reu könnten. Bet diesem Glauben würde er, indem er sich umbrach-te, die Zukunst der Gegenwart geopfert haben.
Z. 5.
Herr von Montalivcc.
21. August 1815.
Herr Montatwet, der Minist" dcS Innern wurde, war ei» ehrlicher Manu,sagte.Napoleon. Bd. i. S. 87.
Diese Lobrede ist sehr kurz, so beschränkt auch die Zahl derehrlichen Leute seyn möchte. Herr von Montalivet hatte Zartgefühl,Rechtlichkeit, Leben, Geist, Tiefe des Gefühls, eine seltne Liebens-würdigkeit, weil sie vom Herzen kam und weil' er Im hohen Gradesich auf daS Schickliche verstand. Sein Talent in Hinsicht aufStaatsverwaltung ist ganz unzweifelhaft. 'Man wachte ihm allzn-großcn Eifer für Napoleon zum Vorwurf: als ob die Dankbarkeitein Verbrechen wäre! Diese Ergebenheit hinderte keineswegcs, daßer nicht bei vorkommendcr Gelegenheit Muth gezeigt und daS Wag-niß zu mißfallen bestanden Härte, sobald eö die Freundschaft for-derte. Er bewies cS an einem seiner Freunde, einem General, derunbillig behandelt worden war. Ein gerechter Anspruch wurde vomHerrn von Montalivet nie zurückgcwiesen, und dis das Unrecht wir-der gut gemacht war, lag er Napoleon unaufhörlich in den Ohre».Man hat wohl gesehen, daß er über einen mächtigen General cri-umphitte, der das HauS deö Maire von Veulogne diesem mit Ge-walt weggenommen und denselben zuvor persönlich beleidigt hatte.
Herr von Montalivet war, ehe er Minister des Innern wurde,mehrere Jahre General-Direktor der Brücken und Chausseen, einWerwaltungszweig, wobei man seinen Namen noch sehr in Ehrenhält. Er ist dabei nicht vergessen und wird cS noch lange nichtwerden. Er starb als Pair von Frankreich im Monat Februar 1823.
§. e.
Frau von Thuror.
6. September 1815.
Die Fran dieses Repräsentanten war äußerst hübsch und sehr tlcbeuSwürdlz.
Vd. 1. S. yz.
Der Volksrepräsentant, von dem dort die Rede ist, hieß Thurot-Seine Frau war von Versailles und ist richtig geschildert. Siehieß Gauchler, starb noch jung im Jahre 1815 und hintcrliesseine an Herrn Vcr.... vcrheirachcce Tochter.