Druckschrift 
3 (1844)
Entstehung
Seite
115
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Abbadona sank an den Felsen. In eilendem FlugeStanden die Todesengel und wandten ihr Antlitz zum Richter.Feierlich schwieg das Menschengeschlecht. Die Donner ver-stummten ,

Die unaufhörlich vorher von dem Throne des Richtenden

schollen.

Abbadona erwacht' und fühlte die Ewigkeit wieder;

Gegen ihn kam durch die wartenden Himmel die Stimme

des Richters:

Abbadona, ich schuf dich! ich kenne meine Geschöpfe,Sehe den Wurm, eh'er kriecht, den Seraph, eh'er empfindet;Kenn' in allen Tiefen des Herzens alle Gedanken;

Aber du hast mich verlassen, und jene Gerichteten zeugenWider dich auch: du verführtest sie mit! Sie sind unsterblich!

Abbadona erhub sich und rang die Hände gen Himmel,Also saget' er: Wenn du mich kennst, und wenn du den

Bängsten

Aller Engel gewürdiget hast sein Elend zu sehen;

Wenn dein göttliches Auge die Ewigkeiten durchschaut hat,Die ich leide: so würdige mich, daß dein Donner mich fasse,Und dein Arm sich meiner erbarme, vor dir mich zu tödten!Mittler, ich sinke betäubt in des Abgrunds furchtbarste Tiefe,Und mein bebender Geist entflieht der Ewigkeit Schauplatz,Stürzt sich hinab und ruft dem Tode, so oft ich es denke.Daß du mich schufst, und ich cs nicht werth war, geschaffen

zu werden!

Schau', wo du richtest, herab und sieh', du Erbarmer, mein

Elend!