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3 (1844)
Entstehung
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Weil nun Alles geschehn ist, und auf den letzten der TageDiese Nacht der Ewigkeit felgt: so laß nur noch einmalDu, der sitzt auf dem Throne, mit diesen Thränen dich an-

schann,

Die seit der Erde Geburt mein brechendes Auge geweint hat.Schaue vom Thron, wo du ruhst du hast ja selber ge-litten

Schau' in das Elend herunter, wo wir Gerichteten stehen,Auf deu Verlassensten aller Crschaffuen! Ich bitte nicht Gnade;Aber laß um den Tod, Gottmensch Erbarmer, dich bitten.Siche, diesen Felsen umfass' ich; hier will ich mich halten,Wenn die Todesengel von Gott die Gerichteten führen.Tausend Donner sind um dich her, nimm einen der tausend,Waffn' ihn mit Allmacht, tödte mich, Sohn, um deiner

Liebe,

Deiner Erbarmnngen willen, mit denen du heute begnadigst!Ach, ich ward ja von dir auch mit den Gerechten erschaffen;Laß mich sterben! Vertilg' ans deiner Schöpfung den AnblickMeines Jammers, und Abbadona sey ewig vergessen!

Meine Schöpfung sey aus, und leer die Stätte des BängstenUnd des Verlassensten aller Erschaffnen! Dein Donner säumet,Und dn hörest mich nicht. Ach, muß ich leben, so laß mich,Von den Verworfnen gesondert, auf diesem dunkeln Gerichts-platz

Einsam bleiben, daß mir's in meinen Qualen ein Trost sei),Tiefnachdenkend mich umzuschaun: Dort saß auf dem ThroneMit hellglänzenden Wunden der Sohn! Da Huben dieFrommenSich auf schimmernden Wolken empor! Hier wurd' ich gerichtet!