Druckschrift 
12 (1824)
Entstehung
Seite
80
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gebeten hätte, auch die von mir genannten Bücher und Flugschrif-ten zukommcn sollten. Man erbietet sich, selbige cinzukaufeu, überdie Abseudmig Aufsicht zu führen, und behält sich nur vor, mir von Acit :

zu Zeit den Betrag zuin Bchufc der Bezahlung auzuzeigcn. Man z

giebt mir ferner zu erkennen, daß wenn der Kaiser mir d ie Feld- l

zu ge in Italien anzuvertrauen wünschte, Sir H. Lowe angc- '

wiesen sei, selbige nach England «bgehen zu lassen, von wo aus ^

sic mir, in der von Longwovd aus anzugebenden Form, nach vor-hergenommencr nothweudigen Einsicht, überschickt werden würden.Endlich meldet man mir, daß meine mir auf der Themse weggenom- >

menen Papiere sogleich und uneröffnet zurückgeschickt worden wä- >

reu, mithin nur irgend ein widriger Umstand daran Schuld seynkönne, daß ich sie noch nicht erhalten hätte, was allerdings derFall ist.

Ich hoffe sonoch, daß Sie schon mit diesem Briefe zugleicheinige neu herausgckommene Sachen erhalten werden. Unglück-licherweise bin ich zu entfernt und nicht am rechte» Orte, um selbstausznwählen und das Neueste zu erlangen. Aber ich stehe im Be- !

griffe, deshalb nach London zu schreiben und denke wohl diese» i.

Uibelstand zu heben. Ich hoffe ferner mit eben dieser Gelegenheit l

noch eine Menge von Dingen an Sie abzusenden, an deuen Sie >

dort Mangel leiden, oder die Ihnen sonst angenehm, vielleicht !

selbst.für die Gesundheit des Kaisers von wesentlichem Nutzen i

scyn können. !

Ihre Majestät die Kaiserin Marie Louise befinden Sich im be-sten Wohlseyn und unausgesetzt zu Parma, und ihr Sohn war,nach einer Nachricht, die ich erst vor wenigen Tagen von jemand,der ihn auf einem Kinderballe gesehen hatte, schön wie der GottAmor. Ganz Wien ist entzückt von ihm — das sind die eignenWorte des Erzählers. Er tanzt leidenschaftlich und außerordent-lich gut.

Alle Brüder der Kaiserlichen Familie haben mir die größteZärtlichkeit, den herzlichsten Antheil bewiesen. Von allen Seitendrangen sie mit Anerbietungen in mich. Es wird mich sehr glück-lich machen, Ihnen regelmäßig in jedem Monate von denselbenNachricht zu geben. -

Der Prinz Jerome hat mir sagen lassen: Nur die Unmög-lichkeit könne dem Grenzen setzen, was er für mich zu thunbereit sei. Er hat den braven und tugendhaften Planst bei sichausgenommen, der, seit unserer Trennung von ihm auf dem Be-lerophon, in der größten Noth umbergetrieben wurde und inGefahr kam, unter freiem Himmel zu sterben. Die Prinzessin