Druckschrift 
12 (1824)
Entstehung
Seite
96
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Dcr Vorzug der hiervor bisher der Prinzess»« Borghese zu Tbeilwurde, ist mir wohl bekannt; über er ging von Rom aus nichtauf alle die Glieder dcr Familie in Tcutschland über; der Wegcrfedcrt dann weit größere Umschweife, als derjenige, den ichvorzuschlagen die Ehre Harle. Welche Ansprüche und Rechte mirnun auch mein Herz geben möchte, mir die Theilnahme an diesemBülletm zu erbitten, so will ich doch gern gänzlich darauf verzich-ten und von mir dabei durchaus nicht weiter sprechen, weil ichweiß, daß eine solche Gunst bei denen, für welche ich sic erbitte,noch sehr an ihrem Wcrthe gewinnen würde, wenn sie, anstatterst durch meine Hände zu gehen, von Lord Bathurst direct käme.Jcv bitte also jetzt nochmals und im Namen der Gräfin Snrvil-liers (Prinzessin Joseph Vvnaparte), welche hier wohnhaft ist, ihrgütigst die nämlichen Nachrichten zukommen zu lassen, welche LordBathurst der Prinzessin Borghese in Rom regelmäßig zuscndet.Die Gräfin Snrvillierö wird es dann übernehmen, sie der ganzenFamilie in Teutschland mitzutheilcn.

Eben habe ich durch die Zeitungen die unerwartete Rückkehrdes General Gourgaud erfahren. Diese schmerzliche Verminderungdcr Umgebung Napoleons, diese neue Beraubung eines seinerDiener, geht mir sehr zu Herzen und dringt mich Sie zu bitten,bei Lord Bathurst anzusragcn, ob mir nicht erlaubt sepn möchte,in Begleitung meiner Familie nach St. Helena zurückzukehren.Sr. Herrlichkeit können sich durch meinen ganzen Briefwechsel mitSir Hudson Lowe überzeugen, daß ich dieses Verlangen, diesenWunsch, nicht aufgegcben habe, als ich die Cvlonie verlassen muß-te. Ich glaube nicht, daß cs nöthig wäre, zuvor die Genehmi-gung des Kaisers Napoleon hierüber ciuzuholen, indem ich mirschmeichle, daß seine Antwort keinem Zweifel unterliegt. Wenn csjedoch Lord Bathurst dennoch für nöthig erachten sollte, so würdeich nur Sr. Herrlichkeit inständigst bitten, die Anfrage selbst zuthnn. Dieselben werden bemerken, das; ich in meinem Briefenach Longwood diese Angelegenheit mit Stillschweigen übergangenhabe. Ein Zartgefühl, das Sr. Herrlichkeit gewiß nicht verkennenwerden, hat mich hierzu bewogen. Der traurige Gesundheits-An-stand, worin ich mich befinde, kann hierbei kein Hiudcrniß seyn;ich geize nach der Ehre, mein Grab zu den Füße» desjenigen zufinden, den ich so hoch verehre und dessen Pflege ich mit Freudenden letzten Hmich meines Lebens widmen möchte. Genehmigen Siedie Versicherung der vollkommensten Hochachtung u- s. w.

Der Graf von Las Eascs.