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3 (1844)
Entstehung
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Eigene Tugend und stelltet den Abgott über den Thron hin,Wo des Richters Gesetz und neben dem ernsten Gesetz standEuer Gewissen. Der Heilige, der das zarte Gefühl selbstNach des Ewigen Richtschnur maß und doch um ErbarmnngWeinend flehcte, war sich nicht rein und wußte, wer Gott sei);Aber ihr wäret euch rein; kaum, daß ihr die große VersöhnungAuch annahmet. Und dennoch habt ihr die edle Begierde,Welche zur Ehr' euch rief, zu dom Stolz herunter erniedert;Habt mit Strenge zu richten gewagt, wer besser als ihr war,Wer einfältiger, weiser und tiefer drang in die IrreSchwerer Pflichten, in sich geschärfter Gefühl des GutenWeckte, dieß Feuer nährte, mit Wahn und mit Strenge zu

richten;

Euch unheilig erkühnt, die schweigende Tugend dem SchalleIhres Namens, dem Schimmer von ihr in der Könige HüttenOder auf anderer Höh' der Schattengröße des MenschenGleich zu halten. Ihr bautet euch selbst Glückseligkeiten,Tempel eurer Erfindung, ans schmeichelnder Ruhe gegründet.Aber nicht auf der heiligen Pflicht. Den Namen der VorsichtNanntet ihr zwar; doch trautet ihr mehr dem Wege des

Menschen,

Eurem Wege. Den höheren Geist, den euch die Natur gab,Habt ihr weit von dem Zwecke verleitet, zu dem ihr gemacht wart;Habt der herzlichen, cdeln, der frommen Menschlichkeit sanfteLiedestöne so oft mit rauhem Klange vermischet.

So schien zwar nicht die That, des Gedankens Mißbild; so warAber das Herz in Verborgnem. Dort war es euch Nacht,

der Friede