Druckschrift 
3 (1844)
Entstehung
Seite
113
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Niemals habt ihr genug des Hocherhabnen, des Ersten,Gottes Größe gekannt. Das ist es, daß ihr von RuheLächelnd träumtet, allein bis zu jenem Frieden nicht kämet,Der in der Thräne des Büßenden rann, die um Gnade nur

flehte.

Nur um Gnade, durch Thränen und Blut des Versöhners

erworben!

Also sprach er. Die Wag' erklang. Die leichtere SchaleStieg nicht völlig empor. Der Gerichteten Schicksal ward

Dämmrung;

Nacht nicht. Vielleicht, daß dereinst auch früher der Tag

für sie anfgeht.

Grannvoll stand das Heer zu des Richters Linken. VomThrone

Schwebten die Todesengel herab, daß Verworfne sie führtenIn die Wohnung der ewigen Nacht. Sic trugen die SchreckenDes ans dem Thron im richtenden Blick. Au Tausenden

wälzten,

Da sie schwebeten, Donnerwvlken des hohen GerichtstuhlsIhrem eilenden Fluge sich nach. Iu einsamer Stille,

Und mit sterbendem Blicke starr in die Tiefe gesenkt, standAbbadvna. Ihm kam der Engel Einer des TodesImmer näher und näher. Er sah den Cherub, erkannt' ihnUnd crhub sich zu sterben. Er schaute mit trüberem AugeAuf den Richter und rief aus allen Tiefen der Seele.

Gegen ihn wandte das ganze Geschlecht der Menschen sein

Antlitz

Und der Richter vom Thron. So sprach anbetend der Seraph:

Älopstock, McsäaS. III 8