Eomerenzen von Eampv Formiv, no. Die Entdeckung der Veriäthe- rei Picnegru's hat vielen Einfluß auf den Entschluß, den der General der iraiicnischen Armee in den Angelegenheiten des Fruetidor's ergreift, >,6. Traum, i-6. Die E nfachheit, sein schönster Schmuck i> 7, Uiber den Prinzen Eugen, 118. Falschheit der Anecdote vom Lustballe in der Militairschule, - > 8 . Worte über die neue» Beleidigungen des Gouverneurs, 120. Wollte nicht, daß die Gefangnen die neuen Erklärungen Unterzeichneten, 121. Sagte, daß er ans alles gefaßt seyn müsse, aber daß seine Seele Kraft besitze, allem entgegenzustehen: „Sie werden mich hier umbringe» : so viel ist gewiß!" I2>. Sagte, daß sein Körper allein in der Gewalt der Bösen sei, die Seele aber überall herrsche, sich selbst aus der Tiefe eines Kerkers zum .stimme! aufschwingen könne, >26. Sagte, er sei taub, 126. Sein Hauptgrundsatz war, jeder Reactivn zuvorzukommen, was vergangen, gänzlich zu begraben. Kam nie wieder auf eine frühere Meinung jemandes zurück, 128. Hatte sich mit Votirendcn umringt. Billigte ihre Sache nicht, war aber nicht ihr Richter, 128. Begab sich bei öffentlichen Fe- stcn verkleidet unter die Menge Anecdotcn, 12 . Durchstrich früh Morgens oft allem und verkleidet die Stadt- Mischte sich unter die Arbeiter. Politik des Ca di, 1Z0. Anecdotcn von der Rückkehr aus Moskau und der Insel El? da, > 3 ». Rote die dem Gouverncnr über die von diesem verlangten Erklärungen zngesendct wird, i.l-. Sagt von den Schristsrcllern, daß wenn man ihn mit Erfolg bekämpfen wolle, man mit der Autorität vonThatsachen ihm gegenüber irrten müsse. „Wenn der grosse Friedrich sich mir gegen über stellte, sagte er, dann ivär cs Aojc unruhig zu werden, was aber alle andre betrifft, wie geistreich sie auch senn mögen, so können sie doch nur Sand in die Augen streuen, und müßten vielmehr, wenn sie pfiffig seyn wollten, mich loben." Nimmt 4noe> Lvuisd'or von einem Mitgcfangnen an, r 45 . Sagte, dass wenn man in Europa vermnthen könne, daß er Nolb leibe, werde er hier bald reich an allen Dingen sepn, Halte befohlen, daß man ihm einmal auf dem Hoftheater ein griechisches Stück, ganz wie es geschrieben, anfführcn solle, ^6. X. Hat in St. Cloud ein griechisches Stück ganz vollständig geben lassen wollen, >. llibcr den Krieg gegen Rußland, 2. Roller und Könige hatten sich gegen ihn verbunden, Völker und Könige werden ihn vermissen, 2. .Halte den Thron von Portugals ausrichtcn wollen, 2. Beklagte sich, daß er vielleicht »SS — noch 3c> Jahr in. seiner schlechten Haut bleiben müsse, 9. Schlechtes Benehmen verschied- ncr Personen in den Tnilcrien gegen ihn, 20. Nannte Jmmoralität die furchtbarste Neigung bei einem Monarchen und die öffentliche Moral die natürliche Erfüllung der Gesetze, n. Seine Negierung bezeichnet einen merkwürdigen Zeitpunct der Rückkehr zur Sittlichkeit, 12. Die öffentlichen Sitten im Ganzen werden sich fortwährend verbessern, 12. Mer das Wort Euer Majestät, lü. Le,oet viel an einem Flusse, 16. Wird in St. Cloud wegen einer unbezahlten Rechnung gemahnt, 16. Wollte es nicht mit den Co- tericcn halten. Wäre er siegreich aus Moskau znrückgckehrt, so würde sich jedermann zu ihm gedrängt, ihn bewundert und gesegnet h-ibcn. Das Volk hätte sur ihn die Fabel des Romulus erneuern können, 16. Durch seinen Einmarsch nach Italien hat er die Sitten der Revolution geändert. Er hat zuerst Frankreich mit dem Namen der großen Nation begrüßt, 07. Im Zosten Jabre hatte er bereits alle seine Eroberungen gemacht, und beherrschte die Welt. ES fehlte ihm blos, sagte er, der Titel als Kaiser, -,8. Bruch des Tractats von Amiens. Repressalien, welche Napoleon nimmt. Er läßt alle Engländer, die in Frankreich reisen, sesthalten, Seine Absicht mit den Gefangnen, 2Z. Seine großen Absichten mit Antwerpen, 26. Die Abtretung dieser Stadt — 167 — ist eine der Ursachen, weshalb er den Frieden neu Chatlllvn nicht unterschreibt, -7. Man mußte die Alurten gar mich enntn, nm ibre Wiedervereinigung für aufrichtig zu halten, 27. Seine Befriste an den .Herzog von Licenza, 2-. Er sagte , baß jeder Tag ihn immer mehr von seiner Tyrannen-Mörder nnd Wilden - Haut befreien werde, 5>,, Englische Erpedirion gegen Ant- wc'pen, 5o. Nrvßc Seearbeitcn die Napoleon rollendere, 3». Fort Bayard, Eberbourg, 5o. Arbeiten, welche für die Flotte geschahen, 32. Ausbesserungen nnd Erweiterungen an allen Hafen der Lüste, 2. Flieffuigen53. Ter neust, 33. Antwerpen, 54. .Holland, 65. Weser, 56. Ems. Eibe. 56. Seearbeiren in Italien, 67. Lage des Reichs Wm und l8 >2, 27. Uiber die bffcntlichen Arbeiten unter seiner Regierung, 5g. Mallct's Geschichte, 4i. Sagte, daß er in MoSkan oder bei Waterloo hätte sterben sollen, 45. Worte über seine Familie, 44. Sein Wohlwollen für die englisch,,'. in Frankreich zurückbehal- len.n Gefangnen, 47. Fvr Tod war eine der Unannehmlichkeiten die Napoleon krassen, 55. . Hatte sich für das frere Handelsverkehr ausgesprochen nnd die Handelsgesellschaften verworfen, 55. Nannte den großen Kampf unsrer Lage, den Streit der Ackerfelder gegen die Comtoirs, den der Burgzinnen gegen die Handwerke, u6. .Hat stctS einen Mann für seine Marine gesucht, aber nie einen gefunden, 67. Einrolürung der Kinder, 58. Uiber die Marine. Liebte die Matrosen. .Hat sie im Notlstal- le als Matrosen, Soldaten, Artilleristen, Pontvnnierö, als alles befunden, IW. Seine Kaiser!. Organisation bot die festeste Regierung, die schnellste Umkreisung nnd die kräftigsten Anstrengungen dar, bg. Präfccteu. Einzeinheiten, 5y. Seine Absicht war mit der Aeir die meisten ksthcrn Stellen unbesoldet zu machen, 61. Die Abneigung gegen Stellen würde unsre wahre Rückkehr zum höchsten Moralprinzipc bezeichnet haben. Will man durchaus e-i,c Stelle, so ist man im Voraus verkauft, 6,. Seine Absicht mit den Auditoren im Staatsrathe, 62. Eine der ersten Bemühungen seines Cousulats war, die Ven- dec zu beruhigen, 65. Was er Jostphincn gegeben hat, 68. Mvdebändlerin wird nach Vi- cctre geschickt, 68. Impertinenz einer andern, es. Sagte, daß gewisse Generale nur auf großen Straßen und Ka- nonenschüßweite Krieg zu führen verstünden, da doch ibr Schlachtfeld die Gesammlheic des Landes umfassen füllte, 6g. Eine Menge deutscher Prinzen wünschten feine Adjutanten zu werden. Sic drangen in die Tuilcrien ein. Eben so war es auch mit Italienern, Spaniern und Portugiesen. Unter seiner Negierung war Paris die Koni- gin der Nationen und die Franzosen das erste Volk der Welt, 71. Die Demokrarie hat Gefühle, man kam, sie rühren. Tie Aristokratie bleibt immer kalt und verzeiht nie, 72. Man konnte die Republik lind die Monarchie aufrecht erhalten und bekämpfen. Anarchie ist die äußeiste Gränze der Regierung mehrerer, Despotismus die, der Regierung eines einzigen, 72, Absoluten Despotismus gicbt cs nicht bei ihm, 75. Macht der Einheit und Con- centrarion, 7T Tractat von Amiens, ?4. „Wenn das englische Cabinet den Krieg nicht wieder angcfan- gen hätte, würde ich Wunder im Innern gethan haben, '' sagte Napoleon, 70. Schlug nach jedem großen Siege den Frieden vor- War nie Herr seiner Bewegungen und Handlungen. Verdrehte nickt die Begebenheiten nach seinem Systeme, sondern schmiegte sein System dem unvorhergesehenen Gewebe der Begebenheiten an, 7.0. Sein großer Gecanke war, der Verein gleicher geographischer Völker- Fühlte sich der Ehre werth, auf oie Nachwelt mit einem solchen Geleite überzn- gcbn, 76 Entfernte Unglücksfälle binderten allein die Unterwerfung Spaniens, 76. Hätte der Himmel ihn als deutschen Fürsten geboren werden lassen, so wurde er über Zo Millionen vereinte Deutsche geherrscht haben. Hätten sie ihn einmal erwählt und prociamirt gehabt, würde sie ihn nie wieder perlassen haben, 79. Beim russischen Krieg? haben bloße Zufälle dieses Reich gerettet, ko, Vcsak bei seiner Rückkehr von Elba nicht mehr daö frühere Vertrauen. Erhielt von da an nie ei. neu Vortheil, dem nicht unmittelbar ein Nachrheil gefolgt wäre, k-. Bei der großen Kri'is gedachte er der Bourbons, 8 c. Unglückliche Zufälle, welche die Thronentsagung von Fontaine- blaau herbeiführen, 85. Undank rings um ihn her. Hat kein übelwollendes Gefühl deshalb als er von Elba zuruck- kommt, 8s. Partheien, welche in den Unfällen von >8ro zu ergreifen waren, 38. Seine Thronentsagung, 90. Wollte den Tractat von' Fontainebleau nicht ratifizucn, >-o. Bedauerte es nach seiner Lage zu Saint Dizier daß er seiner Idee nicht gefolgt und nach Paris znructgekehrr sei, S-- Hätte sich nach dem Rheine wenden solle», 9 . Sonderbare Begebenheiten in der Nacht vom >0.. znm iZ.Apnl. Er wollte sich tödren, 9>. Seine Reise nach Elba, 91. Die Fremden kannten den Geist wohl, der in Frankreich herrschte. Anecdvte von einer atten Frau in Lyon Mißverständnis eines österreichischen Generals dabei, 94. Er erfährt dort den Vcrrath des Anführers der Armee von Lyon, 95 Sckifft sich auf einer englischen Fregatte ein, damit man nicht sa> gen soll, daß ein Franzose ihn deporttlt habe, 98. Tractat von Fontainebleau, yS. Declaration Ludwigs XVIU. roo. Brief des Lord Castlereagh in Bezug aus den Tractat von Fontainebleau, I0l. Er besaß de» Degen Friedrichs des Großen. Die Spanier brach- ten ihn den von Franz k. DicTür- ken und Porscr beschenkten ihn mit Waffe», die dem G nigis- Kan, Lameilan, Scham Nadir u. s. w uugehort haben sollen. Hatte eine Französin heirathen uolle». Das wäre sehr im na- ljo^.llru Sinne gewesen, Man hoffte, der Löwe werde cinschiefen. Halte Len Anschein, als ob er stets angreife nno mußte sich doch immer nur verthei- digen, - Sagte, daß große Knegs- tha'en nicht Werte des Anfalls wärni, sondern stets von Com- binationcn und Genie ablnngcn. Alerander. Cäsar, Hamilbal, Gustav, ivg- Keine wahre Armee konnte ohne Revolution in den Sitten und der Erziehung des Soldaten stakt sinden. Einzelnheiten, 112 . Project, beim allgemeinen Frie- den jede Macht zu einer Reduktion der stehenden Armee zn veranlassen, r-z. Uiber die Nahrung des Soldaten, Ii5. Conscription, nZ. Prozesse, n4. Geistliche, n5. In i-t Jahren und 5 Monaten sind 6 ,,3, Berathungen im Scaatsrathe vorgcwesen, >>6. Vergleicht Frau von Stael zugleich mit Armide und Clvrin- de. Wird von ibr zugleich mit Sci- pio und Lankred verglichen, e-g. Hat in S Tagen Zmal das Schicksal Franc, eichs und der Weck seinen Combinationen entschlüpfen sehn, -27. Ehrenvolle Wvr'e über seine Minister und Staalsrathe, 128. Sagte, daß er einen seiner Generale auferzogcn habe, wie ein Vater nur seinen Sohn erziehen konnte. Rührende Umstande dabei, 129, Anecdvte bei dem Vater dieses Generals, dieMvliere's sehr würdig ist, 100. Sitten der Hauptstadt. Entartung. Hatte versucht einige dieser Schlechtigkeiten zu unterdrücken, I.io. Hatte das m-skirte Spiel untersagt löo. Verschwörung eines Herrn von Rochesaucaull, >l>>. Xl. Wird von allen die zu seinem nähern Dienste znzelasscn wurden «ngedelet, i. Sein moralisches Uibergewicht über die Geister. An.cdoten, 5. Sein Wohlwollen bei seine« Rückkehr von Elba, Ein Präfect der dem Minister das Monseigneur nicht geben will. Anecdote, b. Capitulatio» von Vincennes, 6. Der schönste mi litairischeBrief 6. Hat 6-, Schlachten geliefert. Cäsar nur Lo, 6. Verschleime Reden, 6. Gleichheit vor dem Rechte war einer der großen Characcerzuge von ihm. 7. DaS Verdienst war in seinen Augen nur Eins, 7. Militairische Anreden, 8. Das Herz eines Staatsmanns muh in seinem Kopfe seyn, 9. Unser physisches Vermögen wird durch unsre Gefahren oder Bedürfnisse gestärkt, 9. Sorge für die Haut, 10. Sagt, daß man seine kranke Seele pflegen muffe, als ob's ein Arm oder Bein sei, n. Seinen großen Aweck als er einen Adel schuf, verstand niemand, 11. Die ächten Wahrheiten sind für die Ge,michre iehr schwer zu erhalten. Könnte, wie er sagte, keine Bekenntnisse wie Jean Jacgnes schreiben. Die verjckied- 'neu Beweggründe d:e man saück- Ii9wi weise seinen meisten Handlungen uiitcrlegrn wird. 'Sonderbare Eiiizelnbeiren Die Intriganten mit schlechtem Sinne und selbst seine brave» Minder werden ratsche Aufschlüsse geben. Warum? Alle werden behaupten, daß sie es genau >. nßtin- Glücklicherweise werden es deren In.chrerc und unter einander verschieden senn, 12 Verschwörung von Georges, Moreau n. s. w. >>. Verzeiht einer großen Menge Verschwvrncr, 19. Sache beS Herzogs von 'En- ghien. Vielfache und merkwürdige Änzclnheiten u- s. w. >9. Abschiedsbricf an den Grasen Las Cafes, 2-. Lächerlicher Jrrthum über ihn, ri?- Sein Name wird in den Städten wie in der Wüste verehrt, 182. XIl. 177. ' Narbonne. (.Herzog von) IV. Der Kaiser sagte von ilnir, daß er der einzige sei, der den Tirol eines Gesandten verdient habe- Napoleon liebte ihn sehr und bedauerte ihn herzlich, 4i. Durch einen sonderbaren Umstand trug sein Tractat dazu bei Napoleon in's Unglück zu stürzen, ^2. Neck er, (Herr von) in. bezeugt dem erste» Consnl sein Verlangen, wieder in's Ministerium zu treten. Schreibt, daß F'anlrcich weder Republik noch Monarchie senn könne. Napoleon läßt ihn durch den Consnl Lebrün widerlegen. -3. N e v. (Marschall) II. Ansicht des Kaisers von ihm, Ls Untersuchung seines Prozesses, 90. .Hatte Paris ganz dem Könige überlassen, g>. Parallele mit Tnrenne, y>. UI. Worte des Kaisers über dessen Prozeß, n5. XI. Wvne des Kaisers, iu. Occidentalcn und Orientalen. Napoleon bringt alle Volker unter diese beiden Clas- sen. Ihre Verschiedenheit. Ein- zclnlniren, >2,. Ochsen. VI. Statistik der von St. Helena. Ohne Befehl des Gouverneurs darf keiner getestet werden, Sg. Die Einwohner bezahlen jedes Pfund zu einem ungeheuren Presse.— Ca- lembonrg des Kaisers über diesen Gegenstand, 5?. O'Mcara. (Arzt des Kaisers ans St- Helena) V. Erklärung die ihm d»r Kaiser abfsdert. Dessen freie und ehrliche Aul- wort, 8. IX. Prozeß, den ihm Sir Hudson Lowe jetzt macht. Uibcr dcss'ii Werk über St- Helena, dessen Glück in England nnd Uibcreinstimmung mit dem Tageduche, 100. Oesterreich. (Macht) IV. Der Kaiser nennt cs einen Fehler, daß er es nicht in mehrere Kronen zerstückelt habe. - Insinuationen eines Prinzen dies.S Hauses. — Die Vermählung mit Marie Louise gereichte Nap.ckon zum Verderben, 5a. IX. Fehler seiner Politik. Es lies nck böslicher Weise von vornen von einem Colosse umfasse», alS er nicht mehr zmückziehen konnte, indem er im Rücken nnd auf der Seite nur Abgründe hatte, Oesterreich er. III. In der Schlackt bei Marengo hielten sie sich am besten, 20. Paoli. I. Dessen Aeußerung über den junge» Napoleon, 78. v. uiber Napoleon, >4,. Sein Tod. — Bedauern Napoleons, daß cr ihn nicht nach Frankreich zntückkehrcn lassen, 83. Paris. Ilss. Der Kaiser wollte daraus die Hauptstadt der ganzen Welt machen, 97. V. Er sagt, man finde nirgends mehr Geschmack und mehr Geist, R>. VII. Der Kaiser wollte daraus die Hauptstadt Curopsss, etwas fabelhaftes, colossales. bis jetzt „och nie gesehenes, schaffe», 86. P a tra u l t. (Minoritten-Prie- ster) I. Professor zn Brienne, 72. Frau von Lomeme vertraut ihm sterbend ihre beiden Töchter. — Cr mißbraucht dieses Vertrauen dazu, daß er sie an zwei Bauern, seine Neffen verheirathen will. Napoleon hindert es. Die eine derselben ist die schöne Frau von Caruso, Herzogin von Vicenza, 72. Napoleon empfängt ihn bei der Armee von Italien. — Er macht sein Gluck, 78. Kömmt durch wucherische Specnlationen wiederum in traurige Umstände, 7Z. Paul der ite. (Kaiser von Rußland) VlI. Seine Wnth bei der Unrcchklichkcit des englischen Ministem, <>3. Dessen Unwille, als die Engländer es läugnen, ihm Malta versprochen zn haben — durchsticht die Depesche des englischen Ministers mit dem Degen, 98. Da die Engländer sich weigern bei Auswechslung der Kiiegsgesangm'n, darunter auch die in Holland gefangenen Russin zu rechnen, welche in ihrem Dienst standen, so benutzt Napoleon diesen Umstand, laßt sie neu kleiden und schickt sie an Paul zurück^ der ihm von diesem Augenblicke an ganz ergeben ist. — Man will behaupten, daß di-'sis Wohlwollen traurige Folgen sur ihn gehabt habe, -18. er schrieb oft an den Ersten Con- sul. '«4. X. Mittel, welche der Erste Consnl anwendete, das .Herz und die politische Meinung dieses Fürsten für sich zu gewinnen — seine Briefe an den Ersten Consnl, 70. Pauli ne. (Herzogin von Borghese) tll. Die Künstler machten allzusammr eine medi- ceische Venns aus ihr. — Sie batte ans der Insel Elba das Gebeimniß der Abreise dem General Dronst entrissen. — Sie hatte zn Nizza einen Postwagen eingerichtet, der täglich mir neue» Moden von Paris ankam, 107. X. Der Kaiser sagt sie sei die schönste Fran ihrer Zeit gewesen — und bleibe das beste Geschöpf das auf Erden lebe, 44. Persien. IV. Der Kaiser wollte sich dessen bedienen, um Rußland zu beunruhigen, 60. Askar-Kau. — Seine Gesandtschaft nach Paris — einzelne Umstände, hi. Anccdoten, 62. Pestkranke zn Jaffa. I. eine durch ganz Europa verbreitete Vcrläumdung — englische Meinung hiervon — die Meinung des Grasen Bertrand — Des Kaisers eigne Erzählung, 1 iö. Philippeaur. I. Die Türken haben ihn die Rettung von Saint - Jean - d' Acre zn verdanken- Sonderbares Ausammen- treffen desselben mit Napoleon und dem Grafen Las Cafes, 127. Phpsionomie. V. Aenßc- riiiig dcS Kaisers über mehrere Phyliouomien — Die Tvgerkatze — Das Elstcrauge rc. 7g. Pichegru. (General) 1. Stu- benkommandant Napoleons und sein Repetitor der Mathematik in der Schule zn Brienne, 71. Seine Herkunft, 71. Er nimmt Dienste bei der Artillerie, 72. Seine Meinung über den General der Armee von Italien, 78. V. Seine Verlmftung- Schändlichkeit dessen, der ihn anslicsert, 88. VII. Opfert seine Soldaten auf, um die Operationen des Feindes zu erleichtern, riö. Seine Verrätberei war Morcan drei Monate früher bekannt, n6. XI. Seine Verschwörung, i5. Er nimmt si'cb im Gefängniß das Leben, weil er an der Begnadigung des Ersten ConsnlS verzweifelt, oder sic verschmäht, >6. Picmonteser. VII. Der Kaiser sagt, daß er eine besondere Vorliebe zu ihnen hege. Die Picmvnteser mögen nicht 17 - gern einen kleinem Staat angehören, 33 . Piontkowsk y. (Pole) II. Seine Ankunft auf St. Helena, 129. Pitt. VI. War Schuld an der Heftigkeit, womit sich England der französischen Nevolu- tjon widcrseßte. — Er riß den König mit fort, >iZ. Der erste Krankheits-Anfall des Königs begründete seinen Ruf, nt. Sein schlechtes Benehmen gegen den König. Er drohte ihm oft, daß er sich znrückziehen wolle, ii6. Enaland seufzt jetzt unter der Last der Moel die er über selbiges gebracht hat. Er hat zuerst bei dem englischen Ministen» das System der Arglist und der Heuchelei, zuerst in England die großen stehenden Heere, die Polizei, das heimliche Angeben Las Auflauren und Demoralisinma aller Art cinge- sührt, was seine Nachfolger so sehr vervvllkommt haben, 1,7. VIII. Der Kaiser sagte, daß bei ihm der Geist das Herz ansqe- trocknet, anstatt daß bei For da6 Herz den Geist erwärmt habe, 119, X. Seine Bill in Betreff der indischen Compagnie 52 . Er batte das Loos der Volker in seinen Händen — hat jedoch hiervon schlechten Gebrauch gemacht — Sein Name ist wie der Name des yerostratns durch Fenerbrände, mit Verwünschungen und Thronen in die Geschickte eingezeichnct. Man wird dereinst von ibm, wie von dem Genius des Bösen sprechen, öl. Pius der VIIte. l. Setzt den heiligen Napoleonstag ans den rü. August — dem Tage, da das Concordat abgeschlossen wurde, fest, 71. II. Der Kaiser hatte seine Aufhebung zu Nom nicht anbefohlen und eben so wenig seine Fortschaffung nach Frankreich, 86. V. Et war Napoleon nickt abgeneigt; rechnete ihm seine Fortbrinaung nach Frankreich nicht zu. Dessen Aeu- ßerung an Lncian bei der Rückkehr von der Znstl Elba, ly. VI. Der Kaiser hielt ihn für einen würoigcn und frommen Mann, 22. viil. Er wünschte von dem Kaiser, als Preiß seines Hiutommens nach Frankreich und der durch ihn vollzogenen Krönung, die Erklärung zu erholten, wodurch Ludewig der XIV. die bekannten die Freiheit der Gallikauischcn Kirche begründenden Artikel vom Jahre 1682 mißbilligte, >i. Nur durch die Kraft seiner persönlichen Uibcrredung fetzte Napoleon bei ihm das berühmte Concordat von Fontainebleau durch — Er harte solches kaum unterzeichnet, als es ihn auch schon reuete, 12. — Der Kaiser nannte ihn ei» Lamm, einen sehr guten Mann, den er Überaus liebte und hoch schätzte, i 3 . Seine veränderte Gesinnung, > 4 . Ursachen seiner letzten Reise nach Frankreich, > 4 . P lanat. (Ordonanz - Offizier) ill. Der Kaiser bedauerte seinen Verlust, 2. Plünderungen der Armeen., VI. Napoleon hat solche selbst nur zu Paria auf 2l Stunden gestattet und schon nock 3 Stunden aufhören lassen, ,27.— hat viel über das Plündern nachgedacht — er war oft in den Fall gekommen, die Soldaten damit zu bclobuen — Durch das Plündern kann eine ganze Armee in Unordnung gebracht und gänzlich verdorben werden. Es ist gegen die französischen Sitten. Viele französische Soldaten wendeten die letzten Momente der Plünderung dazu an, das Ulbcl, was sie zu Anfang derselben gestiftet hatten, wieder gut zu machen, 127. Polizei. II. Des Kaisers Grundsätze darüber, r»8. Was er that, um sie in den Angen der Völker zu heben, >08. Die Polizei bei den Briefposten, ,»9. Pvlyga m i e. V!. Aenßerung des Kaisers darüber, ig. PoniatowSki. (Fürst) XI. Der Kaiser sagt, er sei der wahre König von Pole» gewesen, habe alle Ansprüche und alle Talente dazu in sich vereint, I. Portalls. e Staatsracy) 11. Die Ungnade, in welche er im Scaatsraty verfiel, --S, V Der Kaiser wirft sich die Scene vor, die er ihm im Staarsrath gemacht harte, 6g. Pozzo bi Borgo- (Russischer Gesandter) IV. Meinung des Kai>ers von ihm. — Er war es, wie man sagt, der im Jahre > 8,4 dem Kurier Aieran- der rieth, auf PacrS los zu gehen, >7. Pradt. (Abbs von) ir. Dessen Schilderung Napoleons in seiner Reise nach Warschau, >c>>. Widerlegung. 102. Vertheidigt Napoleon gegen den ihn» von de» hohen Alliirten beigelegten Nanren eines Repräsentanten der Revolution, i- 3 . >V. Der Kaiser geht sein Werk über die Gesandtschaft nach Warschau durch und beschrankt es auf die erste und l hte Seite desselben, 62. — Er stricht von dein doofe des Kaisers in Dresden, 54 '. Presse. (Freiheit der) VI. Der Kaiser sagt, daß deren Untersagung in einem repräsentativen Staate ein auffallender Anachronismus, eine wahre Tollheit sei — Er bewilligt dieselbe, nach der Rückkehr von der Insel Elba in ihrem ganzen Umfange — Treffende Bemerkung über diesen Gegenstand im Staateralhe, 52 . Preußen. (König von: VI. Konnte es Napoleon nie vergeben, dgß er zu Tilsit seine Abschieds-Bissre -um 24 Stunden verschoben hatte — Er macht ihm den Vorwurf zu Anspach sein Gebiet verletzt zu haben, 68 . Preußen. (Königin von) II. Gerücht in den Pariser Salons bei dem Tilsiter Frieden, >»7. VI, Wäre sie bei dem Beginn der Tilsiter Verhandlungen gegenwärtig gewesen, so hätte sie wohl Einfluß darauf haben können — Tue Muhe, wclLe sie sich bei Napoleon gab, 6:,. Mag- dcbuig war der Gegenstand ihrer Wünsche, 66. Galanterie Napoleons — eine Rose, 66. Verlegenheit Napoleons, aus der er sich nicht anders zu retten weiß, als daß er schnell abschließt, ohne daß die Königin ein Wort davon weiß, worüber die letztere dann ganz trostlos ist, 66. Schilderung derselben, 67. Preußen. Ill, Aenßerung des Kaisers über die Preußische Armee, 2u. Pnysegur. VII. Der Kaiser nimmt ihn bei einer seiner hf- sentltchen Audienzen auf's Korn; Widerlegung des Magnetismus und des Somnambulismus, 58 . Racine. III. Der Kaiser war entzückt und ergötzt durch denselben, 79. Dessen Kritik des Britanniens, >Li X, Der Kaiser tadelt die Fadheit, die immerwährende Liebe und den süßlichen Ton, den er in seine Meistenvercke gebracht habe — ein Fehler, welcher der damals herrschenden Sitte zugrschrieben werden muß, Der Plan zu dem Feldzuge des Millmdar ist schon erzählt, aber als Pian nur Unsinn, ,,y. , Rasta dt. (Rückkehr von) V. ein Kapitel des von dem Kaiser dictirten Feldzugs in Italic», 1S8. Recamier. (Madam) m. Ursachen ibrer Abneigung gegen de» Ersten Consul, 82. Xl Sie hat das seltne Privsieginm ihren guten Ruf unbefleckt durch die böse Zeit hindnrchznbnngen — Ein Prinz von Preußen empfindet eine große LciSeiiftbafc für sie — er will sich mit ilir vermählen — Sie schlägt diese Erhebung ans — Das Tableau der Corinna von Gerard ist für sie bestimmt, >>8. Regent. VUi. Aeußerung über ihn Und Ludwig den XIV. 76. R e g n a u d de St. I . . . d'A- (Madame) X. Aeußc- lung des Kaisers, L7. Religion. VI. religiöse Ansichten des Kaisers, 20. Revolution. VIII. Napoleon sagt, daß in der Gesellschaft keine Revolution ohne Schrecken sei — daß sie nur durch die Zeit und ihre Folgen legitim werden könne, 107. daß sie stets eineö der größten Uibel sei, was der Himniel über die Erve bringe - die französische sei ein moralischer Ausbruch und eben w unvermeidlich als die physischen gewcien, -M Napoleon sagte, cS sei sehr schwer gewesen, die französische in der Geburt zu eruicken, »»?. X. Sie bat die Widcrgeburt der französischen Sitten herbeige fuhrt, New bell- (Director) IV. Der Kaiser schildert denselben, Nivoli. (Schlacht bei) ein Kapitel des von dem Kaiser diktieren Feldzugs in Italien, 100. Robe Spier re. II. Ideen des Kaisers über ihn — er ist der wahre Sündcnbock der Revolution, 57. Was Camdaceres von chm sagte, SL. Nobespierre. der jüngere- I. Sein Enthusiasmus für Napoleon. Will Napoleon bereden, ibm bei der Krise des Thermidor nach Paris zu folgen — Wie würde jetzt alles anders stehen, wenn er sich nicht beharrlich geweigert hatte, 92, II. Lg. Nochesvucau lt. (MUe. de la) V. Der Kaiser hatte einen Augenblick die Absicht, sie Ferdinand dem Vii., König von Spanien, zur Gemahlin zu geben, > 5 . R 0 m. 1 ll. Napoleon hatte sich vvrgenvmmeii, es von seinem Schutte zu reinigen und dessen Schönheit wieder herzustellen, >20. Roguclaure. (Erzbischofs) VII. Acußerung des Kaisers über l ihn, öi. > Rousseau. (I-J) II. Meinung des Kaisers von der neuen Heloise, 87. R u sse n. III. Amißeruug des Is Kaisers über die russische Armee, >! 2o. !> Rußland. IV. Nähere An- gaben über die Entstehung des Krieges mit dieser Macht, öS. - Napoleon fragt, ob Peter der i Große auch gut daran gecbaii ! habe Petersburg als Hauptstadt ^ zu gründen — Ursachen — 4-. - X, Napoleon sagt, der Kneg ' gegen Rußland >ei sehr sinnig i und von dem größten Interesse für die Ruhe und Siche»Hit aller gewestn, 2. — Iustruclionen in Beziehung auf den Krieg gegen Rußlaiid, z. Politische Situation desselben — Leichrigkeit eimr Unternehmung gegen Indien und China, 4 »,. Wundervolle Lage dem übrigen Europa gegenüber, da cs auf dem Pole ruht und sich an das ewige EiS lehnt. — Cs ist nur drei Monate im Jahre angreifbar und bietet de» Angrciftnden nichts als den Mangel, die Leiden, die Entbehrungen einer Wüste, in welcher die Statur erstorben oder erstarrt ist — indessen die Völker desselben mir Lust und Freude nach unserm wonnigen Mittagsländern kommen, -»9. Dev Antens der Mythe, den man mcht besiegen kann, außer wenn man ihn in den Armen erstickt- Sobald ein Czaar kömmt der Haare auf den Minen hat, so ist ganz Europa sein, Sv. S a ch s e n, (Feldzug in) Vlil. Napoleon sagt, cs sei dieser Feldzug der Triumph der ange- bornen Lavserkeir der französischen Jngcnd, der Jntrignc und Hincerlist der englischen Diplo- ! matie; des Geistes der Russen; ! der Unverschämtheir des Oester- ^ reichlichen Cabinets, 79. Nähe- > re Angabe von diesem Feldzuge/ ! — « 5 . Widrige Ereignisse, Treulosigkeit, Sachsen (König von) VIkk. Der Kaiser sagt, er sei ilnn bis aufsLenßerste treu geblieben, So. Sächsische'Trnppen VUI, Der Kaiser lagt, das, die Kriegs- geschichre sich nie vo,s der Handlung der Sachsen reinigen'wer. de, welche sich gegen die Franzosen kehrten um sie zn würgen, kaxoiniee hrißt jetzt bei den Soldaten, wenn eine Truppe sich gegen die andere wendet um sie zu morden, Si. Sankt Domingo (Insel) VI. Napoleon wollte nach »einer Ruckt, hr von Elba sich mir den Negern vergleichen — Er batte ihre Unabhängigkeit anerkannt — macbt sich Vorwürfe über die Unternehmung gegen diese Insel — erhärte sie lieber durchTom- saiv.t regieren sollen, 4,. Man konnte es ohne allen Zweifel mit Gewalt unterwerfen; aber es kam hier nicht auf eine Eroberung sondern auf die Folgen für den Handel und die höhere Politik an; und diese konnten dabei nur ungünstig scpn, n 5 . ix. Bekannte Anleihe — Nähere Angabe, 5 ?. Sankt Helena. I- Man erblickt dasselbe den raten Octob- i§i,>, 100. Cs erscheint von Felsen uniss Kanonen. strotzend — man wirkt Anker, - 4 o. 1 l Beschreibung, r. — Cnltur, Gesetzgebung, Bevölkerung, > 54 , Ulk, Dessen von dem Kauer ausgesprochenes Lob — hat wenige Resourccn — die Gefangenen, sagt man, hungern cs auS, 6r. Saint- Vincent (Lord) V. Des Kaisers Wort für ihn, 27. Santi»! (Zimmerhüter des Kaisers) VII 'Will den Gouverneur und dann sich selbst umbringcn Der Kaiser kann ihn nur mit Hülfe seiner kaiserlichen und oberpnesterlicken Autorität, wie er sagt, daran verhindern, 47. Xil. Dessen Schicksale nach seiner Rückkehr nach Europa, um S—n (General) VIII. A,»s- serung des Kaisers über fc.ii Werk — War auS dem Lager vor Boulogue desertier und hatte alle Geheimnisse Nusvieons den Engländern zugetragen — Alach der Rückkehr von Elba schrieb er an den Kaiser und bot ihm seine Diente an,; er wurde arretiit und harre erschossen werden sollen, 2Z. Savarr (Herzog v Reggio) I Wird auf benBellerophvn wegen derSicherheitsbriefc geschickt, 6. Kann dem Kaiser nicht nach St. Heccna folgen, 52 . SchclckSI. Ihre Ehrfurcht vor Napoleon, 17. Besäume theologische Entscheidung zu Gunsten der französischen Armee 127. Segnr (Graf von IN. Hat dem Kaiser das Aueibieceu thun lassen; daß er ihm nach St Helena folgen wolle, i 56 . VN. Gespräch d.s Kaisers, 76. Beweise die er von den großen Ei- g.nfchaften der Seele und des Herzens Napoleons giebt, 77. Amedoten über eine Verlegenheit der Könige, 77. Selim der Ulte (türkischer Kaiser) VN. Der Kaiser scbrub ihm eines Tages — Ant- ,wort, gm Senat il. Meinung Napoleons - er nennt dessn Benehmen nntadelbaft, nur die letzten Momente schändlich und verbrecherisch, 27. Seneka. X. Der Chor seines Trauerspiels Medea lagt ganz deutlich tue Entdeckung Amerikas voraus, 60. September (der äte und 5 te im Jahr mgr.) Vikl Mehr ei» Akt des Fauatismvs als schändliche Besinnt — merkwürdige Aeußernug, 107. Särent (Frau von V. Wird, ohne,es zu wissen, durch Mber« — » 7 " listnng ihres Mannes Dame du Palais — Ursawen ihrer Abneigung -- der Kaiser licdce sie sehr, /c>. Scrrurier (Marstball) II. Schilderung desselben, 5 ». Sevignä ssFrou von) IN. Bemerkungen drs Kaisers, >6. VIll. Ihre Briefe; Meinung Napoleons, uz- Sidney Smith (Engli'cher Csminobsre) I. Der General -er Armee vor Egypten sagt in einem Dazesveieyle, er sei närrisch geworden — Seine Wuth — Schier ei» Kartei, >ig vii>. Der Kaiser sagt,'' er sei keineswegs ein böser Mensch — er veranlaßte Napoleons Abreise aus Egvpten nach Frankreich, 72. Sidmouth schickt, c2s. D- ss n Meinung von der wahrscheinlichen Dauer der Coinulswüroe, 12 . Soldat IV. Einfall eines englischen Soldaten, Zg. Witz eines französischen. 40. Sommerset (Lord Charles) Xi. Gouverneur des Voraebir- ges der guten Hoffnung — Schilderung desselben, »43. Svult (Mai schall) HI. Aeus- sernng des Kaisers, welcher glaubte, daß er vor Gericht gestellt worden sei. Sagt, er hatte, ob er gleich unschuldig sei, leicht verurtbeilt werden können, ,29. v. Der Kaiser äußert, daß sein Feldzug im Süden v»n Frankreich sehr schön' sei. Gespräch des Kaisers mir desstm Gemahlur in Or smn, 2,. vui. Der Kaiser sagc, er se: ein vortrefflicher ürdoanatenr, ein guter Kriegs»rimster, W. Sta«l (Frau von) m. Des Ka sers rlrtheil über .vre Delphine — Ihr zuoork'niiueuxs Betragen gegen den jrmg-m General der italiäulshen Arm x — Ihre Briefe — Ättvcdo.erl, >ö. Vill Sie hat sich !!> der L-irin- ne sehr gut geschildert, 2. Der Kaiser ,st uagN'alten aas iie, weil sie i» ihrem Romane öle Franzosen herabgesetzt bat, 2. Sie ist leidenschaftlich - Brief der bei der Pxjzft gelesen worden ist, Z. S.e w.rd erilirt, 4. Sie kämpfte mit der einen Hand und bat mit der ander» — Der erste Consnl läßt ihr sage», sie möchte in der gan-rn Welt ihre He denthaten verrichten, nur in Paris nicht, das ihr verboten lunbe. Unter dem Kaiserrhmn will sie gern Dame on Palais werden, ». IX Ihre Wohnung ist ein wahres AenvchaW g g » Naoolcoir; sie beschädigt sich, ihm Feinde anfturegen und kämpft selbst gegen ihn - Sie jt Araii- de und Ciorinde zugleich, ,rr. X. Lärrgnet mehrere grobe Beleidigungen, die mm ibr gegen Navolevn in den Mund g legt hat. Sie hatte zur Ieit ihres Enthusiasmus kür ibn, selbiaen zugleich mit Seipio und mit Tancred verglichen, ma. St assart (Baron) X. wird von Napoleon beauftragt, auf den Congreß zn Wien zu gehen und dort den Frieden zu unterhandeln. 82. Steingel (General) in. Sein Tod — Schilderung desselben, La. Stnarte ^Abkömmlinge der) VI. Der Kaiser sagte: hätte es einen gegeben, der durch s ine Kenntnisse auf der hoben Stufe unftrS Iabrbrmderts sich befunden, s» hätte uns das Schau- 177 — spick der wicdergebornen Stuar- te uud der Widervergeltung an dem encarretcn Hause Brann- schwetg werden können, 12b. S. (Frau Baronin von) V. eine geborne Französin; Frau des österrnchischen Comnussairs auf St. Helena, 7°. Suchet (Marschall, Herzog vonAlbufera) 11. Sein Geist und sein Character hatten sich auf wundervolle Weise gestärkt, so. Suffren (der Vailli von) X. Dessen Schilderung, 06. Anecdo- le, 57. Seine Erpedition in Indien, 07. Hätte er ins aus unsre Zeiten gelebt, so wurde der Kaiser den franzo,>schen Nelson aus ihm gemacht haben, 57. Tagebnck (von St. Helena) III. Dessen Geist, 72- Tagliament 0 (Schlacht am) V. Eines der von den Kaiser dictirten Kapitel des Feldzugs in Italien, g4. Talle»rand (Fürst von Be- nevent) kl. Findet die Vermäb- lung mit Marie Louise angemessen, 89. Seine Unruhe bei dem Cvngreß, als er die Landung bei Cannes erfährt — er ist der Verfasser der Erklärung vom >Sten März, 46. - Versteht sich mit Fouchs, um sich gegenseitig ihre Eristenz zu sichern, 46. — war im Jahre i8»4 für die Regentschaft, 46. IV. Aeußerung Napoleons; Anecdoten, 20. VIII. Hatte den Kaiser nach der Rückkehr von Leipzig sehr angerrieben, Flieden zu machen Er tadelt die Rede des Kaisers an den Scnäi; heißt die an das gesetzgebende Corps dagegen gut. Er sagte Napoleon unaufhörlich er habe Unrecht auf die Energie der Nation zu zählen, sie werde die seinige nicht unterstützen, sondern ihn im Stiche lassen, 1. Talma III Der Kaiser liebte ihn sehr - schätzte sein großes Talent; hatte ihn bei weh- reren seiner Rollen getadelt, 8>. IX. Der Kaiser hatte ihm das L. LaseS Lageb. »2. Ddchn. Kreuz der Ehrenlegion geben wollen, gS. Lascher. (Mlle. de, Herzogin von Ltremberg) II. wird von F.rdiuand dem VII. zur Gemahlin b.gehrt — Der Kaiser wollte sie zu der Gouvernante der Niederlande machen, 4i. Taufe unter der Linie I. Feierlichleit bei dem Passiren der Linie — Höflichkeit des Admirals gegen die Gefangenen, 112. Lhurreau. (Repräsentant des Volks) I. Trägt dazu bei, daß man bei dem Vendemiaire den Blick auf Napoleon wirft, g5. Tilsit. Vl. Geschichte der dorrigen Confercnzen. Nähere Angaben. Anecdoten rc. 60. Tobias, (indischer Sklave) II. Seine Geschichte. Characte- ristische Bemerkungen des Kaisers, ?5. Toussaint - Louverture VI. war nicht ohne Verdienst; aber man konnte ihm nicht trauen, 42. Trauerspiel- (Griechisches) IX. Der Kaiser- hatte befohlen, eine Darstellung desselben in seiner eigenthümlichen Beschaffenheit auf dem Hoftheatcr zu veranstalten, i46. X. Er wollte es eben so auf dem Theater in St. Cloud geben lassen — i» welcher Absicht, 65. Trauerspiel, (modernes) Ili. Der Kaiser nennt Hector ein Haupt-Quartier-Stück und versichert, man gehe mit mehr Lust gegen den Feind, wenn man es gehört habe, 8s. Verwirft dse Etats de Blois als ein schlechtes und schädliches Stück, 3u. Tribunat. II. Dessen Abschaffung, 27. Trvnchet. (Staatsrath) V. einer der vornehmsten Autoren r» — ry8 des bürgerlichen Gesetzbuchs — vertheidigte seine Meinungen schleckt im Staatsrathc; — Napoleon nahm sich seiner an unv znachlc sie geltend, 2S. Lronguet. (Vice-Admiral) V. Der Kaiser hatte sich, wegen des oon ihm beobachteten Benehmens zurückgezogen, 2g. Tu renne. II. Vergleich seines Verhaltens im Jahre 1649 mit Ney's Benehmen,->>. VIU. Der Kaiser sagte, daß dessen Kühnheit mit den Jahren und seiner Erfahrung zngenommcn habe« 6g. X. Er harte sich nur mühsam und durch angestrengtes Studium zu einem guten Krieger gebildet, m. Türkei. IV. Der Kaiser hatte sich mit Rußland darein tbeilen können; Constantinopcl allein har sic gerettet — Napoleon sagt, daß wer diese Stadt besitze, die Well beherrschen könne — er wollte sich der Türken bedienen, um Rußland zu beunruhigen, 60. Uibersicht- HI. Der ersten y Monnate, i 4 i. VI. Der Monate April. Mai und Juni, l44. Universität. VI. Napoleon beklagt sich, daß man seine schönsten Entwürfe vereitelt habe. - Aergerte sich, wie schlecht seine Idee» in Beziehung auf Universitäten ausgesührt wurden, 8b. Vakence- (General) m war immer volketlmmlich, sagte der Kaiser auf St- Helena, iS?. Vendcmiaire. (der ibte) Ni. Eines der von dem Kaiser über den Feldzug in Italien bictirreu Kapitel, So. Vcnediq ( Gefecht bei) V. Eins der von dem Kaiser über den Feldzug in Italien dictirten Kapitel, >0A. Versailles. Vil. Der Kaiser sagt, die Anlegung von Versailles sei ein Fehler, den Lnde- wig der Xl V. begangen habe, «8. Napoleon machte sich zum Vorwurf, so viel darauf verwendet zu haben, ,88. Es war einer seiner Traume bei dem riesenhaften Entwürfe für Paris, Versailles zu benutzen und daraus eine Art von Vorstadt für > die große Residenz zu macken — Die Nymphen der dortigen Schattcngänge. hätte er dann ° mit Panoramen aller der Hauptstädte vertauscht, wo die Frau- i zosen als Sieger eingezogen wä- ^ reu, und der berühmten schlachten , welche ihre Waffen verherrlicht hätten, go. Villele. (von) III. Dessen Bebaupcung in Betreff der Fortschritte des Ackerbaues unter dem Kaiserthum, -SS. Villcncuve. (Vice - Admiral) V. Wenn er bei dem Kap Finisterre sich kräftiger geschlagen hätte, würde die Landung in England ausführbar gewest» seyn, 5 o. V 0 isins. (von, Bischofs von Nantes) VIII. Der Kaiser sagt, daß er sich wahrhaft catholisch durch die Weisheit seiner Lehren, seine ausgezeichnete Moralität und seine aufgeklärte Toleranz erwiesen habe. — Dessen Antwort an Marie Louise, die ihn in Betreff der Pflicht Freitags zu fasten um Rath fragte, in. llibcr eine öffentliche Com- mnnion zn Ostern, 1». Er war eine der kräftigsten Stützen der Freiheiten der gallikanischen Kirche „Er war mein Orakel, meine Leuchte, sagte der Kaiser; er hatte mein blindes Vertrauen in allen Religionssachen", 10. Völker. II. Grundsätze des Kaisers über die Mittel sie glücklich zu machen, - r >. Voltaire. IV. Des Kaisers Kritik seines Trauerspiels Via- homct. Er fehlte bei der Anlage des Plans, indem er in die Intrigue verflocht, »ras nur der Meinung angehört, 46. V. Der Kaiser zergliedert Brutus, ?4. X. Die Erkennungs-Scene im Hedip ist vielleicht die schönste -es französischen Theaters, 6b. Vorgebirge der guten Hoffnung. XI. Beschreibung desselben, 126. Vorstadt St. Germain. II. Die Siege des Kaisers hatten sie cingeschläfcrt, bei seinem Unglück wacht sie wieder auf, üo. Ideen des Kaisers dieselbe betreffend, üi. V. Der Kaiser denkt nicht allzuungünstig von derselben; er bemerkt, die größten Verräther barten nicht aus derselben abgestammt, 78. Vll. Der Kaiser sagt, er habe seine Einrichtungen in Beziehung auf selbige schlecht getroffen — habe zu viel, oder zu wenig dabei gethan, iZ. VIII. Anekdoten, 27. Wagram. (Feldzug von) VII. Nähere Umstände denselben betreffend, , Wallis. (Prinz von) VI. Geschichtliches über den englischen Hof, H2. Jugend des Prinzen. Anecdoten, ng. Seine Verbindungen mit der Oppo- sitions-Parthei; seine Trennung von derselben, 20 Sein Privatleben, 120. Seine Ehe, »2->. Sein Hof, isi. Urtheil Napoleons, 124. Wallis. (Prinzessin von) Ihre Ehre — ihr Unglück; ibre Verfolgung, 12a. Liebe des Volks zu ihr, 120. Verläßt England in Folge irriger oder treuloser Rathschläge, -22. Waterloo. (Schlacht bei) VI. Aeußerung des Kaisers, 86. Die Engländer hielten den ganzen Tag über die Schlacht für verloren. Sie gestehen, daß sie, ohne Grouchis Fehler, es gewesen wäre, 128. Vlii. Bemerkungen über diese Schlacht, von Napoleon dictirt, 66. W. (Lord) X. Meinung Napoleons, Aeußerungen, nähere Angaben rc. 126. -Mir von Stae-l sagt von ihm, laß er außer der Schlacht nicht zmi Ideen habe. Die Pariser Salons hätten in gleicher Maare von ihm geurthcilt und dir französische Bevollmächtigte bei dem Kongreß zu Wien, bestätigte es ebenfalls, 127. Wcltgeistliche. X. Napoleon wollte ihnen eine große Wichtigkeit beilegen und sie sehr nützlich machen. Hakte die Absicht, daß sie neben ihrer theologischen Wissenschaften auch den Ackerbau, so wie die Anfangsgründe der Heil- und Rechtskunde erlernen sollten, n6. Whitworth. (Lord) VI. Sein Gespräch mit dem Ersten Consul — Falscher Bericht, den er hierüber in englischen Blättern gab. — Ausfall des Kaisers hierüber, S4. Wilks. ( Eolsnell - Gouverneur von St. Helena für die Indische Compagnie) II, Schilderung desselben, 161. 111. Merkwürdige Unterhaltung mit dem Kaiser, 1«. IV. Sein Abschiedsbesuch bei dem Kaiser, 67. Gespräch über Politik rc. S7. Wilson, (englischer General) I. Seine Werke gegen Napoleon- Widerlegung die der Graf La> Cafes geschrieben und dang wieder vernichtet bat — Warum? — Er ist der Befreier I?c» —- ron Savalette — Sr hatte einen Sahn der See-Cadet (sl)i.d- sdiuluaun' am Bord des Voed- humderland war — Miccdoren, reo. Würtemberg. (König von) VNI. Seine edle Gesinnung wahrend des Feldzugs in Sachsen — Sein Verfahren mii de» übergegangcucn Truppen, vo.