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führen; aber die Verrärherci seines Ministers war ihm jetzt klar.Doch da er glaubte, daß er, In Folge der von ihm genommenenMaasregcln dessen Briefwechsel aufzufangrn, nichts mehr dabei zubefürchten habe, strafte er ihn blos mit Verachtung. Er ließ nun-mehr den Agenten abreisen und war nach der Unterschiebung, welcheFouch-l gemacht hatte, völlig überzeugt, daß derselbe nach Vorschriftgehandelt habe- Diese vollkommen wahren und genauen Umständebeweisen, daß, weil Napoleon Touchs unbestraft ließ, jede Drohunggegen ihn unklug gewesen seyn würde.
Napoleon hat Noten über das Werk des Herrn von Chaboulondiktirt. Sie sind in dem zweiten Theile der. Memoiren des Herrnvon Montholon zu finden.
Hier ist eine derselben (S. 343). Napoleon wollte Fouchsarretiren lassen, weil er bereits dessen verdächtigen Umtriebe kannte,als der Herzog von Vincenza ihn von der Ankunft eines Agentendes Herrn von Metternich unterrichtete. Er schob seinen Entschlußbis zur Rückkehr des Herrn von Flcury von Basel auf, denn dasGerücht von Fouchss Ungnade würde Herrn Werner verscheuchthaben. Die Familie des letztem war von jeher den Metternichssehr ergeben. Der Baron von Werner, der Vater, der in Oester-reich zu hohen obrigkeitlichen Aemtern gelangte, war vormals Ge-neralvcrwalter der Abtei Ochsenhausen gewesen, die dem Fürstenvon Metternich bei den Länderverkheilungen in Deutschland als Ent-schädigung überlassen wurde. Die Werners waren ganz im Geheim-nisse der Angelegenheiten dieses Hanfes und bet diesem besonder»Vertrauen, worauf man rechnen konnte, mußte wohl auch der frag-liche Auftrag von Wichtigkeit seyn.
Aber warum behielt Napoleon, als Herr von Fleury zu-rückkam und schon als er hörte, daß derselbe Zusammenkünfte mitHerrn Werner gehabt hatte, Touche noch länger zu seinem Polizei-minister? Er wußte doch nun gewiß, daß ihn derselbe verrieth und demFürsten Metternich von allen seinen Plänen Nachricht gab. Wärees denn jetzt eine Sünde gewesen, diesen Herrn Fouchs festzusctzen,ihn von vier Grenadieren in einem Zimmer der Tuilerien bewachenund ihm diktiren zu lassen, was er an seinen Correspondcnten schrei-ben solle, um diesem nur solche Nachrichten zu geben, die in seineeigne Politik paßten? Nicht allein daß er dies nicht thac, sonderner gab auch noch vor wie nach zu, daß Herr Fouchs sein Wesennach Belieben treiben konnte, welcher ihn dann durch eine verächt-liche Gleichgültigkeit strafte und gegen ihn keineswcges gleiche Nach-sicht übte. Wäre er wirklich so grausam gewesen, wie man ihn