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Nachtr., 1 (1825)
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nung zu äußern; allein man gestattete ihm das Wort vor seinenKollegen und dies geschah ohne allen Zweifel auf Befehl des Kon-suls. Er hat sehr wohl daran gethan. Wo eS keinen Widerspruchgiebt, da hat der Streit ein Ende und um die Freiheit der Mei-nungen sieht eS dann sehr bedenklich auS.

„Carnot sprach also zuerst ln der gestrigen Sitzung. „Ich binweit entfernt/ sagt er/ den Glanz der Großthaten des Konsulsschwächen zu wollen; aber welche Dienste auch ein Bürger seinemVatcrlande leisten möge, so giebt es doch immer noch Schrankenfür die Erkenntlichkeit der Nation. Wenn man den Titel, den erso sehr verherrlicht hat, gegen einen andern vertauschen wollte, hießedas nickt seinem Ruhme schaden? hieße eS nicht sein eignes Werkvernichten, wenn man ihn zum Herrn über ein Land setzte, dem ereine freie Regierung versprochen hat? 26) habe zuvor gegen daslebenslängliche Konsular gestimmt und werde eben so gegen dir erb-liche Monarchie stimmen. Bonaparte bedeckte sich mit Ruhm, alser die öffentliche Freiheit aufrecht erhielt, die er zu behaupten ge-schworen hatte — soll man ihm nun in der unumschränkten Gewaltein Datererbe bilden? Die Römer hüteten sich wohl die Diktaturzu verewigen. Man will Register eröffnen, um die Wünsche nie-derschreiben zu lassen, die, wie man sagt, allgemein seyn sollen.^In allen Thrilen Frankreichs wird dieser Wunsch in Adressen aus-gesprochen werden. Von wem aber? Don angeftcllten Personen,die ohne Zweifel des eignen Herzens Verlangen, aber wohl nichtdie Wünsche des Volkes niederschreiben möchten. — Die Freiheitder Presse ist vernichtet. Eine rechtliche, ehrerbietige Vorstellungfindet kein Gehör mehr. Die Ausschließung einer Dynastie erzeugtkcincsweges die N^hwcndigkeit einer neuen. Werden wohl die eu-ropäischen Mächte den neuen Kaisertitel gut heißen? -Oder willman die Nation fernerhin schrecklichen Ealamitäten aussetzen, umein politisches Ereigniß durchzufechten, dessen Nothwendigkeit mirbis jetzt in keiner Weise bewiesen scheint? Mein Herz sagt mir,daß die Freiheit möglich ist und daß es Mittel giebt, sie ohne La-zwischcnkunft eines wilikührlichen Regiments zu behaupten, unterderen Schatten sie sterben müßte. Wie können Sie daran denken,einen Monarchen zu creircn, ohne zuvörderst auf Festsetzung vonInstitutionen bedacht zu seyn, diese Freiheit zu sichern?" —

„Diejenigen, welche Carnots Rede selbst mit angehört undnachher selbige in den öffentlichen Blättern gelesen haben, geben zu,daß sie in dem Grade beschnitten und abgeändert worden sei, daßman dabei das Absichtliche deutlich wahrnehme.