löste, eS trank und sich dann wieder nicderlegte. Bald nachherhatte der Schmerz Napoleon das Geständniß seines nahen Todesauögeprcßt. Jetzt nun ließ er seine vertrautesten Diener -rufen.Dvan war unter dieser Zahl, hatte aber, als er horte was ebenvorgcganacn sei und daß Napoleon sich über die verzögerte Wir-kung des Giftes beklagte, den Kops verloren und sich eiligst vonFontainebleau fortgcmackt. Man erzählt nun weiter, es sei hieraufeine lange Ermattung eingetreten, die Schmerzen hätten nach einemsebr starken Schweiße aufgehört und alle beunruhigende Symptomewären, entweder wril die Dosts zu gering oder vielleicht die Kraftdes Giftes von der Zeit verzehrt war, nun ganz verschwunden.Endlich wird gesagt, Napoleon hätte tm Erstaunen daß er nochlebe,, einige Minuten vor sich hin gesonnen, dann ausgerufc: Gotthat es nicht gewollt! und nun mit Ergebung in die Wegeder Vorsehung, welche ihm nur ^rben das Leben erhalten, sein Schick-sal ruhig zu ertragen beschlossen. Das Geschehene mußte ein Ge-heimniß bleiben. Am Morgen stand Napoleon auf und kleidete sichan wie gewöhnlich."
Die Rückkehr von der Insel Elba, welche in noch nicht Jah-resfrist erfolgte, war wohl, was auch die Partisane des Selbstmordsin Beziehung auf Napoleon sagen mögen, das stärkste Argument,andern und besonders ihm selbst zu beweisen, wie unsinnig er ge-handelt Härte, sich ums Leben zu bringen. Diese Erinnerung wirkteohne Zweifel sehr auf seine Meinung und brachte ihn auf den Ge-danken, daß man sich nie der Verzweiflung überlassen müsse. Alser das zweitemal die Krone verlor, kamen ihm die früher» Ideenwieder ein; er dachte über den Selbstmord nach und Liktirte eineNote, worinnen das Andenken an sein desfallstges Attentat undzugleich an jene Rückkehr sich verbanden und ihre Wirkung zeigten.DaS darinnen vorherrschende oder vielmehr einzige Gefühl ist Reue.Sie müsse immer dem Tode folgen, wenn derjenige, der sich den-selben gegeben hätte, im Stande wäre, in die Zukunft zu schauen.Hier ist diese Note. Sie ist nicht lang und kommt hiermit zuerstans Licht.
„Hat ein Mensch das Reckt sich umzubringen? — 2a, wennsein Tod Niemand Schaden bringt und das Leben ein Uebel fürihn ist.
„Wenn ist das Leben rin Uebel für den Menschen? — Wennes ihm nur Leiden und Kummer gewährt.
„Da aber Kummer und Leiden des Menschen In jedem Augen-blicke sich ändern können, so giebt cs keinen Moment im Leben, in
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