Druckschrift 
3 (1844)
Entstehung
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Siebenzehnler Gesang.

Didymus hatte sich lang von seinen Brüdern gesondert,

Jetzo kehrt' er zurück und kam zu der Hütt' an dem Tempel.Aber er säumet' und ging nickt hinein nnd wandelt' am

Eingang

Unter den Palmen. Er ging jetzt, lehnte sich jetzt an der PalmenEine. Bald hört' er sie singen. Da kam er der Pforte

,^tehn. Sie sangen ein Lied der Auferstehung, der neuenLieder eins, wie am Throne die Seelen der Märtyrer singen.

Jesus Christus erstand! Er wird die Seinen erwecken!Seine Kindlein werden im Schoß der Erde nicht ewigLiegen, entstellt von der Hand der Verwesung. Die Stimme

des Segens

Wird ertönen, vor ihr verstummen des Fluches letzterLaut. Erzengel werden sich frenn und leuchtender strahlenVon den süßen Entzückungen über die Tobten, die leben.Ach, daß jetzo nicht mehr das Grab ist, nicht mehr die Ver-wesung

Herrscht, noch in Grüften zerstört der hohen Seele Genoß

liegt!

Wehet, Winde, vom Morgen und bringt den Staub der

Zerstörung!