Druckschrift 
12 (1824)
Entstehung
Seite
81
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Hortensia schnübt nur, daß sie sehr verfolgt worden sei, aberwenn die innige ehrfurchtsvolle Ergebenheit, welche ihr .Herz er-füllt, die Ursache ibrer Leiden wäre, dann würde sic darauf stolzsepn und sich glücklich preißeu..

So oft es meine Gesundheit nur gestattet, mache ich derPrinzessin Joseph meine Aufwartung. Sie lebt bei ihrer Kränk-lichkeit höchst eingezvgen und ist medrentheils bctllägrig. Wir spre-chen dann von St- Helena; unsere Gedanken überfliegen das Meerund wir sind in diesen Momenten recht glücklich. Ihre Tochtersind wunderschön und Ihr Gemahl befand sich nach sehr neuernNachrichten wohl- Er hat sich der beiden Domestiken des Kaisersangenommen, welche die englische Regierung an der häuslichenEinrichtung in Lougwood zu kürzen für gut fand-

Prinz Lucian giebt mir Kunde von dem Theile der Familie,der sich zu Nom befindet. Die Kaiserin Mutter, der Herr Kar-dinal Fesch, die Prinzessin Borghese und der Prinz Louis' sind sehrwohl und vereinigen ihre Wünsche und ihr Gebet für die Gesund-heit und die Erhaltung ihres hohe» Verwandten. Der Prinz Lu-rian lebt, wie er sagt, recht glücklich in Nom; er hat seine dreiTöchter vvrthcilhast versorgt. Dennoch ist sein Geist wie seinHerz immerwährend in St. Helena. Er kann nicht daran denkenseinen Bruder in seinem Erilc verschmachten und hinstcrben zirlass.n, und dringt in mich ihm recht offenherzig zu sagen, ob esden Kaiser eben so glücklich machen würde, ihn zu sehen als ercs sepn würde zu ihm zu gehen- Er tragt mir dabei auf, was ichdenn auch mit derselben Post thue, bei der englischen Negierunganzufragen, ob sie ihm wohl gestatten würde sich zu seinem Brudernach St- Helena zu begeben und daselbst zwei Jahre cdcr auch fürimmer, wenn ihn sein Bruder nicht zurückschicke, mir, oder ohneseine Gemahlin und Kinder zu verbleiben; seine Gemahlin strebenach der Ehre ihm zu folgen und er wolle sich verbindlich machen,daß durch ihn und die Seinigcn der Aufwand in keiner Weisevermehrt werden solle, sich auch hiernacbst allen Beschränkungendie man seinem Bruder auferlegt habe und allen sonstigen Bedin-gungen unterwerfen, die man von ihm, noch besonders sowohlHör seiner Abreise als nach seiner Rückkehr sodern möchte.

/ Es drängt mich, mein theurer General, noch einmal bittendtue Frage zu wiederholen, ob wohl der Kaiser die Gnade habenwill, mir die Feldzüge von Italien anzuvcrtraucn; dannwürden Sic mir auch vielleicht späterhin die Feldzüge von Egyptenzuschicken. Es sind dies zwei Schätze für die gelehrte Welt undfür die Geschichte, die der gegenwärtige» Politik ganz fremd sindL, CastS Taaeb. 12, Vd. 6